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Thursday, December 20, 2012

Zukunftsprognose

Aber mal was ganz Anderes: Ich werde den Winter wahrscheinlich nicht ueberleben. Gerade wenn der Fruehling kommt - mein Bauchgefuehl sagt mir Anfang April oder so - werde ich sterben.

Der Trend ist doch eindeutig: Die letzten beiden Jahre bin ich jedes Mal im Maerz unerwartet im Krankenhaus gelandet. 2011 Anfang Maerz die MS Attacke, die ueberhaupt erst zur Diagnose gefuehrt hat, die Angst, dass es ein Hirntumor ist, das ganze Drama. 2012 Ende Maerz der Flug die Steintreppe runter und gebrochenes Handgelenk. Haette auch toedlich ausgehen koennen, wenn mein Ueberlebensinstinkt nicht so gut ausgebildet waere, dass ich instinktiv alles mit der Hand abgefangen habe.

Nun.... dieses Jahr wird um diese Zeit wieder was passieren. Ende des Winters bin ich offenbar anfaelliger, und im Fruehjahr, wenn man denkt, jetzt faengt das Leben wieder an, da sterben sowieso die meisten Leute. Sollte man mal drauf achten.. Mir ist das schon lange aufgefallen.

Also..... diesmal werde ich dran sein. Maerz/April 2013. Irgendwie macht mir das mehr Angst, als ein Weltuntergang, weil ich dann ALLEINE gehen muss und alles andere da bleibt und dumm ueber mich quatschen kann. Ich wuensche mir nur, dass es halbwegs wuerdig von Statten geht, also ich nicht blutend mitten auf der STrasse liege, oder so was und die Leute duemmlich glotzen. Ach, ich weiss nicht - Weltuntergang ist das ideale Ende fuer einen Feigling wie mich. Oder zumindest ein Massendesaster im Stil von 9/11. :/

Saturday, October 9, 2010

Heute...

... an diesem wunderschoenen strahlenden Herbsttag...

musste ich meine aelteste Katze (19) einschlaefern lassen.

Es war das Schlimmste, was ich je machen musste. Es war das Aller Schlimmste, was ich je im Leben tun musste.

Mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen.

Wednesday, March 3, 2010

Ich komme mit meinem Mittagessen aus der Kafeteria, um es am Schreibtisch zu essen, ploetzlich werde ich ueberfallen, angeblafft, was gibt der ueberhaupt das Recht in meinem Kram zu wuehlen, die halten alle zu ihr, nein, nein, so haette ich es machen sollen, und nicht so, aber so machte ich es doch schon immer und mir hat keiner was andereres gesagt, und was hat die ueber haupt auf meinem stisch zu suchen. argumente, verteidigungen, diskutierungen werden nicht erhoert. fragen nicht beantwortet. so ist es, du hast unrecht, halts maul.

ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr, die erloesung werde ich selber herbeifueren muessen.

frueher ist mein vater manchmal hinter meinem ruecken und ohne erlaubnis (das 'recht hatte er') durch meinen schulranzen gegangen, und hat mich dann zusammengestaucht ueber irgendwas was er gefunden hat. so ein gefuehl hatte ich 40 jahre lang nicht mehr. und jetzt ist es wieder genauso. ich bin nirgendwohin im leben. darum verabschiede ich mich jetzt aus ihm, schade, ich waere bestimmt eine interessante schoene alte geworden, aber ich kznn nicht mehr.

Was ist nur mit mir geschehen???

Es sind ja hier sicher noch einige dabei, die mich noch aus dem Weltreiseblog bei Brigitte kennen. Das war vor vier Jahren. Da habe ich den ganzen Tag geschrieben, und in den Kommentaren Schlachten ausgefuehrt. Heute traue ich mich kaum noch, im Buero mal einen Moment ins Internet zu gehen, weil jetzt alles anders ist. (E. bemerkt G. gegenueber, dass ich immer bla bla bla, und G., die zwar keine "offizielle" Autoritaet ueber mich hat, aber auf gewisse Weise doch, schwer zu erklaeren unsere komischen Strukturen hat jetzt so eine neue subtile Handhabe, sagt: "Ach hsm, du hast ja nicht viel zu tun, dann MACH MIR MAL DIESE ABLAGE, UND MACH KOPIEN VON DIESEM STAPEL AKTEN", oder was auch immer. IMMER ist es eine Dreckarbeit. Nie heisst es "ach, hsm, du bist sicher unterfordert, dir traue ich mehr zu, und gibt mir dann was intelligentes, was mich wachsen lassen wuerde. Nein, immer eine Dreckarbeit, so als waere ich ein dummes Schulkind, das einen Sommerjob macht.

Diese subtile Gaengelung macht mich krank. Waehrend Frau Z. den ganzen Tag Huehner-gackert bei voller Lautstaerke, und das auch noch ermutigt wird, nicht nur geduldet. Dieselben Leute, mit denen ich frueher zusammen mal ueber irgendwelchen Firmenscheiss oder Kollegen ablaestern konnte, TRAUEN SICH DAS JETZT NICHT MEHR. Ich sage was Ablaesterndes, Freches, Lustiges, und es kommt nur betretenes Schweigen, oder eine Zurechtweisung. Die Arbeit, die ich mache, koennte sehr wohl auf die Haelfte der Zeit compressed (deutsch??) werden. Aber ich muss die Zeit absitzen. Weil es nun mal feste Arbeitszeiten sind, und ich nicht sagen kann "so, das habe ich jetzt in 3 Stunden hinbekommen, jetzt gehe ich heim, fuer's selbe Gehalt".

Und kann mich noch nicht mal zur Unterhaltung ablenken. Und man kann mit niemandem normal reden. Wenn ich merken lasse, dass ich eigentlich mehr Zeit haette, dann bekomme ich sofort eine Dreckarbeit aufgebrummt, wie ein dummes Kind. Das ist so, wie wenn man bei Fast Food arbeitet: Zu langsamen Zeiten darf man sich nicht zurueckziehen und ein Buch lesen meinetwegen, nein, man muss mit dem Lappen zum zehntausendsten Mal ueber den gleichen Fleck wischen, nur damit man beschaeftigt aussieht. Heutiges Aeqivalent: Muss Papiere herumschieben, und mir Zeit lassen, sie zu bearbeiten, denn God forbid ich bin fertig, und gehe eine Minute ins Netz. Damit kann man leben wenn man 18 ist, oder 25, aber mit 50 ist das nur noch menschenunwuerdig.

Vor ein paar Jahren liebte ich meinen Job, er war gerade richtig, ich hatte die richtige Ausgewogenheit zwischen Menschenkontakt und meiner Ruhe. Ich hatte INNERHALB MEINES ARBEITSBEREICHES volle Selbstbestimmung. Frau Z. hat mich zwar schon immer genervt, aber sie war nicht so schlimm wie heute. Das war zu der Zeit, als ich u. a. wie wild in dem Weltreiseblog geschrieben ("aufgemischt" nannten es meine Anti-Fans) habe. Da konnte ich meine Persoenlichkeit ausleben. Da war ich selbstbewusst. Da guckte mir keiner ueber die Schulter. Jetzt bin ich nur noch ein elendiger Wurm, ein Schatten meines frueheren Selbsts. Ich muss mich Leuten gegenueber beugen und biegen, die keine Ahnung von mir haben, meine stimme verhallt ungehoert.

Nachtrag: Jetzt geht auch die ganze Scheisse mit dem Haus wieder los (nicht, dass da die meisten hier wissen, worum es geht, ist mir im Moment egal), und ich muss bibbern und beben und abwarten und HOchspannung vor Treffen, und dann fizzelt alles aus, und keine Flucht *suchdirdocheinfachwasanderesdafindestdudochwiederwasdashierhastdujaauchgefunden* geht nicht, gibt es nicht. In jedem Lebensbereich werde ich mit der Nase auf meine Machtlosigkeit gestossen, und werde von Schafen zurueckgehalten. Nur passiv aushalten, tue ich diesertage. Leben tue ich schon lange nicht mehr. Flucht gibt es keine. Alles selbst verbaut,