Habe ja am Rande mitbekommen, dass es in Deutschland wochenlang ununterbrochen geregnet hat, das aber jetzt offenbar vorbei ist.
Habt Ihr das jetzt in den Big Aeppel geschickt??
Musste mir heute abend spontan auf dem Heimweg einen neuen Schirm kaufen, weil all meine anderen mittlerweile zerfetzt sind. Das war noch nicht mal vorhergesagt. Die Sonne schien so schoen, als ich ins Nagelstudio ging. Als ich herauskam, schuettete es in Kuebeln. Ploetzlich und vollkommen unerwartet.
Ich sehne mich soooo nach Sonne und Waerme. Wenn's mal ausnahmsweise einen Tag lang schoen ist, kann man auch nicht wirklich raus in die Natur, weil alles noch vom Vortag nass ist. Dabei gibt es in meiner Naehe so schoene Parks .. Paerke, whatever. Scheiss deutsch. :/
Ich glaube, ich kann das nicht mehr lange ab, Hilfe. Ja, ich weiss, keiner mag staendig Regen, aber fuer mich ist das so unertraeglich, dass es an die Substanz geht.
Schreibtischheldin speit Feuer. Jetzt mit Regenmotiv. Denn das Leben ist ein Traenenmeer. Mein Lebensmotto: ALSO DEN GANZEN TAG AM SCHREIBTISCH SITZEN, DAS KOENNTE ICH NICHT. DAFUER BIN ICH EIN VIEL ZU SENSIBLES, KREATIVES PFLAENZCHEN. DA WUERDE ICH EINGEHEN.
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Friday, June 14, 2013
Wednesday, November 7, 2012
Das Kind hat einen Namen
Wir hier von den Big Aeppel Medien praesentieren hiermit stolz *trommelwirbel*
Winterstorm Athena
Da wird natuerlich wieder kraeftig vor tobenden Winden und kaltem (autsch!) Schnee voller Zerstoerungswut gewarnt. Die Leute parieren. Aber nach Hause gehen laesst uns die Firma trotzdem nicht. Soooooo schlimm, dass man schon wieder den Umsatz gefaehrden muesse, ist es dann doch wieder nicht.
Kopfkratzende Gruesse aus dem (immer noch/schon wieder) Wetter-gepeitschten Big Aeppel,
hsm.
Winterstorm Athena
Da wird natuerlich wieder kraeftig vor tobenden Winden und kaltem (autsch!) Schnee voller Zerstoerungswut gewarnt. Die Leute parieren. Aber nach Hause gehen laesst uns die Firma trotzdem nicht. Soooooo schlimm, dass man schon wieder den Umsatz gefaehrden muesse, ist es dann doch wieder nicht.
Kopfkratzende Gruesse aus dem (immer noch/schon wieder) Wetter-gepeitschten Big Aeppel,
hsm.
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Berichte aus dem Krisengebiet,
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Tuesday, October 30, 2012
Ueberraschender kleiner Urlaub
Ich freue mich gerade ueber unerwartete zwei (kann noch mehr werden) Tage gemuetlich auf der Couch, und bin mal wieder voll dankbar dafuer, dass ich zwar in einer weniger "coolen" Gegend (Haaaaaaaaaaaarlem! ICK!!!!!!! :OOOOOOOOOO. WIE KANN MAN NUR!) des Big Aeppels weile, aber aufgrund der hochgelegenen Lage in kein Evakuierungsgebiet falle, Strom habe, Wasser nur strikt aus der Leitung kommt und nicht unter der Tuer durch, und trotzdem zu Hause bleiben darf, weil es die tiefgelegeneren Gegenden weniger gut getroffen haben (incl. Saftladen). Und wann die U-Bahn wieder gehen wird, weiss der Geier. Mini-Urlaub. Was fuer ein unerwartetes Geschenk, wo ich doch keine Urlaubstage mehr habe dieses Jahr. Tja, Leute, das ist ein echter Dankbarkeitsmoment. :)
PS. Sogar die Baeume in den beruehmten Gaerten hinter meinem Haus und vor dem Haus stehen noch. Alle. Die mussten nur ein wenig Blaetter lassen. Ist auf jeden Fall jahreszeitgemaesser, als der Schnee, den sie gestern vor einem Jahr auf die noch gruenen Blaetter bekamen.
PS. Sogar die Baeume in den beruehmten Gaerten hinter meinem Haus und vor dem Haus stehen noch. Alle. Die mussten nur ein wenig Blaetter lassen. Ist auf jeden Fall jahreszeitgemaesser, als der Schnee, den sie gestern vor einem Jahr auf die noch gruenen Blaetter bekamen.
Tuesday, July 31, 2012
Muttel und Vattel verwirrt im Big Aeppel
PS. Das Video lasse ich trotzdem stehen, auch wenn es viel zu klein ist und der Humor verloren ist jetzt. Ich weiss schliesslich, wie gerne die Deutschen sich ueber so was aufregen ("Recht am eigenen Bild", ohne Zustimmung aufgenommen und ins Netz gestellt bla bla bla, und noch mehr so Scheiss).... und um das Nevenkitzel dieser richtig schoenen, selbstgerechten Empoerung will ich weiss Gott niemanden bringen. :)
PPS. Jetzt, wo ich das mit den Videos so halbwegs ausgekluegelt habe, werde ich es natuerlich oefter machen, ha-ha. Man will seine neuen, selbstbeigebrachten Kuenste ja schliesslich auch nutzen! Demnaechst gibt's also meinen schoenen Big-Aepple-Sonnenuntergang als Panorama .... kuerzlich vom Hausdach unter Lebensgefahr gefilmt! ;) Wat tut man nicht alles im Sinne des Guten Geschmacks *soifz* .
Stay tuned!
Ihre hsm
Sunday, May 13, 2012
Ein Sonntagsspaziergang
Also mal vorweg: Wenn ich meinen Blog langsam durch stinklangweilige "Niveau"-Eintraege killen will, tue ich mir mit so ehrlichen Gefuehlsausbruechen wie heute morgen keinen Gefallen. Die Lebenswut und Missgunst der hsm fasziniert viel zu sehr. Auch wenn man nach aussen hin natuerlich behaupten muss, man waere durch solche "menschenverachtenden" Erguesse abgetoernt. Die Klickerei spricht aber eine andere Sprache. Das ist, wie wenn man bei ner Schlaegerei in der Oeffentlichkeit nicht wegsehen kann, gelle? ;), auch wenn man fuer die Teilnehmer "offiziell" nichts als Verachtung empfindet.
Aber das kann ich ja wieder gut machen. Mir fehlt halt noch die Uebung in niveauvoller Anoede. Aber ich arbeite daran, versprochen. Hier ist erst mal ein niveauvoller "Bericht" von einem sonnigen Maientag im Big Aeppel. Enjoy :)
EIN SONNTAGSSPAZIERGANG
(niveauvoller Bericht von hsm)
Heute habe ich den sonnigen Sonntag im Mai genossen, indem ich einen Sonntagsspaziergang im Morningside Park gemacht habe. Nur zwei oder drei Blocks von unserer Wohnung entfernt liegt der sogenannte Morningside Park. Es handelt sich dabei um einen sehr gepflegten kleinen Park, der etwa einen Block weit ist, und sich von der 110 Street bis zur 123 Street erstreckt. Er bildet sozusagen eine "Grenze" zwischen Harlem und Morningside Heights, zwei Nachbarschaften im noerdlichen Teil Manhatt...
Ich kann das nicht.
Tut mir leid.
Wer wissen will, was es mit diesem Park auf sich hat, soll einfach googlen. Bei aller Liebe, ich bin kein Reisefuehrer, und will diese noch relativ Touristen-unbescholtene Nachbarschaft eh nicht beitragend zum Affenzirkus werden lassen, der die meisten anderen Teile des Bi..... ups. Niveaaaaauuuuu, liebe hsm, Niveau. Keine Ausrutscher, nein. :(
Also... wo war ich.
Ich habe also bei einem kleinen Spaziergang die Sonne genossen. Fuehlt man sich bei diesem Bericht schon so, als ob man quasi neben mir durch den Morningside Park schlendert? Noch nicht? Nicht verzagen, da kann noch Abhilfe geschafft werden:
Es war schon sommerlich warm. Viele Leute waren unterwegs. Das Gras war gruen und der Himmel blau. Im Teich gab es viele Gaense, Enten, Schildkroeten, und noch so grosse weisse Voegel, die auf Englisch glaube ich Heron heissen. Auf deutsch, das weiss (apropos Voegel) der Geier. All das Gekreuche und Gefleuche war nett anzusehen. In den Baeumen zwitscherten viele Voegel, und ein weisser Schmetterling flatterte lustig durch die duftenden Blumen.
Recht viele Menschen waren unterwegs. Alt und jung. Viele Familien mit Kindern. Auffallend viele Papas mit Kindern. Damit Mutti mal ein bisschen Zeit hat, und sich die Naegel machen kann zu Hause. Bzw. in ihrem Home Office arbeiten kann, weil ihr Job ach-so-wichtig ist, dass sie nicht um Punkt 5 den Griffel fallen laesst, und sich dann nicht mehr schert bis sie wieder hin muss. Nein, hier im Big Aeppel wimmelt es nur so von erfolgreichen Menschen, die sehr viel Freiheit haben, sich ihre durchaus erfuellende Arbeit selst zu gestalten. So die ganze Woche in einem Buero sitzen, das koennten die gar nicht. Niemalsnie. Da sind sie immer ganz stolz, wenn sie mit leidgepruefter Miene von sich geben, dass, also die ganze Woche auf jemand anderes' Stundenplan in einem Buero sitzen, DAS KOENNTEN SIE NICHT. Da gingen sie ein. Wie eine Primel, denn sie sind so kreativ, so sensibel, ach ein Fluch. Die Armen. "Kommt mal wieder runter, so doll seid ihr auch nicht", verkneife ich mir. Schliesslich soll es hier niveauvoll bleiben. Da haben echte Gedanken nix verloren. Boese, boese hsm *aufdiefingerklopf*
Zurueck zum Thema: Mister Softee war auch unterwegs. Ueberall im Park konnte man seine klimpernde kleine Melodie von "Pop goes the weasel" wahrnehmen, als er auf der angrenzenden Fahrbahn seine Runden zog.
Wer ist Mister Softee, fragt sich der neugierig gewordene Leser.
Also, bei Mister Softee handelt es sich um eine Art Lieferwagen, der seitliche Fenster hat, und der im Sommer durch die Strassen faehrt. Er ist bunt bemalt, und es ist ein Mann drin, der Eis verkauft. Es handelt sich also um den sogenannten Ice cream truck. Kennt man sicher nicht ueberall. Hier im Big Aeppel klimpert er mir schon seit 15 Jahren jeden Sommer die Ohren v..... aeh... ich meine natuerlich... spielt seine froehliche Melodie, und gehoert zum Big Aeppel Sommer dazu wie der Gestank der oeffentlichen Muelltonnen in der Hitze.
Leider habe ich kein Bild von Miter Softee, und auch kein Video, wo man ihn froehlich "Pop goes the weasel" in Endlsoschleife klimpern hoert. Mein Handy und mein Ipod mussten naemlich zu Hause bleiben. Wenn ich unter Menschen gehe, bin ich nicht gerne abgelenkt, sondern stehe ohne Kopfhoerer stets bereit, um auf meine Mitmenschen zuzugehen. Koennte ja sein, dass jemand Hilfe braucht, sich verlaufen hat oder so. Das will ich dann schon mitbekommen, mich nicht verstecken. Damit ich gegebenenfalls helfen kann.
Bevor ich nun meinen Bericht langsam beende, sei nur noch festgehalten, dass Mister Softee ein lustiges Huetchen aus Eiskrem traegt. :) Die Larry David Witze mit Mister Softee verkneife ich mir, weil das ja doch keiner der Krauts kapieren wuerde. "Wer ist Larry David?" kinnkrazt es quer durch's Krautland im Moment. Sag ich doch. Da haben wir's schon. Lassen wir's gut sein.
Nun muss ich doch noch ein (ergoogeltes) Bild von Mister Softee einstellen, wenn ich ihm schon so viel Raum hier gegeben habe:
Langsam neigte sich der Spaziergang seinem Ende zu. Und damit auch dieser Bericht. Dann habe ich mir, mich an einem Laternenpfahl festhaltend, mir die Beine gestreckt und bin wieder nach Hause.
The End
So, wie war dieser Bericht aus dem Big Aeppel? Ich finde ihn ziemlich gut. Nicht dass er einer ... och sagen wir.... Miriam Covi u. Co. Konkurrenz machen koenne, und es gab auch schon einzwei Durchblitzer der echten hsm, aber ich lerne ja noch. :)
Aber das kann ich ja wieder gut machen. Mir fehlt halt noch die Uebung in niveauvoller Anoede. Aber ich arbeite daran, versprochen. Hier ist erst mal ein niveauvoller "Bericht" von einem sonnigen Maientag im Big Aeppel. Enjoy :)
EIN SONNTAGSSPAZIERGANG
(niveauvoller Bericht von hsm)
Heute habe ich den sonnigen Sonntag im Mai genossen, indem ich einen Sonntagsspaziergang im Morningside Park gemacht habe. Nur zwei oder drei Blocks von unserer Wohnung entfernt liegt der sogenannte Morningside Park. Es handelt sich dabei um einen sehr gepflegten kleinen Park, der etwa einen Block weit ist, und sich von der 110 Street bis zur 123 Street erstreckt. Er bildet sozusagen eine "Grenze" zwischen Harlem und Morningside Heights, zwei Nachbarschaften im noerdlichen Teil Manhatt...
Ich kann das nicht.
Tut mir leid.
Wer wissen will, was es mit diesem Park auf sich hat, soll einfach googlen. Bei aller Liebe, ich bin kein Reisefuehrer, und will diese noch relativ Touristen-unbescholtene Nachbarschaft eh nicht beitragend zum Affenzirkus werden lassen, der die meisten anderen Teile des Bi..... ups. Niveaaaaauuuuu, liebe hsm, Niveau. Keine Ausrutscher, nein. :(
Also... wo war ich.
Ich habe also bei einem kleinen Spaziergang die Sonne genossen. Fuehlt man sich bei diesem Bericht schon so, als ob man quasi neben mir durch den Morningside Park schlendert? Noch nicht? Nicht verzagen, da kann noch Abhilfe geschafft werden:
Es war schon sommerlich warm. Viele Leute waren unterwegs. Das Gras war gruen und der Himmel blau. Im Teich gab es viele Gaense, Enten, Schildkroeten, und noch so grosse weisse Voegel, die auf Englisch glaube ich Heron heissen. Auf deutsch, das weiss (apropos Voegel) der Geier. All das Gekreuche und Gefleuche war nett anzusehen. In den Baeumen zwitscherten viele Voegel, und ein weisser Schmetterling flatterte lustig durch die duftenden Blumen.
Recht viele Menschen waren unterwegs. Alt und jung. Viele Familien mit Kindern. Auffallend viele Papas mit Kindern. Damit Mutti mal ein bisschen Zeit hat, und sich die Naegel machen kann zu Hause. Bzw. in ihrem Home Office arbeiten kann, weil ihr Job ach-so-wichtig ist, dass sie nicht um Punkt 5 den Griffel fallen laesst, und sich dann nicht mehr schert bis sie wieder hin muss. Nein, hier im Big Aeppel wimmelt es nur so von erfolgreichen Menschen, die sehr viel Freiheit haben, sich ihre durchaus erfuellende Arbeit selst zu gestalten. So die ganze Woche in einem Buero sitzen, das koennten die gar nicht. Niemalsnie. Da sind sie immer ganz stolz, wenn sie mit leidgepruefter Miene von sich geben, dass, also die ganze Woche auf jemand anderes' Stundenplan in einem Buero sitzen, DAS KOENNTEN SIE NICHT. Da gingen sie ein. Wie eine Primel, denn sie sind so kreativ, so sensibel, ach ein Fluch. Die Armen. "Kommt mal wieder runter, so doll seid ihr auch nicht", verkneife ich mir. Schliesslich soll es hier niveauvoll bleiben. Da haben echte Gedanken nix verloren. Boese, boese hsm *aufdiefingerklopf*
Zurueck zum Thema: Mister Softee war auch unterwegs. Ueberall im Park konnte man seine klimpernde kleine Melodie von "Pop goes the weasel" wahrnehmen, als er auf der angrenzenden Fahrbahn seine Runden zog.
Wer ist Mister Softee, fragt sich der neugierig gewordene Leser.
Also, bei Mister Softee handelt es sich um eine Art Lieferwagen, der seitliche Fenster hat, und der im Sommer durch die Strassen faehrt. Er ist bunt bemalt, und es ist ein Mann drin, der Eis verkauft. Es handelt sich also um den sogenannten Ice cream truck. Kennt man sicher nicht ueberall. Hier im Big Aeppel klimpert er mir schon seit 15 Jahren jeden Sommer die Ohren v..... aeh... ich meine natuerlich... spielt seine froehliche Melodie, und gehoert zum Big Aeppel Sommer dazu wie der Gestank der oeffentlichen Muelltonnen in der Hitze.
Leider habe ich kein Bild von Miter Softee, und auch kein Video, wo man ihn froehlich "Pop goes the weasel" in Endlsoschleife klimpern hoert. Mein Handy und mein Ipod mussten naemlich zu Hause bleiben. Wenn ich unter Menschen gehe, bin ich nicht gerne abgelenkt, sondern stehe ohne Kopfhoerer stets bereit, um auf meine Mitmenschen zuzugehen. Koennte ja sein, dass jemand Hilfe braucht, sich verlaufen hat oder so. Das will ich dann schon mitbekommen, mich nicht verstecken. Damit ich gegebenenfalls helfen kann.
Bevor ich nun meinen Bericht langsam beende, sei nur noch festgehalten, dass Mister Softee ein lustiges Huetchen aus Eiskrem traegt. :) Die Larry David Witze mit Mister Softee verkneife ich mir, weil das ja doch keiner der Krauts kapieren wuerde. "Wer ist Larry David?" kinnkrazt es quer durch's Krautland im Moment. Sag ich doch. Da haben wir's schon. Lassen wir's gut sein.
Nun muss ich doch noch ein (ergoogeltes) Bild von Mister Softee einstellen, wenn ich ihm schon so viel Raum hier gegeben habe:
Langsam neigte sich der Spaziergang seinem Ende zu. Und damit auch dieser Bericht. Dann habe ich mir, mich an einem Laternenpfahl festhaltend, mir die Beine gestreckt und bin wieder nach Hause.
The End
So, wie war dieser Bericht aus dem Big Aeppel? Ich finde ihn ziemlich gut. Nicht dass er einer ... och sagen wir.... Miriam Covi u. Co. Konkurrenz machen koenne, und es gab auch schon einzwei Durchblitzer der echten hsm, aber ich lerne ja noch. :)
Tuesday, December 6, 2011
Weihnachten? Echt?
Irgendwie kommt man dieses Jahr gar nicht richtig in Weihnachtsstimmung hier im Big Aeppel. Es ist so warm und schwuel (was die MS, von der ich letztes Jahr noch nix wusste, besonders liebt). Man sieht ploetzlich die Weihnachtsbaumvekaeufer auf der Strasse, man sieht die Weihnachtsdekos und denkt einen Moment lang "huch", und dann "ach so". Geschneit hat es ja schon, allerdings im Oktober. Und jetzt im Dezember ist es bis auf ein paar Tage Ausnahme am Anfang des Monats bzw. Ende Nov. schwuel. Haeh? An manchen Tagen ist strahlend blauer Himmel wie im Fruehling oder Oktober, an anderen Tagen nur schwueler Nebel mit seichtem, lauwarmen Regen. Egal wie man's dreht und wendet - kein Weihnachtswetter.
Heute musste ich laenger im Saftladen bleiben. Laenger heisst fuer mich dieser Tage nach 4 Uhr, da ich es mit Chef so eingerichtet habe seit der MS, dass ich um 4 gehen kann. Nach 3 Uhr setzt naemlich die Fatigue heftig ein. Und nach 4 kann ich mich keinen Scheiss mehr konzentrieren. Das war auch vor einem Jahr schon so, nur konnte ich damals noch nix damit anfangen. Dachte nur an Stress und Altwerden und so. Der Grund, warum ich heute laenger bleiben musste war eine passiv-aggressive Aktion von Kollegin E., worauf ich jetzt hier nicht naeher eingehen werde, weil ich weiss, dass solche Storys langweilig fuer meine Leser sind.
Auf jeden Fall war es kurz nach halb 5 dunkel. Ich bin dann ans Fenster, um mir die schoenen Lichter des Big Aeppels anzusehen, vor allem das Empire State Building, das ganz gross ueber der Skyline haengt bei diesem Blick aus dem Fenster (bin ich im Grunde meiner Seele immer noch Tourist? Kann das sein?) Aber das Empire State Building hatte heute keine bunten Lichter. Kein Gruen und Rot fuer Weihnachten, oder Weiss und Blau fuer Hannukah. Nix. Nur ein paar truebe Buerofenster schwach beleuchtet, und die Spitze in Nebel eingehuellt. Ich bin wohl nicht die Einzige, die nicht in Weihnachtsstimmung ist.
Heute musste ich laenger im Saftladen bleiben. Laenger heisst fuer mich dieser Tage nach 4 Uhr, da ich es mit Chef so eingerichtet habe seit der MS, dass ich um 4 gehen kann. Nach 3 Uhr setzt naemlich die Fatigue heftig ein. Und nach 4 kann ich mich keinen Scheiss mehr konzentrieren. Das war auch vor einem Jahr schon so, nur konnte ich damals noch nix damit anfangen. Dachte nur an Stress und Altwerden und so. Der Grund, warum ich heute laenger bleiben musste war eine passiv-aggressive Aktion von Kollegin E., worauf ich jetzt hier nicht naeher eingehen werde, weil ich weiss, dass solche Storys langweilig fuer meine Leser sind.
Auf jeden Fall war es kurz nach halb 5 dunkel. Ich bin dann ans Fenster, um mir die schoenen Lichter des Big Aeppels anzusehen, vor allem das Empire State Building, das ganz gross ueber der Skyline haengt bei diesem Blick aus dem Fenster (bin ich im Grunde meiner Seele immer noch Tourist? Kann das sein?) Aber das Empire State Building hatte heute keine bunten Lichter. Kein Gruen und Rot fuer Weihnachten, oder Weiss und Blau fuer Hannukah. Nix. Nur ein paar truebe Buerofenster schwach beleuchtet, und die Spitze in Nebel eingehuellt. Ich bin wohl nicht die Einzige, die nicht in Weihnachtsstimmung ist.
Tuesday, November 1, 2011
Snowkalypse doch? (Oder: Big Aeppel im Schneematschfieber)

Drei Tage nach dem letzten Sturm im Wassergl... aeh, dem "historischen Oktober Schneefall" (s. u.) sind Medien und Co. noch immer aufgeregt. Tja. Ich versteh's nicht. Echt nicht.
Das Ganze war aus meiner Sicht ein relativ leichter Schneefall, und Ende Oktober ist zwar frueh, aber soooooo frueh nun auch wieder nicht. Es ist ja nicht so, als ob jetzt rechtzeitig zum 4. Juli Picknick ein Blizzard eingetroffen waere. Ich kann mich z. B. erinnern, dass es in meiner Kindheit in Deutschland mal am 18. Oktober leicht geschneit hat. Damals in der Steinzeit gab es allerdings noch keine Medien. Jedenfalls nicht im heutigen Sinne. Da war man schon fortschrittlich, wenn man einen Farbfernseher hatte, und/oder das 3. Programm empfangen konnte.
Heute aber. Hallo, hallo! Eine Riesenkrise, wie jede Naturerscheinung im Big Aeppel. Manche Leute in den Vororten haben keinen Strom, und werden ihn auch nicht so bald wiederbekommen. Erzaehlen uns jetzt die Medien immer und immer wieder seit 3 Tagen. Von was, frage ich mich. Schaut Euch mal die Bilder unten an. DAVON geht der Strom aus???? Nee, ne? 3 Schneeflocken im Big Aeppel und Umgebung, und die Welt kommt schlagartig zum Stillstand. Baeume haette es ausgerissen und auf Haeuser und Stromkabel umgehauen. Wovon, bitte? Sind wir hier so sehr unvorbereitet, dass uns sogar zwei Schneeflocken aus den Latschen kippen koennen, oder ist den Medien nur mal wieder langweilig. Ich habe auch Sorgen. Ich habe keine Heizung, und werde noch mind. eine Woche lang keine haben, aber darueber berichten die Medien nicht. Natuerlich nicht. Hat ja nix mit dem grossen Schneesturm zu tun, nur mit meinem Slumlord von Vermieter. Ueber solche und ihre Machenschaften duerfen die Medien aber nicht berichten, obwohl das viel relevanter ist, als das Wetter. Aber die Medien sind in deren Tasche, und werden sich schoen hueten, daranzuruehren, was zum Thema Housing in dieser Stadt so alles abgeht. Stattdessen gibt es kein Entrinnen der Medien-Hype ueber das bisschen Schnee. Da trat sogar Halloween in den Hintergrund. Die sich-immer-wiederholenden Bilder von horizontalen Baeuemen verfolgen sogar einen eingefleischten TV-Verweigerer wie mich, wie ein immer wiederkehrender Albtraum: Im Wartezimmer des Arztes, auf dem Bildschirm im Taxi. Mich gruselt. Vlt. ist das ja Sinn der Sache an Halloween. Aber bitte, BITTE: make it stop!
Heute morgen im Radio hiess es, im Central Park sind am Samstag mehr Baeume umgefallen, als von dem beruehmten Hurrikan Irene damals, der - wenn ich und Sie uns recht erinnern, meine Heerscharen - ja nie so ganz ein richtiger Hurrikan wurde, jedenfalls nicht mehr zu dem Zeitpunkt, als er lustig durch den Big Aeppel fegte. Haeh? fragte ich mich da, auf dem Boden liegend meine Pilates machend heute morgen (Gleichgewichtsuebungen sind wichtig, was sich gestern beim entsprechenden Test beim MS Doc wieder mal bestaetigt hat :) Ich also "Haeh?" Ich wohne 5 Min. vom Central Park und war waehrend der ganzen Schneezeit am Samstag daheim. Wind war da keiner. Jedenfalls kein aussergewoehnlich heftiger. Nee. Wovon sollen also bitte Rekordzahlen von Baeumen ausgerissen worden sein? Wovon denn? Sicherlich nicht von diesem sauselnden Lueftchen. Also dann von den schweren Schneemassen, die sich auf den Baeumen ansammelten. Ja sicher. (Sehen Sie nur, wie das Baeuemchen bei mir gegenueber sich unter der Last biegt. Da schmerzt ja schon das Zusehen!) Alles recht zerbrechliche alte Damen, diese Baeume im Central Park und Umgebung: Von einer Schneeflocke und einer leichten Herbstbrise in die Knie gezwungen. Da wuerde ich an Herrn "Bloombird"'s Stelle die Touristen schon aus Sicherheitsgruenden nicht mehr hinlassen. Tja. Aber es liegt sicher an mir und meiner ewig-zynischen Sicht der Dinge. Ohne Zweifel bin ich der Geisterfahrer hier. Und - Vlt. ist das Klima 10 Blocks von mir ja anders. Ich konnte jedenfalls nur lustige weisse Haeubchen auf den Blaettern feststellen. Und aus diesem Grunde zitiere ich jetzt zum allerletzten Mal noch einen Spruch von Vattern: Ach, heern mer doch uff!
Ich stell dann mal das Bild der von neckisch-grauem Schneematsch sanft umspielten Muelltonne rein. Da kann sich jeder seine eigene Interpretation zu ausdenken. :)
Saturday, October 29, 2011
Immer diese Blicke in eine andere Welt - ich werde noch ganz kirre




Auch nach 15 Jahren haelt der Big Aeppel noch Ueberraschungen bereit - zumindest fuer die Unverbitterten, also diejenigen, die noch STAUNEN koennen. Heute bringen wir Ihnen folgendes hsm-Exklusiv: "Schnee im Oktober". Ja. Es liegt Schnee. Sogar auf den zum allergroessten Teil noch gruenen Blaettern. Eine Naturerscheinung, wie sie nur im Big Aeppel auftauchen kann. Ja, wer hat denn den gruenen Blaettern die weissen Kaeppchen aufgesetzt!? :-O
Dann werde ich mich gleich mal in den naechsten Postkartenladen aufmachen: Tante Mathilde ist schon ganz beleidigt, weil ich ihr schon so lange keine schoene Ansichtskarte mit spannendem Bericht aus dem Big Aeppel mehr geschickt habe. Die lokalen Nachrichten sind jedenfalls schon ganz aufgeregt. (Nach dem Ansturm im Supermarkt heute Morgen zu urteilen - ich persoenlich schaue ja kein TV mehr.)
Namaste.
:)
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Friday, October 7, 2011
9/12 - die Zweite
Ich habe Vatterns Zeitungstrulla davon berichtet, wie ich Sohn von der Schule abgeholt habe. Das war mein grosses 9/11 Erlebnis gewesen.
Nachdem ich endlich an der Schule durchgekommen war am Telefon, haben die mir gesagt, die Schule waere "auf Lockdown", und keiner duerfte weg. Ach was. Das werden wir doch mal sehen. Ich habe Sohn gesagt, ich komme. Irgendwie komme ich dahin. Irgendwie. Warte. Ich komme.
Ein Taxi konnte man natuerlich nicht bekommen. Aber ich habe das Glueck, dass direkt nebenan von mir ein Fahrdienst ist. Der ist mir schon mehrmals zugunsten gekommen. Z. B. als ich letztes Jahr meine alte, todkranke Katze zum Einschlaefern zum Tierarzt bringen musste. (9. Oktober 2010). Und als ich an einem Sonntag Abend nicht mehr das Gleichgewicht halten konnte, und mein rechtes Auge total schief war (6. Maerz 2011). Und ich schnellstens ins Krankenhaus musste. Aber gut, das war alles ca. 10 Jahre spaeter. Jetzt reden wir vom 11. Sept. 2001.
Ich bin da also schnellstens hin zu dem Fahrdienst, und habe denen gesagt, ich muss schnellstens downtown. Die haben gesagt, das geht nicht. Denn es bewegt sich gerade alles UPTOWN, weg vom Ort des Terroristenanschlags. Und man wuerde da nicht durchkommen. Ich habe einem Fahrer gesagt, ich bezahle ihm 80 Dollar, wenn er es wenigstens versucht. (Normalerweise ist so eine Entfernung ca. 20 Dollar.) Ob ich ihm einen Scheck schreiben koennte. Ausnahmsweise. Denn normalerweise nehmen die nur Bargeld. Und der hat Geld gerochen und.... zugestimmt. Wir also ganz langsam - gegen den Strom - uns vom Norden Manhattans zum Sueden Manhattans bewegt. Der Fahrer hat die ganzen Leute, die am Strassenrand gewinkt haben, ignoriert. Geld spricht seine ganz eigene Sprache. Tja.
Ich habe ihm dauernd gesagt, wenn er nur ans Times Square kommt, nur ans Times Square (dort war es bekanntlicherweise ziemlich schwer, durchzukommen.) Die restlichen 40 oder 50 Blocks koennte ich schnell rennen, Sohn holen, und zusammen koennten wir dann wieder zurueck rennen ans Taxi. Wenn er nur am Times Squaere warten wuerde. Bitte? Bitte! 80 Dollar. Bitte.
Wir kamen ans Times Square. Wir waren mitten in Manhattan. Menschenmengen standen ueberall herum und haben verzweifelt gewinkt. Ob er dahin oder dorthin zufaellig fahren wuerde. Es war immer in die entgegensetzte Richtung. Uptown. Fahrer, wohl die 80 Dollar im Hinterkopf, hat immer abgewinkt. Nein. Leider nein. Polizisten hatten teilweise abgesperrt und uns umgeleitet. Ich immer "wenn wir nicht weitekommen, koennen Sie auch gerne hier halt machen. Aber warten. Bitte warten. Ich werde vom Times Square an die Canal Street rennen, und meinen Sohn von der Schule abholen. Wenn Sie nur warten." Er hat gesagt, er wuerde warten, wenn er nicht mehr durchkaeme. 80 Dollar. Hallo!
Wundersamerweise kam er dann durch. (80 Dollar?) Als wir die weissen Staubwolken vor uns sahen, wusste ich, dass wir es geschafft hatten. Wir waren entgegen allem Verkehr und entgegen jeder Logik im Sueden Manhattans. Irgendwie (80 Dollar?)
Der Fahrer machte vor der Schule halt. Direkt vor der Schule. (80 Dollar sind fuer einen afrikanischen Immigranten keine Peanuts. Fuer mich auch nicht, aber darauf kam es in dem Moment nicht an.) Ich rannte die Treppen hoch. Die Schule hat mich ohne Brimborium reingelassen, ohne meinen Ausweis zu ueberpruefen, was fuer die sehr ungewoehnich war. Ausnahmesituation halt. Es herrschte ein weisser Nebel. Durch die Fensterritzen hindurchgekommen.
Sohn wartete auf mich im Lobby der Schule. Ich fiel ihm heulend um den Hals. Dann habe ich gesagt "ich habe ein Taxi. Es wartet da unten." Andere Herumstehende konnten das irgendwie nicht fassen. Wie ich das geschafft habe? Ein Taxi unter diesen Umstaenden? Ja, wie denn? Mit Geld bestochen, wie denn sonst? Ach, die haben kein Geld? Ich auch nicht, aber in dem Moment konnte ich es irgendwie herbeizaubern. Weil es mir wichtig genug war. (Hinterher kam mir natuerlich der Gedanke, dass ich da auch jemanden haette mitnehmen koennen, aber in all dem Chaos hatte ich daran nicht gedacht. Die haetten ja auch den Mund aufmachen koennen. Wie soll ich denn von selber darauf kommen? Ich bin doch kein Wohltaetigkeitsverein, jessesgott, obwohl ich schon jemanden haette mitfahren lassen, wenn sie sich denn zu fragen getraut haetten und nicht nur mit offenem Mund gestaunt haetten.)
Sohn und ich auf Ruecksitz des Taxis. Ich "Also das war's jetzt. Wir ziehen aus dieser Stadt fort. Hier bleibe ich nicht mehr. Nein." (Sohn wirft mir heute vor, dass ich das nicht ernstgemeint haette. Aber wo soll ich denn gross hin?) Wir guckten aus dem Rueckfenster, und sahen kaum etwas. Weisse Wolken ueberall.
Nun denn. Die Fahr nach Hause ging sehr viel schneller, als die gegen den Strom.
Und am naechsten Morgen durfte ich das alles irgendeiner deutschen Zeitungstrulla erzaehlen. Ich hatte Vattern gesagt, was soll ich denn da gross berichten, ihr seht das ja auch alles im Fernsehen. Ja, aber er wollte doch einen Bericht aus erster Hand, von jemandem vor Ort. Verzweifelt. Es ging schliesslich um sein Ego. Der arme Teufel, der sich sonst fuer mich schaemt, war auf einmal auf mich angewiesen. Ach was.
Sohn hat mir erzaehlt (nein, er hatte das sogar alles im Detail seitenlang AUFGESCHRIEBEN, wir haben es immer noch), dass ein Flugzeug bedrohend tief ueber seinen Kopf flog bevor er in die Schule ging. Und ganz komisch laut klang. Und er dann einen lauten Knall gehoert haette. Und als er dann in der Schule war, haette man kundgegeben, dass gerade ein Flugzeug ins WTC geflogen waere. Und alle Schueler waeren rausgegangen auf so eine kleine Verkehrsinsel dort in der Naehe, und haetten Rauch und Flammen aus dem einen (dem ersten) Turm kommen sehen. Zu diesem Zeitpunkt dachte man noch, es waere ein Unfall gewesen. Sohn war mal wieder eine Stunde zu spaet in die Schule gekommen, sonst haette er das gar nicht ersterhand mitbekommen mit dem ersten Flugzeug kurz nach neun.
Was ich nicht ueberfallen am Telefon auf deutsch zustande gebracht habe, hier ist es jetzt also, ein bisschen verspaetet.
Der 27-Jaehrige Deutsche, der im gleichen Artikel vorkam, war wie gesagt noch sehr gewandt und selbstbewusst auf deutsch. Waehrend ich wie eine hysterische, beknackte Alte herueberkam. Aber das ist ja kein Wunder. Die Langzeiturlauber, die "mal ein paar Jahre im Big Aeppel arbeiten" sind ja nicht richtig gefaehrdet, werden niemals mit dem Big Aeppel Alltag konfrontiert in all seiner Gnadenlosigkeit. Fuer die ist der Langzeiturlaub im Big Aeppel ein einziges grosses ABENTEUER: Das Abenteuer des Big Aeppels, mit dem Sicherheitsnetz von daheim. Das Beste aus beiden Welten. So musss man's machen, und unterstuetzende Eltern muss man sich auch ausgesucht haben. Ich koennte kotzen. So viel kann man gar nicht fressen, wie ich kotzen koennte. Aber das alles ist ein anderes Thema. :/ Und wird hier in diesem Blog immer mal wieder.... hochkommen.:)
Nachtrag: Memories, memories... Ich hatte noch jahrelang Alptraeume von den Leuten, die aus den Fenstern sprangen/fielen. Das war fuer mich irgendwie das Schlimmste an der ganzen Sache. Und ist es immer noch. An dem entprechenden Morgen, bevor ich das TV anmachte, hatte ich gerade angefangen, ein Buch zu lesen, das ich jahrelang vorher schon mal gelesen hatte. Ein Roman von Susan Isaacs. Der Titel faellt mir gerade nicht ein. Am Anfang wurde berichtet, wie Leute in der "Great Depression" der 30er Jahre an der Wall Street sich aus den hohen Fenstern stuerzten. Hinterher dachte ich oft, wie komisch, dass sowas gerade im RL passiert war an der Wall Street bzw. ganz nahe dran. Und ich hatte keine Ahnung. Nicht bis 11:22 als ich den Fernseher einschaltete, und mich aergerte, dass ich die ersten 22 Minuten von "The Price is Right" schon versaeumt hatte. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich lesen oder TV gucken wollte. Hatte an dem Tag Blau gemacht, und die Auswahlen an gemuetlich-Machen waren viele. Die Sonne schien so schoen durch das Fenster. Es war ein toller Morgen. Das Buch habe ich uebrigens nie mehr zu Ende gelesen. Und es irgendwann weggeschmissen. Mir wurde immer schlecht, wenn ich es herumliegen sah.
Nachdem ich endlich an der Schule durchgekommen war am Telefon, haben die mir gesagt, die Schule waere "auf Lockdown", und keiner duerfte weg. Ach was. Das werden wir doch mal sehen. Ich habe Sohn gesagt, ich komme. Irgendwie komme ich dahin. Irgendwie. Warte. Ich komme.
Ein Taxi konnte man natuerlich nicht bekommen. Aber ich habe das Glueck, dass direkt nebenan von mir ein Fahrdienst ist. Der ist mir schon mehrmals zugunsten gekommen. Z. B. als ich letztes Jahr meine alte, todkranke Katze zum Einschlaefern zum Tierarzt bringen musste. (9. Oktober 2010). Und als ich an einem Sonntag Abend nicht mehr das Gleichgewicht halten konnte, und mein rechtes Auge total schief war (6. Maerz 2011). Und ich schnellstens ins Krankenhaus musste. Aber gut, das war alles ca. 10 Jahre spaeter. Jetzt reden wir vom 11. Sept. 2001.
Ich bin da also schnellstens hin zu dem Fahrdienst, und habe denen gesagt, ich muss schnellstens downtown. Die haben gesagt, das geht nicht. Denn es bewegt sich gerade alles UPTOWN, weg vom Ort des Terroristenanschlags. Und man wuerde da nicht durchkommen. Ich habe einem Fahrer gesagt, ich bezahle ihm 80 Dollar, wenn er es wenigstens versucht. (Normalerweise ist so eine Entfernung ca. 20 Dollar.) Ob ich ihm einen Scheck schreiben koennte. Ausnahmsweise. Denn normalerweise nehmen die nur Bargeld. Und der hat Geld gerochen und.... zugestimmt. Wir also ganz langsam - gegen den Strom - uns vom Norden Manhattans zum Sueden Manhattans bewegt. Der Fahrer hat die ganzen Leute, die am Strassenrand gewinkt haben, ignoriert. Geld spricht seine ganz eigene Sprache. Tja.
Ich habe ihm dauernd gesagt, wenn er nur ans Times Square kommt, nur ans Times Square (dort war es bekanntlicherweise ziemlich schwer, durchzukommen.) Die restlichen 40 oder 50 Blocks koennte ich schnell rennen, Sohn holen, und zusammen koennten wir dann wieder zurueck rennen ans Taxi. Wenn er nur am Times Squaere warten wuerde. Bitte? Bitte! 80 Dollar. Bitte.
Wir kamen ans Times Square. Wir waren mitten in Manhattan. Menschenmengen standen ueberall herum und haben verzweifelt gewinkt. Ob er dahin oder dorthin zufaellig fahren wuerde. Es war immer in die entgegensetzte Richtung. Uptown. Fahrer, wohl die 80 Dollar im Hinterkopf, hat immer abgewinkt. Nein. Leider nein. Polizisten hatten teilweise abgesperrt und uns umgeleitet. Ich immer "wenn wir nicht weitekommen, koennen Sie auch gerne hier halt machen. Aber warten. Bitte warten. Ich werde vom Times Square an die Canal Street rennen, und meinen Sohn von der Schule abholen. Wenn Sie nur warten." Er hat gesagt, er wuerde warten, wenn er nicht mehr durchkaeme. 80 Dollar. Hallo!
Wundersamerweise kam er dann durch. (80 Dollar?) Als wir die weissen Staubwolken vor uns sahen, wusste ich, dass wir es geschafft hatten. Wir waren entgegen allem Verkehr und entgegen jeder Logik im Sueden Manhattans. Irgendwie (80 Dollar?)
Der Fahrer machte vor der Schule halt. Direkt vor der Schule. (80 Dollar sind fuer einen afrikanischen Immigranten keine Peanuts. Fuer mich auch nicht, aber darauf kam es in dem Moment nicht an.) Ich rannte die Treppen hoch. Die Schule hat mich ohne Brimborium reingelassen, ohne meinen Ausweis zu ueberpruefen, was fuer die sehr ungewoehnich war. Ausnahmesituation halt. Es herrschte ein weisser Nebel. Durch die Fensterritzen hindurchgekommen.
Sohn wartete auf mich im Lobby der Schule. Ich fiel ihm heulend um den Hals. Dann habe ich gesagt "ich habe ein Taxi. Es wartet da unten." Andere Herumstehende konnten das irgendwie nicht fassen. Wie ich das geschafft habe? Ein Taxi unter diesen Umstaenden? Ja, wie denn? Mit Geld bestochen, wie denn sonst? Ach, die haben kein Geld? Ich auch nicht, aber in dem Moment konnte ich es irgendwie herbeizaubern. Weil es mir wichtig genug war. (Hinterher kam mir natuerlich der Gedanke, dass ich da auch jemanden haette mitnehmen koennen, aber in all dem Chaos hatte ich daran nicht gedacht. Die haetten ja auch den Mund aufmachen koennen. Wie soll ich denn von selber darauf kommen? Ich bin doch kein Wohltaetigkeitsverein, jessesgott, obwohl ich schon jemanden haette mitfahren lassen, wenn sie sich denn zu fragen getraut haetten und nicht nur mit offenem Mund gestaunt haetten.)
Sohn und ich auf Ruecksitz des Taxis. Ich "Also das war's jetzt. Wir ziehen aus dieser Stadt fort. Hier bleibe ich nicht mehr. Nein." (Sohn wirft mir heute vor, dass ich das nicht ernstgemeint haette. Aber wo soll ich denn gross hin?) Wir guckten aus dem Rueckfenster, und sahen kaum etwas. Weisse Wolken ueberall.
Nun denn. Die Fahr nach Hause ging sehr viel schneller, als die gegen den Strom.
Und am naechsten Morgen durfte ich das alles irgendeiner deutschen Zeitungstrulla erzaehlen. Ich hatte Vattern gesagt, was soll ich denn da gross berichten, ihr seht das ja auch alles im Fernsehen. Ja, aber er wollte doch einen Bericht aus erster Hand, von jemandem vor Ort. Verzweifelt. Es ging schliesslich um sein Ego. Der arme Teufel, der sich sonst fuer mich schaemt, war auf einmal auf mich angewiesen. Ach was.
Sohn hat mir erzaehlt (nein, er hatte das sogar alles im Detail seitenlang AUFGESCHRIEBEN, wir haben es immer noch), dass ein Flugzeug bedrohend tief ueber seinen Kopf flog bevor er in die Schule ging. Und ganz komisch laut klang. Und er dann einen lauten Knall gehoert haette. Und als er dann in der Schule war, haette man kundgegeben, dass gerade ein Flugzeug ins WTC geflogen waere. Und alle Schueler waeren rausgegangen auf so eine kleine Verkehrsinsel dort in der Naehe, und haetten Rauch und Flammen aus dem einen (dem ersten) Turm kommen sehen. Zu diesem Zeitpunkt dachte man noch, es waere ein Unfall gewesen. Sohn war mal wieder eine Stunde zu spaet in die Schule gekommen, sonst haette er das gar nicht ersterhand mitbekommen mit dem ersten Flugzeug kurz nach neun.
Was ich nicht ueberfallen am Telefon auf deutsch zustande gebracht habe, hier ist es jetzt also, ein bisschen verspaetet.
Der 27-Jaehrige Deutsche, der im gleichen Artikel vorkam, war wie gesagt noch sehr gewandt und selbstbewusst auf deutsch. Waehrend ich wie eine hysterische, beknackte Alte herueberkam. Aber das ist ja kein Wunder. Die Langzeiturlauber, die "mal ein paar Jahre im Big Aeppel arbeiten" sind ja nicht richtig gefaehrdet, werden niemals mit dem Big Aeppel Alltag konfrontiert in all seiner Gnadenlosigkeit. Fuer die ist der Langzeiturlaub im Big Aeppel ein einziges grosses ABENTEUER: Das Abenteuer des Big Aeppels, mit dem Sicherheitsnetz von daheim. Das Beste aus beiden Welten. So musss man's machen, und unterstuetzende Eltern muss man sich auch ausgesucht haben. Ich koennte kotzen. So viel kann man gar nicht fressen, wie ich kotzen koennte. Aber das alles ist ein anderes Thema. :/ Und wird hier in diesem Blog immer mal wieder.... hochkommen.:)
Nachtrag: Memories, memories... Ich hatte noch jahrelang Alptraeume von den Leuten, die aus den Fenstern sprangen/fielen. Das war fuer mich irgendwie das Schlimmste an der ganzen Sache. Und ist es immer noch. An dem entprechenden Morgen, bevor ich das TV anmachte, hatte ich gerade angefangen, ein Buch zu lesen, das ich jahrelang vorher schon mal gelesen hatte. Ein Roman von Susan Isaacs. Der Titel faellt mir gerade nicht ein. Am Anfang wurde berichtet, wie Leute in der "Great Depression" der 30er Jahre an der Wall Street sich aus den hohen Fenstern stuerzten. Hinterher dachte ich oft, wie komisch, dass sowas gerade im RL passiert war an der Wall Street bzw. ganz nahe dran. Und ich hatte keine Ahnung. Nicht bis 11:22 als ich den Fernseher einschaltete, und mich aergerte, dass ich die ersten 22 Minuten von "The Price is Right" schon versaeumt hatte. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich lesen oder TV gucken wollte. Hatte an dem Tag Blau gemacht, und die Auswahlen an gemuetlich-Machen waren viele. Die Sonne schien so schoen durch das Fenster. Es war ein toller Morgen. Das Buch habe ich uebrigens nie mehr zu Ende gelesen. Und es irgendwann weggeschmissen. Mir wurde immer schlecht, wenn ich es herumliegen sah.
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Friday, September 23, 2011
9/12
Da ich jetzt schon seit fast zwei Wochen hier das - im Grund selbstzenzierte - Seelenstirptease mache, kommt es darauf auch nicht mehr an. Ich muss es mir einfach von der Seele schreiben.
Am 9/11 (also dem wirklichen, nicht dem 10. Jahrestag), durfte ich mir mal so richtig reinziehen, was fuer ein Arschloch mein Vater doch ist.
Ich um 11:22 den Fernseher angemacht (damals guckte ich noch Fernsehen), um mir eine Game Show anzugucken (an dem Tag hatte ich mich krankgemenldet und war zufaellig zu Hause deswegen). Da war aber keine Gameshow, sondern so ein Getruemmer und Gequatsche. Ich dachte, was ist denn das jetzt wieder fuer ein Scheiss, wen interessiert, was im Middle East oder irgendwo passiert ist. Dann sagte der Ansager "Der zweite Turm des World Trade Centers ist gerade eingestueruzt." Ich wurde stutzig, und fing an, aufzupassen. Schnell kapierte ich, was Sache war.
Innerhalb weniger Minuten rannte ich durch die Wohnung und schrie "Oh my God! Oh my God! Oh my God!"
Dabei dachte ich hauptsaechlich an Sohn, dessen Schule nur wenige Blocks von dem Ort entfernt war, der noch am selben Tag als "Ground Zero" bekannt wurde.
Ich rief dann dauernd in der Schule an (Handys waren noch nicht so verbreitet, Sohn hatte noch keins), und bekam immer nur ein Bestztzeichen. Zwischen meinen Anrufen klingelte das Telefon. Vattern. "Ach, wir haben gerade gehoert, was in New York passiert ist." Voll dramatisch bei "was" in Schluchzen ausbrechend.
Ich dachte nur - wenn ich das jetzt nicht gerade ein paar Minuten vorher im TV mitbekommen haette, haette ich gar nicht gewusst, wovon er so dramatisch daherlabert. Das war ganz knapp. Ob der sich wohl in seinem Dramaqueen Akt mal darum Gedanken gemacht hat? Wie es bei mir angekommen waere, so einen Anruf zu bekommen, und ich weiss gar nicht, wovon er redet? Nein. Vattern liebt Drama. Drama definiert sein ganzes Leben. Aus dem Bunker zurueckkommen, und das Haus ist flach, waehrend die Nachbarhaeuser auf beiden Seiten noch stehen? Nein, das soll ihm erst mal einer nachmachen. Andere Leute kennen ja keine Traumen. Und wenn, dann sind sie sowieso viel besser in einer Position, damit umzugehen, als er, der arme kleine Junge im Rentneralter inzwischen.
Als ich dann Sohn von der Schule abgeholt hatte im Taxi - gegen den Strom fahrend, und mit weisser Staubwolke auf dem Rueckweg im Hintergrund - hatte ich mir daheim ein paar Bierchen gegoennt. Unter den Umstaenden legitim, finde ich. Auch heute noch. Wuerde es wieder genauso machen.
Wir hatten den ganzen Scheiss den Tag und die Nacht ueber angesehen im TV, waehrend wir im RL den Geruch gerochen haben. Der sogar bis zum Norden Manhattan's vordrang, und noch weiter bis in die Bronx und darueber hinaus (laut spaeteren Aussagen von Leuten, die dort wohnen). Wie verbranntes, ranziges Plastik. Ich kann keine NY Bloggerin mehr ernst nehmen, solange sie sowas nicht aus erster Hand berichten kann. Tut mir leid. Um 5 Uhr morgens ging ich endlich ins Bett, total erledigt.
Ich war gerade am Einschlafen, da klingelte das Telefon. Sohn war noch auf und ging dran. Whatever, egal. Gute Nacht.
Bevor ich wusste, wie mir geschah, stand Sohn verzweifelt an meiner Schlafzimmertuer: Opa aus Deutschland ist am Telefon. Ich hab ihm gesagt, dass du im Bett bist. Er sagt immer, ich soll dich holen. Er sagt immer "It isss impooooohrtant, it isss impooooooohrtant!" "Sag ihm, dass ich schlafe, ich rufe ihn spaeter zurueck." Sohn kommt nach kurzem Gang ans Telefon zurueck: " Nein, er sagt immer "Get your mother out of bed. It eeeeeees impoooooooohrtant!" Aber ich will schlafen. Macht nix. Es ist 5 Unr morgens und ich bin gerade ins Bett nach einem langen traumatischen Tag. Aber Opa will, dass ich aufstehe. Opa sagt dauernd "it eeeeeeees impoooooohrtant!"
Also erloese ich Sohn und schleppe mich ans Telefon. Was kann denn Vattern, der mich sonst nicht mit dem Arsch anguckt, da auf einmal so "wichtig" sein, dass er sogar auf einmal gut genug (d)englisch kann, um seinen Enkel zu belaestigen? Mit dem er sonst noch nie ein Wort gewechselt hat. Jessesgott.
Vattern erzaehlt mir ganz aufgeregt, dass ich bis zwoelf Uhr an den Terroristenort gehen soll, und dann rechtzeitig wieder daheim sein soll, um einen Bericht abzugeben fuer eine Reporterin seiner Scheiss-Zeitung. Wie nahe man da wohl drankaeme, fragte er ganz aufgeregt. Ich: ??? "Da kommt man ueberhaupt nicht dran, da ist alles schon ab der 14 Strasse abgesperrt, und selbst wenn man es koennte, ich bin gerade eben erst ins Bett, bei uns ist es 5 Uhr morgens, und ich werde bestimmt nicht bis zwoelf da hin kommen und wieder zurueck, selbst wenn es nicht abgesperrt waere und die U-Bahnen fahren wuerd..."
Vattern: Also das sei jetzt meine einmalige Chance! Ich wollte doch immer Reporterin werden! (Ach was.) Ich koenne jetzt ersterhand aus dem Krisengebiet berichten bla bla bla. Ob ich da nicht doch irgendwie durch koennte? Direkt an die Stelle?
:/ :/ :/
Ich: " Da kann man aber nicht hin, ausserdem will ich schlafen, ich war die ganze Nacht auf. War ein bisschen aufregend, der Tag, ein bisschen anders als andere Tage."
Vattern: Das macht doch nichts. Reporter muessen immer und ueberall kurzfristig zur Stelle sein. (Hallo! Ich bin kein Reporter.) Dann - wenn ich nicht hin kann, wuerde mich seine Zeitungstrulla trotzdem anrufen so gegen zwoelf. Ich soll dann erster Hand berichten aus dem Big Aeppel, der grossen Tragoedie, bla bla bla. Vielleicht koennte dabei sogar Geld fuer mich herausspringen, die Zeitung wuerde mich bezahlen. Dass mir das egal ist, und ich nur schlafen will, blockt er ab.
Ich, in schwachem Zustand, vollkommen erledigt: "Wenn die mich anruft, kann die mich dann wenigstens auf englisch interviewen. Ich kann das alles nicht auf deutsch erklaeren, ich bin da nicht mehr so fluessig...." Vattern: Ja, ja, das wird die schon auf englisch machen.
Also schaele ich mich um 12 aus dem Bett. Puenktlich klingelt das Telefon. So eine deutsche Tulla ist dran, sie stellt sich vor, sie waere von der XY-Zeitung, ich haette mich bereiterklaert... bla bla bla. Ich soll doch mal berichten.
Ich, voellig uebernaechtigt und verkatert: "Ja, das war soundso, weisse Wolken bla bla bla. Ob sie mich bitte auf englisch verhoer.... aeh interviewen koennte, da mein deutsch inzwischen ein bisschen... na ja... (das war noch vor meier BriCom Zeit).
Sie, froehlich: "Oder vielleicht koennen wir's auch einfach auf deutsch machen!" (Danke, Vattern, fuer die Luege, dass ich das nicht auf deutsch machen muesse.)
Also... long story short ... ich habe auf holprigem deutsch ein total beknacktes Interview abgegeben. Aber die Zeitungsdame war sehr hilfreich: "WEISSE Wolken?! Sie meinen wohl GRAUE Wolken! Weiss koennen die ja nicht gewesen sein!! Wenn's brennt, macht's ja graue Wolken!" Na schoen. Ich habe nur noch zu allem "ja" gepiepst. Und an meinem eigenen Verstand gezweifelt. Wenn die sagt, die Wolken waren grau, wird's schon stimmen. Auch wenn ich weiss, dass sie weiss waren. (Weisser Staub von dem Kalk usw.) Aber was weiss ich schon. Ich war ja nicht dabei. :/
Fast forward: Ein paar Tage danach ruft mich Vattern wieder an. Er ist ganz aufgeregt: Der Artikel ist in der Zeitung! Mit meinen (???) Zitaten! (Oh Gottogott.) Er hat die Zeitung auf der entsprechenden Seite WIE ZUFAELLIG (Mensch, ist der gewitzt) auf dem Tisch liegen lassen, als mein Onkel vorbeikam. Und mein Onkel haette gesagt: "HUCH, weisst du eigentlich, dass DEINE TOCHTER da in der Zeitung steht!" Und Vattern haette ganz stolz und beilaeufig gesagt: "Ja, was denkst du denn, wer das VERANLASST hat?!" (Du SPITZBUBE, du.) Tja. Das war sein grosser Auftritt. Es geht immer nur um ihn.
Kurz danach hat er mir den Artikel geschickt. Ich habe ihn gelesen, und mich in dem Moment in den Tod gewuenscht: "Die 42-Jaehrige, immer noch aufgeregt..."
Ich war nicht "immer noch aufgeregt" gewesen. Ich war vollkommen uebernaechtigt und genervt, und gezwungen gewesen, mich auf einer Sprache zu artikulieren, die mir zu dem Zeitpunkt nicht mehr gelaeufig war. Und darueber angelogen worden von Vattern, dass ich das Interview auf englisch machen koennte. Alle meine Zitate hoerten sich total beknackt an. Ich hasste diesen Artikel und hatte ihn umgehend in den Muell entsorgt. Ich haette Vattern ermorden koennen, mir das anzutun, nur damit er sich vor seinem Bruder und weiss der Teufel wem, wichtig machen konnte.
Zu allem Ueberfluss war im selben Artikel auch noch ein anderer "Deutscher' in NY interviewed worden: Ein 27-jaehriger Mann (Marke Langzeiturlauber), der sich vollkommen gut auf deutsch artikuliert hatte. Neben dem kam ich wie eine Beknackte herueber.
Ich habe Vattern nie verziehen, dass er mir das angetan hat. 10 Jahre? Mein Sohn hat auf dem Weg zur Schule das erste Flugzeug gesehen, als es bedrohlich tief flug. Direkt ueber seinen Kopf.
9/11
Die wahre Terroristen Attacke kam fuer mich erst am naechsten Tag. Kein mitteloestlicher Terrorist kann so terrorisieren, wie Vattern. Der seine uebernaechtigte Tochter an einen ganz gefaehrlichen Ort schicken wuerde, bloss um sein Ego zu streicheln. Das werde ich nie vergessen und nie verzeiehen. Sorry.
PS. Sohn hat damals auch erkannt, wie sein Grossvater wirklich drauf ist. Jedesmal, wenn ich sage, dass irgendetwas wichtig ist, aefft er meinen Vater von dem Anruf damals nach: "It eeeeeees impoooooooooohrtant!" Und wir lachen uns zusammen schlapp. Galgenhumor halt.
Nachtrag: Ich trete mir schon seit 10 Jahren in den Arsch, dass ich mich dermassen habe ueberrumpeln lassen und das Affentheater ueberhaupt mitgemacht habe. Heute wuerde ich Vattern was husten.
Am 9/11 (also dem wirklichen, nicht dem 10. Jahrestag), durfte ich mir mal so richtig reinziehen, was fuer ein Arschloch mein Vater doch ist.
Ich um 11:22 den Fernseher angemacht (damals guckte ich noch Fernsehen), um mir eine Game Show anzugucken (an dem Tag hatte ich mich krankgemenldet und war zufaellig zu Hause deswegen). Da war aber keine Gameshow, sondern so ein Getruemmer und Gequatsche. Ich dachte, was ist denn das jetzt wieder fuer ein Scheiss, wen interessiert, was im Middle East oder irgendwo passiert ist. Dann sagte der Ansager "Der zweite Turm des World Trade Centers ist gerade eingestueruzt." Ich wurde stutzig, und fing an, aufzupassen. Schnell kapierte ich, was Sache war.
Innerhalb weniger Minuten rannte ich durch die Wohnung und schrie "Oh my God! Oh my God! Oh my God!"
Dabei dachte ich hauptsaechlich an Sohn, dessen Schule nur wenige Blocks von dem Ort entfernt war, der noch am selben Tag als "Ground Zero" bekannt wurde.
Ich rief dann dauernd in der Schule an (Handys waren noch nicht so verbreitet, Sohn hatte noch keins), und bekam immer nur ein Bestztzeichen. Zwischen meinen Anrufen klingelte das Telefon. Vattern. "Ach, wir haben gerade gehoert, was in New York passiert ist." Voll dramatisch bei "was" in Schluchzen ausbrechend.
Ich dachte nur - wenn ich das jetzt nicht gerade ein paar Minuten vorher im TV mitbekommen haette, haette ich gar nicht gewusst, wovon er so dramatisch daherlabert. Das war ganz knapp. Ob der sich wohl in seinem Dramaqueen Akt mal darum Gedanken gemacht hat? Wie es bei mir angekommen waere, so einen Anruf zu bekommen, und ich weiss gar nicht, wovon er redet? Nein. Vattern liebt Drama. Drama definiert sein ganzes Leben. Aus dem Bunker zurueckkommen, und das Haus ist flach, waehrend die Nachbarhaeuser auf beiden Seiten noch stehen? Nein, das soll ihm erst mal einer nachmachen. Andere Leute kennen ja keine Traumen. Und wenn, dann sind sie sowieso viel besser in einer Position, damit umzugehen, als er, der arme kleine Junge im Rentneralter inzwischen.
Als ich dann Sohn von der Schule abgeholt hatte im Taxi - gegen den Strom fahrend, und mit weisser Staubwolke auf dem Rueckweg im Hintergrund - hatte ich mir daheim ein paar Bierchen gegoennt. Unter den Umstaenden legitim, finde ich. Auch heute noch. Wuerde es wieder genauso machen.
Wir hatten den ganzen Scheiss den Tag und die Nacht ueber angesehen im TV, waehrend wir im RL den Geruch gerochen haben. Der sogar bis zum Norden Manhattan's vordrang, und noch weiter bis in die Bronx und darueber hinaus (laut spaeteren Aussagen von Leuten, die dort wohnen). Wie verbranntes, ranziges Plastik. Ich kann keine NY Bloggerin mehr ernst nehmen, solange sie sowas nicht aus erster Hand berichten kann. Tut mir leid. Um 5 Uhr morgens ging ich endlich ins Bett, total erledigt.
Ich war gerade am Einschlafen, da klingelte das Telefon. Sohn war noch auf und ging dran. Whatever, egal. Gute Nacht.
Bevor ich wusste, wie mir geschah, stand Sohn verzweifelt an meiner Schlafzimmertuer: Opa aus Deutschland ist am Telefon. Ich hab ihm gesagt, dass du im Bett bist. Er sagt immer, ich soll dich holen. Er sagt immer "It isss impooooohrtant, it isss impooooooohrtant!" "Sag ihm, dass ich schlafe, ich rufe ihn spaeter zurueck." Sohn kommt nach kurzem Gang ans Telefon zurueck: " Nein, er sagt immer "Get your mother out of bed. It eeeeeees impoooooooohrtant!" Aber ich will schlafen. Macht nix. Es ist 5 Unr morgens und ich bin gerade ins Bett nach einem langen traumatischen Tag. Aber Opa will, dass ich aufstehe. Opa sagt dauernd "it eeeeeeees impoooooohrtant!"
Also erloese ich Sohn und schleppe mich ans Telefon. Was kann denn Vattern, der mich sonst nicht mit dem Arsch anguckt, da auf einmal so "wichtig" sein, dass er sogar auf einmal gut genug (d)englisch kann, um seinen Enkel zu belaestigen? Mit dem er sonst noch nie ein Wort gewechselt hat. Jessesgott.
Vattern erzaehlt mir ganz aufgeregt, dass ich bis zwoelf Uhr an den Terroristenort gehen soll, und dann rechtzeitig wieder daheim sein soll, um einen Bericht abzugeben fuer eine Reporterin seiner Scheiss-Zeitung. Wie nahe man da wohl drankaeme, fragte er ganz aufgeregt. Ich: ??? "Da kommt man ueberhaupt nicht dran, da ist alles schon ab der 14 Strasse abgesperrt, und selbst wenn man es koennte, ich bin gerade eben erst ins Bett, bei uns ist es 5 Uhr morgens, und ich werde bestimmt nicht bis zwoelf da hin kommen und wieder zurueck, selbst wenn es nicht abgesperrt waere und die U-Bahnen fahren wuerd..."
Vattern: Also das sei jetzt meine einmalige Chance! Ich wollte doch immer Reporterin werden! (Ach was.) Ich koenne jetzt ersterhand aus dem Krisengebiet berichten bla bla bla. Ob ich da nicht doch irgendwie durch koennte? Direkt an die Stelle?
:/ :/ :/
Ich: " Da kann man aber nicht hin, ausserdem will ich schlafen, ich war die ganze Nacht auf. War ein bisschen aufregend, der Tag, ein bisschen anders als andere Tage."
Vattern: Das macht doch nichts. Reporter muessen immer und ueberall kurzfristig zur Stelle sein. (Hallo! Ich bin kein Reporter.) Dann - wenn ich nicht hin kann, wuerde mich seine Zeitungstrulla trotzdem anrufen so gegen zwoelf. Ich soll dann erster Hand berichten aus dem Big Aeppel, der grossen Tragoedie, bla bla bla. Vielleicht koennte dabei sogar Geld fuer mich herausspringen, die Zeitung wuerde mich bezahlen. Dass mir das egal ist, und ich nur schlafen will, blockt er ab.
Ich, in schwachem Zustand, vollkommen erledigt: "Wenn die mich anruft, kann die mich dann wenigstens auf englisch interviewen. Ich kann das alles nicht auf deutsch erklaeren, ich bin da nicht mehr so fluessig...." Vattern: Ja, ja, das wird die schon auf englisch machen.
Also schaele ich mich um 12 aus dem Bett. Puenktlich klingelt das Telefon. So eine deutsche Tulla ist dran, sie stellt sich vor, sie waere von der XY-Zeitung, ich haette mich bereiterklaert... bla bla bla. Ich soll doch mal berichten.
Ich, voellig uebernaechtigt und verkatert: "Ja, das war soundso, weisse Wolken bla bla bla. Ob sie mich bitte auf englisch verhoer.... aeh interviewen koennte, da mein deutsch inzwischen ein bisschen... na ja... (das war noch vor meier BriCom Zeit).
Sie, froehlich: "Oder vielleicht koennen wir's auch einfach auf deutsch machen!" (Danke, Vattern, fuer die Luege, dass ich das nicht auf deutsch machen muesse.)
Also... long story short ... ich habe auf holprigem deutsch ein total beknacktes Interview abgegeben. Aber die Zeitungsdame war sehr hilfreich: "WEISSE Wolken?! Sie meinen wohl GRAUE Wolken! Weiss koennen die ja nicht gewesen sein!! Wenn's brennt, macht's ja graue Wolken!" Na schoen. Ich habe nur noch zu allem "ja" gepiepst. Und an meinem eigenen Verstand gezweifelt. Wenn die sagt, die Wolken waren grau, wird's schon stimmen. Auch wenn ich weiss, dass sie weiss waren. (Weisser Staub von dem Kalk usw.) Aber was weiss ich schon. Ich war ja nicht dabei. :/
Fast forward: Ein paar Tage danach ruft mich Vattern wieder an. Er ist ganz aufgeregt: Der Artikel ist in der Zeitung! Mit meinen (???) Zitaten! (Oh Gottogott.) Er hat die Zeitung auf der entsprechenden Seite WIE ZUFAELLIG (Mensch, ist der gewitzt) auf dem Tisch liegen lassen, als mein Onkel vorbeikam. Und mein Onkel haette gesagt: "HUCH, weisst du eigentlich, dass DEINE TOCHTER da in der Zeitung steht!" Und Vattern haette ganz stolz und beilaeufig gesagt: "Ja, was denkst du denn, wer das VERANLASST hat?!" (Du SPITZBUBE, du.) Tja. Das war sein grosser Auftritt. Es geht immer nur um ihn.
Kurz danach hat er mir den Artikel geschickt. Ich habe ihn gelesen, und mich in dem Moment in den Tod gewuenscht: "Die 42-Jaehrige, immer noch aufgeregt..."
Ich war nicht "immer noch aufgeregt" gewesen. Ich war vollkommen uebernaechtigt und genervt, und gezwungen gewesen, mich auf einer Sprache zu artikulieren, die mir zu dem Zeitpunkt nicht mehr gelaeufig war. Und darueber angelogen worden von Vattern, dass ich das Interview auf englisch machen koennte. Alle meine Zitate hoerten sich total beknackt an. Ich hasste diesen Artikel und hatte ihn umgehend in den Muell entsorgt. Ich haette Vattern ermorden koennen, mir das anzutun, nur damit er sich vor seinem Bruder und weiss der Teufel wem, wichtig machen konnte.
Zu allem Ueberfluss war im selben Artikel auch noch ein anderer "Deutscher' in NY interviewed worden: Ein 27-jaehriger Mann (Marke Langzeiturlauber), der sich vollkommen gut auf deutsch artikuliert hatte. Neben dem kam ich wie eine Beknackte herueber.
Ich habe Vattern nie verziehen, dass er mir das angetan hat. 10 Jahre? Mein Sohn hat auf dem Weg zur Schule das erste Flugzeug gesehen, als es bedrohlich tief flug. Direkt ueber seinen Kopf.
9/11
Die wahre Terroristen Attacke kam fuer mich erst am naechsten Tag. Kein mitteloestlicher Terrorist kann so terrorisieren, wie Vattern. Der seine uebernaechtigte Tochter an einen ganz gefaehrlichen Ort schicken wuerde, bloss um sein Ego zu streicheln. Das werde ich nie vergessen und nie verzeiehen. Sorry.
PS. Sohn hat damals auch erkannt, wie sein Grossvater wirklich drauf ist. Jedesmal, wenn ich sage, dass irgendetwas wichtig ist, aefft er meinen Vater von dem Anruf damals nach: "It eeeeeees impoooooooooohrtant!" Und wir lachen uns zusammen schlapp. Galgenhumor halt.
Nachtrag: Ich trete mir schon seit 10 Jahren in den Arsch, dass ich mich dermassen habe ueberrumpeln lassen und das Affentheater ueberhaupt mitgemacht habe. Heute wuerde ich Vattern was husten.
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Big Aeppel,
egoistisch,
Vattern
Monday, August 29, 2011
"Es HAETTE ja schlimm werden koennen, better safe than sorry!"
Die Ueberschrift ist ein Zitat von mir selber aus einem Kommentar unten. Wenn ich mal so frei sein darf, aehem... Ein Zitat in einem Zitat. Voraussagend. Tja.
Die Menschen sind so voraussagbar, so BERECHENBAR, das GANZE - den gesamten Zauber - haette ich von Anfang bis Ende bis zum Lipsynchen hin produzieren koennen. Tja. Kein Witz. Jedenfalls weiss ich nach zwei, drei, klaeglichen Versuchen, dass ich - HIER IM SAFTLADEN, zumindest - mit zynischen, abgebruehten Bemerkungen ueber masslose, schamlose Medienhype, an der falschen Addresse bin. Hier werde ich keine Zustimmung erhalten, und fortan den Mund halten. Unter diesen Schafen ist jeder Originalgedanke verschwendet.
Es waere fast lustig, das, wenn es nicht so traurig waere. :/
Heute bin ich also wieder im Saftladen, ausser mir sind nicht viele da. Bei denen blaest (eben aus Versehen das "t" weggelassen bei "blaest", das gibt auch ein schoenes Wort^^) wohl immer noch der nicht vorhandene Hurrikan, oder zumindest die heisse Luft aus dem Fernseher....
Die Menschen sind so voraussagbar, so BERECHENBAR, das GANZE - den gesamten Zauber - haette ich von Anfang bis Ende bis zum Lipsynchen hin produzieren koennen. Tja. Kein Witz. Jedenfalls weiss ich nach zwei, drei, klaeglichen Versuchen, dass ich - HIER IM SAFTLADEN, zumindest - mit zynischen, abgebruehten Bemerkungen ueber masslose, schamlose Medienhype, an der falschen Addresse bin. Hier werde ich keine Zustimmung erhalten, und fortan den Mund halten. Unter diesen Schafen ist jeder Originalgedanke verschwendet.
Es waere fast lustig, das, wenn es nicht so traurig waere. :/
Heute bin ich also wieder im Saftladen, ausser mir sind nicht viele da. Bei denen blaest (eben aus Versehen das "t" weggelassen bei "blaest", das gibt auch ein schoenes Wort^^) wohl immer noch der nicht vorhandene Hurrikan, oder zumindest die heisse Luft aus dem Fernseher....
Saturday, August 27, 2011
Big Aeppel im Hurricane Fieber
Also, dat war's dann. Tschuess Leute, tschuess Welt, hat Spass gemacht, hatte immerhin 52 Jahre, manche haben noch weniger.
So long...
_______________________________________
Aus unserer Lokalseite auf Weather.com:
"Hurricane Warning for New York (manhattan), NY
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Updated 27 Aug 2011 6:50 am Local Time
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* Safety Before a Tropical Storm or Hurricane
* Protect Your Home from Hurricane Damage
* What to Do if a Hurricane Watch or Warning Is Issued
* Video: Create a Hurricane Supply Kit
* Complete Storm Coverage
Issued by The National Weather Service
New York City, NY
6:19 am EDT, Sat., Aug. 27, 2011
... HURRICANE WARNING REMAINS IN EFFECT...
... PRECAUTIONARY/PREPAREDNESS ACTIONS... PRECAUTIONARY/PREPAREDNESS ACTIONS...
MAKE THE FINAL PREPARATIONS TO PROTECT LIFE AND PROPERTY THIS MORNING. RUSH TO COMPLETION THE HARDENING OF YOUR HOME OR BUSINESS BY CLOSING SHUTTERS AND BRACING GARAGE DOORS.
IF EVACUATING... LEAVE AS SOON AS POSSIBLE. GUARD AGAINST BEING STUCK OUT ON ROADWAYS WHEN DANGEROUS WINDS AND HEAVY RAINS ARRIVE. AGAIN... DO NOT STAY IN A MOBILE OR MANUFACTURED HOME. REMEMBER... PETS ARE NOT ALLOWED IN MOST OFFICIAL SHELTERS... SO CHECK AHEAD WITH YOUR INTENDED SHELTER.
IF STAYING IN A HOME... TURN THE REFRIGERATOR TO MAXIMUM COLD AND KEEP IT CLOSED. TURN OFF PROPANE TANKS AND UNPLUG SMALL APPLIANCES. FILL THE BATHTUB WITH WATER IN CASE THE TAP WATER BECOMES UNAVAILABLE AFTER THE STORM. THIS IS FOR CLEANING AND FLUSHING PURPOSES. DO NOT DRINK IT.
&&
... WINDS... AS HURRICANE IRENE APPROACHES... SUSTAINED TROPICAL STORM FORCE WINDS ARE EXPECTED TO BEGIN LATE THIS EVENING... WITH HURRICANE FORCE WINDS LATE TONIGHT INTO SUNDAY. MAXIMUM WINDS ARE FORECAST TO BE IN THE 55 TO 75 MPH RANGE WITH GUSTS TO 85 MPH.
... STORM SURGE AND STORM TIDE... IT IS STILL TOO EARLY TO DETERMINE THE EXACT HEIGHTS OF COMBINED STORM SURGE AND TIDE WATERS FOR SPECIFIC LOCATIONS WITHIN THE FORECAST AREA TO BE CAUSED BY HURRICANE IRENE. IT ALL DEPENDS ON THE PRECISE SIZE... INTENSITY... TIMING AND TRACK OF THE SYSTEM AS IT APPROACHES THE COAST. BASED ON THE FORECAST TRACK OF IRENE THERE IS POTENTIAL FOR 5 TO 8 FEET OF SURGE IN WESTERN LONG ISLAND SOUND AND NEW YORK HARBOR... WITH 3 TO 6 FT OF SURGE ALONG THE SOUTH SHORE BAYS OF LONG ISLAND AND NEW YORK CITY... PECONIC AND GARDINERS BAYS... AND EASTERN LONG ISLAND SOUND SOME TIME EARLY SUNDAY MORNING INTO EARLY SUNDAY AFTERNOON. THESE TIDAL CONDITIONS WILL BE AGGRAVATED BY ACCOMPANYING LARGE... DESTRUCTIVE... AND LIFE THREATENING WAVES.
... INLAND FLOODING... A FLOOD WATCH IS IN EFFECT FOR THE ENTIRE AREA. RAINFALL AMOUNTS OF 6 TO 12 INCHES WITH LOCALLY HIGHER AMOUNTS ARE EXPECTED. SEE THE LATEST FORECAST FOR LATEST INFORMATION. LISTEN FOR POSSIBLE FLOOD WARNINGS FOR YOUR LOCATION... AND BE READY TO ACT IF FLOODING RAINS OCCUR.
... COASTAL HAZARDS... INCREASINGLY LARGE SWELLS ARRIVING FROM HURRICANE IRENE WILL CREATE HIGH SURF... SIGNIFICANT BEACH EROSION AND WASHOVERS ALONG THE ATLANTIC FACING COASTLINE TODAY INTO MONDAY.
SIGNIFICANT BEACH EROSION IS ALSO LIKELY ALONG THE COASTLINE OF LONG ISLAND SOUND AND PECONIC AND GARDINERS BAYS DUE TO THE SURGE AND BATTERING SURF.
... RIP CURRENTS... DANGEROUS AND LIFE THREATENING RIP CURRENTS ARE EXPECTED THROUGH MONDAY.
More Information
... CENTER OF IRENE EXPECTED TO MAKE LANDFALL IN NORTH CAROLINA DURING THE NEXT FEW HOURS...
.NEW INFORMATION... UPDATED FOR CURRENT POSITION AND INTENSITY OF HURRICANE IRENE.
.AREAS AFFECTED... THIS LOCAL STATEMENT PROVIDES IMPORTANT INFORMATION AND RECOMMENDED ACTIONS FOR PEOPLE AND MARINE INTERESTS IN SELECT LOCATIONS AND COASTAL WATER LEGS OF SOUTHEASTERN NEW YORK... NORTHEASTERN NEW JERSEY... SOUTHERN CONNECTICUT AND ADJACENT COASTAL WATERS.
.WATCHES/WARNINGS... A HURRICANE WARNING CONTINUES FOR THE FOLLOWING LOCATIONS... NORTHERN FAIRFIELD... NORTHERN NEW HAVEN... NORTHERN MIDDLESEX... NORTHERN NEW LONDON... SOUTHERN FAIRFIELD... SOUTHERN NEW HAVEN... SOUTHERN MIDDLESEX... SOUTHERN NEW LONDON... EASTERN PASSAIC... HUDSON... WESTERN BERGEN... EASTERN BERGEN... WESTERN ESSEX... EASTERN ESSEX... WESTERN UNION... EASTERN UNION... PUTNAM... ROCKLAND... NORTHERN WESTCHESTER... SOUTHERN WESTCHESTER... NEW YORK (MANHATTAN)... BRONX... RICHMOND (STATEN ISLAND)... KINGS (BROOKLYN)... NORTHWESTERN SUFFOLK... NORTHEASTERN SUFFOLK... SOUTHWESTERN SUFFOLK... SOUTHEASTERN SUFFOLK... NORTHERN QUEENS... NORTHERN NASSAU... SOUTHERN QUEENS AND SOUTHERN NASSAU.
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.......... bla bla bla blaaaaaaaaaaaaa.... usw. usf." Muss man wirklich nicht alles lesen.
________________________________________
Psst, Geheimnis^^: Ich habe ja so ein schleichendes Gefuehl, dass dat Ganze mal wieder masslos uebertrieben ist, und wir ausser viel Regen und ein bisschen Wind gar nix merken... unsere Politiker und Co. wollen wohl nach der Pleite mit Hurrikan Katrina damals sich nicht wieder eine Bloesse geben, gerade weil's um die ganz grosse Metropole geht diesmal.... nicht weitersagen....
PS. Was soll eigentlich die Grossschrift ?? Das machen die bei irgendwelchen Warnungen immer auf Weather.com. Sind die geistesbehindert, denen sie das zum Eintippen geben?
Nachtrag: THIS JUST IN! :-OO: Serioese Medien wie die NYTimes, erkennen an, dass der Sturm sogar jetzt schon abgeschwaecht ist. Na also. Bis er den Big Aeppel erreicht, wird wohl nicht mehr viel davon uebrig sein. Ich hol mir jetzt einen Kaffee. Schoenen guten Morgen noch allerseits, und Kuessdiehand. :)
So long...
_______________________________________
Aus unserer Lokalseite auf Weather.com:
"Hurricane Warning for New York (manhattan), NY
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Updated 27 Aug 2011 6:50 am Local Time
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New York City, NY
6:19 am EDT, Sat., Aug. 27, 2011
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&&
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.......... bla bla bla blaaaaaaaaaaaaa.... usw. usf." Muss man wirklich nicht alles lesen.
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Psst, Geheimnis^^: Ich habe ja so ein schleichendes Gefuehl, dass dat Ganze mal wieder masslos uebertrieben ist, und wir ausser viel Regen und ein bisschen Wind gar nix merken... unsere Politiker und Co. wollen wohl nach der Pleite mit Hurrikan Katrina damals sich nicht wieder eine Bloesse geben, gerade weil's um die ganz grosse Metropole geht diesmal.... nicht weitersagen....
PS. Was soll eigentlich die Grossschrift ?? Das machen die bei irgendwelchen Warnungen immer auf Weather.com. Sind die geistesbehindert, denen sie das zum Eintippen geben?
Nachtrag: THIS JUST IN! :-OO: Serioese Medien wie die NYTimes, erkennen an, dass der Sturm sogar jetzt schon abgeschwaecht ist. Na also. Bis er den Big Aeppel erreicht, wird wohl nicht mehr viel davon uebrig sein. Ich hol mir jetzt einen Kaffee. Schoenen guten Morgen noch allerseits, und Kuessdiehand. :)
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Berichte aus dem Krisengebiet,
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NYC
Tuesday, August 23, 2011
I'll shake Manhattan
OMG wir hatten gerade ein ERDBEEBEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1
PS. halbe std. spaeter: war in Virginia, hat man bis zu uns und in alle Richtungen gespuert. mein wohnhaus evakuiert, im buero alarm durchsage, aber dass wir sitzenbleiben sollen. es soll noch afterschocks geben steht in den nachrichten. aber wir muessen hierbleiben. den stockmarket haben die auch evakuiert und alles in Washington DC. Aber wir muessen bleiben. Also in diesem Sinne, wenn ihr nix mehr von mir hoert wisst ihr warum.
http://www.dnainfo.com/20110823/manhattan/earthquake-tremors-felt-manhattan
Alle machen ganz brav weiter. ich kann mich nicht mehr konzentrieren. das war ein gefuehl, als das Buerohaus gewackelt hat und die Cubicle waende geknackt ganz komisch und der Kleiderbuegel am Haken hin und hergeschwungen. alle duerfen weg. nur unsere firma nicht.
Nachtrag 6:15 abends: Vor ein paar Tagen habe ich mir Manhattan hier oeffentlich unter Wasser vorgestellt, und gesagt, dass ich das gut finden wuerde und darueber gelacht, wie ich heimschwimmmen wuerde. Und jetzt bibbere ich vor Nachbeben und daraus resultierende Tsunamis oder weiss der Teufel was. Obwohl.... Staten Island und Jersey wuerde es wohl erst erwischen... Jesssesgott, gibt es noch EINE SACHE, vor der ich in dieser Stadt verschont bleibe????? Erdbeben war bisher immer auf meiner Witz-Liste: "Okay, you've had fires, floods, Subway strikes, eviction, blackouts, terrorist attacks, MS..... fehlt nur noch Erdbeben, ha-ha." Nicht mehr so witzig.
PS. halbe std. spaeter: war in Virginia, hat man bis zu uns und in alle Richtungen gespuert. mein wohnhaus evakuiert, im buero alarm durchsage, aber dass wir sitzenbleiben sollen. es soll noch afterschocks geben steht in den nachrichten. aber wir muessen hierbleiben. den stockmarket haben die auch evakuiert und alles in Washington DC. Aber wir muessen bleiben. Also in diesem Sinne, wenn ihr nix mehr von mir hoert wisst ihr warum.
http://www.dnainfo.com/20110823/manhattan/earthquake-tremors-felt-manhattan
Alle machen ganz brav weiter. ich kann mich nicht mehr konzentrieren. das war ein gefuehl, als das Buerohaus gewackelt hat und die Cubicle waende geknackt ganz komisch und der Kleiderbuegel am Haken hin und hergeschwungen. alle duerfen weg. nur unsere firma nicht.
Nachtrag 6:15 abends: Vor ein paar Tagen habe ich mir Manhattan hier oeffentlich unter Wasser vorgestellt, und gesagt, dass ich das gut finden wuerde und darueber gelacht, wie ich heimschwimmmen wuerde. Und jetzt bibbere ich vor Nachbeben und daraus resultierende Tsunamis oder weiss der Teufel was. Obwohl.... Staten Island und Jersey wuerde es wohl erst erwischen... Jesssesgott, gibt es noch EINE SACHE, vor der ich in dieser Stadt verschont bleibe????? Erdbeben war bisher immer auf meiner Witz-Liste: "Okay, you've had fires, floods, Subway strikes, eviction, blackouts, terrorist attacks, MS..... fehlt nur noch Erdbeben, ha-ha." Nicht mehr so witzig.
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Tuesday, July 19, 2011
Welcome home, Susan

Hallo, Big Appel the Reality Show. Hallo. Ich bin wieder da. Aus Hollywood zurueck. Zurueck im Big Appel, wo man den Ausdruck "Big Aeppel" hasst (bitte diese Tatsache beachten, wenn man als New York-Kenner herueberkommen will, und welcher Tourist will das nicht...).
Hier bin ich, wie erwartet, wieder. In diesem New York, wo einem die Schwuele die Luft abdrueckt, und einem das eh schon dezente Make-up in Baechen vom Gesicht schwitzt, bevor man ueberhaupt das Haus verlassen hat. Oder nehmen wir mal das andere Extrem: Hier fliegen keine weichen, romantischen Schneeflocken vorm Fenster, wo ansonsten der Vorhang immer in einem sanften Lueftchen weht (SJP mal wieder), also wie im Hollywood New York. Im Hollywood-NY, wo man NIE glitschige, festgefrorene Schneeberge am Strassenrand sieht, geschweige denn ueber selbige unbeholfen klettern muss, was nicht ohne peinliches Ausrutschen oder Einsinken bis zur Huefte moeglich ist. Nein. Das gibts nicht im Hollywood NY. Und auch nicht in den beruehmten Touristengebieten in Midtown. Da wirds weggeraeumt, denn man muss ja einen guten Eindruck auf die out-of-towners machen, die gekommen sind, um die Weihnachtsdekorationen anzustaunen. Dezente, romantische Floeckchen, my ass.
Sommer? Glitzernder, unschwueler Sonnenschein, my ass. Ich bin wieder im echten NY. Dem NY mit den gleichgueltigen Menschen. Dem NY, wo man beim Einsteigen in der U-Bahn mutwillig beiseite gerempelt wird, damit zwei kleine Kinder (!) vorgeschoben werden koennen. Und wo man wie ein irrer Spinner ignoriert wird, wenn man darueber laut schimpft. Wo einem keiner beisteht. Vlt. liegt's an meinem Outfit heute: Kein Weherock, keine Hippieketten. Nein. Umgekrempelte Jeans, Figur-betonendes DKNY T-Shirt, Flipflops. Eins von diesen Outfits, die so aussehen sollen, als haette man sie eben mal zusammengeschmissen, in die aber in Wirklichkeit viel Planung eingeflossen sind. Zu burschikos? Ich sehe mein Spiegelbild, und trotz meiner schlechten Laune und meinem abgeschwitzten Makeup sehe ich gut aus. Schoene Figur. Junges Gesicht. Nicht zuuu grantig, nur ein bisschen. Man ist ja manches gewoehnt nach 14-einhalb Jahren und 4 Tagen. Resignation hat eingesetzt, und wird, wie so oft im Leben, als Gelassenheit interpretiert. Also sagen wir mal, ich bin gelassen. An mir kann's also nicht liegen. Aber man sagt ja nicht umsonst, dass NY einen krank macht, und unzaehlige Leute sind hier schon gefluechtet, nachdem sie weiss-Gott-was fuer romantische Vorstellungen hatten. Von denen hoert man nur nie. Keine gute Reklame fuer den Big Aeppel. Die hatten allerdings das Glueck, irgendwo hin gehen zu koennen. Das hat nicht jeder. Mancher landet auf der Strasse, manch andere wird nur verbittert. That would be me.
Wisst ihr, was Leute, die richtig hier leben, den Big Aeppel nennen?
Den ROTTEN Aeppel.
Haaaaaaa-ha!
Welcome home.
:/
PS. Mein Vorname ist mir ja kuerzlich schon mal entrutscht, aus dem mache ich jetzt auch kein Hehl mehr. Viel Spass, mit DEM meine Identitaet herauszuspionieren. HAAAAAAAAAAAAAAAA-HA-HA-haaaaaaaaaa-ha!
Cheers,
Susan :)
PPS. Ich hab noch eins: In diesem NY hier, dem NY, das ICH kenne, entwickelt sich keine Romanze, wenn man mit einem Anzugheini gleichzeitig auf ein Taxi zugeht. Nein. Hier kann man krumm und schepp im eiskalten Schneeregen stehen, und der Anzugheini erinnert einen daran, dass er zuerst da war. Ich sage, ich bin krank und brauche das Taxi mehr. Einer von uns beiden wird es bekommen, das Taxi. Er wird gemuetlich zurueckgelehnt im warmen und trockenen seinem Ziel naeher kommen. Der andere wird wuest schimpfend und Rumpelstilzchen-haft am Strassenrand zurueckbleiben, wo er natuerlich als "Verrueckter" ignoriert wird von den gleichgueltigen Big Aeppel Mitbuergern. Man darf raten, welcher ICH bin... :/
Thursday, July 14, 2011
So kann es bleiben
Heute ist einer dieser ausnahmsweise wunderschoenen Big Aeppel Morgen. (meine deutsche Grammatik ist gerade endgueltig in den Keller gerutscht. Today is one of these exceptionally magical mornings...)
Es ist wie eine Szene aus SATC. SATC, wo ich mich immer wenn ich die Staffeln mal wieder anschaue, frage: Wo ist denn das? Da will ich auch mal hin. SATC, worauf viele Menschen aus allen Teilen der Welt ihre Vorstellung vom Leben im Big Aeppel basieren. SATC, wo das Wetter immer perfekt ist, die Sonne immer lacht (ausser wenn fuer irgendeine dramatische Liebesszene Regen notwendig ist...), die Temperaturen immer genau richtig.... in anderen Worten, immer so wie es im RL aeusserst selten vorkommt. Aber wenn. Wenn es vorkommt. Geigen einsetzen.
Ich gehe beschwingt von der U-Bahn ins Buero. Eine milde Brise weht, die Sonne strahlt, die Schatten sind absolut magisch. Es ist warm, aber nicht heiss. Die Brise weht meinen Rock hoch. Macht nix, ich hab Leggings drunter. Fuehlt sich gut an. Ich bin schoen, ich bin jung, ich bin beschwingt, ich bin freundlich. Ich bin im Big Aeppel. Hallo, Welt. Schau mich an. Ich bin schoen und gluecklich im Big Aeppel und die Sonne scheint.Es ist 8 Uhr morgens im Juli. 8 Uhr morgens, und ich bin Sarah Jessica Parker. ^^
Auf einmal geht mir das Herz auf. Ich laechele Leute an, sie laechlen zurueck. Ich kaufe mir an einem dieser silbernen Karren einen Donut Zopf. Als ich meinen Rucksack auf den Boden stelle und mich buecke um nach Kleingeld zu kramen (diese Alt-Frauen Gewohnheit werde ich wohl nie loswerden - loswerden will ich immer nur das Kleingeld, das mir unnoetig die Tasche schwer macht.) Auf einmal sagt der Mann, der vor mir dran war, und gerade am Weggehen ist: "Entschuldigung, sind Sie vielleicht zufaellig Seniorin?"
Haaaaaa-ha-ha.^^
Nein, nicht wirklich. Kleiner Scherz am Rande. (Vlt. kann sich noch wer an das Busfahrerdrama vom November erinnern...)
Er sagt zu mir: Ist das deins, hast du das verloren? Ich gucke runter, und da liegt eines meiner Hippiehalsbaender vor meinen Fuessen. Uppsi, und das ist ausgerechnet eins, das mir viel bedeutet, ein Geschenk von jemandem, der mir mal viel bedeutet hat. Das haette ich vermisst. Und selbst gemerkt, dass ich es verloren habe, haette ich nicht. Was fuer ein netter Mensch. Menno.
Ich sammle das Ding auf und stecke es in meinen Rucksack (um es wieder anzuziehen, muss ich vor den Spiegel im Buero.) Ich bedanke mich erleichtert bei dem hilfreichen Mit-Dreissiger. Der erwidert mein Laecheln, sagt 'aber gern geschehen', und geht weiter. Ich gehe schwingenden Rockes ueber die Strasse zum Fruchtstand, mehr SJP denn je. Fruchtstand. Geht es noch mehr Big Aeppel? Fruchtstand, Sonnenschein, freundliche Menschen, schwingender Rock. Hallo, Bloomberg. Bekomme ich hierfuer was bezahlt? Haaaaa-ha. (Kameras, seid's hoffentlich dabei?^^)
Ich suche mir am Fruchtstand zwei Bananen und einen Pfirisch aus. Ich bin, wie immer, sehr waehlerisch, schaue mir mehrere Stuecke an bevor ich mich entscheide. Sagt der Mann, der vor mir dran ist (NICHT derselbe vom Pastry cart) wohlwollend: "Du bist aber waehlerisch." Ich grinsend: "Ja, bei meinen Fruechten bin ich immer waehlerisch. Das duerfen nur die aller besten sein!" Er: "Bist du bei Maenern genauso?" Ich sage irgendwas, das freundliche Geplaenkel geht noch ein bisschen hin und her, dann gehe ich weiter. Immer noch beschwingt, gluecklich. Die Stadt ist toll, die Menschen sind nett, ich werde bemerkt. Dieser Ort, wo ich mich bei SATC immer frage wo das ist: Ich glaube, heute morgen habe ich ihn gefunden. Wenn ich wieder ins NY mit bedrohtem Mietschutz, Bettwanzen, nervenden Nachbarn und Kollegen, Schirm-umbiegendem Wetter zurueckmuss, dann werde ich daran denken, an diesen Morgen.
Es ist wie eine Szene aus SATC. SATC, wo ich mich immer wenn ich die Staffeln mal wieder anschaue, frage: Wo ist denn das? Da will ich auch mal hin. SATC, worauf viele Menschen aus allen Teilen der Welt ihre Vorstellung vom Leben im Big Aeppel basieren. SATC, wo das Wetter immer perfekt ist, die Sonne immer lacht (ausser wenn fuer irgendeine dramatische Liebesszene Regen notwendig ist...), die Temperaturen immer genau richtig.... in anderen Worten, immer so wie es im RL aeusserst selten vorkommt. Aber wenn. Wenn es vorkommt. Geigen einsetzen.
Ich gehe beschwingt von der U-Bahn ins Buero. Eine milde Brise weht, die Sonne strahlt, die Schatten sind absolut magisch. Es ist warm, aber nicht heiss. Die Brise weht meinen Rock hoch. Macht nix, ich hab Leggings drunter. Fuehlt sich gut an. Ich bin schoen, ich bin jung, ich bin beschwingt, ich bin freundlich. Ich bin im Big Aeppel. Hallo, Welt. Schau mich an. Ich bin schoen und gluecklich im Big Aeppel und die Sonne scheint.Es ist 8 Uhr morgens im Juli. 8 Uhr morgens, und ich bin Sarah Jessica Parker. ^^
Auf einmal geht mir das Herz auf. Ich laechele Leute an, sie laechlen zurueck. Ich kaufe mir an einem dieser silbernen Karren einen Donut Zopf. Als ich meinen Rucksack auf den Boden stelle und mich buecke um nach Kleingeld zu kramen (diese Alt-Frauen Gewohnheit werde ich wohl nie loswerden - loswerden will ich immer nur das Kleingeld, das mir unnoetig die Tasche schwer macht.) Auf einmal sagt der Mann, der vor mir dran war, und gerade am Weggehen ist: "Entschuldigung, sind Sie vielleicht zufaellig Seniorin?"
Haaaaaa-ha-ha.^^
Nein, nicht wirklich. Kleiner Scherz am Rande. (Vlt. kann sich noch wer an das Busfahrerdrama vom November erinnern...)
Er sagt zu mir: Ist das deins, hast du das verloren? Ich gucke runter, und da liegt eines meiner Hippiehalsbaender vor meinen Fuessen. Uppsi, und das ist ausgerechnet eins, das mir viel bedeutet, ein Geschenk von jemandem, der mir mal viel bedeutet hat. Das haette ich vermisst. Und selbst gemerkt, dass ich es verloren habe, haette ich nicht. Was fuer ein netter Mensch. Menno.
Ich sammle das Ding auf und stecke es in meinen Rucksack (um es wieder anzuziehen, muss ich vor den Spiegel im Buero.) Ich bedanke mich erleichtert bei dem hilfreichen Mit-Dreissiger. Der erwidert mein Laecheln, sagt 'aber gern geschehen', und geht weiter. Ich gehe schwingenden Rockes ueber die Strasse zum Fruchtstand, mehr SJP denn je. Fruchtstand. Geht es noch mehr Big Aeppel? Fruchtstand, Sonnenschein, freundliche Menschen, schwingender Rock. Hallo, Bloomberg. Bekomme ich hierfuer was bezahlt? Haaaaa-ha. (Kameras, seid's hoffentlich dabei?^^)
Ich suche mir am Fruchtstand zwei Bananen und einen Pfirisch aus. Ich bin, wie immer, sehr waehlerisch, schaue mir mehrere Stuecke an bevor ich mich entscheide. Sagt der Mann, der vor mir dran ist (NICHT derselbe vom Pastry cart) wohlwollend: "Du bist aber waehlerisch." Ich grinsend: "Ja, bei meinen Fruechten bin ich immer waehlerisch. Das duerfen nur die aller besten sein!" Er: "Bist du bei Maenern genauso?" Ich sage irgendwas, das freundliche Geplaenkel geht noch ein bisschen hin und her, dann gehe ich weiter. Immer noch beschwingt, gluecklich. Die Stadt ist toll, die Menschen sind nett, ich werde bemerkt. Dieser Ort, wo ich mich bei SATC immer frage wo das ist: Ich glaube, heute morgen habe ich ihn gefunden. Wenn ich wieder ins NY mit bedrohtem Mietschutz, Bettwanzen, nervenden Nachbarn und Kollegen, Schirm-umbiegendem Wetter zurueckmuss, dann werde ich daran denken, an diesen Morgen.
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Sommer
Tuesday, May 17, 2011
Aufgepasst! :)
Einen niveauvollen Eintrag der Saisonnnnnng wird es allerdings noch geben, nicht dass da welche denken, sie waeren jetzt von mir befreit, und koennten aufatmen, nicht doch. :)
Die Saisonnnnng Fruehling im Big Appel spielt dieses Jahr naemlich ganz besonders verrueckt. Gibt ungeheuer viel Schreibstoff her, das kann man nicht ungenutzt vorbeiziehen lassen. Sehr launisch ist der Fruehling im Big Aeppel, hat sich wohl an mir ein Beispiel genommen. :) Da weiss man nicht, ob man beim Sonntagsspaziergang Flip-Flops oder Stiefel anziehen soll, ob man beim Fussweg aufs Buero durchs Times Square (welches auf DER Strecke leicht zu umschiffen waere, aber ich greife vor) Mantel oder kurzaemeliges T-Shirt tragen soll, ob Schirm mitnehmen oder nicht.... ach ist das alles aufregend und spannend, ich denke direkt ich laufe neben mir her!^^
:-O Huch, jetzt fange ich ja schon damit an, upsiwupsi, kann mal wieder nicht an mich halten, kann die Gaudi mal wieder nicht erwachten. Also den Eintrag wird's bald geben. Tante Mathilde macht sich naemlich schon Sorgen. Braucht sie aber nicht. Wie eine gewisse Dame WIRKLICH ist, hat sie ja schliesslich vor ein paar Wochen hier in meinem Blog sehr ansehnlich demonstriert. Jetzt will sie aber wieder niveauvoll sein hat sie mir zugefluestert, und sich hier unter ihrem Klarnamen mit einem niveauvllen Eintrag entschuldigen. Und mit Bildern aus ihrer privaten Kollektion, versteht sich.:) Und der Eintrag wird einen neckischen Titel auf Englisch bekommen. Denn das tut man aus irgendeinem Grunde mit niveauvollen Eintraegen aus aller Welt ja immer. Ach wie weltmaennisch, n'est ce pas, ach halt das war Franzoesisch, ups.^^ Also.... coming soon.... "Tasteful Entry of the Season", starring Karin Grobelnik of Avon Corporation! :)
Die Saisonnnnng Fruehling im Big Appel spielt dieses Jahr naemlich ganz besonders verrueckt. Gibt ungeheuer viel Schreibstoff her, das kann man nicht ungenutzt vorbeiziehen lassen. Sehr launisch ist der Fruehling im Big Aeppel, hat sich wohl an mir ein Beispiel genommen. :) Da weiss man nicht, ob man beim Sonntagsspaziergang Flip-Flops oder Stiefel anziehen soll, ob man beim Fussweg aufs Buero durchs Times Square (welches auf DER Strecke leicht zu umschiffen waere, aber ich greife vor) Mantel oder kurzaemeliges T-Shirt tragen soll, ob Schirm mitnehmen oder nicht.... ach ist das alles aufregend und spannend, ich denke direkt ich laufe neben mir her!^^
:-O Huch, jetzt fange ich ja schon damit an, upsiwupsi, kann mal wieder nicht an mich halten, kann die Gaudi mal wieder nicht erwachten. Also den Eintrag wird's bald geben. Tante Mathilde macht sich naemlich schon Sorgen. Braucht sie aber nicht. Wie eine gewisse Dame WIRKLICH ist, hat sie ja schliesslich vor ein paar Wochen hier in meinem Blog sehr ansehnlich demonstriert. Jetzt will sie aber wieder niveauvoll sein hat sie mir zugefluestert, und sich hier unter ihrem Klarnamen mit einem niveauvllen Eintrag entschuldigen. Und mit Bildern aus ihrer privaten Kollektion, versteht sich.:) Und der Eintrag wird einen neckischen Titel auf Englisch bekommen. Denn das tut man aus irgendeinem Grunde mit niveauvollen Eintraegen aus aller Welt ja immer. Ach wie weltmaennisch, n'est ce pas, ach halt das war Franzoesisch, ups.^^ Also.... coming soon.... "Tasteful Entry of the Season", starring Karin Grobelnik of Avon Corporation! :)
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Friday, May 6, 2011
Mal was ganz Anderes machen - das haelt jung!
Bis Herbst haben wir keine Kantine in der Firma. Umbauereien, bla bla, ist egal. Da muss man sich selber was mitbringen, wenn man nicht raus will. Das mache ich jetzt schon die 2 Monate oder so, seit das so ist. Ich verbringe naemlich gern meine Mittagspause am Schreibtisch, surfe das Web oder lese. Nun ist heute Freitag, und ich habe nix mehr im Haus, was ich mitnehmen koennte. Das heisst, ich muss was tun, was ich mind. 7 oder 8 Jahre nicht getan habe: In der Mittagspause raus gehen, und mir was zu essen holen. Nichts essen geht nicht, da wird mir schlecht. Also bleibt mir nur die Option RAUS. Nun ist heute ein wunderschoener Tag. Die Sonne wird den ganzen Tag scheinen, es wird angenehm warm sein. In anderen Worten, das ist so ein Tag, der im Big Aeppel eher rar gesaet ist, und der darum die ganze Menschheit herauslocken wird. Die GANZE Menschheit. Wenn das an einem WE passiert, dann ist es eine gute Sache, denn ich kann raus, wenn mir danach ist, und selbst bestimmen, wo ich hingehe (dort wo keine Leute sind, man muss die paar Oertchen nur kennen :)). Und muss nicht auf die Uhr gucken.
Aber an einem Wochentag ist es ein Albtraum, bei solchem Wetter raus zu gehen, vor allem wenn man nach 1-2 Std. wieder zurueck muss. Denn die Menschenmengen, die da auf die wenigen Delis in der Naehe von unserem Buerohaus zustreben, werden mir ein Graus sein. Ich weiss jetzt schon, wie's gehen wird: Erst der Aufzug in der Mittagszeit: In JEDEM Stockwerk wird der anhalten. Gnadenlos in jedem. Das Geschnatter wird froehlich und unertraeglich sein. Falls man es dann trotzdem irgendwann nach draussen schafft, werden die Menschen in froehlich schnatternden Gruppen und Grueppchen den Gehsteig entlang schlendern, dass man dauernd Haken um sie schlagen muss. Vollkommen unbewusst werden die Menschen nerven. Sie meinen es ja nicht boese. Sie freuen sich nur des Lebens. Ich will nicht. Mir tut schon beim blossen Gedanken der Ruecken weh. Sogar mit MS bewege ich mich schneller, als manche "Gesunden". Dass die Leute im Big Aeppel so eilig laufen auf den Gehsteigen ist ein Mythos. Einer von vielen. Die verstellen einem eher den Weg mit ihrer Lahmarschigkeit.
Dann im Deli angekommen, wird's heissen Schlange stehen. Laaaaaange Schlange. Wohl zweimal. Erst mal, um das Essen zu holen, und dann noch mal an der Kasse. Ich kann nicht lange stehen. Ich kann unaware (d????) harmlose Menschen und Sonnenschein nicht um mich herum brauchen. Ich will an meinem Schreibtisch meine Ruhe haben. Durch diese Aktion wird mir das ganze WE verdorben werden. Aber vlt. kann ich mal meine Sichtweise aendern: Mal was anderes, raus aus der Komfortzone im wahrsten Sinne des Wortes. Unter Menschen, im WAHRSTEN Sinne des Wortes. Das ist doch kein Albtraum, das haelt doch jung. Das verdirbt einem doch nicht den Tag, sondern spendet vielmehr LEBENSFREUDE? Alles Ansichtssache. Versuche ich mir zu sagen. Ich ueberzeuge mich aber nicht ganz.
PS. Vlt. kann ich dem ganzen Alptraum etwas Humoriges abgewinnen: Solche Tage im Big Aeppel sind doch ideal fuer Alltagsspaziergaenge, von denen hinterher "Eindruecke" zu nichtssagenden, niveauvollen Blogeintraegen in gewissen Big Aeppel Blogs verarbeitet, und ins Netz geschissen werden. Und ebenso nichtssagende Antworten hervorrrufen ("Ach, du schreibst so schoen, man ist direkt da bei dir!"). Tja. Vlt. mache ich aus dem ganzen Alptraum von Quest for Food einen Niveauvollen Eintrag der Saisongggggg: Fruehling. Mal sehen. ^^
Update Samstag: Nicht, dass es jemanden interessiert, aber nur der Vollstaendigkeit halber: Ich bin dann fast verzweifelt, und spielte mit dem Gedanken, mir die Orange und die Weizenkraecker, die ich als Snack da liegen hatte, einfach zum Mittagessen zu machen, damit ich nicht raus muss. Der Gedanke an die geselligen, lahmarschigen Menschenmengen, wegen der man staendig aufgehalten wird, war mir zu gruselig. Das schaffe ich nicht. Dann hatte ich auf einmal den Gedankenblitz GEH DOCH FRUEHER. GEH DOCH UM HALB ZWOELF ODER SO. Bin dann um dreiviertel zwoelf kurz rausgehuscht, Sonnenbrille auf, I-Pod Stoepsel rein, nicht nach recht oder links gucken, LOS. Der Aufzug hat nur einmal haltgemacht. Gutes Omen. Dann ist mir noch ein Deli eingefallen, das in die andere Richtung (die weniger beliebte und belebte) liegt da in diesem unserem eher industriellen Gebiet direkt am Hudson. Praktisch gegenueber vom Buero ist dieses Deli. Und dort war um die Zeit keiner. Eine Person vor mir, das war's. Und ich wusste, ich hatte es gerade geschafft. Schon als ich an der Kasse stand, bildete sich NACH mir so gaaaaaaaaanz langsam eine Schlange. Ich dann mit meinen Schaetzen wieder schnell rueber ins Buerohaus. (Normalerweise bin ich grosser Sonnenfan, aber ICH bestimme wann und wo ich selbige wahrnehme, und Mittagspause mit Menschenmengen, die einem ueberall im Weg stehen, und wo man auf die Uhr gucken muss, gehoert eindeutig nicht dazu. Offenbar finden die meisten Menschen es gut, herauszukommen mit Anderen. Das IST Entspannung und Pause fuer die. Muss man das verstehen.) Als ich mit meiner Tuete mit meinem Panini schnell auf die Aufzuege zurannte, rannte ich in eine Wand von Menschen, die gerade raus gingen. Nur ICH ging in die andere Richtung, musste mich quasi durchboxen. Es war kurz nach zwoelf. Puh. Gerade noch geschafft. Und mein ruhiges Mittagessen websurfend am Schreibtisch verbracht, wie immer. Einfach frueher gehen. Warum hatte ich daran nicht gleich gedacht, wo mir doch als geborener Eigenbroedler sonst auch alle Vermeidungstricks bekannt sind. Es kann so einfach sein.
PS. Ich weiss, dass ich mich mit dieser Lebenseinstellung eindeutig zur alten Schachtel mache: Vermeidung bis zum Gruseln vor Menschen, und starres an-der-selben-Routine-festhalten. Das sind eindeutige No-Gos fuer die junggebliebene Aelterwerdende, da werden gleich mehrere Tabus gebrochen. Diese Haltung sollte ich mir gefaelligst laessig und gelassen abgewoehnen, aber dalli.^^ Wache, neugierige Augen hab ich aber. Allerdings verstecke ich sie hinter der Sonnenbrille, damit mich keiner stoert bei meinen Beobachtungen. Also interessiert schon an dem was um mich herum vorgeht, aber nur als Zuschauer, will meine Ruhe haben, in nichts "hineingezogen" werden, es sei denn es geht von mir selber aus und ist meine Entscheidung. Unflexibler Kontrollzwang also. Noch ein No-Go. Unverbesserlich. Jenseits jeder Hoffnung. Man sollte doch immer die Haltung von "auf Menschen zugehen" bewahren, was auch immer man sich konkret darunter vorzustellen hat - Fremde anplappern, oder was? Sonst ist man verknoechert. Die Brigitte Woman und Co. wird mich wohl nie zum Poster Child ernennen, wuerden mir vielmehr eine Depression mit Aszendent Schilddruese diagnostizieren. Gerne auch beginnende Demenz. An welcher es bestimmt liegt, wenn ich jetzt ein Klischee ausgelassen habe. :)
Aber an einem Wochentag ist es ein Albtraum, bei solchem Wetter raus zu gehen, vor allem wenn man nach 1-2 Std. wieder zurueck muss. Denn die Menschenmengen, die da auf die wenigen Delis in der Naehe von unserem Buerohaus zustreben, werden mir ein Graus sein. Ich weiss jetzt schon, wie's gehen wird: Erst der Aufzug in der Mittagszeit: In JEDEM Stockwerk wird der anhalten. Gnadenlos in jedem. Das Geschnatter wird froehlich und unertraeglich sein. Falls man es dann trotzdem irgendwann nach draussen schafft, werden die Menschen in froehlich schnatternden Gruppen und Grueppchen den Gehsteig entlang schlendern, dass man dauernd Haken um sie schlagen muss. Vollkommen unbewusst werden die Menschen nerven. Sie meinen es ja nicht boese. Sie freuen sich nur des Lebens. Ich will nicht. Mir tut schon beim blossen Gedanken der Ruecken weh. Sogar mit MS bewege ich mich schneller, als manche "Gesunden". Dass die Leute im Big Aeppel so eilig laufen auf den Gehsteigen ist ein Mythos. Einer von vielen. Die verstellen einem eher den Weg mit ihrer Lahmarschigkeit.
Dann im Deli angekommen, wird's heissen Schlange stehen. Laaaaaange Schlange. Wohl zweimal. Erst mal, um das Essen zu holen, und dann noch mal an der Kasse. Ich kann nicht lange stehen. Ich kann unaware (d????) harmlose Menschen und Sonnenschein nicht um mich herum brauchen. Ich will an meinem Schreibtisch meine Ruhe haben. Durch diese Aktion wird mir das ganze WE verdorben werden. Aber vlt. kann ich mal meine Sichtweise aendern: Mal was anderes, raus aus der Komfortzone im wahrsten Sinne des Wortes. Unter Menschen, im WAHRSTEN Sinne des Wortes. Das ist doch kein Albtraum, das haelt doch jung. Das verdirbt einem doch nicht den Tag, sondern spendet vielmehr LEBENSFREUDE? Alles Ansichtssache. Versuche ich mir zu sagen. Ich ueberzeuge mich aber nicht ganz.
PS. Vlt. kann ich dem ganzen Alptraum etwas Humoriges abgewinnen: Solche Tage im Big Aeppel sind doch ideal fuer Alltagsspaziergaenge, von denen hinterher "Eindruecke" zu nichtssagenden, niveauvollen Blogeintraegen in gewissen Big Aeppel Blogs verarbeitet, und ins Netz geschissen werden. Und ebenso nichtssagende Antworten hervorrrufen ("Ach, du schreibst so schoen, man ist direkt da bei dir!"). Tja. Vlt. mache ich aus dem ganzen Alptraum von Quest for Food einen Niveauvollen Eintrag der Saisongggggg: Fruehling. Mal sehen. ^^
Update Samstag: Nicht, dass es jemanden interessiert, aber nur der Vollstaendigkeit halber: Ich bin dann fast verzweifelt, und spielte mit dem Gedanken, mir die Orange und die Weizenkraecker, die ich als Snack da liegen hatte, einfach zum Mittagessen zu machen, damit ich nicht raus muss. Der Gedanke an die geselligen, lahmarschigen Menschenmengen, wegen der man staendig aufgehalten wird, war mir zu gruselig. Das schaffe ich nicht. Dann hatte ich auf einmal den Gedankenblitz GEH DOCH FRUEHER. GEH DOCH UM HALB ZWOELF ODER SO. Bin dann um dreiviertel zwoelf kurz rausgehuscht, Sonnenbrille auf, I-Pod Stoepsel rein, nicht nach recht oder links gucken, LOS. Der Aufzug hat nur einmal haltgemacht. Gutes Omen. Dann ist mir noch ein Deli eingefallen, das in die andere Richtung (die weniger beliebte und belebte) liegt da in diesem unserem eher industriellen Gebiet direkt am Hudson. Praktisch gegenueber vom Buero ist dieses Deli. Und dort war um die Zeit keiner. Eine Person vor mir, das war's. Und ich wusste, ich hatte es gerade geschafft. Schon als ich an der Kasse stand, bildete sich NACH mir so gaaaaaaaaanz langsam eine Schlange. Ich dann mit meinen Schaetzen wieder schnell rueber ins Buerohaus. (Normalerweise bin ich grosser Sonnenfan, aber ICH bestimme wann und wo ich selbige wahrnehme, und Mittagspause mit Menschenmengen, die einem ueberall im Weg stehen, und wo man auf die Uhr gucken muss, gehoert eindeutig nicht dazu. Offenbar finden die meisten Menschen es gut, herauszukommen mit Anderen. Das IST Entspannung und Pause fuer die. Muss man das verstehen.) Als ich mit meiner Tuete mit meinem Panini schnell auf die Aufzuege zurannte, rannte ich in eine Wand von Menschen, die gerade raus gingen. Nur ICH ging in die andere Richtung, musste mich quasi durchboxen. Es war kurz nach zwoelf. Puh. Gerade noch geschafft. Und mein ruhiges Mittagessen websurfend am Schreibtisch verbracht, wie immer. Einfach frueher gehen. Warum hatte ich daran nicht gleich gedacht, wo mir doch als geborener Eigenbroedler sonst auch alle Vermeidungstricks bekannt sind. Es kann so einfach sein.
PS. Ich weiss, dass ich mich mit dieser Lebenseinstellung eindeutig zur alten Schachtel mache: Vermeidung bis zum Gruseln vor Menschen, und starres an-der-selben-Routine-festhalten. Das sind eindeutige No-Gos fuer die junggebliebene Aelterwerdende, da werden gleich mehrere Tabus gebrochen. Diese Haltung sollte ich mir gefaelligst laessig und gelassen abgewoehnen, aber dalli.^^ Wache, neugierige Augen hab ich aber. Allerdings verstecke ich sie hinter der Sonnenbrille, damit mich keiner stoert bei meinen Beobachtungen. Also interessiert schon an dem was um mich herum vorgeht, aber nur als Zuschauer, will meine Ruhe haben, in nichts "hineingezogen" werden, es sei denn es geht von mir selber aus und ist meine Entscheidung. Unflexibler Kontrollzwang also. Noch ein No-Go. Unverbesserlich. Jenseits jeder Hoffnung. Man sollte doch immer die Haltung von "auf Menschen zugehen" bewahren, was auch immer man sich konkret darunter vorzustellen hat - Fremde anplappern, oder was? Sonst ist man verknoechert. Die Brigitte Woman und Co. wird mich wohl nie zum Poster Child ernennen, wuerden mir vielmehr eine Depression mit Aszendent Schilddruese diagnostizieren. Gerne auch beginnende Demenz. An welcher es bestimmt liegt, wenn ich jetzt ein Klischee ausgelassen habe. :)
Friday, April 22, 2011
Feiertagsbrav (auch wenn bei uns kein Feiertag ist)
Edit 30. August 2011: Bild entfernt, weil ich die Schnauze voll habe von Leuten, die nur in meinen Blog klicken, weil sie "Freiheitsstatue" gegoogelt haben, und das Bild herunterladen wollen, aber sich ansonsten einen Scheissdreck fuer mich interessieren. :) Lieber weniger Klicks, aber dafuer von Leuten, die wirklich hierherkommen, um MICH zu lesen. Nix fuer ungut.
So. Ich werde mich heute zusammenreissen, weil Karfreitag ist, und mich auf die Finger setzen. Ich werde nicht - hoerst du, hsm - NICHT - einen humorgespickten Eintrag darueber schreiben, wie eine Kollegin (eine der Netten) heute morgen auf dem Weg zur Arbeit von 6 (sechs) deutschen Touristen gefragt wurde, wie man am Besten zur Staettschuuh off Libbertie kommt. Nein, ich werde schweigen und Trauermusik hoeren, damit mir das Lachen vergeht.
Frohe Feiertage in die Runde
hsm (im Buero auf den Fingern sitzend)
So. Ich werde mich heute zusammenreissen, weil Karfreitag ist, und mich auf die Finger setzen. Ich werde nicht - hoerst du, hsm - NICHT - einen humorgespickten Eintrag darueber schreiben, wie eine Kollegin (eine der Netten) heute morgen auf dem Weg zur Arbeit von 6 (sechs) deutschen Touristen gefragt wurde, wie man am Besten zur Staettschuuh off Libbertie kommt. Nein, ich werde schweigen und Trauermusik hoeren, damit mir das Lachen vergeht.
Frohe Feiertage in die Runde
hsm (im Buero auf den Fingern sitzend)
Sunday, February 13, 2011
Another proud Big Apple moment
Da ich keine Tante Emma habe, und auch keine Tante Mathilde, wird mir wohl nichts anderes uebrig bleiben, als diese "Postkarte" als niveauvollen Blogeintrag auf die Welt loszulassen.
Sonntag morgen. Es ist saukalt in der Wohnung. Wtf. Da kommt man auch aus dem Bett, geht alles. Auch wenn's 7 Uhr an einem Sonntag ist.
Der Super (Hausmeister, die "feinen" Haeuser im Big Aeppel haben heute keinen "Super" mehr wie wir, der gleichzeitig Mieter und dein Nachbar ist, sondern nur noch "maintenance staff", das an Weihnachten die Hand fuer ein Trinkgeld aufhaelt) geht naemlich gerade in den Keller. Ich hoere ihn, weil die Kellertuer direkt gegenueber von meiner Wohnung ist. Ich fange ihn ab, und frage, was mit der Heizung ist. Ja, man hat uns mal wieder das Oel ausgehen lassen, meint er bekuemmert. Seit Mittwoch haette er den Manager viermal angerufen, dass das Oel fast alle waer, und die haetten gestern Heizoel liefern sollen, aber es kam keins, natuerlich ohne Erklaerung. Der Super meint, er wolle es so einstellen, dass wir wenigstens eine Weile heisses Wasser bekommen, so ein paar Troepfelchen Oel dafuer sind wohl noch uebrig.
Ich - nachdem ich dem Vermieter per Telefon eine Nachricht hinterlassen habe, die die Leitung fast in Flammen aufgehen laesst - sprinte mir den Arsch ab. Mal sehen. Was muss ich alles ganz ganz schnell hinkriegen in den paar Minuten, wo wir heisses Wasser haben werden? Duschen und Haarewaschen wird morgen frueh nicht drin sein, es sei denn, die liefern bis dahin Oel, aber darauf kann man sich nicht verlassen, kann boes ins Auge gehen. Also jetzt vorduschen, dann ist es wenigstens morgen frueh nur einen Tag alt. Schnell schnell. Nass in der eiskalten Wohnung? Fuer solche Luxusbedenken ist keine Zeit. NOrmalerweise haette ich am Sonntag nicht bis spaeter geduscht, und ohne Hetze. Haare waschen, sonst puffen die wieder so Margaret-Thatcher-haft heraus, auch wenn sie kurz genug sind. Scheiss Wirbel. Schnell schnell. Was noch? Geschirr spuelen. Habe ich die ganze Woche nicht gemacht, der Spuelstein stapelt sich, nichts ist sauber. NICHTS. Und es kann ja sein, dass ich mir heute irgendwann was zu Essen zubereiten will. Klar kann man sich im Big Aeppel alles fertig bestellen, das mache ich auch - WENN ICH ES KANN. Man muss fuer solchen Luxus natuerlich auch die entsprechnde Kohle bereit haben, inklusive Trinkgeld fuer den Hand-auhaltenden Lieferer, denn solche wie ich - DIE HABEN'S JA.
Ich schaffe gerade alles, was heisses Wasser braucht, bis es wieder ausgeht, das heisse Wasser. Ich habe wohl das letzte bisschen Oel fuer heisses Wasser fuer's Haus alleine aufgebraucht, aber wenn die anderen Mieter noch alle im Bett liegen, sind sie selber schuld. Das ist so im Big Aeppel: Genauso gnadenlos, wie man behandelt wird - so gnadenlos wird man selber irgendwann. "The early bird gets the worm." Und der Wurm, der ist gewaltig in allem drin.
So habe ich mir meinen Sonntag Morgen nicht vorgestellt. Jetzt bin ich aber voll drin im "Mach" Modus, und zusaetzlich von moerderischer Wut angefeuert. Da kann ich auch gleich staubsaugen, ne? Muesste ja sowieso mal wieder gemacht werden. Mein wunderschoener, idyllischer Sonntag Morgen geht weiter. Inzwischen ist kein Lebewesen mehr sicher um mich herum, denn ich bin unberechenbar. Wer macht denn da so einen Laerm am Sonntag Morgen? In Deutschland wuerde da glatt das Ordnungsamt kommen. Die Katze sitzt in einem Raum, wo ich - Staubsauger hinter mir her zerrend - gerade die Tuer zu machen will. Ich zu Katze: "OUT!" Katze: *wandert ab mit beleidigtem Miau*. Ich: "SHUT UP!" Auf einmal zieht es mir den Stecker aus der Steckdose, weil sich das Kabel an was verfangen hat. Staubsauger ploetzlich aus. Ich: ".... What... the.... fuck?? .... Fuck! FUCK! FUCK!!" Und so geht es noch eine Weile weiter mit dem Geklapper und dem lauten Gefluche, da wuerde sich jeder Ordnungsamt-Beamte genuesslich die Haende reiben.
Mir faellt irgendwann auf, dass ich gerade eine recht, aeh, einsilbige Fluch-Tirade von mir gebe heute morgen, und ich bin fast aufgeheitert von dem Gedanken, gekuppelt mit dem Gedanken an die Deutschen und ihr "Ordnunsgamt"^^. Aber nur fast. Denn es ist Sonntag. Und ein ganz neuer Aspekt in meinem Leben (seit weniger als 2 Jahren, stetig intensivierend) ist, dass es mir vor Montag graust. Letzte Woche hatte ich gedacht, einiges wuerde sich legen im Saftladen. Ich bekam ganz ganz zaghaft mein Gefuehl von Kontrolle ueber mein Los zurueck. Dann - aus dem Blauen heraus - ist am Donnerstag etwas langwierig Schwelendes uebergekocht, es gab eine Riesen Szene. (NICHT von mir inszeniert, ich habe "nur" reagiert, allerdings gewaltig...) Sagen wir nur, ich wurde mal wieder (wie immer) nicht gehoert, meine Belange beiseitegefegt. Frau Z., die vom gleichen betroffen ist, zu feige, das Maul aufzumachen. Ich noch den ganzen Tag versucht (nachdem sich die unmittelbaren Wogen geglaettet hatten), mit ihr darueber zu sprechen, was wir ansprechen muessen beim Chef, was erkannt werden muss, was sich aendern muss, wer nicht qualifiziert ist, uns in die Arbeit zu reden und zu micromanagen, und warum. Wer wem gegenueber weisungsbefugt sein soll auf einmal ohne offizielle Ankuendigung und ohne Qualifikation. Frau Z. feige den Schwanz eingezogen. Ich alleine wollte es dann machen, aber Chef nicht verfuegbar, und dann war zu viel Zeit vergangen. Zuhoeren tut unseren Belangen ja doch keiner. Als mittelalterliche, erwachsenen Frau, und langjaehrige Angestellte, die sich am besten tut, wenn sie autark arbeiten kann, muss ich mir die Unwuerde gefallen lassen, dass da eine kommt und meine Papiere ohne zu fragen angrabscht, und sich erdreistet, zu beurteilen, wer was wie wann in welcher Zeit...... ich komme gerade in Rage. Deeeeeeeeep breath.
Also sagen wir nur, mir graust es vor der neuen Woche (am Freitag hatte ich Urlaub), und die Scheisse hier in der Wohnung macht's auch nicht besser. Die koennte man ja noch etragen, wenn man nicht von schwelenden Jobproblemen, die wohl nie geloest werden, unterschwellig permanent angespannt waere... Deeeeep breath....
Namaste und FUCK.
Sonntag morgen. Es ist saukalt in der Wohnung. Wtf. Da kommt man auch aus dem Bett, geht alles. Auch wenn's 7 Uhr an einem Sonntag ist.
Der Super (Hausmeister, die "feinen" Haeuser im Big Aeppel haben heute keinen "Super" mehr wie wir, der gleichzeitig Mieter und dein Nachbar ist, sondern nur noch "maintenance staff", das an Weihnachten die Hand fuer ein Trinkgeld aufhaelt) geht naemlich gerade in den Keller. Ich hoere ihn, weil die Kellertuer direkt gegenueber von meiner Wohnung ist. Ich fange ihn ab, und frage, was mit der Heizung ist. Ja, man hat uns mal wieder das Oel ausgehen lassen, meint er bekuemmert. Seit Mittwoch haette er den Manager viermal angerufen, dass das Oel fast alle waer, und die haetten gestern Heizoel liefern sollen, aber es kam keins, natuerlich ohne Erklaerung. Der Super meint, er wolle es so einstellen, dass wir wenigstens eine Weile heisses Wasser bekommen, so ein paar Troepfelchen Oel dafuer sind wohl noch uebrig.
Ich - nachdem ich dem Vermieter per Telefon eine Nachricht hinterlassen habe, die die Leitung fast in Flammen aufgehen laesst - sprinte mir den Arsch ab. Mal sehen. Was muss ich alles ganz ganz schnell hinkriegen in den paar Minuten, wo wir heisses Wasser haben werden? Duschen und Haarewaschen wird morgen frueh nicht drin sein, es sei denn, die liefern bis dahin Oel, aber darauf kann man sich nicht verlassen, kann boes ins Auge gehen. Also jetzt vorduschen, dann ist es wenigstens morgen frueh nur einen Tag alt. Schnell schnell. Nass in der eiskalten Wohnung? Fuer solche Luxusbedenken ist keine Zeit. NOrmalerweise haette ich am Sonntag nicht bis spaeter geduscht, und ohne Hetze. Haare waschen, sonst puffen die wieder so Margaret-Thatcher-haft heraus, auch wenn sie kurz genug sind. Scheiss Wirbel. Schnell schnell. Was noch? Geschirr spuelen. Habe ich die ganze Woche nicht gemacht, der Spuelstein stapelt sich, nichts ist sauber. NICHTS. Und es kann ja sein, dass ich mir heute irgendwann was zu Essen zubereiten will. Klar kann man sich im Big Aeppel alles fertig bestellen, das mache ich auch - WENN ICH ES KANN. Man muss fuer solchen Luxus natuerlich auch die entsprechnde Kohle bereit haben, inklusive Trinkgeld fuer den Hand-auhaltenden Lieferer, denn solche wie ich - DIE HABEN'S JA.
Ich schaffe gerade alles, was heisses Wasser braucht, bis es wieder ausgeht, das heisse Wasser. Ich habe wohl das letzte bisschen Oel fuer heisses Wasser fuer's Haus alleine aufgebraucht, aber wenn die anderen Mieter noch alle im Bett liegen, sind sie selber schuld. Das ist so im Big Aeppel: Genauso gnadenlos, wie man behandelt wird - so gnadenlos wird man selber irgendwann. "The early bird gets the worm." Und der Wurm, der ist gewaltig in allem drin.
So habe ich mir meinen Sonntag Morgen nicht vorgestellt. Jetzt bin ich aber voll drin im "Mach" Modus, und zusaetzlich von moerderischer Wut angefeuert. Da kann ich auch gleich staubsaugen, ne? Muesste ja sowieso mal wieder gemacht werden. Mein wunderschoener, idyllischer Sonntag Morgen geht weiter. Inzwischen ist kein Lebewesen mehr sicher um mich herum, denn ich bin unberechenbar. Wer macht denn da so einen Laerm am Sonntag Morgen? In Deutschland wuerde da glatt das Ordnungsamt kommen. Die Katze sitzt in einem Raum, wo ich - Staubsauger hinter mir her zerrend - gerade die Tuer zu machen will. Ich zu Katze: "OUT!" Katze: *wandert ab mit beleidigtem Miau*. Ich: "SHUT UP!" Auf einmal zieht es mir den Stecker aus der Steckdose, weil sich das Kabel an was verfangen hat. Staubsauger ploetzlich aus. Ich: ".... What... the.... fuck?? .... Fuck! FUCK! FUCK!!" Und so geht es noch eine Weile weiter mit dem Geklapper und dem lauten Gefluche, da wuerde sich jeder Ordnungsamt-Beamte genuesslich die Haende reiben.
Mir faellt irgendwann auf, dass ich gerade eine recht, aeh, einsilbige Fluch-Tirade von mir gebe heute morgen, und ich bin fast aufgeheitert von dem Gedanken, gekuppelt mit dem Gedanken an die Deutschen und ihr "Ordnunsgamt"^^. Aber nur fast. Denn es ist Sonntag. Und ein ganz neuer Aspekt in meinem Leben (seit weniger als 2 Jahren, stetig intensivierend) ist, dass es mir vor Montag graust. Letzte Woche hatte ich gedacht, einiges wuerde sich legen im Saftladen. Ich bekam ganz ganz zaghaft mein Gefuehl von Kontrolle ueber mein Los zurueck. Dann - aus dem Blauen heraus - ist am Donnerstag etwas langwierig Schwelendes uebergekocht, es gab eine Riesen Szene. (NICHT von mir inszeniert, ich habe "nur" reagiert, allerdings gewaltig...) Sagen wir nur, ich wurde mal wieder (wie immer) nicht gehoert, meine Belange beiseitegefegt. Frau Z., die vom gleichen betroffen ist, zu feige, das Maul aufzumachen. Ich noch den ganzen Tag versucht (nachdem sich die unmittelbaren Wogen geglaettet hatten), mit ihr darueber zu sprechen, was wir ansprechen muessen beim Chef, was erkannt werden muss, was sich aendern muss, wer nicht qualifiziert ist, uns in die Arbeit zu reden und zu micromanagen, und warum. Wer wem gegenueber weisungsbefugt sein soll auf einmal ohne offizielle Ankuendigung und ohne Qualifikation. Frau Z. feige den Schwanz eingezogen. Ich alleine wollte es dann machen, aber Chef nicht verfuegbar, und dann war zu viel Zeit vergangen. Zuhoeren tut unseren Belangen ja doch keiner. Als mittelalterliche, erwachsenen Frau, und langjaehrige Angestellte, die sich am besten tut, wenn sie autark arbeiten kann, muss ich mir die Unwuerde gefallen lassen, dass da eine kommt und meine Papiere ohne zu fragen angrabscht, und sich erdreistet, zu beurteilen, wer was wie wann in welcher Zeit...... ich komme gerade in Rage. Deeeeeeeeep breath.
Also sagen wir nur, mir graust es vor der neuen Woche (am Freitag hatte ich Urlaub), und die Scheisse hier in der Wohnung macht's auch nicht besser. Die koennte man ja noch etragen, wenn man nicht von schwelenden Jobproblemen, die wohl nie geloest werden, unterschwellig permanent angespannt waere... Deeeeep breath....
Namaste und FUCK.
Thursday, February 3, 2011
"Bundle up!"
Diesen Ausdruck kann ich nicht mehr hoeren. Diesen Ratschlag jeden Tag - JEDEN MORGEN - aus dem Radio.
Im letzten November habe ich nicht wie ueblich ueber die kommende monatelange Kaelte und Dunkelheit gejammert. Ich bin einfach in die immer kuerzer werdenden Tage reingeschlittert, und habe mich bewusst auf anderes fokussiert. Wenn man der ueblen Jahreszeit keine besondere Beachtung schenkt, und ganz normal sein Leben lebt, dann wird das schon. Ich hoere immer wieder Leute sagen, es faellt ihnen gar nicht auf, wie kurz die Tage sind, denn sie sind sooo in ihr Leben eingewickelt, soooo vielfaeltig beschaeftigt, dass ihnen gar nicht auffaellt, wie's draussen aussieht. Diese Leute machen das noch nicht mal bewusst, das koennte man ja noch respektieren. Nein, sie machen es aus Dumpfheit, Plumpheit, und Abgestumpftheit. Andererseits sind sie meistens aber auch - ungleich mir - nicht in einem staendigen Zustand der Erregung und Angespanntheit, weil sie eben nicht viel mitbekommen im Leben. Unsensible Leute sind gluecklicher. Das ist mir schon jahrelang bewusst. Aber vielleicht kann man von ihnen lernen. Was waere, wenn ich dieses Jahr einfach mal den Winter ignorieren wuerde, sagte ich mir, mich ohne grosses Trara anpassen, und so weitermachen wie bisher? Vielleicht wird mir die Dunkelheit dann nicht zusetzen? Vielleicht tut sie das nur, weil ich ihr zu viel Beachtung schenke?
Jetzt ist Februar, und ich kann nicht mehr. Nein, nicht so ein 0815 Blabla. Ich weiss, jedes Lieschen Mueller mag die Dunkelheit nicht und die Kaelte. Aber bei mir ist es schlimmer. Ich kann nicht mehr. Ich sage auch gar keinem mehr, wie ich mich fuehle, denn es kapiert ja doch keiner. Jaja, Kaelte und Dunkelheit setzt jedem zu. Keiner wuerde behaupten, er MAG das so. Aber bei mir ist es nicht so eine 0815 Art. Jedes Jahr bin ich bis Januar in tiefer Depression. Hier haelt das winterliche normalerweise bis durch den Maerz an. Bis dahin bin ich vollkommen fertig, reif fuer die Klapsmuehle, und dieses Jahr bin ich sowieso uebler dran als sonst, also weiss ich gar nicht, ob ich es diesmal ueberhaupt durchhalte. Das ist natuerlich Bloedsinn, das ist nur Dahergerrede. Natuerlich werde ich durchhalten. Ich werde mich jeden Morgen aus dem Bett quaelen und hinaus in die Kaelte, hin an den Ort, der jeden Tag ein bisschen mehr meine Seele aus mir herauszerrt. Man hoert immer mal wieder von Leuten, die Depressionen haben. Das gaengige Klischee ist dann immer "ja, die (und es ist IMMER eine "sie", komischerweise) war so deprimiert, dass sie nicht mal mehr aus dem Bett kam". Das habe ich noch nie verstanden. Das ist eine pure Luxus"krankheit". Denn wenn man weiss INNERHALB KUERZESTER ZEIT WIRD DU GAR KEIN BETT MEHR HABEN WENN DU EINFACH DRIN LIEGEN BLEIBST - wenn einem das bewusst ist.... DANN KOMMT MAN AUS DEM BETT. Wundersamerweise. Und aus dem Haus. Egal wie eklig es da draussen ist. Man ist nicht gluecklich dabei, man flucht, hasst die Welt, aber... MAN TUT ES. Man tut es, man schleppt sich irgendwie in den selben Trott, weil keiner da ist, der sich drum schert, ob man jetzt soooo deprimiert ist, dass man "nicht aus dem Bett kann". Wer wirklich zum Ueberleben weitermachen muss... der tut das auch. Egal wie beschissen es draussen ist, egal wie es einen ankotzt. So deprimiert, dass man nicht mal mehr aufstehen kann? Och bitte. Das kann man sich nur erlauben, wenn es dann einen gibt, der das mitbekommt, und neinem die entsprechende Aufmerksamkeit schenkt. Wenn ich ein gebrochenes Bein habe, dann kann ich nicht aufstehen. Gut, das ist ein guter, solider Grund. Den lasse ich gelten. Aber wegen ein bisschen Seelen Aua? WEN wuerde das interessieren, ausser meinem Vermieter, der mich auf die Strasse setzen wuerde, sobald keine Kohle mehr kommt?
Also macht man weiter. Und denkt darueber nach, in was fuer einer Luxuswelt wir doch leben. Denn in Orten auf der Erde, wo's ums nackte Ueberleben geht... da gibt es keine laehmende Depressionen. Nur in unserer uebersaettigten, verwoehnten Kultur. Komisch, ne?
Man macht weiter, man buendelt sich in Schal und Muetze ein, und schleppt sich in voller Misere zur U-Bahn. Erwaegt gelegentlich, auf die Gleise zu springen, aber das ist natuerlich alles theoretischer Quatsch. Das denkt man mal, tut es aber nicht. Man vermeidet es, den Kopf nach rechts und links zu drehen, weil es einem jedes Mal die Ohrstoepsel rauszieht, die IMMER irgendwie am Schal festgeklemmt sind, egal wie gut man aufpasst. Manche Leute in der Nachbarschaft sind dann beleidigt, weil man sie nicht anguckt, gruesst, nehmen alles persoenlich, wuerden aber nie einen Finger fuer einen krumm machen. Ich habe ja alles. Ich soll DENEN was geben! Ich denke darueber nach, waehrend ich durch den Scheematsch schlurfe. Alles erinnert mich daran, wie sehr mich alles ankotzt. Mich kotzt das alles hier so sehr an, so sehr.
Man schnauzt den Zeitungsausteiler in der U-Bahnstation an, der so gar keine Sensibilitaet dafuer hat, dass man eh schon keine Hand frei hat. Man schnauzt den Bettler auf der Treppe an, WAS ihm den wohl die Idee gaebe, dass es mir AUF IRGEND EINE ART besser ging, als ihm, verflucht noch mal. Ich habe vielleicht nicht deine Probleme, aber meine sind genauso quaelend. Warum denkst du, dass es JEDEM auf der Welt besser geht, als dir. (In Wirklichkeit kenne ich den Grund natuerlich: Ich bin weiss, ich sehe einigermassen ordentlich aus, also schulde ich der Welt und solchen Losern was. Dass ich selber nicht mehr kann, nehmen die einem gar nicht ab. Nicht nur die Bettler.) Ich wette, das ist genau die Einstellung, warum solche Leute auf der Strasse landen. Diese Opfereinstellung, dass all die Menschen da draussen, Menschen wie ich, denen es doch sooo gut geht, IHNEN WAS SCHULDEN. Diese Einstellung haben alle irgendwie gemeinsam. Ich sehe die Muster seit Jahren. Und nicht nur bei Obdachlosen. Ganze Bevoelkerungsgruppen sind so eingestellt, und das macht sie anderen gegenueber gnadenlos.
Den meisten Leuten faellt das nicht auf. Die gucken nicht, die bekommen nichts mit. Die machen sich keine Gedanken. Klar, sie wiederholen gehorsam die Sprueche, die die Medien ihnen vorkauen. Ach, wie ist das Wetter schlimm bla bla bla. Bundle up. (Echt jetzt, danke fuer den wertvollen Hinweis, ich wollte gerade in Tanktop und Flipflops rausgehen, ihr habt mich gerettet, puh). Aber bei mir geht es weit darueber hinaus. Ich kann echt nicht mehr. Und die Qual, jeden Tag rauszumuessen, die Qual des Kapitalismus, der Geld ueber alles setzt. Und die dummen, dummen kleinen Leute, die nicht merken, wie sie ausgebeutet werden, sondern sich eher gegenseitig bekaempfen, wenn einer aus der Reihe tanzt, anstatt sich zusammenzutun, und die Grossen da oben bekaempfen. Die Schafe. Ich muss auch ein Schaf sein, weil die Schafe eben eine Riesen soziale Macht und Kontrolle untereinander ausueben. Hier im Big Aeppel. Da hat keiner Gnade. Da kann man heulen am Schreibtisch, in der U-Bahn, und keiner kommt, legt den Arm um einen, und fluestert "was ist denn".. "komm, wir holen jetzt erst mal einen schoenen Tee (oder was weiss ich), dann sieht die Welt schon wieder anders aus". Das gibt es. Nicht hier und heute, aber das gibt es. Das habe ich naemlich selbst erlebt. Ich kannte mal Menschlichkeit. So ein bisschen menschliche Waerme. Kann einen ganz schoenen Unterschied machen. Aber es gibt sie nicht mehr. Und im Bett liegenbleiben kann ich nicht.
PS. Man kann an allem einen Vorteil erkennen, wenn man sich genug Muehe gibt. Mir ist gerade eingefallen, dass es manchmal ein Vorteil ist, dass meine Eintraege oft nur schnell nach "Interessantem" gescannt werden, und dann, wenn man merkt, es geht nicht um irgendwelche Verarschungen oder sonst was Spannendes, weggeklickt werden. Hier ist es von Vorteil im Moment, weil das alles vielleicht die Welt gar nicht so genau zu wissen braucht. Also viel Spass, und bitte nicht die Fingerlein verstauchen beim vielen Scrollen.
Im letzten November habe ich nicht wie ueblich ueber die kommende monatelange Kaelte und Dunkelheit gejammert. Ich bin einfach in die immer kuerzer werdenden Tage reingeschlittert, und habe mich bewusst auf anderes fokussiert. Wenn man der ueblen Jahreszeit keine besondere Beachtung schenkt, und ganz normal sein Leben lebt, dann wird das schon. Ich hoere immer wieder Leute sagen, es faellt ihnen gar nicht auf, wie kurz die Tage sind, denn sie sind sooo in ihr Leben eingewickelt, soooo vielfaeltig beschaeftigt, dass ihnen gar nicht auffaellt, wie's draussen aussieht. Diese Leute machen das noch nicht mal bewusst, das koennte man ja noch respektieren. Nein, sie machen es aus Dumpfheit, Plumpheit, und Abgestumpftheit. Andererseits sind sie meistens aber auch - ungleich mir - nicht in einem staendigen Zustand der Erregung und Angespanntheit, weil sie eben nicht viel mitbekommen im Leben. Unsensible Leute sind gluecklicher. Das ist mir schon jahrelang bewusst. Aber vielleicht kann man von ihnen lernen. Was waere, wenn ich dieses Jahr einfach mal den Winter ignorieren wuerde, sagte ich mir, mich ohne grosses Trara anpassen, und so weitermachen wie bisher? Vielleicht wird mir die Dunkelheit dann nicht zusetzen? Vielleicht tut sie das nur, weil ich ihr zu viel Beachtung schenke?
Jetzt ist Februar, und ich kann nicht mehr. Nein, nicht so ein 0815 Blabla. Ich weiss, jedes Lieschen Mueller mag die Dunkelheit nicht und die Kaelte. Aber bei mir ist es schlimmer. Ich kann nicht mehr. Ich sage auch gar keinem mehr, wie ich mich fuehle, denn es kapiert ja doch keiner. Jaja, Kaelte und Dunkelheit setzt jedem zu. Keiner wuerde behaupten, er MAG das so. Aber bei mir ist es nicht so eine 0815 Art. Jedes Jahr bin ich bis Januar in tiefer Depression. Hier haelt das winterliche normalerweise bis durch den Maerz an. Bis dahin bin ich vollkommen fertig, reif fuer die Klapsmuehle, und dieses Jahr bin ich sowieso uebler dran als sonst, also weiss ich gar nicht, ob ich es diesmal ueberhaupt durchhalte. Das ist natuerlich Bloedsinn, das ist nur Dahergerrede. Natuerlich werde ich durchhalten. Ich werde mich jeden Morgen aus dem Bett quaelen und hinaus in die Kaelte, hin an den Ort, der jeden Tag ein bisschen mehr meine Seele aus mir herauszerrt. Man hoert immer mal wieder von Leuten, die Depressionen haben. Das gaengige Klischee ist dann immer "ja, die (und es ist IMMER eine "sie", komischerweise) war so deprimiert, dass sie nicht mal mehr aus dem Bett kam". Das habe ich noch nie verstanden. Das ist eine pure Luxus"krankheit". Denn wenn man weiss INNERHALB KUERZESTER ZEIT WIRD DU GAR KEIN BETT MEHR HABEN WENN DU EINFACH DRIN LIEGEN BLEIBST - wenn einem das bewusst ist.... DANN KOMMT MAN AUS DEM BETT. Wundersamerweise. Und aus dem Haus. Egal wie eklig es da draussen ist. Man ist nicht gluecklich dabei, man flucht, hasst die Welt, aber... MAN TUT ES. Man tut es, man schleppt sich irgendwie in den selben Trott, weil keiner da ist, der sich drum schert, ob man jetzt soooo deprimiert ist, dass man "nicht aus dem Bett kann". Wer wirklich zum Ueberleben weitermachen muss... der tut das auch. Egal wie beschissen es draussen ist, egal wie es einen ankotzt. So deprimiert, dass man nicht mal mehr aufstehen kann? Och bitte. Das kann man sich nur erlauben, wenn es dann einen gibt, der das mitbekommt, und neinem die entsprechende Aufmerksamkeit schenkt. Wenn ich ein gebrochenes Bein habe, dann kann ich nicht aufstehen. Gut, das ist ein guter, solider Grund. Den lasse ich gelten. Aber wegen ein bisschen Seelen Aua? WEN wuerde das interessieren, ausser meinem Vermieter, der mich auf die Strasse setzen wuerde, sobald keine Kohle mehr kommt?
Also macht man weiter. Und denkt darueber nach, in was fuer einer Luxuswelt wir doch leben. Denn in Orten auf der Erde, wo's ums nackte Ueberleben geht... da gibt es keine laehmende Depressionen. Nur in unserer uebersaettigten, verwoehnten Kultur. Komisch, ne?
Man macht weiter, man buendelt sich in Schal und Muetze ein, und schleppt sich in voller Misere zur U-Bahn. Erwaegt gelegentlich, auf die Gleise zu springen, aber das ist natuerlich alles theoretischer Quatsch. Das denkt man mal, tut es aber nicht. Man vermeidet es, den Kopf nach rechts und links zu drehen, weil es einem jedes Mal die Ohrstoepsel rauszieht, die IMMER irgendwie am Schal festgeklemmt sind, egal wie gut man aufpasst. Manche Leute in der Nachbarschaft sind dann beleidigt, weil man sie nicht anguckt, gruesst, nehmen alles persoenlich, wuerden aber nie einen Finger fuer einen krumm machen. Ich habe ja alles. Ich soll DENEN was geben! Ich denke darueber nach, waehrend ich durch den Scheematsch schlurfe. Alles erinnert mich daran, wie sehr mich alles ankotzt. Mich kotzt das alles hier so sehr an, so sehr.
Man schnauzt den Zeitungsausteiler in der U-Bahnstation an, der so gar keine Sensibilitaet dafuer hat, dass man eh schon keine Hand frei hat. Man schnauzt den Bettler auf der Treppe an, WAS ihm den wohl die Idee gaebe, dass es mir AUF IRGEND EINE ART besser ging, als ihm, verflucht noch mal. Ich habe vielleicht nicht deine Probleme, aber meine sind genauso quaelend. Warum denkst du, dass es JEDEM auf der Welt besser geht, als dir. (In Wirklichkeit kenne ich den Grund natuerlich: Ich bin weiss, ich sehe einigermassen ordentlich aus, also schulde ich der Welt und solchen Losern was. Dass ich selber nicht mehr kann, nehmen die einem gar nicht ab. Nicht nur die Bettler.) Ich wette, das ist genau die Einstellung, warum solche Leute auf der Strasse landen. Diese Opfereinstellung, dass all die Menschen da draussen, Menschen wie ich, denen es doch sooo gut geht, IHNEN WAS SCHULDEN. Diese Einstellung haben alle irgendwie gemeinsam. Ich sehe die Muster seit Jahren. Und nicht nur bei Obdachlosen. Ganze Bevoelkerungsgruppen sind so eingestellt, und das macht sie anderen gegenueber gnadenlos.
Den meisten Leuten faellt das nicht auf. Die gucken nicht, die bekommen nichts mit. Die machen sich keine Gedanken. Klar, sie wiederholen gehorsam die Sprueche, die die Medien ihnen vorkauen. Ach, wie ist das Wetter schlimm bla bla bla. Bundle up. (Echt jetzt, danke fuer den wertvollen Hinweis, ich wollte gerade in Tanktop und Flipflops rausgehen, ihr habt mich gerettet, puh). Aber bei mir geht es weit darueber hinaus. Ich kann echt nicht mehr. Und die Qual, jeden Tag rauszumuessen, die Qual des Kapitalismus, der Geld ueber alles setzt. Und die dummen, dummen kleinen Leute, die nicht merken, wie sie ausgebeutet werden, sondern sich eher gegenseitig bekaempfen, wenn einer aus der Reihe tanzt, anstatt sich zusammenzutun, und die Grossen da oben bekaempfen. Die Schafe. Ich muss auch ein Schaf sein, weil die Schafe eben eine Riesen soziale Macht und Kontrolle untereinander ausueben. Hier im Big Aeppel. Da hat keiner Gnade. Da kann man heulen am Schreibtisch, in der U-Bahn, und keiner kommt, legt den Arm um einen, und fluestert "was ist denn".. "komm, wir holen jetzt erst mal einen schoenen Tee (oder was weiss ich), dann sieht die Welt schon wieder anders aus". Das gibt es. Nicht hier und heute, aber das gibt es. Das habe ich naemlich selbst erlebt. Ich kannte mal Menschlichkeit. So ein bisschen menschliche Waerme. Kann einen ganz schoenen Unterschied machen. Aber es gibt sie nicht mehr. Und im Bett liegenbleiben kann ich nicht.
PS. Man kann an allem einen Vorteil erkennen, wenn man sich genug Muehe gibt. Mir ist gerade eingefallen, dass es manchmal ein Vorteil ist, dass meine Eintraege oft nur schnell nach "Interessantem" gescannt werden, und dann, wenn man merkt, es geht nicht um irgendwelche Verarschungen oder sonst was Spannendes, weggeklickt werden. Hier ist es von Vorteil im Moment, weil das alles vielleicht die Welt gar nicht so genau zu wissen braucht. Also viel Spass, und bitte nicht die Fingerlein verstauchen beim vielen Scrollen.
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