Monday, May 10, 2010

Durchgeruettelt

Herr, gib mir das Selbstbewusstein, Mitleid mit gewissen Leuten zu haben, und die Grosszuegigkeit, ihnen das gelegentliche Sahnehauebchen zu lassen, ohne mir dadurch beraubt vorzukommen.

Herr, gib mir das Selbstbewusstein, Mitleid mit gewissen Leuten zu haben, und die Grosszuegigkeit, ihnen das gelegentliche Sahnehauebchen zu lassen, ohne mir dadurch beraubt vorzukommen.

Herr, gib mir das Selbstbewusstein, Mitleid mit gewissen Leuten zu haben, und die Grosszuegigkeit, ihnen das gelegentliche Sahnehauebchen zu lassen, ohne mir dadurch beraubt vorzukommen.

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no cravings, NO cravings, NO CRAVINGS!

Sunday, May 9, 2010

Hypochondisches oder Stroh und eine Meise

Okay. Ich hatte mir zwar vorgenommen, dem inneren Hypochonder keine Stimme zu geben, weder im RL (hatte da ein sehr unangenehmes Erlebnis diese Woche), noch im Netz. Aber das hier ist zu witzig:

Seit zwei oder drei Tagen habe ich nichts vom inneren Hypochonder gehoert. Auf einmal wird mir das bewusst. Und ich bin sehr erleichtert darueber. Was wohl ein Fehler war.

Ich bin inzwischen an einem Punkt angelangt, wo ich durch weiteres innerliches Selbstaustricksen dem Buero mit mehr Selbstbewusstsein entgegensehen kann. Ja, manches Buero-politische, was mich sonst alles Grundsaetliche im Leben haette anzweifeln lassen, kommt mir mit der richtigen Einstellung fast witzig vor. Die Macht der Job Politik. Abgemildert. Der groesste Feind meines Nichtraucher-Daseins drauf und dran, gebaendigt zu werden. Uebrigens: Die Sonne scheint, der meiste Sonntag liegt noch vor mir. Nachher habe ich noch was Schoenes vor. Das Leben ist gut.

Ist es das wirklich?

Oder ist es vielmehr ...... VORBEI!?! :-OO

Ein paar Minuten nachdem die aufbauenden Gedanken ihre Wirkung auf meine Seele haben durften, ist er da. Er beisst zu. Wie eine Schlange im Gras liegt er herum, immer auf der Lauer nach dem richtigen Moment, manchmal sich temporaer zurueckhaltend, aber stets zum Angriff geruestet.

Der innere Hypochonder erinnert mich unsanft an die kleine Stelle links hinter meiner linken Augenbraue, wo ich in der vergangenen Woche einen eher milden Stress-Kopfschmerz entwickelt habe, der sich in unregelmaessigen Abstaenden kurz meldet. Auf einmal auch in Momenten, wo ich eigentlich gar nicht gestresst BIN!

:-OOO

Der innere Hypochonder wirft ploetzlich die Frage auf: WAS, wenn das gar kein Stress-Kopfschmerz ist, SONDERN EIN HIRNTUMOR!?!

Ich weisse ihn unsanft in die Schranken, den inneren Hypochonder, indem ich ihn daran erinnere, dass ein Hirntumor an gerade dieser Stelle sich wohl auch irgendwie auf meine Sehkraft im linken Auge auswirken wuerde, also noch andere Symptome haette, als das gelegentliche leichte Zwicken hinter dem Stirnbein. So. Jetzt habe ich es dem aber gegeigt. Aufatmend zuruecklehne. Hoffentlich gibt er jetzt Ruhe. Nichts ist toedlicher fuer einen inneren Hypochonder, als simple Logik, nein?

Aber.... so schnell gibt er nicht auf. Es muss ja gar kein "unabhaengiger" Hirntumor sein, erzaehlt er mir auf einmal. Es koennte ja auch eine Metastase sein. Von irgendeinem Krebs irgendwo anders in meinem Koerper. Ja, das muss es sein. Kein Zweifel.

In dem Moment entschloss ich mich, an den Computer zu gehen, und die Scheisse aufzuschreiben. Damit ich selber merke, wie laecherlich sie ist. Und seit ich schreibe, tut komischerweise gar nichts mehr weh. Hirntumor? Hirnmetastase? Das einzige, was ich im Kopf habe, ist Stroh und eine Meise.

Okayyyyyyy....

Jetzt habe ich eine volle Woche ohne Kippen geschafft. Und zwar eine ALLTAGSWOCHE (im Urlaub oder sonst einer entspannten Situation ist es ja leicht, aufzuhoeren, aber das haelt dann nicht an wenn das wirkliche Leben wieder los geht, deshalb wollte ich gleich ins kalte Wasser springen).

Ich weiss, es wird langsam langweilig, aber ich werde weiterhin meine Erfolge (und eventuelle Abrutscher, nein, die darf es nicht geben!) hier dokumentieren. Das Thema ist mir wichtig, weil alles andere in meinem Leben davon betroffen ist, wie gesund oder ungesund ich lebe. Darum muss es im Moment mein Hauptthema sein. Aus reiner Selbstrettung entwickele ich jetzt Ansaetze, wie ich den ganzen stressigen Kleinscheiss im Buero an mir abgleiten lassen kann. Irgendwann habe ich mich letzte Woche dabei erwischt, dass ich das ganz instinktiv tue jetzt. Wie ein Tier, das von der Evolution programmiert ist, in Deckung zu gehen, wenn es eine Gefahr wittert.

Auch koerperlich merke ich schon einige Unterschiede. Meine Atemwege sind viel freier, wenn auch noch nicht vollkommen befreit. Ich habe wieder Energie, kann meine uebliche Runde joggen ohne zwischendurch aufs Walken abzusteigen (ist leider in den letzten Monaten so schlimm geworden, dass das passiert ist).

Als Nebenwirkung zum Nichtrauchen gibt's auch jetzt so gut wie keinen Alkohol, denn mit Alkohol MUSS ich Kippen haben, also gibt es nur eine Loesung: ganz weg damit (hoechstens mal ein Glas Wein zum Essen, aber das bringe ich nicht mit Rauchen in Verbindung, also ist es okay.) Ich sehe irgendwie gesuender aus (wer denkt, ich luege, muss wissen, dass das Bild da unten vor ca. 4 Wochen entstanden ist^^, auf der Hoehe meiner Kippensucht, also nicht voll aktuell).

Ich bin auch irgendwie selbstbewusster, weil ich weiss, ich habe etwas ganz Schweres geschafft. (Und JA, die erste Alltagswoche ohne Kippen ist so ziemlich der groesste Kraftakt, der mir im Leben untergekommen ist. Bei den vorhergehenden Malen war es irgendwie leichter, u. A. auch weil die Scheisse im Job nicht die heutigen Ausmasse hatte.)

Natuerlich wird es weiterhin Gelueste geben. Aber ich habe jetzt noch eine weitere Anti-Schmacht Waffe zusaetzlich zu den kleinen Tricks, die ich vor einer Woche hatte, und zwar folgende: Ich weiss, ich kann es, denn ich habe es ja gerade erst gemacht.


Edit: Note to self: Wenn mich der Schmacht erwischt, und ueberhaupt immer wieder einfach so, muss ich mir die Eintraege von dieser Woche durchlesen. Wie ich mich ueber Wasser gehalten habe. Es ist wirklich gut, das alles aufzuschreiben. Eine Inspiration als Lektuere fuer die Zukunft. Und es ist gut, dass ich nicht in die Details von Aergernissen gegangen bin, denn mich selbstgerecht daran aufzugeilen, haette unweigerlich zum Rauchen gefuehrt. Rundum gut gemacht! :)

Saturday, May 8, 2010

hsm mit fast 51 altersgerecht

Edit: Bild entfernt

so, das wollte ich nicht posten, NIE posten, aber strafe muss sein. strafe dafuer, dass ich so ein loser bin und nix gebacken kriege. hier bin ich unretouchiert, in unguenstigem licht, nicht "schmeichelnd zurechtgemacht". in anderen worten, hier ist die ehrliche hsm, so wie sie wirklich aussieht. so viel fuer "jung geblieben", eh?

wie gesagt, strafe muss sein. ich wollte was ganz anderes posten, aber nix geht. also hier "normale 50erin hsm. lacht euch einen ab. ich warte auf den troll. ich stelle sogar die kommentarfunkition wieder ein.

man gucke sich den hals an. altschachtelhafter geht es doch nicht, ne? also.... SO sehe ich WIRKLICH aus. wenn ich nicht pose und stundenlang herumprobiere. und mit dem glatten dekolletee ist es auch nicht so weit her, ne? und man gucke sich mal die sympathischen falten und furchen an. ein gelebtes leben, ja doch.

ich bin nix besonderes. ich sehe genauso aus, wie jede schachtel in meinem alter. wenn jetzt noch irgendwelche anfangen, mich leiden zu koennen, weil sie sehen, dass an meiner tollen jugend doch nix dran ist, dann weiss ich, ich kann mir jetzt den strick nehmen. 6 tage ohne zigaretten, und dabei wird es bleiben. wofuer lebe ich eigentlich. grottenhaessliche alte sau.

Den fuerchterlichen, altschachtelhaften, fuenfzigjaehrigen, abtoernenden HALS wollte ich noch extra betonen. So was geht ueberhaupt nicht. Und dennoch muss ich SO jeden Tag an die Oeffentlichkeit. Das mit dem Hals ist schon laenger ein Problem. Konnte es bisher nur einigermassen verbergen. Also hier ist er in seiner vollen altersgerechten Pracht. Da gehoert ein Strick drum. Das ist das einzige, wozu der noch taugt.

haengende mundwinkel, haengebaeckchen, altersgerechte duenne lippen. nur fuer den fall, dass jemand nicht genau hinguckt, betone ich das extra. und falten ums kinn rum. ehrlich, wenn mir so eine auf der strasse begengen wuerde, wuerde ich schreiend davonrennen. ich bin die haesslichste alte schachtel, da kann ich noch so schlank sein. haesslicher, als all die anderen schachteln zusammen, und das will was heissen. so richtig altersgerecht sympathisch. nein, so ein leben lohnt sich nicht.

PS. Ich habe aber schoene ausdrucksvolle Augen, ne? Sagt man das nicht zu unbeschreiblich haesslichen Menschen, weil man irgend etwas positives an ihnen finden will, aber beim besten Willen nichts finden kann? Und siehe da - wieder so ein duemmliches Grinsebild, also Ausstrahlung habe ich auch.

Ich geh jetzt joggen, es ist noch frueh und einsam. Ich wuensche mir, dass ich im Park ermordet werde, aber da besteht keine Hoffnung. Die Moerder schlage ich mit meiner altersgerechten Ausstrahlung glatt in die Flucht. Die haben vor MIR Angst, ha-ha. So was wuerden die nicht anruehren, nicht mal zum ermorden, und recht haben sie.

Nachtrag: Die haessliche Sau Jamie Lee Curtis hat angerufen. Sie will ihre Fresse wiederhaben, ha-ha.
ich hasse diese iinternetverbindung, diesen laptopt und dieses network so seht, ich werde jetzt den ganzen laden aus de fenster treten

Friday, May 7, 2010

Fruehsommerliche Abenddaemmerung



Okay, bei der Ueberschrift habe ich mir fast den Finger in den Hals gesteckt...^^

Davon abgesehen, hier ein Teil von Manhattan, den Touristen nicht unbedingt mit NY assoziieren wuerden - der Blick aus meinem Kuechenfenster.

Edit: Zu dem kleinen Baeumchen da habe ich ein ganz besonderes Verhaeltnis. Ich habe es naemlich aufwachsen sehen von einem kleinen, Unkraut-aehnlichen Pflaenzchen vor ca. 6 Jahren bis zu dem jugendlichen Baum, der er jetzt ist. Wie er sich jedes Jahr veraendert hat, wenn er nach dem Winter wieder zurueckkam. Bis man schliesslich erkennen konnte, dass es eigentlich gar kein Unkraut, sondern EIN BAUM ist. Und er veraendert sich immer noch, wird jedes Jahr groesser, der nun eindeutig vorhandene STAMM dicker. Er ist noch lange nicht ausgewachsen. Auch die Blaetter sind jedes Jahr anders. Am Anfang waren sie riesengross, inzwischen sind sie kleiner. Mal gespannt, ob sie dieses Jahr so klein bleiben werden wie sie im Moment sind? Irgendwann wird ein Developer zu dem leerstehenden Grundstueck da hinten kommen, und ihn toeten. Es ist nur eine Frage der Zeit, aber so geht es hier leider zu...:(

Geschafft??

Okay, Freitage sind zwar notorisch beschissen, ich werde heute nichts zu lachen haben, die menopausalen Schachteln werden dafuer sorgen. Und ohne K. werden sich noch mal ein paar unausgesprochene Strukturen aendern, gewisse andere Leute noch uebergriffiger werden, als sie schon sind. Anzeichen gab es schon diese Woche.

Aber an Freitag Abenden habe ich auch zu Raucherzeiten manchmal nicht geraucht. Weil man dann das WE vor sich hat. Also ist die Gefahr heute etwas verringert. Aber da ist sie noch auf jeden Fall. Gestern waere ich fast schwach geworden. Es ist naemlich ganz besonders uebel, wenn man weiss, morgen muss ich nochmal hin, und uebermorgen, und am naechsten Tag usw. Darum sind Wochentage so schlimm. Und in diesem Sinn zaehlt natuerlich auh Sonntag dazu. Bis Mittag werde ich Bauchschmerzen haben. Ich habe dieser Tage richtiggehende ANGST vor dem Laden, fuehle mich vollkommen allein. Habe jeden Tag Bauchschmerzen, die abends mysterioes verschwinden, ganz vergessen werden, wenn ich mich mit etwas Schoenem ablenke, das ich nicht mit Rauchen in Verbindung bringe. (Und da gibt es sehr viel.... was ich mir da so alles kasteit (Wort???) hatte, weil ich dabei nicht rauchen konnte, wird mir erst jetzt bewusst...)

Unbewusst lenke ich auch meine Gedanken auf Anderes, Schoenes, Positives. Ohne irgendwelche "Methoden" anzuwenden. Vergesse den Scheiss Job manchmal ganz am Abend. Ich habe ja privat keine "Verpflichtungen", muss nirgendwo hin "hetzen", kann machen, was ich will. Im Grunde habe ich es doch recht gut.

Schreibe hier in letzter Zeit weniger, weil ich nicht auf den Details des Stresses dwell (???????) will. Das tut mir nicht gut. Heute fuehle ich mich wieder, als ob ich gestern abend geraucht haette. Wie verkatert. Gestern war auch wirklich schlimm. Im Job. Danach nicht. Habe es geschafft, eine Stunde frueher rauzukommen.

Habe jetzt eine ganze Alltagswoche geschafft (Freitag - s.o.). Das war das Ziel fuer den Anfang. Ob es jetzt etwas leichter wird? Ich finde, wenn ich diese Woche konnte, kann ich alles. Mal von irgend etwas ganz Schlimmem abgesehen. DANN waere es aus. Dann kasteie ich mich nicht. Aber so normale Alltagsscheisse scheint doch machbar zu sein. Wenn auch mit Haengen und Wuergen.

Scheisss Laptop. Hasse die Tastatur. Anderer Comp. ist wieder am Arsch. Na ja, wollte mich ja eh kurz fassen.

Nachtrag: Ach ja. Was privaten Stress angeht, der ist viel leichter in den Griff zu bekommen, als Job-Stress. Kontakte (natuerlich nur mit Nichtrauchern!!) wieder aufleben zu lassen, ist ja gut und schoen. Aber ich muss aufpassen, wem ich vom inneren Hypochonder erzaehle. Ich dachte, es waere sicher, solange ich mich allgemein fasse. Also eher "ich bilde mir ein Zipperlein nach dem anderen ein" anstatt konkret zu werden. Aber selbst das ist nicht sicher. Da kann durchaus sowas kommen (selbst von Personen, die auf jede andere Art vollkommen in Ordnung und vertauenswuerdig sind!) wie "Bist du dir da SICHER, dass das alles nur EINGEBILDERT ist!?! In UNSEREM ALTER und gerade wenn man eine Lebensumstellung bla bla bla sollte man doch sowieso regelmaessig bla bla bla"

Diese Person hat das nicht zum ersten Mal gemacht, ich habe ihr immer wieder noch mal eine Chance gegeben, aber seit zwei Tagen oder so gehoert sie PERMANENT nicht mehr zu meinem Bekanntenkreis. Stress kann ich mir selber machen. Ich brauche Leute, die mich aufbauen, oder gar keine. Sonst sage ich dazu jetzt nichts mehr, Hildegard.

Nachtrag nochmal: Das Benutzerbild mit Zigarette werde ich wohl auch bald austauschen muessen, weil es meinem momentanen Ziel nicht besonders foerderlich ist. Aber erst muss ich mal einen geeigneten Ersatz finden. Irgendwas Sportliches oder so wieder...

Thursday, May 6, 2010

Achterbahn

Ich muss sagen, ich habe mir wirklich eine ideale Woche ausgesucht, um die Kippen in die Wueste zu schicken. Ich bekomme das volle Spektrum - UND ZWAR DAS VOLLE SPEKTRUM - von Stress und Scheisse. Nicht nur im Job, sondern jetzt auch noch privat. Dinge, auf die ich hier nicht wirklich eingehen moechte. Aber der Punkt ist: Es ist GUT, dass es so eine Woche geworden ist. Sofort ins eiskalte Wasser, jawohl. Denn wenn ich SO EINE Woche ueberstehen kann, ohne zu den Kippen zu greifen, dann habe ich meinen Freischwimmer, dann werde ich alles danach ohne Kippen ueberstehen koennen. Zumindest wird es im Vergleich relativ einfach sein, es zu ueberstehen. Die Frage ist aber: WERDE ich diese Woche ueberstehen? Noch zwei endlose Tage breiten sich vor mir wie eine Wueste aus, und ich komme mir ausgeliefert vor, was da noch alles kommen kann. Da heute schon uebel angefangen hat, kann es sein, dass ich bis heute abend vom Glauben abfalle. Vier Tage. Immerhin. Meine Lungen merken den Unterschied. Ich werde es verhindern, falls es sich machen laesst. Kommt darauf an, wie heute sich weiterhin entwickelt (grosse Hoffnung habe ich da ehrlich gesagt nicht).

Wednesday, May 5, 2010

Weiter geht's

Meine Atemwege fuehlen sich freier an, ich habe heute morgen eine ganz neue Energie, und ich habe meinen ersten grossen Schmacht erfolgreich ueberstanden.

Nun wird es Zeit, ein bischen an der Grundhaltung zu feilen, damit es beim naechsten Schmacht nicht gar so wackelig und grenzwertig wird. Nie vergessen:

1. E. und G. verhalten sich so, wie es fuer sie normal ist.

2. E. muss intrigieren, weil sie keine wirkliche Macht hat, und ich ihr seit ca. 6 Jahren aus verschiedenen Gruenden ein rotes Tuch bin.

3. Dadurch dass heute K.'s letzter Tag ist, und diese vieles abgefedert hat, und dadurch, dass die Rang-und Machtstrukturen eher fliessend und uneindeutig sind, werden unsichere Menschen wie E. ein offenes Tuerchen sehen, und es von jetzt an immer staerker versuchen.

4. Es gibt auch noch andere Leute auf der Abteilung, die genau die selben Sachen wie ich ueber E. und G. schon lange merken, und mir privat ihr Leid geklagt haben, auch wenn sie sich oeffentlich nicht zu outen trauen (und etwas weiter weg sitzen, die Gluecklichen, es ist nur die physikalische Naehe, die mich zum Fokuspunkt macht, weitere Kreise zu ziehen traut sich weder G. und schon gar nicht E., auch nicht mit Leuten, die auf meiner Stufe stehen, aber halt weiter weg sitzen).

5. Ich muss ein ruhiges, inneres Selbstbewusstsein entwickeln, was mich weniger anfaellig fuer Intrigen und Machtspielchen wie die gestrigen macht. Das Schlimmste, was ich tun kann ist, Leute wie E. merken zu lassen, dass sie got to me (deutsch???)

6. Ich muss immer daran denken, dass Loser wie E. und ihre angebetete G. es nicht wert sind, dass ich mein Leben aufs Spiel setze.

7. Jemand wie ich ist ein gefundenes Fressen fuer solche Leute. Ich habe halt so eine unterschwellige Ausstrahlung, und die bekommen einen Orgasmus, wenn sie Situationen kreieren koennen, wo sie etwas gefuehlte Macht ueber mich ausueben koennen.

8. Offiziell haben E. und auch G. keine Autoritaet ueber mich, und wissen das auch.

9. Solche Situationen wird es immer wieder geben. Die Abteilung ist nicht mehr das, was sie mal war, und ich muss davon ausgehen, dass sie das nie mehr sein wird.

10. Ich muss meine Erwartungen aendern. Kreaturen verhalten sich nun mal artgerecht. Zu erwarten, dass E. sich nach meinen Vorstellungen verhaelt, ist genauso, wie zu erwarten, dass meine Katze ploetzlich fliegen lernt.

11. Ich muss immer daran denken, dass das Problem nicht bei mir liegt. Dass ein guter Grund besteht, warum E. mir Gift geben koennte. Und dass die Befriedigung, die sie durch ihre schleimigen Intrigen momentaer bekommt, nicht anhalten wird, sie immer noch dieselbe armselige, miserable Sau sein wird, die mich schon seit Jahren um so manches beneidet, und keinem nichts goennt. (Wer hat letztens zu einer erfolgreichen Person aus einer anderen Abteilung gesagt: "DUUU da oben! Und WIIIIIIIR da unten! Du musst HERUNTERSTEIGEN, und HERUNTER ZU UNS kommen!" Wer nur? Ach ja, E.!! Und dabei ganz verkrampft und gezwungen gekichert, damit man denken soll, sie macht Spass. Das sagt eigentlich alles, was man ueber E. wissen muss. So eine Person wird nicht DULDEN, dass jemand, der rangmaessig eher niedergestellt ist (ich) eine mittelstandsmaessige Grundhaltung an den Tag legt. DIE wird MIR zeigen, wo der Hammer haengt, damit SIE sich besser fuehlt! Und jedes Fitzelchen Macht, die sie nicht hat, dazu engagieren, dreckige Intrigen zu starten!)

12. Ich muss es wirklich ernst meinen diesmal, sonst haette ich mir GESTERN ABEND Zigaretten en masse reingezogen, erinnerte mich aber trotzdem noch daran, dass ich mal in der Zukunft zurueckblicken werde, und wuenschen werde, ich haette es nicht getan. (Atmen zu wollen wird sich so anfuehlen, als ob einem eine Tonne Backsteine auf der Brust liegen, oder man unter Wasser ist. DARAN immer denken!!)

13. Es ist ein weiterer wundervoller Fruehsommertag, und ich merke das sogar. Weil ich keine leere Seele habe.

14. Eine leicht abgewandelte Form eines abgedroschenen Spruches: Herr, gib mir das Selbstbewusstein, Mitleid mit gewissen Leuten zu haben, und die Grosszuegigkeit, ihnen das gelegentliche Sahnehauebchen zu lassen, ohne mir dadurch beraubt vorzukommen.

15. Bete mir Punkt 14 immer wieder vor, wenn noetig den ganzen Tag lang.

Tuesday, May 4, 2010

Im Moment ist es ganz schlimm

Ganz schlimm. Nach diesem Tag heute schmachte ich voll. Und halte immer noch an mir. Warum eigentlich? Wenn's heute nicht passiert, wird es morgen passieren, oder uebermorgen. Was ich wirklich lernen muss, ist, Scheisse an mir abgleiten zu lassen. Dahin zu kommen, dass sie mich nicht mehr beruehren kann. Darauf beruhen auch 12-Schritt Programme, von denen es ja heute fuer fast alles eine gibt: Es geht nicht darum, staerker als die Sucht zu werden, denn das ist unschaffbar. Es geht darum zu lernen, mit dem Leben umzugehen. Gelassen werden, demuetig werden, sich in andere hineinzuversetzen, ueber Stress drueberstehen. Dann gleiten die Gelueste von selber weg. Je mehr man sich selbstgerecht aufregt, je mehr Stolz man hat, umso mehr gewinnt die Sucht, weil man immer wieder eine Ausrede findet, ihr nachzugeben. Spirituell soll man werden, und den Stolz ablegen. Nur so soll man angeblich einer Sucht beikommen koennen. Wenn das stimmt, dann kann ich mir genausogut jetzt gleich eine Schachtel Ziggis holen, denn dann habe ich KEINE Chance.

Nachtrag/Edit: Ich denke, es gehoert ein ganz besonderes SELBSTBEWUSSTSEIN dazu, seinen Stolz wegzustecken, und die Haltung "ICH BIN NICHTS BESONDERES" einzunehmen. Mit dieser Haltung durchs Leben zu gehen, soll einen weniger anfaellig fuer Suechte machen (und noch einen ganzen Haufen anderer Laster und Unannehmlichkeiten - mal vom Rauchen abgesehen, kann es auch krank machen, staendig wegen irgendwelcher Scheisse unter Stress zu stehen, anstatt sie an sich abgleiten zu lassen). Und dieses Selbstbewusstsein kann man lernen. Das Selbstbewusstsein, demuetig zu sein. Klingt paradox, macht aber irgendwie Sinn. Ich habe so was aehnliches schon mal irgendwann in Gruppen mitgemacht (mehr als einmal), und es gespuert: Die innere Ruhe, der Fokus weg von "nur ich weiss, wo der Hammer haengt", und als Resultat bekam ich mehr Ausgeglichenheit, weniger Erregtheit, und ultimativ weniger Suchtgelueste. Ob ich das aber wirklich wieder fuer mich will, da bin ich mir nicht so sicher. Denn irgendwie passt eine solche Persoenlichkeitsamputation doch gar nicht zu mir, und darum hat sie ja auch auf die Dauer nie angehalten. Dann kam immer irgendwann das Rebell in mir durch, und ich war noch schlimmer als zuvor. Es ist jetzt ca. eine Stunde nachdem ich den urspruenglichen Eintrag hier geschrieben habe. Dem Schmacht habe ich (noch) nicht nachgegeben. Denn - verflucht noch mal - ich will es endlich mal laenger als zwei Tage schaffen. Und wer weiss, morgen wird vielleicht wieder ein besserer Tag werden. Wenn ich jetzt noch heute abend vom Glauben abfalle, und morgen ein besserer Tag wird, werde ich mir dann morgen nicht ganz besonders in den Arsch treten, dass ich dem Entzug nicht eine laengere Chance gegeben habe? Wenn morgen wieder Scheisse wird, dann kann ich mir DANN immer noch eine Packung Ziggis holen, und mich vergiften. DIESE Moeglichkeit besteht naemlich immer, die laueft mir nicht weg.