Das komische Dings innen an meiner Unterlippe habe ich ihm bei der Gelegenheit auch gezeigt (dafuer waere ich nie eigens hingegangen, aber wo ich schon mal da war...). Habe es ihm gezeigt, und geradeheraus gefragt: "ist das Krebs?" Mit dem Wissen, dass ich da sofort eine klare Antwort bekommen wuerde, und kein "Tests... dann wissen wir mehr" und solche dummen Sprueche. Er meinte nach einem spontanen "SIEHT NICHT SO AUS", das waere wohl eine verhaertete Blase (A-HA! Stinkefinger an die "Wann hast DU denn den Doktor gemacht!" Fraktion!), und ich soll mit Peroxide spuelen und Draufbeissen in Zukunft vermeiden. Dann sagte er allerdings "Wenn es in drei Monaten immer noch da ist...". Abdriftend, ohne spezifisch zu werden. Ich war erstmal zu geschockt, um zu fragen, WAS DANN. WAS, wenn es in 3 Monaten noch da ist...
Also bin ich im Grund genauso schlau, wie zuvor...
PS Freitag Morgen: Ich glaube, das mit den 3 Monaten hat er nur gesagt, um "professionell" zu sein. Das muessen die Aerzte ja heute. Immer ein Tuerchen offen lassen, nie jemandem "endgueltig" sagen, dass etwas "nichts ist". Damit macht man sich nur gegen Klagen verletzlich. ICH weiss, dass es nichts ist. Auch wenn es in 3 Monaten noch da ist, gehe ich nicht nochmal hin. Letztendes muss man sich auf sich selber verlassen. Und ich kenne meinen Koerper am besten... Und ich gehe nach seiner allerersten, uneditierten, spontanen Reaktion: "Sieht nicht so aus!" Die Spontanreaktion ist meistens die ehrlichste... ist schlicht menschliche Natur...
Schreibtischheldin speit Feuer. Jetzt mit Regenmotiv. Denn das Leben ist ein Traenenmeer. Mein Lebensmotto: ALSO DEN GANZEN TAG AM SCHREIBTISCH SITZEN, DAS KOENNTE ICH NICHT. DAFUER BIN ICH EIN VIEL ZU SENSIBLES, KREATIVES PFLAENZCHEN. DA WUERDE ICH EINGEHEN.
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Thursday, June 10, 2010
Friday, May 21, 2010
Lektuere, bei der jedem Hypochonder das Herz aufgeht
Gerade ging eine Massen E-mail durch die ganze Firma. Vollkommen ohne ersichtlichen Grund und ohne Zusammenhang wird uns allen ploetzlich ein ROMAN ueber Herzattacken zugesendet!
Er geht genuesslich ins Detail darueber, was eine Herzattacke ist, wodurch sie verursacht wird, und darueber, dass man MANCHMAL ein Opfer "noch retten" kann. Dann folgen irendwelche Anweisungen, wahrscheinlich was zu tun ist, wenn jemand in der Firma eine Herzattacke bekommt (die Verfasser muessen ausgiebig Zeit in unserer Abteilung zugebracht haben *galgenhumoriglach*). Diese Anweisungen lese ich nicht mehr, weil ich inzwischen ein Gefuehl habe, als haette ich einen Eisenring oben um die Rippen. Und der Atem kommt ganz schwieirg. Der BH zu eng, oder was?
Ich meckere zu Frau Z., dass ich solche Lektuere an einem friedlichen, sonnigen Freitag Morgen fuer ausserst unangebracht halte. Sie gibt irgendwelche neutralen Toene von sich. Ich denke "der gefaellt das wahrscheinlich". Der Name Frau Zipperlein kommt schliesslich nicht von ungefaehr.
Dann gehe ich zum Drucker, um ein Dokument, das ich gerade bearbeitet und ausgedruckt habe, zu holen. Und was liegt da auf dem Printer, den ich mir mit Frau Z. teile? *DINGDINGDINGDING!!!!* Natuerlich ein Ausdruck dieser Herzattacken Email! Ich gebe mich geschlagen, und bringe die Mail zu ihr. "Hier, das ist deins!" Der ist noch nie eine Krankheit begegnet, die nicht ihr Herz hoeher schlagen liess. Je toedlicher, umso Euphorie-spendender. :/
Ich versuche, ein bischen Sonne durch das Fenster aufzusaugen. Wenigstens kann ich wieder durchatmen. Puh.
PS. Der Eisenring um die Rippen ist jetzt weg, dafuer habe ich ein komisches Gefuehl im linken Arm. Ich moechte mich bei jemandem bedanken. Ganz. Herzlich. Bedanken.
Er geht genuesslich ins Detail darueber, was eine Herzattacke ist, wodurch sie verursacht wird, und darueber, dass man MANCHMAL ein Opfer "noch retten" kann. Dann folgen irendwelche Anweisungen, wahrscheinlich was zu tun ist, wenn jemand in der Firma eine Herzattacke bekommt (die Verfasser muessen ausgiebig Zeit in unserer Abteilung zugebracht haben *galgenhumoriglach*). Diese Anweisungen lese ich nicht mehr, weil ich inzwischen ein Gefuehl habe, als haette ich einen Eisenring oben um die Rippen. Und der Atem kommt ganz schwieirg. Der BH zu eng, oder was?
Ich meckere zu Frau Z., dass ich solche Lektuere an einem friedlichen, sonnigen Freitag Morgen fuer ausserst unangebracht halte. Sie gibt irgendwelche neutralen Toene von sich. Ich denke "der gefaellt das wahrscheinlich". Der Name Frau Zipperlein kommt schliesslich nicht von ungefaehr.
Dann gehe ich zum Drucker, um ein Dokument, das ich gerade bearbeitet und ausgedruckt habe, zu holen. Und was liegt da auf dem Printer, den ich mir mit Frau Z. teile? *DINGDINGDINGDING!!!!* Natuerlich ein Ausdruck dieser Herzattacken Email! Ich gebe mich geschlagen, und bringe die Mail zu ihr. "Hier, das ist deins!" Der ist noch nie eine Krankheit begegnet, die nicht ihr Herz hoeher schlagen liess. Je toedlicher, umso Euphorie-spendender. :/
Ich versuche, ein bischen Sonne durch das Fenster aufzusaugen. Wenigstens kann ich wieder durchatmen. Puh.
PS. Der Eisenring um die Rippen ist jetzt weg, dafuer habe ich ein komisches Gefuehl im linken Arm. Ich moechte mich bei jemandem bedanken. Ganz. Herzlich. Bedanken.
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Tuesday, May 11, 2010
Hypochonder, gib Ruhe!!!!!!!
Gerade weil es mir eben gut geht, fange ich instinktiv an, mir die Brueste abzutasten (was ich auch in Raucherzeiten schon gemacht habe, aber jetzt bin ich fast besessen.....). Ist da was? Oder ist das IMMER NOCH das kleine MUTTERMAL? Puh. Kein kleiner Knoten. Muttermal. Auf der Haut. Immer noch. Sieht das ein bischen komisch aus? Wenn schon kein Brustkrebs, dann vlt. Hautkrebs gefaellig? Oder beides. Wie heisst es so schoen: Man kann Laeuse UND Floehe haben. Oder eine Macke. So schlimm, dass ich tatsaechlich zu irgendeiner VORSORGE gehen wuerde, ist es noch nicht mit dem Hypochonder. Blue Cross (meine Versicherung) liebt mich sicher. Die koste ich so gut wie nix, aber meine Praemie (der groesste Anteil von der Firma natuerlich) duerfen sie doch jeden Monat kassieren.
PS. Ich frage mich langsam, warum der innere Hypochonder eigentlich immer nur TOEDLICHE Krankheiten im Angebot hat. Mit Kinkerlitzchen gibt der sich wohl nicht ab. Dafuer ist er sich zu gut.
PS. Ich frage mich langsam, warum der innere Hypochonder eigentlich immer nur TOEDLICHE Krankheiten im Angebot hat. Mit Kinkerlitzchen gibt der sich wohl nicht ab. Dafuer ist er sich zu gut.
Sunday, May 9, 2010
Hypochondisches oder Stroh und eine Meise
Okay. Ich hatte mir zwar vorgenommen, dem inneren Hypochonder keine Stimme zu geben, weder im RL (hatte da ein sehr unangenehmes Erlebnis diese Woche), noch im Netz. Aber das hier ist zu witzig:
Seit zwei oder drei Tagen habe ich nichts vom inneren Hypochonder gehoert. Auf einmal wird mir das bewusst. Und ich bin sehr erleichtert darueber. Was wohl ein Fehler war.
Ich bin inzwischen an einem Punkt angelangt, wo ich durch weiteres innerliches Selbstaustricksen dem Buero mit mehr Selbstbewusstsein entgegensehen kann. Ja, manches Buero-politische, was mich sonst alles Grundsaetliche im Leben haette anzweifeln lassen, kommt mir mit der richtigen Einstellung fast witzig vor. Die Macht der Job Politik. Abgemildert. Der groesste Feind meines Nichtraucher-Daseins drauf und dran, gebaendigt zu werden. Uebrigens: Die Sonne scheint, der meiste Sonntag liegt noch vor mir. Nachher habe ich noch was Schoenes vor. Das Leben ist gut.
Ist es das wirklich?
Oder ist es vielmehr ...... VORBEI!?! :-OO
Ein paar Minuten nachdem die aufbauenden Gedanken ihre Wirkung auf meine Seele haben durften, ist er da. Er beisst zu. Wie eine Schlange im Gras liegt er herum, immer auf der Lauer nach dem richtigen Moment, manchmal sich temporaer zurueckhaltend, aber stets zum Angriff geruestet.
Der innere Hypochonder erinnert mich unsanft an die kleine Stelle links hinter meiner linken Augenbraue, wo ich in der vergangenen Woche einen eher milden Stress-Kopfschmerz entwickelt habe, der sich in unregelmaessigen Abstaenden kurz meldet. Auf einmal auch in Momenten, wo ich eigentlich gar nicht gestresst BIN!
:-OOO
Der innere Hypochonder wirft ploetzlich die Frage auf: WAS, wenn das gar kein Stress-Kopfschmerz ist, SONDERN EIN HIRNTUMOR!?!
Ich weisse ihn unsanft in die Schranken, den inneren Hypochonder, indem ich ihn daran erinnere, dass ein Hirntumor an gerade dieser Stelle sich wohl auch irgendwie auf meine Sehkraft im linken Auge auswirken wuerde, also noch andere Symptome haette, als das gelegentliche leichte Zwicken hinter dem Stirnbein. So. Jetzt habe ich es dem aber gegeigt. Aufatmend zuruecklehne. Hoffentlich gibt er jetzt Ruhe. Nichts ist toedlicher fuer einen inneren Hypochonder, als simple Logik, nein?
Aber.... so schnell gibt er nicht auf. Es muss ja gar kein "unabhaengiger" Hirntumor sein, erzaehlt er mir auf einmal. Es koennte ja auch eine Metastase sein. Von irgendeinem Krebs irgendwo anders in meinem Koerper. Ja, das muss es sein. Kein Zweifel.
In dem Moment entschloss ich mich, an den Computer zu gehen, und die Scheisse aufzuschreiben. Damit ich selber merke, wie laecherlich sie ist. Und seit ich schreibe, tut komischerweise gar nichts mehr weh. Hirntumor? Hirnmetastase? Das einzige, was ich im Kopf habe, ist Stroh und eine Meise.
Seit zwei oder drei Tagen habe ich nichts vom inneren Hypochonder gehoert. Auf einmal wird mir das bewusst. Und ich bin sehr erleichtert darueber. Was wohl ein Fehler war.
Ich bin inzwischen an einem Punkt angelangt, wo ich durch weiteres innerliches Selbstaustricksen dem Buero mit mehr Selbstbewusstsein entgegensehen kann. Ja, manches Buero-politische, was mich sonst alles Grundsaetliche im Leben haette anzweifeln lassen, kommt mir mit der richtigen Einstellung fast witzig vor. Die Macht der Job Politik. Abgemildert. Der groesste Feind meines Nichtraucher-Daseins drauf und dran, gebaendigt zu werden. Uebrigens: Die Sonne scheint, der meiste Sonntag liegt noch vor mir. Nachher habe ich noch was Schoenes vor. Das Leben ist gut.
Ist es das wirklich?
Oder ist es vielmehr ...... VORBEI!?! :-OO
Ein paar Minuten nachdem die aufbauenden Gedanken ihre Wirkung auf meine Seele haben durften, ist er da. Er beisst zu. Wie eine Schlange im Gras liegt er herum, immer auf der Lauer nach dem richtigen Moment, manchmal sich temporaer zurueckhaltend, aber stets zum Angriff geruestet.
Der innere Hypochonder erinnert mich unsanft an die kleine Stelle links hinter meiner linken Augenbraue, wo ich in der vergangenen Woche einen eher milden Stress-Kopfschmerz entwickelt habe, der sich in unregelmaessigen Abstaenden kurz meldet. Auf einmal auch in Momenten, wo ich eigentlich gar nicht gestresst BIN!
:-OOO
Der innere Hypochonder wirft ploetzlich die Frage auf: WAS, wenn das gar kein Stress-Kopfschmerz ist, SONDERN EIN HIRNTUMOR!?!
Ich weisse ihn unsanft in die Schranken, den inneren Hypochonder, indem ich ihn daran erinnere, dass ein Hirntumor an gerade dieser Stelle sich wohl auch irgendwie auf meine Sehkraft im linken Auge auswirken wuerde, also noch andere Symptome haette, als das gelegentliche leichte Zwicken hinter dem Stirnbein. So. Jetzt habe ich es dem aber gegeigt. Aufatmend zuruecklehne. Hoffentlich gibt er jetzt Ruhe. Nichts ist toedlicher fuer einen inneren Hypochonder, als simple Logik, nein?
Aber.... so schnell gibt er nicht auf. Es muss ja gar kein "unabhaengiger" Hirntumor sein, erzaehlt er mir auf einmal. Es koennte ja auch eine Metastase sein. Von irgendeinem Krebs irgendwo anders in meinem Koerper. Ja, das muss es sein. Kein Zweifel.
In dem Moment entschloss ich mich, an den Computer zu gehen, und die Scheisse aufzuschreiben. Damit ich selber merke, wie laecherlich sie ist. Und seit ich schreibe, tut komischerweise gar nichts mehr weh. Hirntumor? Hirnmetastase? Das einzige, was ich im Kopf habe, ist Stroh und eine Meise.
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