Richtige New Yorker halten sich heute vom Times Square fern. Noch ferner, als an "normalen" Tagen. Schieben sogar Erledigungen auf morgen auf, wenn diese sie nur in die entfernteste Naehe des Times Square bringen wuerden, bzw. in die oeffentlichen Verkehrsmittel, die da hin bzw. durch fuehren.
Wer *doch* heute ans Times Square geht, und auch noch ganz toll aufgeregt von den "vielen New Yorkern" erzaehlt, die dort versammelt sind bzw. hinstreben, hat sich gerade als Tourist geoutet. Denn Leute, die permanent hier leben, meiden solche Touristenfallen wie die Pest. :) Diese permanenten Anwohner wird man in den ach so aufregenden Menschenmassen nicht finden. Ein verzeihbarer Fehler. Ich dachte am Anfang auch, es waeren die richtigen Einwohner, die sich auf solchen Veranstaltungen gegenseitig halb tot trampeln. Nun ja, man lernt zu. :-/
In diesem Sinne - noch mal guten Rutsch (mein erster guter Rutsch von gestern wurde von meinen eigenen Erguessen etwas vergraben). Und das meine ich ganz woertlich. Denn es hat gerade wieder angefangen zu schneien, und die Gehsteige sind im Moment noch nicht befreit.^^ Wer am Times Square ist, braucht sich ums Ausrutschen allerdings weniger Gedanken zu machen, denn umfallen ist dort unmoeglich. Jetzt schon. Um 9 Uhr morgens. Nun denn. Wem's Spass macht...
Gruss,
hsm (formerly known as TheRealThing) :)
Schreibtischheldin speit Feuer. Jetzt mit Regenmotiv. Denn das Leben ist ein Traenenmeer. Mein Lebensmotto: ALSO DEN GANZEN TAG AM SCHREIBTISCH SITZEN, DAS KOENNTE ICH NICHT. DAFUER BIN ICH EIN VIEL ZU SENSIBLES, KREATIVES PFLAENZCHEN. DA WUERDE ICH EINGEHEN.
Thursday, December 31, 2009
Wednesday, December 30, 2009
Sooooo egal
Dieses Jahr habe ich ueberhaupt keine Gedanken zum Jahreswechsel. Null. Nix.
Noch nie war ein Jahr so banal wie 2009. Und ein bevorstehender Jahreswechsel mir deshalb so egal.
Wenn und falls bei mir irgendwelche Veraenderungen/Selbstverbesserungen eintreten, dann sind sie nicht von einem Datum im Kalender ausgeloest. Sondern kommen von irgendwo aus dem tiefsten Innern heraus. Wo sie wahrscheinlich schon eine ganze Weile brueten.
Das kann zu jeder Zeit passieren. So war das bei mir schon immer. Und das ist auch gut so. So soll es auch bleiben.
Nachtrag: Ach ja... einen positiven Gedanken zu 2009 habe ich doch (auch wenn ich diesen im Grunde fuer ein Armutszeugnis halte): Dadurch, dass NICHTS passiert ist, ist natuerlich auch NICHTS WIRKLICH SCHLIMMES passiert: All die verschiedenen Desaster, vor denen ich mich immer fuerchte... sind nicht eingetreten dieses Jahr (na ja, es sind ja auch noch eineinhalb Tage uebrig, bis das Jahr wirklich vorbei ist, deshalb spreche ich hoffentlich nicht voreilig...). Alles ist noch da. All die Dinge, die ich immer Angst habe, weggenommen zu bekommen... sind noch da. Nichts... ist passiert: Was also durchaus auch positiv gesehen werden kann. Und wenn mans mal so sieht, kann man nur hoffen, dass 2010 so gut wird, wie 2009.
Kommt da noch einer mit. Egal. Ich weiss ja, was ich meine.
Noch nie war ein Jahr so banal wie 2009. Und ein bevorstehender Jahreswechsel mir deshalb so egal.
Wenn und falls bei mir irgendwelche Veraenderungen/Selbstverbesserungen eintreten, dann sind sie nicht von einem Datum im Kalender ausgeloest. Sondern kommen von irgendwo aus dem tiefsten Innern heraus. Wo sie wahrscheinlich schon eine ganze Weile brueten.
Das kann zu jeder Zeit passieren. So war das bei mir schon immer. Und das ist auch gut so. So soll es auch bleiben.
Nachtrag: Ach ja... einen positiven Gedanken zu 2009 habe ich doch (auch wenn ich diesen im Grunde fuer ein Armutszeugnis halte): Dadurch, dass NICHTS passiert ist, ist natuerlich auch NICHTS WIRKLICH SCHLIMMES passiert: All die verschiedenen Desaster, vor denen ich mich immer fuerchte... sind nicht eingetreten dieses Jahr (na ja, es sind ja auch noch eineinhalb Tage uebrig, bis das Jahr wirklich vorbei ist, deshalb spreche ich hoffentlich nicht voreilig...). Alles ist noch da. All die Dinge, die ich immer Angst habe, weggenommen zu bekommen... sind noch da. Nichts... ist passiert: Was also durchaus auch positiv gesehen werden kann. Und wenn mans mal so sieht, kann man nur hoffen, dass 2010 so gut wird, wie 2009.
Kommt da noch einer mit. Egal. Ich weiss ja, was ich meine.
Mit Spazierstock und Tiroler Huetchen stramm walkend, ein froehliches Wanderliedchen auf den Lippen
Tja, Leute. Ich schaeme mich gerade. Voll und ganz.
Vorhin hatte ich eine Auseindandersetzung am Telefon mit jemandem. Wer es war, und worum es ging, ist egel. Der Punkt ist, es wurde meinerseits viel gebruellt usw., was an meiner Kraft zehrt. (Nun, es zehrt nicht ganz so sehr, als wenn man mit jemandem gar nicht streiten kann und alles unausgesprochen bleibt, wie auf dem Buero. Aber zehren tut's trotzdem.)
Danach wollte ich joggen gehen. Aber Bruellen und Streiten meinerseits ueber saubloede Unterstellungen mir gegenueber ("Sicher bist du erleichtert, dass Weihnachten vorbei ist. So ganz ohne Familie macht das doch keinen Spass." Sag so was zu mir, und RUND geht's. Mehr sage ich jetzt nicht, Hildegard. Anderes Thema) rauben sehr viel Energie. Seelischer Stress schlaegt sich bei mir sofort koerperlich nieder. Und es gibt keinen schlimmeren seelischen Stress als mit Leuten konfrontiert zu werden, die so vollkommen merkbefreit sind, dass sie mich ueberhaupt nicht schnallen. Normalerweise halte ich mein privates Umfeld frei von solchen Zeitgenossen, aber manchmal ueberfallen sie einen in nichts-boeses-aehnendem Zustand.
Also ich war etwas erschoepft, wollte aber trotzdem noch ein bischen Sport im Freien einbringen, solange die Sonne noch da ist. Ich habe eine Route, die ich fast jeden Tag jogge. Heute bin ich gewalkt. Ja, ich gebe es zu. Ich habe mich benommen wie eine alte Schachtel. Stramm gewalkt, statt gerannt, jedenfalls einen grossen Teil der Route (nicht die ganze, ca. die Haelfte bin ich doch gerannt, das ist aber nicht genug.)
Nun stelle ich mir gerade vor, was fuer ein Bild ich abgegeben habe. Abgegeben haben MUSS, wenn man nach der Reaktion der Leute geht. Erst mal hat ein Autofahrer halt gemacht, und mich galant durchgewinkt. So als waere ich eine Oma. Hat nur noch gefehlt, dass der ausgestiegen waere und mir ueber die Strasse geholfen haette. Ich sehe mich von aussen, aus den Augen eines Anderen: Eine mittelalterliche Frau von Mitte 40 (alt fuer meine Verhaeltnisse; wenn ich renne, wirke ich keinen Tag ueber 35, ich sehe mich in Schaufenstern, und ich sehe die Blicke von juengeren Maennern). In Sportklamotten. Ein bischen ALTERSGERECHTEN Sport machend. Fuer die GESUNDHEIT. Aufs AUSSEHEN legt man IN DEM ALTER ja keinen so grossen Wert mehr. Diesen DRUCK hat man ZUM GLUECK NICHT MEHR. Es ist doch NORMAL, IN DEM ALTER eben etwas mehr ALTERSGERECHTEN SPORT zu machen, sich dem Alter anzupassen, an das einen der Koerper nun mal immer nachdruecklicher erinnert. Irgendwann machen schliesslich DIE KNIE NICHT MEHR SO MIT. Dabei denkt sich doch beileibe NIEMAND WAS. Und selbst wenn: ES IST DOCH EGAL, WAS DIE LEUTE DENKEN. Besonders jetzt, WO MAN EIN BISCHEN AELTER IST. Und endlich GELASSEN und WEISE genug, dass man nicht mehr.... bla bla bla. Beliebig fortsetzbar.
Schlimm genug? Halt! Die Welt war noch nicht fertig mit mir:
Eine Gruppe Mittvierzigerinnen, die auch nur 'walken' (echt? grosser Schock, das) kommt mir entgegen, und ein oder zwei laecheln mich wohlwollend an. So von Gleichgesinnter zu Gleichgesinnter. Was wollen die von mir? Vielleicht mich fragen, ob ich ihrer netten kleinen Gruppe von froehlichen Frauen beitreten will? Das waere sicher noch als naechstes gekommen. Hilfe.
WOFUER HALTEN DIE MICH EIGENTLICH????????????????????????????
Ich habe die schon oefter mal gesehen, aber wenn ich renne, wuerdigen DIE mich keines Blickes!
Woraus man seine eigenen Schluesse ziehen kann.
Ich schaue abweisend weg, und fange an dem Punkt doch noch an, zu rennen. Aus Selbstschutz. Die ploetzliche Wut gibt mir die noetige Energie. Wenn man nur stramm 'walkt', wird man ganz schnell als mittelalterlich eingestuft, und, was noch schlimmer ist, es wird so getan, als waere das GANZ IN ORDNUNG.
Wenn jetzt irgendwer zu mir gesagt haette 'Mensch, das ist doch kein Sport, RENN doch mal', dann waere das was ganz Anderes gewesen. Darauf wartete ich die ganze Zeit. Aber es ist nicht passiert. Eine Gruppe Bauarbeiter hat mich auch nicht wahrgenommen. Wenn ich angerannt komme, treten solche immer beiseite und werfen mir manchmal lechzende Blicke zu. Walkend bin ich unsichtbar. Muss gewaltsam darum bitten, durchgelassen zu werden, damit man mich ueberhaupt bemerkt. Eine mittelalterliche Schachtel eben. Trotz junger Figur und jungem Gesicht. Weil ich eben alte-Leute-"Sport" gemacht habe: Fuer die Frau ueber 40 mit den schlechten Knien. Ich habe mich so geschaemt. Vor allem, weil die ganze Welt es wohl in Ordnung findet, dass man als MITTELALTERLICHE 'walkt' anstatt rennt. Das hat mich noch am meisten beleidigt.
Nie mehr werde ich zum Sport das Haus verlassen, wenn ich nicht genug Energie habe, es richtig zu machen. Im Moment bin ich so beschaemt, dass ich nicht weiss, ob ich ueberhaupt jemals noch mal das Haus verlassen werde, egal zu welchem Zweck. :(
Nachtrag... Okee, jetzt bin ich doch noch mal kurz raus in die Saukaelte und habe RICHTIGEN Sport gemacht, bin gerannt, was das Zeug haelt, mind. 2 Meilen nonstop. Ich habe mich doch ZU sehr fuer meine Oma-Impersonation von vorher geschaemt (am peinlichsten war das wohlwollende Interesse der Gruppe alter Schachteln, die sehr offenbar unter dem Eindruck waren, sie haetten ein Mit-"Maedel" erkannt... oh Gott *indenbodensink*). Das konnte ich so nicht einfach so stehen lassen. (Wenn jetzt in dieser Jeder-kennt-Jeden Nachbarschaft jemand zu mir sagt "ich hab' dich gestern beim WALKEN gesehen!', kann ich wahrheitsgemaess antworten 'das war nur zum Aufwaermen, ich WALKE nicht zum Sport, ich JOGGE!'). Meine Energie war dann also doch wieder da. Von Wut angefeuert. Die Wut, die die Dummquatscherin am Telefon ausgeloest hatte, war laehmend, und damit energie-ZEHREND. Die Wut, die dann von meinem peinlichen, mittelalterlichen, blamablen "Spaziergang" ausgeloest wurde, bzw. die Reaktionen auf ihn... war noch ein paar Stufen gesteigert. Und loeste somit das Gegenteil von Laehmung aus: Haufenweise ENERGIE. Und jetzt geht es mir wieder gut. :)
Vorhin hatte ich eine Auseindandersetzung am Telefon mit jemandem. Wer es war, und worum es ging, ist egel. Der Punkt ist, es wurde meinerseits viel gebruellt usw., was an meiner Kraft zehrt. (Nun, es zehrt nicht ganz so sehr, als wenn man mit jemandem gar nicht streiten kann und alles unausgesprochen bleibt, wie auf dem Buero. Aber zehren tut's trotzdem.)
Danach wollte ich joggen gehen. Aber Bruellen und Streiten meinerseits ueber saubloede Unterstellungen mir gegenueber ("Sicher bist du erleichtert, dass Weihnachten vorbei ist. So ganz ohne Familie macht das doch keinen Spass." Sag so was zu mir, und RUND geht's. Mehr sage ich jetzt nicht, Hildegard. Anderes Thema) rauben sehr viel Energie. Seelischer Stress schlaegt sich bei mir sofort koerperlich nieder. Und es gibt keinen schlimmeren seelischen Stress als mit Leuten konfrontiert zu werden, die so vollkommen merkbefreit sind, dass sie mich ueberhaupt nicht schnallen. Normalerweise halte ich mein privates Umfeld frei von solchen Zeitgenossen, aber manchmal ueberfallen sie einen in nichts-boeses-aehnendem Zustand.
Also ich war etwas erschoepft, wollte aber trotzdem noch ein bischen Sport im Freien einbringen, solange die Sonne noch da ist. Ich habe eine Route, die ich fast jeden Tag jogge. Heute bin ich gewalkt. Ja, ich gebe es zu. Ich habe mich benommen wie eine alte Schachtel. Stramm gewalkt, statt gerannt, jedenfalls einen grossen Teil der Route (nicht die ganze, ca. die Haelfte bin ich doch gerannt, das ist aber nicht genug.)
Nun stelle ich mir gerade vor, was fuer ein Bild ich abgegeben habe. Abgegeben haben MUSS, wenn man nach der Reaktion der Leute geht. Erst mal hat ein Autofahrer halt gemacht, und mich galant durchgewinkt. So als waere ich eine Oma. Hat nur noch gefehlt, dass der ausgestiegen waere und mir ueber die Strasse geholfen haette. Ich sehe mich von aussen, aus den Augen eines Anderen: Eine mittelalterliche Frau von Mitte 40 (alt fuer meine Verhaeltnisse; wenn ich renne, wirke ich keinen Tag ueber 35, ich sehe mich in Schaufenstern, und ich sehe die Blicke von juengeren Maennern). In Sportklamotten. Ein bischen ALTERSGERECHTEN Sport machend. Fuer die GESUNDHEIT. Aufs AUSSEHEN legt man IN DEM ALTER ja keinen so grossen Wert mehr. Diesen DRUCK hat man ZUM GLUECK NICHT MEHR. Es ist doch NORMAL, IN DEM ALTER eben etwas mehr ALTERSGERECHTEN SPORT zu machen, sich dem Alter anzupassen, an das einen der Koerper nun mal immer nachdruecklicher erinnert. Irgendwann machen schliesslich DIE KNIE NICHT MEHR SO MIT. Dabei denkt sich doch beileibe NIEMAND WAS. Und selbst wenn: ES IST DOCH EGAL, WAS DIE LEUTE DENKEN. Besonders jetzt, WO MAN EIN BISCHEN AELTER IST. Und endlich GELASSEN und WEISE genug, dass man nicht mehr.... bla bla bla. Beliebig fortsetzbar.
Schlimm genug? Halt! Die Welt war noch nicht fertig mit mir:
Eine Gruppe Mittvierzigerinnen, die auch nur 'walken' (echt? grosser Schock, das) kommt mir entgegen, und ein oder zwei laecheln mich wohlwollend an. So von Gleichgesinnter zu Gleichgesinnter. Was wollen die von mir? Vielleicht mich fragen, ob ich ihrer netten kleinen Gruppe von froehlichen Frauen beitreten will? Das waere sicher noch als naechstes gekommen. Hilfe.
WOFUER HALTEN DIE MICH EIGENTLICH????????????????????????????
Ich habe die schon oefter mal gesehen, aber wenn ich renne, wuerdigen DIE mich keines Blickes!
Woraus man seine eigenen Schluesse ziehen kann.
Ich schaue abweisend weg, und fange an dem Punkt doch noch an, zu rennen. Aus Selbstschutz. Die ploetzliche Wut gibt mir die noetige Energie. Wenn man nur stramm 'walkt', wird man ganz schnell als mittelalterlich eingestuft, und, was noch schlimmer ist, es wird so getan, als waere das GANZ IN ORDNUNG.
Wenn jetzt irgendwer zu mir gesagt haette 'Mensch, das ist doch kein Sport, RENN doch mal', dann waere das was ganz Anderes gewesen. Darauf wartete ich die ganze Zeit. Aber es ist nicht passiert. Eine Gruppe Bauarbeiter hat mich auch nicht wahrgenommen. Wenn ich angerannt komme, treten solche immer beiseite und werfen mir manchmal lechzende Blicke zu. Walkend bin ich unsichtbar. Muss gewaltsam darum bitten, durchgelassen zu werden, damit man mich ueberhaupt bemerkt. Eine mittelalterliche Schachtel eben. Trotz junger Figur und jungem Gesicht. Weil ich eben alte-Leute-"Sport" gemacht habe: Fuer die Frau ueber 40 mit den schlechten Knien. Ich habe mich so geschaemt. Vor allem, weil die ganze Welt es wohl in Ordnung findet, dass man als MITTELALTERLICHE 'walkt' anstatt rennt. Das hat mich noch am meisten beleidigt.
Nie mehr werde ich zum Sport das Haus verlassen, wenn ich nicht genug Energie habe, es richtig zu machen. Im Moment bin ich so beschaemt, dass ich nicht weiss, ob ich ueberhaupt jemals noch mal das Haus verlassen werde, egal zu welchem Zweck. :(
Nachtrag... Okee, jetzt bin ich doch noch mal kurz raus in die Saukaelte und habe RICHTIGEN Sport gemacht, bin gerannt, was das Zeug haelt, mind. 2 Meilen nonstop. Ich habe mich doch ZU sehr fuer meine Oma-Impersonation von vorher geschaemt (am peinlichsten war das wohlwollende Interesse der Gruppe alter Schachteln, die sehr offenbar unter dem Eindruck waren, sie haetten ein Mit-"Maedel" erkannt... oh Gott *indenbodensink*). Das konnte ich so nicht einfach so stehen lassen. (Wenn jetzt in dieser Jeder-kennt-Jeden Nachbarschaft jemand zu mir sagt "ich hab' dich gestern beim WALKEN gesehen!', kann ich wahrheitsgemaess antworten 'das war nur zum Aufwaermen, ich WALKE nicht zum Sport, ich JOGGE!'). Meine Energie war dann also doch wieder da. Von Wut angefeuert. Die Wut, die die Dummquatscherin am Telefon ausgeloest hatte, war laehmend, und damit energie-ZEHREND. Die Wut, die dann von meinem peinlichen, mittelalterlichen, blamablen "Spaziergang" ausgeloest wurde, bzw. die Reaktionen auf ihn... war noch ein paar Stufen gesteigert. Und loeste somit das Gegenteil von Laehmung aus: Haufenweise ENERGIE. Und jetzt geht es mir wieder gut. :)
"Zwischen den Jahren"
Wie lange ist es her, dass ich 3 Tage nichts geschrieben habe? Da war doch mal im Sommer der Vorfall, wo ich nicht mehr in meinen Blog kam, weil ich die Einlog-Info vergessen hatte. Aber freiwillig? Noch nie.
Im Moment nutze ich diese Tage "zwischen den Jahren", um wieder ein bischen zu mir zu finden, etwas, was mir irgendwann im letzten Jahr abhanden gekommen ist. (Wann war ich schon mal NICHT "bei mir"???? Mir ging es doch mein ganzes Leben um nichts anderes, als mich selbst gluecklich zu machen, auch wenn ich manchmal ueber Leichen gehen musste...). Und jetzt faengt es schon langsam an mit dem Grauen, dass ich wieder zurueck muss, ich zaehle die Tage, zaehle regelmaessig ab, wieviel "Galgenfrist" mir noch bleibt. Versuche, zu tun, was mir im Grunde zuwider ist, naemlich das vielzitierte "an mir arbeiten", um mit der entwuerdigen neuen Situation im Job besser umgehen zu koennen in Zukunft. Damit ich mich immer so wohl fuehlen kann wie wenn ich da weg bin, bzw. wie ich mich dort immer gefuehlt habe, bis eben vor ca. einem Jahr. (Im Moment werde ich sehr gefrustet mit der deutschen Grammatik und der deutschen Sprache ueberhaupt... ich kann solche Sachen so simpel auf Englisch ausdruecken, auf Deutsch hoere ich mich immer an wie ein geistig Minderbemittelter.)
Also... wo war ich. Dafuer sorgen, dass ich in gewissen Situationen im Job meine Menschenwuerde behalte. Dass ich es einerseits nicht mit mir machen lasse, aber andererseits mich auch nicht verletzlich mache dadurch dass ich ausflippe. So etwas musste ich noch nie im Leben lernen. Ich durfte immer ich selbst sein. Jetzt bin ich so weit, dass ich mir sogar ein paar Selbsthilfebuecher gekauft habe, um zu lernen, wie man mit gewissen Situationen umgeht. Also schauspielern, Sprueche ueben. Das, worueber ich mich normalerweise immer lustig mache. Wie tief bin ich gesunken. Aber ich habe sonst keine Ideen mehr. Es kann ja nicht angehen, dass ich jeden Abend seelisch zerschlagen bin vom Seelenstress, und mich halb zu Tode rauche. Dass ich mich nur als Mensch fuehle zu Zeiten wie jetzt, wo ich nur die Dinge tue, die mir guttun (also wie schon immer im Leben, bis auf letztens). Dieser Tage ist mein Rauchen drastisch reduziert. Ich habe einfach das Beduerfnis nicht so. Woran das wohl liegen mag, ha-ha.
Ja, ich tue nur Dinge, die mir guttun, jetzt zwischen den Jahren. Dazu gehoert - wie ich festgestellt habe - NICHT, besonders viel Zeit vorm Computer abzuhaengen. Deshalb auch meine spaerlichere Praezens hier dieser Tage. Das Schreiben hier assoziiere ich irgendwie mit dem stressigen Alltag.
Nun habe ich zum Abschluss noch zwei Fragen:
1. Wo kommt der bloede Spruch "zwischen den Jahren" her? Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind eindeutig im alten Jahr. "Zwischen den Jahren" gibt es doch ueberhaupt nicht. Man ist entweder im einen Jahr, oder halt eine Sekunde spaeter im anderen. Ja, ich weiss, es ist nur ein Ausdruck, aber ich bin da pingelig.
2. WER IST MELANIE WILLIG????
Obwohl ich nicht viel Zeit damit verbringe diese Woche, vorm Computer "abzuhaengen", schaue ich doch ab und zu mal hier und da rein. Zu "hier und da" gehoert natuerlich auch dieser Blog. Und vor ein paar Tagen hatte sich da eine Person als "Follower" meines Blogs angemeldet. (Diese Kolumne rechts... Den Sinn dieser Funktion verstehe ich eh nicht, "gefolgt" wird meinem Blog schliesslich genug, auch ohne offizielle "Anmeldung" als "follower". Die Person wurde als "Melanie Willig" aufgezeigt. Unter google fand ich mehrere Personen mit diesem Namen, persoenlich kenne ich niemanden mit diesem Namen, wer ist das, ich wurde gerade ein bischen paranoid (vor allem, weil ich mir ja kurz vorher Gedanken gemacht hatte, wer aus meiner Vergangenheit in D. eventuell hier mitlesen koennte). WER ist das? Sollte ich die kennen? Auf jeden Fall war dieser "Follower" am naechsten Tag wieder verschwunden, geloescht. Wahrscheinlich handelt es sich doch nur um eine meiner ueblichen "Fans", die dann erschrocken war, dass ihr Vollnahme aufgezeigt wird, und ihr "Follower"tum wieder nichtig gemacht hat. Nun denn. Haette mich auch gewundert. Zum Lesen des hsm-Blogs bekennt man sich schliesslich nicht oeffentlich. Trotzdem wundere ich mich, ob das jemand ist, den ich kennen sollte? Es bleibt die Frage: WER IST MELANIE WILLIG?????
PS. Die Proxy-Server Leute, die mal eben "Heike Schubeck" googeln, und denken, ihre Info sei unerkennbar, werden noch an anderer Stelle abgehandelt werden. Irgendwann. Vielleicht sogar mit IP Nummer (wieder mal Muenchen, grosse Ueberraschung, das) und ISP (Siemens AG, wtf??). Und screen resolution, UND OS, und und und..... Ja, das wird alles demnaechst im Detail abgehandelt werden. Wenn einer die Stadt und das Land unterdrueckt, und nur als "Europe" aufgezeigt wird, ist sonst alles da, und was fehlt, kann daraus spielend abgeleitet werden... Nur einen kleinen Rat: Sucht euch einen Proxy-Server, der was taugt. Es gibt ja genug davon... Oder noch besser: HABT DEN MUT, DAZU ZU STEHEN, DASS IHR MIT HSM UND IHREM TREIBEN BESESSEN SEID, IHR SEID DAMIT KEINESFALLS ALLEINE. Ende des muetterlichen Rates. :)
Nochmal PS. Nur Leute, die sich verstecken, brauchen zu befuerchten, von mir oeffentlich geoutet zu werden. Meine ganz normalen Leser wuerde ich nie blossstellen. Weil dazu schlicht und ergreifend kein Grund besteht. Das Outen von Verklemmten ist die von mir persoenlich entwickelte, altbewaehrte "Doris-Bildau Methode". Nach einem meiner erfolgreichsten Opfern dieses Jahres benannt. ^^
Wenn's auch ein bischen verfrueht ist, aber ich werde vielleicht erst mal wieder ein paar Tage nicht da sein: Guten Rutsch allerseits!
Im Moment nutze ich diese Tage "zwischen den Jahren", um wieder ein bischen zu mir zu finden, etwas, was mir irgendwann im letzten Jahr abhanden gekommen ist. (Wann war ich schon mal NICHT "bei mir"???? Mir ging es doch mein ganzes Leben um nichts anderes, als mich selbst gluecklich zu machen, auch wenn ich manchmal ueber Leichen gehen musste...). Und jetzt faengt es schon langsam an mit dem Grauen, dass ich wieder zurueck muss, ich zaehle die Tage, zaehle regelmaessig ab, wieviel "Galgenfrist" mir noch bleibt. Versuche, zu tun, was mir im Grunde zuwider ist, naemlich das vielzitierte "an mir arbeiten", um mit der entwuerdigen neuen Situation im Job besser umgehen zu koennen in Zukunft. Damit ich mich immer so wohl fuehlen kann wie wenn ich da weg bin, bzw. wie ich mich dort immer gefuehlt habe, bis eben vor ca. einem Jahr. (Im Moment werde ich sehr gefrustet mit der deutschen Grammatik und der deutschen Sprache ueberhaupt... ich kann solche Sachen so simpel auf Englisch ausdruecken, auf Deutsch hoere ich mich immer an wie ein geistig Minderbemittelter.)
Also... wo war ich. Dafuer sorgen, dass ich in gewissen Situationen im Job meine Menschenwuerde behalte. Dass ich es einerseits nicht mit mir machen lasse, aber andererseits mich auch nicht verletzlich mache dadurch dass ich ausflippe. So etwas musste ich noch nie im Leben lernen. Ich durfte immer ich selbst sein. Jetzt bin ich so weit, dass ich mir sogar ein paar Selbsthilfebuecher gekauft habe, um zu lernen, wie man mit gewissen Situationen umgeht. Also schauspielern, Sprueche ueben. Das, worueber ich mich normalerweise immer lustig mache. Wie tief bin ich gesunken. Aber ich habe sonst keine Ideen mehr. Es kann ja nicht angehen, dass ich jeden Abend seelisch zerschlagen bin vom Seelenstress, und mich halb zu Tode rauche. Dass ich mich nur als Mensch fuehle zu Zeiten wie jetzt, wo ich nur die Dinge tue, die mir guttun (also wie schon immer im Leben, bis auf letztens). Dieser Tage ist mein Rauchen drastisch reduziert. Ich habe einfach das Beduerfnis nicht so. Woran das wohl liegen mag, ha-ha.
Ja, ich tue nur Dinge, die mir guttun, jetzt zwischen den Jahren. Dazu gehoert - wie ich festgestellt habe - NICHT, besonders viel Zeit vorm Computer abzuhaengen. Deshalb auch meine spaerlichere Praezens hier dieser Tage. Das Schreiben hier assoziiere ich irgendwie mit dem stressigen Alltag.
Nun habe ich zum Abschluss noch zwei Fragen:
1. Wo kommt der bloede Spruch "zwischen den Jahren" her? Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind eindeutig im alten Jahr. "Zwischen den Jahren" gibt es doch ueberhaupt nicht. Man ist entweder im einen Jahr, oder halt eine Sekunde spaeter im anderen. Ja, ich weiss, es ist nur ein Ausdruck, aber ich bin da pingelig.
2. WER IST MELANIE WILLIG????
Obwohl ich nicht viel Zeit damit verbringe diese Woche, vorm Computer "abzuhaengen", schaue ich doch ab und zu mal hier und da rein. Zu "hier und da" gehoert natuerlich auch dieser Blog. Und vor ein paar Tagen hatte sich da eine Person als "Follower" meines Blogs angemeldet. (Diese Kolumne rechts... Den Sinn dieser Funktion verstehe ich eh nicht, "gefolgt" wird meinem Blog schliesslich genug, auch ohne offizielle "Anmeldung" als "follower". Die Person wurde als "Melanie Willig" aufgezeigt. Unter google fand ich mehrere Personen mit diesem Namen, persoenlich kenne ich niemanden mit diesem Namen, wer ist das, ich wurde gerade ein bischen paranoid (vor allem, weil ich mir ja kurz vorher Gedanken gemacht hatte, wer aus meiner Vergangenheit in D. eventuell hier mitlesen koennte). WER ist das? Sollte ich die kennen? Auf jeden Fall war dieser "Follower" am naechsten Tag wieder verschwunden, geloescht. Wahrscheinlich handelt es sich doch nur um eine meiner ueblichen "Fans", die dann erschrocken war, dass ihr Vollnahme aufgezeigt wird, und ihr "Follower"tum wieder nichtig gemacht hat. Nun denn. Haette mich auch gewundert. Zum Lesen des hsm-Blogs bekennt man sich schliesslich nicht oeffentlich. Trotzdem wundere ich mich, ob das jemand ist, den ich kennen sollte? Es bleibt die Frage: WER IST MELANIE WILLIG?????
PS. Die Proxy-Server Leute, die mal eben "Heike Schubeck" googeln, und denken, ihre Info sei unerkennbar, werden noch an anderer Stelle abgehandelt werden. Irgendwann. Vielleicht sogar mit IP Nummer (wieder mal Muenchen, grosse Ueberraschung, das) und ISP (Siemens AG, wtf??). Und screen resolution, UND OS, und und und..... Ja, das wird alles demnaechst im Detail abgehandelt werden. Wenn einer die Stadt und das Land unterdrueckt, und nur als "Europe" aufgezeigt wird, ist sonst alles da, und was fehlt, kann daraus spielend abgeleitet werden... Nur einen kleinen Rat: Sucht euch einen Proxy-Server, der was taugt. Es gibt ja genug davon... Oder noch besser: HABT DEN MUT, DAZU ZU STEHEN, DASS IHR MIT HSM UND IHREM TREIBEN BESESSEN SEID, IHR SEID DAMIT KEINESFALLS ALLEINE. Ende des muetterlichen Rates. :)
Nochmal PS. Nur Leute, die sich verstecken, brauchen zu befuerchten, von mir oeffentlich geoutet zu werden. Meine ganz normalen Leser wuerde ich nie blossstellen. Weil dazu schlicht und ergreifend kein Grund besteht. Das Outen von Verklemmten ist die von mir persoenlich entwickelte, altbewaehrte "Doris-Bildau Methode". Nach einem meiner erfolgreichsten Opfern dieses Jahres benannt. ^^
Wenn's auch ein bischen verfrueht ist, aber ich werde vielleicht erst mal wieder ein paar Tage nicht da sein: Guten Rutsch allerseits!
Saturday, December 26, 2009
Krankheitsbild Exhibitionismus: Es kann jeden treffen^^
In letzter Zeit ist es hier in diesem Blog sicher etwas langweilig geworden, weil ich aufgrund bestimmter Umstaende gerade mal wieder eine meiner selbstreflektierenden Phasen habe, und viele meiner Postings diese Tatsache wiederspiegeln. Ich oede mich gerade selbst an. Aber mir ist wichtig, bestimmte Dinge schriftlich abzuhandeln. Warum ich das oeffentlich tue, und nicht fuer mich privat (als Word-Document z. B., und auf Englisch, worin ich normalerweise denke, und mich besser ausdruecke, als auf deutsch...), weiss der Geier. Wahrscheinlich ist das mal wieder mein angeborener Exhibitionismus.:) Ich sage zwar, ich schreibe diese Gedanken vorwiegend fuer mich selbst auf, was ja auch absolut stimmt, aber ein Teilchen von mir will eben doch ein Publikum.... Mensch, was haben wir es heute wieder mal mit der Ehrlichkeit... zu viel des guten? /:
Ich hoffe, dass dieser Seelenzustand mit dem ersten warmen Fruehligssonnenstrahl verschwinden wird. Auch wenn das noch Monate dauern wird. Auch wenn ich nicht weiss, ob das genug ist, denn es geht ja um ganz bestimmte aeuseere Umstaende, die mir im Moment das Leben versaue(r)n. Und das einzige, was WIRKLICH helfen wuerde, waere, diese Umstaende zu beseitigen, bzw. mich von ihnen zu entfernen. Was ja nicht geht, und einen Grossteil meiner Misere ausmacht. Daran wird auch der Fruehling nichts aendern.
Trotzdem warte ich auf den Fruehling, und hoffe demuetig (ohne Ironie), dass ich bis dahin keine groesseren Probleme habe, als meine kleinen Seelenqualen, die ja im Grunde ein Luxusproblem sind. Denn auch so beschissen, wie ich mich im Moment fuehle, vergesse ich niemalsnie, wie gut es mir im Grunde doch geht. Ich habe Gesundheit (so weit ich weiss, ich gehe ja zu keiner Vorsorge), Sohn hat Gesundheit, habe Dach ueberm Kopf (die entsprechende Bedrohung ist noch nicht aus der Welt geschafft, aber im Moment etwas reduziert), habe Einkommen, Essen, bezahlte Tage frei, an denen ich an einem unserer drei (!) Computer vor meinem neuen Monitor ueber mein angeschlagenes Ego reflektieren kann....
Ich habe Angst, dass mir bald mal ein RICHTIGES Problem beschert werden wird, um mir zu zeigen, was fuer ein verkopfter Jammerlappen ich doch bin. Ich bin 50- einhalb, und mir ist noch nie im Leben was RICHTIG Schlimmes passiert. Wie viele koennen das von sich behaupten? (Hoffentlich mehr, als ich denke, man hoert ja immer nur ueber die "Tapferen" mit ihren "Schicksalsschlaegen", weil Gretchen Mueller sich nicht fuer tragoedie-freie Leben interessiert, die machen keine gute Story... das bedeutet aber noch lange nicht, dass die "vom Schicksal gebeutelten" auch tatsaechlich in der Mehrheit sind, nur weil man von ihnen/ueber sie mehr hoert... Punkt: Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass einem Einzelnen mal etwas Schlimmes passieren wird, ist wahrscheinlich geringer, als man denken koennte wenn man den Medien/den Gespraechsthemen "der Leute" so zuhoert.)
Und hier sitze ich rum und jammere. Mir gehoert mal ordentlich eins aufs Dach vom Schicksal. Ach, bitte nicht... bin ja schon dankbar....
Ich hoffe, dass dieser Seelenzustand mit dem ersten warmen Fruehligssonnenstrahl verschwinden wird. Auch wenn das noch Monate dauern wird. Auch wenn ich nicht weiss, ob das genug ist, denn es geht ja um ganz bestimmte aeuseere Umstaende, die mir im Moment das Leben versaue(r)n. Und das einzige, was WIRKLICH helfen wuerde, waere, diese Umstaende zu beseitigen, bzw. mich von ihnen zu entfernen. Was ja nicht geht, und einen Grossteil meiner Misere ausmacht. Daran wird auch der Fruehling nichts aendern.
Trotzdem warte ich auf den Fruehling, und hoffe demuetig (ohne Ironie), dass ich bis dahin keine groesseren Probleme habe, als meine kleinen Seelenqualen, die ja im Grunde ein Luxusproblem sind. Denn auch so beschissen, wie ich mich im Moment fuehle, vergesse ich niemalsnie, wie gut es mir im Grunde doch geht. Ich habe Gesundheit (so weit ich weiss, ich gehe ja zu keiner Vorsorge), Sohn hat Gesundheit, habe Dach ueberm Kopf (die entsprechende Bedrohung ist noch nicht aus der Welt geschafft, aber im Moment etwas reduziert), habe Einkommen, Essen, bezahlte Tage frei, an denen ich an einem unserer drei (!) Computer vor meinem neuen Monitor ueber mein angeschlagenes Ego reflektieren kann....
Ich habe Angst, dass mir bald mal ein RICHTIGES Problem beschert werden wird, um mir zu zeigen, was fuer ein verkopfter Jammerlappen ich doch bin. Ich bin 50- einhalb, und mir ist noch nie im Leben was RICHTIG Schlimmes passiert. Wie viele koennen das von sich behaupten? (Hoffentlich mehr, als ich denke, man hoert ja immer nur ueber die "Tapferen" mit ihren "Schicksalsschlaegen", weil Gretchen Mueller sich nicht fuer tragoedie-freie Leben interessiert, die machen keine gute Story... das bedeutet aber noch lange nicht, dass die "vom Schicksal gebeutelten" auch tatsaechlich in der Mehrheit sind, nur weil man von ihnen/ueber sie mehr hoert... Punkt: Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass einem Einzelnen mal etwas Schlimmes passieren wird, ist wahrscheinlich geringer, als man denken koennte wenn man den Medien/den Gespraechsthemen "der Leute" so zuhoert.)
Und hier sitze ich rum und jammere. Mir gehoert mal ordentlich eins aufs Dach vom Schicksal. Ach, bitte nicht... bin ja schon dankbar....
Angst
Es ist mitten in der Nacht, und ich habe voll die Panik. Es ist mir egal, ob ich mich jetzt verletztlich mache, oder wer da mitlesen koennte, ich muss es aufschreiben, um hoffentlich etwas Klarheit in meinen Kopf zu bekommen.
So schnell wie 2009 ist noch kein Jahr vorbeigeflogen. Weil es vollkommen ereignislos war. Es entwickelt sich einfach nichts mehr weiter in meinem Leben. Auch 2007 und '8 gingen in diese Richtung, aber dieses Jahr hat sich das alles irgendwie manifestiert.
Meine Guete, Leute. Ich bin 50. In letzter Zeit habe ich darueber nicht mehr soooo viel nachgedacht. Nachdem der grosse Tag endlich vorbei war, ist das ganze Thema "50 werden bla bla bla" ziemlich schnell fuer mich abgeklungen, und unter anderen Alltagsdingen in den Hintergrund gesunken. Aber im Zusammenhang damit, wie ereignislos und darum SCHNELL dieses Jahr vorbeiplaetscherte, ist es ploetzlich wieder Thema fuer mich. Was ist wenn die mir verbleibenden Jahre jetzt alle so werden? Auf was kann ich noch hoffen im Leben? Ich haenge so sehr fest. Und je mehr ich festhaenge und je weniger sich ereignet, umso mehr scheint mir die Zeit davon zu rennen. Langsam kommt es mir vor, als wuerde ich werden wie die ganzen alten Schachteln und Co., die schon 30, 40 Jahre im gleichen Job sind, in der gleichen Privatsituation sind, ohne Veraenderungen. Diese, denen die Dekaden davonrennen. Weil sich nie etwas aendert in ihrem Leben. Beispiel: Eine Kollegin, die nur ein oder zwei Jahre aelter ist als ich (eine einigemassen Nette, mit der ich weniger zu tun habe, warum sind das immer die Nettesten, faellt mir lansam auf...), hat letztens erzaehlt, dass sie seit 31 Jahren in der Firma ist. Im gleichen Job. Seit 31 Jahren. Das waere 1978. Ich muss unwillkuerlich darueber nachdenken, wo ich 1978 war (in der 13. Klasse, in Deutschland), und was sich in meinem Leben seitdem so alles ereignet hat. Oft ging es Schlag auf Schlag. Grundlegende Umwaelzungen innerhalb von ein paar kurzen Jahren. Grund.Legende. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass es Leute gibt, fuer die die selben Jahre EIN EINHEITSBREI waren. Und viele auf meiner Abteilung sind so. Die meisten eigentlich. Man sieht Leute (maennlich und weiblich), die eigentlich nicht sooo alt aussehen (ich rede jetzt nicht von "meinen" unmittelbaren alten Schachteln, sondern von Leuten, die als eine etwas "hoehere Qualitaet" habend rueberkommen), und dann erzaehlen sie, sie machen seit 30 Jahren genau das Gleiche. Und ich rechne dann immer im Kopf, was ich in dem betreffenden Jahr gemacht habe, wo ich war, was seit dem passiert ist. Und der Vergleich haut mich dann immer aus den Socken.
Nun habe ich Angst, dass meine verbleibenden Jahre genauso werden. Die Zeit rast in den letzten 3 Jahren oder so, WEIL ALLES GLEICH BLEIBT. Ich kann ein Jahr kaum noch von dem vorhergehenden, und dem DAvor, unterscheiden. Dieses Jahr kommt noch dazu, dass ich einen gewissen "Status", den ich eigentlich als selbstverstaendlich hinnahm, bedroht sehe, und nichts, aber auch gar nichts, dagegen machen kann. Die zunehmende Entmuendigung im Job ist da natuerlich die Hauptsache. Aber es trifft auch auf noch ein paar andere, weniger wichtige Sachen zu. Ich kann mich nicht dagegen wehren. Das ist das Schlimmste. Wenn ich aufbegehre, bekomme ich noch eins auf den Deckel. IST DAS JETZT FUER DEN GANZEN REST MEINES LEBENS SO????? Ich bin 50, und muss mich zunehmend wie ein kleines Kind behandeln lassen, und dann noch brav Maennchen machen, weil meine Existenz davon abhaengt. Ich hatte mehr Stand und Selbstbewusstsein mit 30, 40, 45. Und wenn ich es mit unter 30 nicht hatte, dann war der SEHR GUTE GRUND, dass ich eben noch jung war, und gerade erst angefangen hatte, mein Leben aufzubauen. Und jetzt entwickeln sich die Dinge wieder dahin zurueck. Nur mit dem Unterschied, dass ich jetzt alt bin, und zum Aufbauen von irgendwas bleibt weder noch viel Zeit, noch habe ich die Mittel. Ich sehe mein letztes Fetzelchen Jugend davonschwimmen, und weiss genau, dass ich diese Jahre noch mir so gut wie moeglich zunutzen machen sollte zu meinem Wohlergehen. Aber ich muss zusehen, wie aeussere Umstaende mich davon abhalten, und ich hilflos zusehen muss, wie ich diese Jahre kurz vor dem "richtigen" Alter - diese Galgenfrist - verschwende.
Die fehlende Altersdiskriminierung im Amiland, die mich manchmal vergessen laesst, wie alt ich eigentlich schon bin, hat naemlich auch eine Kehrseite: MAN BEKOMMT AUCH KEINE VORTEILE EINFACH AUFGRUND DES ALTERS. Wenn man in einem niedergestellten Job ohne Aufstiegsmoeglichkeiten ist, und aufgrund von verschiedenen aesseren Umstaenden ploetzlich jemand entscheidet, dass man VON JETZT AN GENAUSO NIEDER BEHANDELT WIRD, WIE MAN EIGENTLICH IST (auch wenn man in den ganzen Jahren davor faelschlicherweise sich vormachen konnte, man waere irgendwie "autark") - dann koennen die das. Sie koennen es, weil sie technisch "im Recht" sind, und ein kleiner Wurm wie ich MUSS GUTE MIENE ZUM BOESEN SPIEL MACHEN.
In meiner Privatsituation haenge ich z.g.T. genauso fest. Vieles stimmt nicht, aber ich muss gute Miene zum boesen Spiel machen, oder die Konsequenzen tragen. Ein Neuanfang hoert sich so gut an. Theoretisch. Aber aus vielen Gruenden geht das nicht. Ich gehoere nicht zu den Leuten, die - mit Partner und Geld ausgestattet - es mit 58 (oder was weiss ich) in den Kopf bekommen, jetzt noch mal in Neuseeland (Beispiel aus der Luft gegriffen, aber es gibt sie, diese Leute) einen Neuanfang zu machen, und das dann auch durchziehen. Durchziehen KOENNEN. Ich habe die Mittel nicht, um mich hier nochmal herauszuziehen. Ich haenge fest. Basta. Wenn ich von Mitteln reden, meine ich nicht nur Geld. Mein Selbstbewusstsein ist im Eimer. NY hat meine Seele zerstoert. Dreizehn Jahre hier haben irgend etwas in mir abgetoetet.
Was ist, wenn die naechsten Jahre so schnell vorbeigehen (wegen Fehlen von stimulierenden, Selbstbewusstsein-aufbauenden Veraenderungen), so einheitsbreiig werden, wie die letzten 2 oder 3? Bevor ich weiss, wie mir geschieht, bin ich dann 60. Manchmal vergesse ich das. Nur weil ich nicht wie 50 aussehe, lebe, denke, mich verhalte.... DIE JAHRE SIND TROTZDEM VORBEI. Ich werde nicht juenger. Und meine Zukunft ist keineswegs abgesichert. Ich kann - und werde allem Anschein nach - mal sehr unwuerdig enden. Bevor ich daran denken muss, koennte ich die kommenden Jahre noch etwas "verlangsamen", indem ich ihnen etwas Bedeutung gebe, irgendetwas bewege. Aber es gibt nichts zu bewegen. Alles haengt fest. Ich habe Angst.
PS. Und das ist noch das "beste" Szenario. Naemlich das, das davon ausgeht, dass ich meine Gesundheit behalte. Gar nicht einkalkuliert habe ich hier, was mit mir passiert, wenn ich diese verlieren wuerde. Das KANN ich gar nicht einkalkulieren. Dann waere naemlich alles zu Ende. Wie so vieles im Leben, wuerde *mich* eine solche Situation schlimmer treffen, als sie andere Gleichbetroffene trifft, egal was immer gesagt wird, vom gleichen Boot und bla bla bla. Mir fehlen die Mittel, mit vielem umzugehen im Leben. Bisher hatte ich immer Glueck, denn es war Menschlichkeit in meinem Leben, in meinem Umfeld. Die gibt es nicht mehr. Es gibt einfach keinen Raum fuer Notfaelle. Es gibt noch nicht mal Raum fuer den "besten" Fall, das einfache, notfallfreie Altwerden.
Edit: Es ist so qualvoll, wenn man sich zwar innerlich staendig weiterentwickelt, aber auf einmal seine aeusseren Umstaende dieser inneren Entwicklung nicht mehr anpassen kann. Sich vielmehr Umstaenden anpassen muss, aus denen man innerlich schon laengst herausgewachsen ist. Doppelt unwuerdig ist das, wenn es in einem Alter passiert, wo doch eigentlich genau das Gegenteil der Fall sein sollte. Bei mir ist eben alles umgekehrt. Ich habe mein Leben in den 20ern, 30ern, und die erste Haelfte der 40er staendig veraendert, bin immer meinem inneren Kind gefolgt, anstatt mich von angeblichen "Pflichten" von irgend etwas abhalten zu lassen, das ich wollte. Das sind die Jahre, wo andere brav ohne zu denken ihr "Leben" abklappern. Und die sehen dann mit 50 eine potentielle "Freiheit" von dem Einheitsbrei, der ihr Leben bisher war. Darum bei denen dieses ganze "ach wo sind die Jahre hin" Gejammer, das ich bis vor ca. 3 Jahren nie nachvollziehen konnte. Wo die letzten 3 Jahre hin sind weiss ich naemlich nicht. Die waren ein Einheitsbrei. Kann nicht festlegen, ob etwas in 2007, 8, oder 9 stattgefunden hat, weil es keinen Unterschied, kein Wegweiser-Ereignis gab. Unertraeglich ist das, und der Gedanke, dass viele ihr ganzes Leben so "leben" geradezu absurd. ("War das jetzt in den 70er oder 80er Jahren?" Kein Unterschied zwischen einer Dekade und der anderen. Mit 50 noch das Gleiche wie mit 20 machend. Undenkbar.)
Bei mir ist es wie immer umgekhrt. Ich muss daran denken, dass ich das alles ja HATTE. Das ganze "Bewegen", "Alles hinwerfen und nochmal anfangen", mich von Zwaengen befreien, und bla bla bla. Eben all das, was die meisten erst im Mittelalter in den Kopf bekommen. Ich hatte es. Sogar mehr als einmal. Nur in jungen Jahren halt, und das ist jetzt halt vorbei, das Leben fordert seine ausgleichende Gerechtigkeit.
Nochmal Edit: Zum Glueck ist das eines meiner typischen bla bla bla Postings. Was heisst, dass sich kaum einer durchwuehlen wird, denn ... "es ist ja doch immer dasselbe". Warum 'zum Glueck'? Weil ich da so viele unklare Formulierungen drinhabe, und das ganze ueberhaupt ziemlich wirr rueberkommt, dass man 1. schon sehr vorsichtig lesen, und 2. ein ganz kleines bischen ueber meine Hintergrundgeschichte Bescheid wissen muss, UM NICHT ZIG TAUSEND DINGE FALSCH ZU VERSTEHEN, und was ganz anderes zu "lesen", als das, was ich wirklich sage. Wenn ich mir vorstelle, wie irgendwelche Leute da etwas falsch verstehen, weil sie nicht richtig lesen, finde ich es tatsaechlich gut, dass man solche Erguesse meistens ganz ignoriert. Um mir meine Worte im Mund herumgedreht zu bekommen, dafuer ist mir das Thema naemlich zu wichtig.
So schnell wie 2009 ist noch kein Jahr vorbeigeflogen. Weil es vollkommen ereignislos war. Es entwickelt sich einfach nichts mehr weiter in meinem Leben. Auch 2007 und '8 gingen in diese Richtung, aber dieses Jahr hat sich das alles irgendwie manifestiert.
Meine Guete, Leute. Ich bin 50. In letzter Zeit habe ich darueber nicht mehr soooo viel nachgedacht. Nachdem der grosse Tag endlich vorbei war, ist das ganze Thema "50 werden bla bla bla" ziemlich schnell fuer mich abgeklungen, und unter anderen Alltagsdingen in den Hintergrund gesunken. Aber im Zusammenhang damit, wie ereignislos und darum SCHNELL dieses Jahr vorbeiplaetscherte, ist es ploetzlich wieder Thema fuer mich. Was ist wenn die mir verbleibenden Jahre jetzt alle so werden? Auf was kann ich noch hoffen im Leben? Ich haenge so sehr fest. Und je mehr ich festhaenge und je weniger sich ereignet, umso mehr scheint mir die Zeit davon zu rennen. Langsam kommt es mir vor, als wuerde ich werden wie die ganzen alten Schachteln und Co., die schon 30, 40 Jahre im gleichen Job sind, in der gleichen Privatsituation sind, ohne Veraenderungen. Diese, denen die Dekaden davonrennen. Weil sich nie etwas aendert in ihrem Leben. Beispiel: Eine Kollegin, die nur ein oder zwei Jahre aelter ist als ich (eine einigemassen Nette, mit der ich weniger zu tun habe, warum sind das immer die Nettesten, faellt mir lansam auf...), hat letztens erzaehlt, dass sie seit 31 Jahren in der Firma ist. Im gleichen Job. Seit 31 Jahren. Das waere 1978. Ich muss unwillkuerlich darueber nachdenken, wo ich 1978 war (in der 13. Klasse, in Deutschland), und was sich in meinem Leben seitdem so alles ereignet hat. Oft ging es Schlag auf Schlag. Grundlegende Umwaelzungen innerhalb von ein paar kurzen Jahren. Grund.Legende. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass es Leute gibt, fuer die die selben Jahre EIN EINHEITSBREI waren. Und viele auf meiner Abteilung sind so. Die meisten eigentlich. Man sieht Leute (maennlich und weiblich), die eigentlich nicht sooo alt aussehen (ich rede jetzt nicht von "meinen" unmittelbaren alten Schachteln, sondern von Leuten, die als eine etwas "hoehere Qualitaet" habend rueberkommen), und dann erzaehlen sie, sie machen seit 30 Jahren genau das Gleiche. Und ich rechne dann immer im Kopf, was ich in dem betreffenden Jahr gemacht habe, wo ich war, was seit dem passiert ist. Und der Vergleich haut mich dann immer aus den Socken.
Nun habe ich Angst, dass meine verbleibenden Jahre genauso werden. Die Zeit rast in den letzten 3 Jahren oder so, WEIL ALLES GLEICH BLEIBT. Ich kann ein Jahr kaum noch von dem vorhergehenden, und dem DAvor, unterscheiden. Dieses Jahr kommt noch dazu, dass ich einen gewissen "Status", den ich eigentlich als selbstverstaendlich hinnahm, bedroht sehe, und nichts, aber auch gar nichts, dagegen machen kann. Die zunehmende Entmuendigung im Job ist da natuerlich die Hauptsache. Aber es trifft auch auf noch ein paar andere, weniger wichtige Sachen zu. Ich kann mich nicht dagegen wehren. Das ist das Schlimmste. Wenn ich aufbegehre, bekomme ich noch eins auf den Deckel. IST DAS JETZT FUER DEN GANZEN REST MEINES LEBENS SO????? Ich bin 50, und muss mich zunehmend wie ein kleines Kind behandeln lassen, und dann noch brav Maennchen machen, weil meine Existenz davon abhaengt. Ich hatte mehr Stand und Selbstbewusstsein mit 30, 40, 45. Und wenn ich es mit unter 30 nicht hatte, dann war der SEHR GUTE GRUND, dass ich eben noch jung war, und gerade erst angefangen hatte, mein Leben aufzubauen. Und jetzt entwickeln sich die Dinge wieder dahin zurueck. Nur mit dem Unterschied, dass ich jetzt alt bin, und zum Aufbauen von irgendwas bleibt weder noch viel Zeit, noch habe ich die Mittel. Ich sehe mein letztes Fetzelchen Jugend davonschwimmen, und weiss genau, dass ich diese Jahre noch mir so gut wie moeglich zunutzen machen sollte zu meinem Wohlergehen. Aber ich muss zusehen, wie aeussere Umstaende mich davon abhalten, und ich hilflos zusehen muss, wie ich diese Jahre kurz vor dem "richtigen" Alter - diese Galgenfrist - verschwende.
Die fehlende Altersdiskriminierung im Amiland, die mich manchmal vergessen laesst, wie alt ich eigentlich schon bin, hat naemlich auch eine Kehrseite: MAN BEKOMMT AUCH KEINE VORTEILE EINFACH AUFGRUND DES ALTERS. Wenn man in einem niedergestellten Job ohne Aufstiegsmoeglichkeiten ist, und aufgrund von verschiedenen aesseren Umstaenden ploetzlich jemand entscheidet, dass man VON JETZT AN GENAUSO NIEDER BEHANDELT WIRD, WIE MAN EIGENTLICH IST (auch wenn man in den ganzen Jahren davor faelschlicherweise sich vormachen konnte, man waere irgendwie "autark") - dann koennen die das. Sie koennen es, weil sie technisch "im Recht" sind, und ein kleiner Wurm wie ich MUSS GUTE MIENE ZUM BOESEN SPIEL MACHEN.
In meiner Privatsituation haenge ich z.g.T. genauso fest. Vieles stimmt nicht, aber ich muss gute Miene zum boesen Spiel machen, oder die Konsequenzen tragen. Ein Neuanfang hoert sich so gut an. Theoretisch. Aber aus vielen Gruenden geht das nicht. Ich gehoere nicht zu den Leuten, die - mit Partner und Geld ausgestattet - es mit 58 (oder was weiss ich) in den Kopf bekommen, jetzt noch mal in Neuseeland (Beispiel aus der Luft gegriffen, aber es gibt sie, diese Leute) einen Neuanfang zu machen, und das dann auch durchziehen. Durchziehen KOENNEN. Ich habe die Mittel nicht, um mich hier nochmal herauszuziehen. Ich haenge fest. Basta. Wenn ich von Mitteln reden, meine ich nicht nur Geld. Mein Selbstbewusstsein ist im Eimer. NY hat meine Seele zerstoert. Dreizehn Jahre hier haben irgend etwas in mir abgetoetet.
Was ist, wenn die naechsten Jahre so schnell vorbeigehen (wegen Fehlen von stimulierenden, Selbstbewusstsein-aufbauenden Veraenderungen), so einheitsbreiig werden, wie die letzten 2 oder 3? Bevor ich weiss, wie mir geschieht, bin ich dann 60. Manchmal vergesse ich das. Nur weil ich nicht wie 50 aussehe, lebe, denke, mich verhalte.... DIE JAHRE SIND TROTZDEM VORBEI. Ich werde nicht juenger. Und meine Zukunft ist keineswegs abgesichert. Ich kann - und werde allem Anschein nach - mal sehr unwuerdig enden. Bevor ich daran denken muss, koennte ich die kommenden Jahre noch etwas "verlangsamen", indem ich ihnen etwas Bedeutung gebe, irgendetwas bewege. Aber es gibt nichts zu bewegen. Alles haengt fest. Ich habe Angst.
PS. Und das ist noch das "beste" Szenario. Naemlich das, das davon ausgeht, dass ich meine Gesundheit behalte. Gar nicht einkalkuliert habe ich hier, was mit mir passiert, wenn ich diese verlieren wuerde. Das KANN ich gar nicht einkalkulieren. Dann waere naemlich alles zu Ende. Wie so vieles im Leben, wuerde *mich* eine solche Situation schlimmer treffen, als sie andere Gleichbetroffene trifft, egal was immer gesagt wird, vom gleichen Boot und bla bla bla. Mir fehlen die Mittel, mit vielem umzugehen im Leben. Bisher hatte ich immer Glueck, denn es war Menschlichkeit in meinem Leben, in meinem Umfeld. Die gibt es nicht mehr. Es gibt einfach keinen Raum fuer Notfaelle. Es gibt noch nicht mal Raum fuer den "besten" Fall, das einfache, notfallfreie Altwerden.
Edit: Es ist so qualvoll, wenn man sich zwar innerlich staendig weiterentwickelt, aber auf einmal seine aeusseren Umstaende dieser inneren Entwicklung nicht mehr anpassen kann. Sich vielmehr Umstaenden anpassen muss, aus denen man innerlich schon laengst herausgewachsen ist. Doppelt unwuerdig ist das, wenn es in einem Alter passiert, wo doch eigentlich genau das Gegenteil der Fall sein sollte. Bei mir ist eben alles umgekehrt. Ich habe mein Leben in den 20ern, 30ern, und die erste Haelfte der 40er staendig veraendert, bin immer meinem inneren Kind gefolgt, anstatt mich von angeblichen "Pflichten" von irgend etwas abhalten zu lassen, das ich wollte. Das sind die Jahre, wo andere brav ohne zu denken ihr "Leben" abklappern. Und die sehen dann mit 50 eine potentielle "Freiheit" von dem Einheitsbrei, der ihr Leben bisher war. Darum bei denen dieses ganze "ach wo sind die Jahre hin" Gejammer, das ich bis vor ca. 3 Jahren nie nachvollziehen konnte. Wo die letzten 3 Jahre hin sind weiss ich naemlich nicht. Die waren ein Einheitsbrei. Kann nicht festlegen, ob etwas in 2007, 8, oder 9 stattgefunden hat, weil es keinen Unterschied, kein Wegweiser-Ereignis gab. Unertraeglich ist das, und der Gedanke, dass viele ihr ganzes Leben so "leben" geradezu absurd. ("War das jetzt in den 70er oder 80er Jahren?" Kein Unterschied zwischen einer Dekade und der anderen. Mit 50 noch das Gleiche wie mit 20 machend. Undenkbar.)
Bei mir ist es wie immer umgekhrt. Ich muss daran denken, dass ich das alles ja HATTE. Das ganze "Bewegen", "Alles hinwerfen und nochmal anfangen", mich von Zwaengen befreien, und bla bla bla. Eben all das, was die meisten erst im Mittelalter in den Kopf bekommen. Ich hatte es. Sogar mehr als einmal. Nur in jungen Jahren halt, und das ist jetzt halt vorbei, das Leben fordert seine ausgleichende Gerechtigkeit.
Nochmal Edit: Zum Glueck ist das eines meiner typischen bla bla bla Postings. Was heisst, dass sich kaum einer durchwuehlen wird, denn ... "es ist ja doch immer dasselbe". Warum 'zum Glueck'? Weil ich da so viele unklare Formulierungen drinhabe, und das ganze ueberhaupt ziemlich wirr rueberkommt, dass man 1. schon sehr vorsichtig lesen, und 2. ein ganz kleines bischen ueber meine Hintergrundgeschichte Bescheid wissen muss, UM NICHT ZIG TAUSEND DINGE FALSCH ZU VERSTEHEN, und was ganz anderes zu "lesen", als das, was ich wirklich sage. Wenn ich mir vorstelle, wie irgendwelche Leute da etwas falsch verstehen, weil sie nicht richtig lesen, finde ich es tatsaechlich gut, dass man solche Erguesse meistens ganz ignoriert. Um mir meine Worte im Mund herumgedreht zu bekommen, dafuer ist mir das Thema naemlich zu wichtig.
Friday, December 25, 2009
Potentieller Erkennungswert - oh Gott :-O
Gestern kam mir aus dem Nichts heraus ein beunruhigender Gedanke. Meine ganze "nahe" Verwandtschaft in Deutschland - Eltern, Onkel und so was - sind ja ziemlich begrenzt, was das Netz angeht. Aber dann gibt es noch ein paar juengere Leute, und die Moeglichkeit, dass sie mal zufaellig auf meinen Blog stolpern koennten, macht mir ploetzlich eine Riesenangst, obwohl mir der Gedanke natuerlich schon mal gekommen ist, und ich ihn dann wieder schulterzuckend fallenlassen habe.
Aber --- so weit hergeholt waere es dann halt doch nicht. Da ist die Tochter von Vater's Frau. Meine "Stiefschwester", die eigentlich keine Familie fuer mich in dem Sinn ist, weil wir nicht zusammen aufgewachsen sind. Als Vater und seine Frau sich kennenlernten, war ich 18, und diese Tochter 6. Also ein gravierender Altersunterschied kommt auch noch dazu. Ich weiss eigentlich gar nichts von deren Leben. Direkten Kontakt haben wir keinen, hatten wir noch nie. Nur was beiderseitig durch Vattern gefiltert wird, ist uns von uns gegenseitig bekannt. Wie sie drauf ist, was sie so denkt, etc., davon habe ich keine Ahnung. Es koennte durchaus sein, dass sie Brigitte.de liest. Und dadurch irgendwie auf meinen Blog kommen koennte. Eine Stadt, in der sie ab und an mal gelebt hat, sehe ich jedenfalls regelmaessig in meinem Zugriff aufgezeigt.
Dann ist da noch meine gaaaanz entfernte Cousine in Berlin, ca. 8 Jahre juenger als ich. Die, die mal vor ein paar Jahren zu Besuch in NY war, und ich mich im letzten Moment vor einem Treffen gedrueckt habe. Berlin wird auch regelmaessig aufgezeigt. Aber ich habe mehrere Leser in Berlin (verschiedene IPs), und es ist eine grosse Stadt, also.... trotzdem.... wissen kann man's ja nie.
Ich wuerde auch nicht erfahren, wenn diese Leute meinem Blog folgen wuerden, die wuerden bestimmt keine grosse Sache daraus machen, um mich nicht abzuschrecken, ihm aber fasziniert folgen. Und mit meinen sonstigen Verwandten ist deren Kontakt eher lauwarm. Also wuerden sie es denen sicher nicht erzaehlen. Ich wuerde niemals von Vattern zu hoeren bekommen (in einem unserer begrenzten Kontakte) "Du, die D. hat mich auf diesen Blog von dir hingewiesn."
Dann ist da noch die Moeglichkeit, dass fruehere Mitschuelerinnen mal "ueber mich stolpern". Darum machte ich mir bisher noch die wenigsten Gedanken, denn durch meine Schreibe allein koennten sie keinen Zusammenhang zu der hsm, die sie in der Schule kannten, ableiten. Aber letztens veroeffentliche ich ja auch Bilder. Was ich gut und richtig finde, und auch in Zukunft tun werde, btw. Und ich habe mein Aussehen nicht so sehr veraendert. Nein, mit dem "Bubi-Kopf" sehe ich mehr denn je so aus, wie frueher. Grosser Erkennungswert.
Dabei waeren mir die Mitschueler fast noch peinlicher, als die zwei Damen in meiner Verwandtschaft. Denn den Mitschuelern fehlt ein ganz grosses Stueck zwischen damals, und dem, was ich jetzt schreibe. Nach der Schule war ja mit den allermeisten der Kontakt dahin. Eine hat mich mal durch "Stay Friends" kontaktiert, und gefragt, wie es dazu gekommen ist, dass ich jetzt in Amerika bin. Also gaaaaaaaanz weit zurueck fehlen die Entwicklungen. Ich habe mir dann gar nicht die Muehe gemacht, zu antworten, weil es muessig waere. Meine Lebensgeschichte kann man nicht mal eben "gesellschaftsgerecht" in ein paar Saetzen zusammenfassen. (Doch, KOENNTE man theoretisch, aber was dabei herauskaeme, haette herzlich wenig mit der Person, die ich wirklich bin, zu tun. Also lieber ganz bleibenlassen, als in tausend Grundsatzdiskussionen mich stuerzen zu muessen, und gebetmuehlenartig wiederholte Erklaerungen, die zum Schluss doch nicht "gehoert" wuerden...). Also Fazit: Wenn mich fruehere Mischueler hier erkennen wuerden, ohne Jahrzehnte von Zwischenzusammenhaengen zu kennen, die wuerden sich ganz schoen wundern, wie ich drauf bin :-O .
Bei den zwei Verwandten habe ich mich schon bei dem Gedanken ertappt, dass es nach dem initialen Schock, dass die meinen Scheiss lesen koennten, fast eine Erleichterung waere. So nach dem Motto: Endlich weiss wenigstens mal JEMAND da drueben, wie ich wirklich drauf bin, wer ich wirklich bin. (Nachdem, wie ich in meiner Abwesenheit ueber die Jahre hin "umgeschrieben" wurde, koennen die das ja gar nicht wissen.) Zumindest zu einem grossen Teil wuessten sie es (es gibt ja auch Sachen in meinem Leben, die fuer den Blog tabu sind). Und irgendwie ist das gar kein so schlechtes Gefuehl. Auch der Gedanke, dass sie es doch an andere Verwandte weiterleiten koennten, eigentlich nicht mehr. Nicht so sehr.
Also D. und S. - wenn ihr hier mitliest: Viel Spass weiterhin, herzlichen Glueckwunsch zu dem Erwachungs-Erlebnis, wenigstens mal ein Stueckweit mitzubekommen, wer ich wirklich bin (nicht durch "unsere Erwachsenen" gefiltert). Mensch, ich wuensche mir jetzt fast schon, dass es tatsaechlich so ist. Obwohl mir der Gedanke im ersten Augenblick Angst machte. Nette Phantasie. Aber so weit hergeholt ist es nun auch wieder nicht....
Auf jeden Fall werde ich in Zukunft schreiben mit dem Gedanken im Hinterkopf, wer aus meinem frueheren Leben da potentiell mitlesen koennte. Ob und wie das meine zukuenftigen Erguesse beinflussen koennte, kann ich im Moment noch nicht sagen. Ach, wahrscheinlich mache ich mir einfach zu viele Gedanken um nichts...
PS/Edit: Upsi, mir ist eben noch eine dritte potentielle "Verwandte" eingefallen: Eine adoptierte Cousine, die ich ebenfalls nicht kenne bzw. sie mich nicht, ausser was durch andere Verwandte zweiterhand gefiltert wird.
Alle 3 dieser Damen waeren schon alleine altersmaessig (alle Ende 30-Anfang 40) in der Hauptzielgruppe von Brigitte.de. Und in Deutschland ist das eine der groessten, beliebtesten "Webseiten fuer Frauen". Und von da ist es nicht schwer, zu mir zu finden. Zu Huelf... :-O
Aber --- so weit hergeholt waere es dann halt doch nicht. Da ist die Tochter von Vater's Frau. Meine "Stiefschwester", die eigentlich keine Familie fuer mich in dem Sinn ist, weil wir nicht zusammen aufgewachsen sind. Als Vater und seine Frau sich kennenlernten, war ich 18, und diese Tochter 6. Also ein gravierender Altersunterschied kommt auch noch dazu. Ich weiss eigentlich gar nichts von deren Leben. Direkten Kontakt haben wir keinen, hatten wir noch nie. Nur was beiderseitig durch Vattern gefiltert wird, ist uns von uns gegenseitig bekannt. Wie sie drauf ist, was sie so denkt, etc., davon habe ich keine Ahnung. Es koennte durchaus sein, dass sie Brigitte.de liest. Und dadurch irgendwie auf meinen Blog kommen koennte. Eine Stadt, in der sie ab und an mal gelebt hat, sehe ich jedenfalls regelmaessig in meinem Zugriff aufgezeigt.
Dann ist da noch meine gaaaanz entfernte Cousine in Berlin, ca. 8 Jahre juenger als ich. Die, die mal vor ein paar Jahren zu Besuch in NY war, und ich mich im letzten Moment vor einem Treffen gedrueckt habe. Berlin wird auch regelmaessig aufgezeigt. Aber ich habe mehrere Leser in Berlin (verschiedene IPs), und es ist eine grosse Stadt, also.... trotzdem.... wissen kann man's ja nie.
Ich wuerde auch nicht erfahren, wenn diese Leute meinem Blog folgen wuerden, die wuerden bestimmt keine grosse Sache daraus machen, um mich nicht abzuschrecken, ihm aber fasziniert folgen. Und mit meinen sonstigen Verwandten ist deren Kontakt eher lauwarm. Also wuerden sie es denen sicher nicht erzaehlen. Ich wuerde niemals von Vattern zu hoeren bekommen (in einem unserer begrenzten Kontakte) "Du, die D. hat mich auf diesen Blog von dir hingewiesn."
Dann ist da noch die Moeglichkeit, dass fruehere Mitschuelerinnen mal "ueber mich stolpern". Darum machte ich mir bisher noch die wenigsten Gedanken, denn durch meine Schreibe allein koennten sie keinen Zusammenhang zu der hsm, die sie in der Schule kannten, ableiten. Aber letztens veroeffentliche ich ja auch Bilder. Was ich gut und richtig finde, und auch in Zukunft tun werde, btw. Und ich habe mein Aussehen nicht so sehr veraendert. Nein, mit dem "Bubi-Kopf" sehe ich mehr denn je so aus, wie frueher. Grosser Erkennungswert.
Dabei waeren mir die Mitschueler fast noch peinlicher, als die zwei Damen in meiner Verwandtschaft. Denn den Mitschuelern fehlt ein ganz grosses Stueck zwischen damals, und dem, was ich jetzt schreibe. Nach der Schule war ja mit den allermeisten der Kontakt dahin. Eine hat mich mal durch "Stay Friends" kontaktiert, und gefragt, wie es dazu gekommen ist, dass ich jetzt in Amerika bin. Also gaaaaaaaanz weit zurueck fehlen die Entwicklungen. Ich habe mir dann gar nicht die Muehe gemacht, zu antworten, weil es muessig waere. Meine Lebensgeschichte kann man nicht mal eben "gesellschaftsgerecht" in ein paar Saetzen zusammenfassen. (Doch, KOENNTE man theoretisch, aber was dabei herauskaeme, haette herzlich wenig mit der Person, die ich wirklich bin, zu tun. Also lieber ganz bleibenlassen, als in tausend Grundsatzdiskussionen mich stuerzen zu muessen, und gebetmuehlenartig wiederholte Erklaerungen, die zum Schluss doch nicht "gehoert" wuerden...). Also Fazit: Wenn mich fruehere Mischueler hier erkennen wuerden, ohne Jahrzehnte von Zwischenzusammenhaengen zu kennen, die wuerden sich ganz schoen wundern, wie ich drauf bin :-O .
Bei den zwei Verwandten habe ich mich schon bei dem Gedanken ertappt, dass es nach dem initialen Schock, dass die meinen Scheiss lesen koennten, fast eine Erleichterung waere. So nach dem Motto: Endlich weiss wenigstens mal JEMAND da drueben, wie ich wirklich drauf bin, wer ich wirklich bin. (Nachdem, wie ich in meiner Abwesenheit ueber die Jahre hin "umgeschrieben" wurde, koennen die das ja gar nicht wissen.) Zumindest zu einem grossen Teil wuessten sie es (es gibt ja auch Sachen in meinem Leben, die fuer den Blog tabu sind). Und irgendwie ist das gar kein so schlechtes Gefuehl. Auch der Gedanke, dass sie es doch an andere Verwandte weiterleiten koennten, eigentlich nicht mehr. Nicht so sehr.
Also D. und S. - wenn ihr hier mitliest: Viel Spass weiterhin, herzlichen Glueckwunsch zu dem Erwachungs-Erlebnis, wenigstens mal ein Stueckweit mitzubekommen, wer ich wirklich bin (nicht durch "unsere Erwachsenen" gefiltert). Mensch, ich wuensche mir jetzt fast schon, dass es tatsaechlich so ist. Obwohl mir der Gedanke im ersten Augenblick Angst machte. Nette Phantasie. Aber so weit hergeholt ist es nun auch wieder nicht....
Auf jeden Fall werde ich in Zukunft schreiben mit dem Gedanken im Hinterkopf, wer aus meinem frueheren Leben da potentiell mitlesen koennte. Ob und wie das meine zukuenftigen Erguesse beinflussen koennte, kann ich im Moment noch nicht sagen. Ach, wahrscheinlich mache ich mir einfach zu viele Gedanken um nichts...
PS/Edit: Upsi, mir ist eben noch eine dritte potentielle "Verwandte" eingefallen: Eine adoptierte Cousine, die ich ebenfalls nicht kenne bzw. sie mich nicht, ausser was durch andere Verwandte zweiterhand gefiltert wird.
Alle 3 dieser Damen waeren schon alleine altersmaessig (alle Ende 30-Anfang 40) in der Hauptzielgruppe von Brigitte.de. Und in Deutschland ist das eine der groessten, beliebtesten "Webseiten fuer Frauen". Und von da ist es nicht schwer, zu mir zu finden. Zu Huelf... :-O
Thursday, December 24, 2009
Heiliger Abend... seufz...
In Deutschland ist ja heute eigentlich das "richtige" Weihnachten. Hier im Amiland zaehlt eigentlich erst morgen als Weihnachten, und der Heilige Abend wird nicht als sooooo wichtig angesehen. Und das finde ich bloed.
Ich bin im Moment richtig traurig. Denke gerade an die ganzen schoenen Weihnachten meiner Kindheit in Deutschland. Daran, dass bei Euch im Moment schon frueher Nachmittag ist, und ihr Euch langsam auf die Bescherung mit allem drum und dran vorbereitet. Ups, jetzt laufen mir die Traenen herunter, scheisse, ach was, es tut gut. Was fuer ein fuerchterliches Jahr das wahr. Alles hat stagniert. Vieles, was mal gut war, ist sauer geworden. Ich komme mir halb entmuendigt vor. Da kann man schon mal ein bischen traurig werden. Ist erlaubt.
Ich werde eigentlich sonst nie traurig und denke allgemein auch nicht an deutsche Weihnachten. Kann mich nicht erinnern, in welchem Jahr das schon mal passiert waere. Aber vielleicht liegt es daran, dass ich dieses Jahr allgemein besonders ungluecklich bin. Da wird man schneller mal wehmuetig.
So, das ist jetzt ein wirres Geschreibsel geworden. Dabei wollte ich meiner Leserschaft eigentlich nur frohe Weihnachten wuenschen. Was ich also hiermit tue. Mal ausnahmsweise ganz nett bin, und es auch wirklich so meine. Frohe Weihnachten an all meine Leser, und viel Spass beim Geschenkeauspacken. Und nicht von der Schwiegermutter verrueckt machen lassen...^^
Ich bin im Moment richtig traurig. Denke gerade an die ganzen schoenen Weihnachten meiner Kindheit in Deutschland. Daran, dass bei Euch im Moment schon frueher Nachmittag ist, und ihr Euch langsam auf die Bescherung mit allem drum und dran vorbereitet. Ups, jetzt laufen mir die Traenen herunter, scheisse, ach was, es tut gut. Was fuer ein fuerchterliches Jahr das wahr. Alles hat stagniert. Vieles, was mal gut war, ist sauer geworden. Ich komme mir halb entmuendigt vor. Da kann man schon mal ein bischen traurig werden. Ist erlaubt.
Ich werde eigentlich sonst nie traurig und denke allgemein auch nicht an deutsche Weihnachten. Kann mich nicht erinnern, in welchem Jahr das schon mal passiert waere. Aber vielleicht liegt es daran, dass ich dieses Jahr allgemein besonders ungluecklich bin. Da wird man schneller mal wehmuetig.
So, das ist jetzt ein wirres Geschreibsel geworden. Dabei wollte ich meiner Leserschaft eigentlich nur frohe Weihnachten wuenschen. Was ich also hiermit tue. Mal ausnahmsweise ganz nett bin, und es auch wirklich so meine. Frohe Weihnachten an all meine Leser, und viel Spass beim Geschenkeauspacken. Und nicht von der Schwiegermutter verrueckt machen lassen...^^
Wednesday, December 23, 2009
Es liegt nicht an mir...
... ich sitze nur mit den falschen Leuten zusammen. Punktum.
In der weiteren Abteilung gibt es auch seit ein paar Jahren ein paar junge Leute (-30), mit denen ich leider beruflich nicht sooooo viele Beruehrungspunkte habe. Aber .. WENN ich sie habe, dann merke ich AUF DER STELLE einen gravierenden Unterschied zu dem menopausalen Mausoleum, das leider mein Alltag ist: Meine Witze werden verstanden. Ich spuere einen Bezug. Man kann eine normale Unterhaltung fuehren. Das sind zum grossen Teil junge Maenner, z. T. schwul. Mit denen kann man Witze reissen ueber alles Moegliche. Die sind witzig, schlagfertig, humorig, INTELLIGENT. Zum Glueck sass ich neben so einem bei dem Lunch gestern, das hat den Tag gerettet. Na ja, nicht ganz, denn Frau Z. sass mir direkt gegenueber und hat vor 18 Leuten ihre Schau abgezogen, was den positiven Effekt des witzigen, intelligenten jungen Mannes leider neutralisierte. Und der ist nicht nur witzig und echt humorig, sondern LAUT. So laut, dass Kollegin E. ein paarmal aufstand und zu ihm hinging, um ihn diskret zu "ermahnen". Trotzdem konnte selbst er nicht Frau Z. uebertoenen, die manisch jeden nicht anwesenden Mitarbeiter vor dem gefesselten Publikum durch den Dreck zog (hier schrille, kuenstliche Lache einschieben). ABER *SIE* WURDE VON NIEMANDEM ERMAHNT. WTF.
Aber der Punkt ist... ein kurzes Schwaetzchen mit zwei unter-30 Typen am Aufzug heute abend hat mir mal wieder bewiesen, DASS ES NICHT AN MIR LIEGT. Ein Mittzwanziger hat von dem I-Pod, den er seinem Lebensgefaehrten zu Weihnachten gekauft hat, erzaehlt. Und ich war sofort mittendrin.
Mit alten Schachteln konnte ich noch nie. Schon als Kind nicht. Dass ich jetzt 'biologisch' zu denen gehoere, hat an dieser Tatsache nichts geaendert. Es liegt nicht an mir. Gut, das ab und zu - gerade heute - mal wieder bestaetigt zu bekommen. Denn ich fange manchmal schon an, selbstzweifelnd mich zu hinterfragen. Nicht angebracht. Ich merke es ja auch im Privatbereich. Wo ich mir Leute ja aussuchen kann. In meinem Privatbereich gibt es keine alten Schachteln. Ein paar heisse Frauen ueber 40^^, aber... KEINE ALTEN SCHACHTELN. Es gibt da einen gravierenden Unterschied. Ich erwarte wie immer nicht, dass den jemand versteht.
Morgen - am Heiligabend - muss ich noch einen halben Tag in die menopausale Schlangengrube. Und mir wird das Leben zur Hoelle gemacht werden. Ich muss versuchen, mich in die Schachteln, und was sie treibt, hineinzuversetzen. Vielleicht kann ich dann Milde gelten lassen und "drueberstehen". Ja, das sagt sich so leicht, wenn ich abends zu Hause bin und meine Ruhe habe. Wenn ich dann tatsaechlich wieder mitten in der Situation drin bin, werde ich doch wieder durchdrehen. Ich kenne mich ja.
In der weiteren Abteilung gibt es auch seit ein paar Jahren ein paar junge Leute (-30), mit denen ich leider beruflich nicht sooooo viele Beruehrungspunkte habe. Aber .. WENN ich sie habe, dann merke ich AUF DER STELLE einen gravierenden Unterschied zu dem menopausalen Mausoleum, das leider mein Alltag ist: Meine Witze werden verstanden. Ich spuere einen Bezug. Man kann eine normale Unterhaltung fuehren. Das sind zum grossen Teil junge Maenner, z. T. schwul. Mit denen kann man Witze reissen ueber alles Moegliche. Die sind witzig, schlagfertig, humorig, INTELLIGENT. Zum Glueck sass ich neben so einem bei dem Lunch gestern, das hat den Tag gerettet. Na ja, nicht ganz, denn Frau Z. sass mir direkt gegenueber und hat vor 18 Leuten ihre Schau abgezogen, was den positiven Effekt des witzigen, intelligenten jungen Mannes leider neutralisierte. Und der ist nicht nur witzig und echt humorig, sondern LAUT. So laut, dass Kollegin E. ein paarmal aufstand und zu ihm hinging, um ihn diskret zu "ermahnen". Trotzdem konnte selbst er nicht Frau Z. uebertoenen, die manisch jeden nicht anwesenden Mitarbeiter vor dem gefesselten Publikum durch den Dreck zog (hier schrille, kuenstliche Lache einschieben). ABER *SIE* WURDE VON NIEMANDEM ERMAHNT. WTF.
Aber der Punkt ist... ein kurzes Schwaetzchen mit zwei unter-30 Typen am Aufzug heute abend hat mir mal wieder bewiesen, DASS ES NICHT AN MIR LIEGT. Ein Mittzwanziger hat von dem I-Pod, den er seinem Lebensgefaehrten zu Weihnachten gekauft hat, erzaehlt. Und ich war sofort mittendrin.
Mit alten Schachteln konnte ich noch nie. Schon als Kind nicht. Dass ich jetzt 'biologisch' zu denen gehoere, hat an dieser Tatsache nichts geaendert. Es liegt nicht an mir. Gut, das ab und zu - gerade heute - mal wieder bestaetigt zu bekommen. Denn ich fange manchmal schon an, selbstzweifelnd mich zu hinterfragen. Nicht angebracht. Ich merke es ja auch im Privatbereich. Wo ich mir Leute ja aussuchen kann. In meinem Privatbereich gibt es keine alten Schachteln. Ein paar heisse Frauen ueber 40^^, aber... KEINE ALTEN SCHACHTELN. Es gibt da einen gravierenden Unterschied. Ich erwarte wie immer nicht, dass den jemand versteht.
Morgen - am Heiligabend - muss ich noch einen halben Tag in die menopausale Schlangengrube. Und mir wird das Leben zur Hoelle gemacht werden. Ich muss versuchen, mich in die Schachteln, und was sie treibt, hineinzuversetzen. Vielleicht kann ich dann Milde gelten lassen und "drueberstehen". Ja, das sagt sich so leicht, wenn ich abends zu Hause bin und meine Ruhe habe. Wenn ich dann tatsaechlich wieder mitten in der Situation drin bin, werde ich doch wieder durchdrehen. Ich kenne mich ja.
Bla bla bla bla - bitte nicht wund werden vom Scrollen
Es ist auffallend, wie taufrisch und entspannt ich morgens aussehe, und wie mitgenommen dann nach ein paar Stunden in dem Saftladen/mit bestimmten Kollegen. Die Bilder von gestern illustrieren das sehr schoen. (Die paar Glaeschen Wein hatten nur das Geringste damit zu tun - es ist jeden Tag so.)
Ich merke das staendig, denn ich gucke gerne und oft in den Spiegel. Und seelischen Stress sieht man mir sofort im Gesicht an. Sofort. Habe es gerade wieder gemerkt. Bin seit heute morgen 5 Jahre gealtert. Und das ist noch eine gnaedige Einschaetzung.
Ich kann aber nicht weg. Habe vor kurzem mal Bilanz gezogen: Die Vorteile des Jobs ueberwiegen ueberwaeltigend (komische Formulierung, aber ich kann im Moment nix Besseres...) Das Einzige, was negativ ist, sind die kleinlichen Persoenlichkeitskonflikte, die sich im letzten Jahr in die Stratosphaere gesteigert haben. Das ist nur eine negative Sache vs. 10+ positiven Sachen. Also eindeutig, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich woanders sicherlich auch irgendwelchen komischen Persoenlichkeiten ausgesetzt waere, vielleicht sogar noch schlimmer, und moeglicherweise ohne all die Vorteile, und ohne wenigstens das bischen Stand, das mit einer halbwegs langjaehrigen Mitarbeiterschaft kommt. Zu allem Ueberfluss waere ich dann auch noch "die Neue", und muesste Spielchen spielen und in Aersche kriechen.
Ich weiss, dass ich mich hierher zuruecksehnen wuerde. Solche impulsiven Fehler habe ich schon oefter im Leben gemacht. Dadurch bin ich etwas aengstlicher geworden. Ich mag das nicht an mir, aber es ist Tatsache. Ich werde es auch nicht verschoenigen, indem ich es "weiser", "erfahrener", "klueger", o. Aeh. Kotziges nenne. Ich bin aengstlicher geworden, und weniger risiko-freudig. Ich bin vorsichtiger geworden, denn ich weiss mehr, als ich wissen will, oder als mir guttut. Das ist etwas Negatives, und es irgendwie in einen "Vorteil", eine "Tugend", oder so was zu verdrehen, waere nur beleidigend. Langer Rede kurzer Sinn: Diesen Job fuer einen anderen zu verlassen, wuerde keinen Sinn machen. (All das natuerlich davon ausgehend, ob ich ueberhaupt was anderes finden wuerde, was in der heutigen Zeit sehr fraglich ist...)
Wegen kleinlicher Persoenlichkeitskonflikte verlaesst man keinen Job, bei dem sonst alles stimmt. Btw, es ist nicht nur Frau Z. und ihr Scheiss. Eine andere Kollegin, deren Bereich sich mit meinem kaum ueberschneidet, hat im letzten Jahr ein bischen Autoritaet bekommen, gekuppelt mit einer Mid-Life-Crisis, und totalem Fehlen von Menschenkenntnis. Und die hat mich als ihr Versuchskaninchen auserkoren, ihre "Autoritaet" zu "ueben". Vom Chef abgesegnet. Bei dem habe ich mich mal Anfang des Jahres beklagt, da hiess es, der habe ich zu gehorchen. Und sie nutzt es gnadenlos aus. Ich bin es gewoehnt, meine Arbeit unabhaengig zu machen, mein eigener Herr zu sein. Je mehr ich in Ruhe gelassen werde, und das Gefuehl habe, dass ich (innerhalb meines Aufgabenbereiches) selbstbestimmt bin, umso produktiver werde ich. Je mehr ich beobachtet werde, und hereingeredet bekomme, umso schneller mache ich dicht. Aber die Leute, die selber am meisten davon profitieren koennten, das zu erkennen (in Form einer extra-zuvorkommenden, produktiven, hilfsbereiten, gluecklichen hsm), die erkennen das nicht. Und wuerden auch nicht danach handeln, wenn sie es erkennen wuerden. Dafuer ist das eigene Ego, und das Beweisen-Muessen irgendwelcher "Fuehrungs-Talente" zu extrem.
Ich kann aber mein eigenes Ego nicht um des Friedens willen wegstecken, und die Dinge abhaken. Darum bin ich hier seit fast einem Jahr permanent miserabel. Ich durchschaue so vieles, muss dieses Wissen aber herunterschlucken. Da koennen die Vorteile noch so toll sein, die "kleinlichen" Persoenlichkeitskonflikte ueberschatten alles was positiv ist. Nur noch sie existieren. Was interessiert mich die tolle Krankenversicherung in dem Moment, wo ich mal wieder oeffentlich abgekanzelt werde, und mir von einer Person in meine Arbeit hineinreden lassen muss, die sich wirklich nicht damit auskennt, aber so tun muss, als ob - auf meine Kosten? Der Tag ist gelaufen. Da kann der bezahlte Urlaub noch so grosszuegig sein, das Gehalt noch so toll im Vergleich zur selben Arbeit in anderen Firmen. Der Tag ist gelaufen. Basta.
Jetzt werde ich 10 Tage hier wegkommen. Ich werde aufleben. Ich werde bei guter Laune sein. Vielleicht nicht sofort, es wird sich aber nach ein paar Tagen so einpendeln. Und gerade, wenn ich mich rundum anfange, wie ein Mensch zu fuehlen, wird die Verschnaufpause vorbei sein. Mir wird es schon tagelang vorher davor grauen. Ich werde jammern, ungluecklich sein, alles in mir wird sich dagegen straeuben. Und dann.... werde ich wieder hierherkommen. Denn mir ist dieses Jahr zum allerersten Mal etwas bewusst geworden: Ich muss arbeiten, fuer's Geld. Mir bleibt nichts anderes uebrig. Wenn der grosse Burnout kommt, kann ich nicht eben mal mir ein paar Monate frei nehmen, auf was anderes umsatteln, oder ganz aufhoeren. Noch nicht mal 6 Wochen in Kur fahren (Winke an Deutschland und sein Sozialsystem, ueber das trotzdem immer gejammert wird.)
Mag sein, dass das schon immer so gewesen ist, dass ich wegen Geld sowieso arbeiten "muesste". Aber es war sekundaer. Die Frage hat sich nie gestellt. Denn - ich habe schon immer freiwillig und gerne gearbeitet. Aus Erfuellung. Um mich als ganzer Mensch zu fuehlen. Dass ich es vielleicht sowieso tun "muesste", um zu leben, die Frage hat sich also nie gestellt. Weil ich es ja wollte, und zwar unabhaengig davon, ob ich "muss" oder nicht. Jetzt komme ich mir zum ersten Mal vor wie ein Loser. Mir wird zum ersten Mal bewusst, dass sich das "ich will arbeiten, weil es mir Spass macht" auch mal aendern kann. Und ich dann trotzdem weitermachen muss. Wegen des Geldes. Und so Sprueche wie "so geht es doch viiiiiiiiiiielen" machen es nicht besser. Sondern schlimmer. Aber ich erwarte nicht, dass das jemand versteht. Mit 50 fange ich langsam an, mich von der Hoffnung zu verabschieden, dass mich noch je im Leben jemand VOLL UND GANZ verstehen wird. Nicht nur mal hier und da ein Teilchen von mir, sondern das ganze Paket. Dafuer ist meine Lebensgeschichte zu fragmentiert. Aber das ist ein anderes Thema.
Ich merke das staendig, denn ich gucke gerne und oft in den Spiegel. Und seelischen Stress sieht man mir sofort im Gesicht an. Sofort. Habe es gerade wieder gemerkt. Bin seit heute morgen 5 Jahre gealtert. Und das ist noch eine gnaedige Einschaetzung.
Ich kann aber nicht weg. Habe vor kurzem mal Bilanz gezogen: Die Vorteile des Jobs ueberwiegen ueberwaeltigend (komische Formulierung, aber ich kann im Moment nix Besseres...) Das Einzige, was negativ ist, sind die kleinlichen Persoenlichkeitskonflikte, die sich im letzten Jahr in die Stratosphaere gesteigert haben. Das ist nur eine negative Sache vs. 10+ positiven Sachen. Also eindeutig, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich woanders sicherlich auch irgendwelchen komischen Persoenlichkeiten ausgesetzt waere, vielleicht sogar noch schlimmer, und moeglicherweise ohne all die Vorteile, und ohne wenigstens das bischen Stand, das mit einer halbwegs langjaehrigen Mitarbeiterschaft kommt. Zu allem Ueberfluss waere ich dann auch noch "die Neue", und muesste Spielchen spielen und in Aersche kriechen.
Ich weiss, dass ich mich hierher zuruecksehnen wuerde. Solche impulsiven Fehler habe ich schon oefter im Leben gemacht. Dadurch bin ich etwas aengstlicher geworden. Ich mag das nicht an mir, aber es ist Tatsache. Ich werde es auch nicht verschoenigen, indem ich es "weiser", "erfahrener", "klueger", o. Aeh. Kotziges nenne. Ich bin aengstlicher geworden, und weniger risiko-freudig. Ich bin vorsichtiger geworden, denn ich weiss mehr, als ich wissen will, oder als mir guttut. Das ist etwas Negatives, und es irgendwie in einen "Vorteil", eine "Tugend", oder so was zu verdrehen, waere nur beleidigend. Langer Rede kurzer Sinn: Diesen Job fuer einen anderen zu verlassen, wuerde keinen Sinn machen. (All das natuerlich davon ausgehend, ob ich ueberhaupt was anderes finden wuerde, was in der heutigen Zeit sehr fraglich ist...)
Wegen kleinlicher Persoenlichkeitskonflikte verlaesst man keinen Job, bei dem sonst alles stimmt. Btw, es ist nicht nur Frau Z. und ihr Scheiss. Eine andere Kollegin, deren Bereich sich mit meinem kaum ueberschneidet, hat im letzten Jahr ein bischen Autoritaet bekommen, gekuppelt mit einer Mid-Life-Crisis, und totalem Fehlen von Menschenkenntnis. Und die hat mich als ihr Versuchskaninchen auserkoren, ihre "Autoritaet" zu "ueben". Vom Chef abgesegnet. Bei dem habe ich mich mal Anfang des Jahres beklagt, da hiess es, der habe ich zu gehorchen. Und sie nutzt es gnadenlos aus. Ich bin es gewoehnt, meine Arbeit unabhaengig zu machen, mein eigener Herr zu sein. Je mehr ich in Ruhe gelassen werde, und das Gefuehl habe, dass ich (innerhalb meines Aufgabenbereiches) selbstbestimmt bin, umso produktiver werde ich. Je mehr ich beobachtet werde, und hereingeredet bekomme, umso schneller mache ich dicht. Aber die Leute, die selber am meisten davon profitieren koennten, das zu erkennen (in Form einer extra-zuvorkommenden, produktiven, hilfsbereiten, gluecklichen hsm), die erkennen das nicht. Und wuerden auch nicht danach handeln, wenn sie es erkennen wuerden. Dafuer ist das eigene Ego, und das Beweisen-Muessen irgendwelcher "Fuehrungs-Talente" zu extrem.
Ich kann aber mein eigenes Ego nicht um des Friedens willen wegstecken, und die Dinge abhaken. Darum bin ich hier seit fast einem Jahr permanent miserabel. Ich durchschaue so vieles, muss dieses Wissen aber herunterschlucken. Da koennen die Vorteile noch so toll sein, die "kleinlichen" Persoenlichkeitskonflikte ueberschatten alles was positiv ist. Nur noch sie existieren. Was interessiert mich die tolle Krankenversicherung in dem Moment, wo ich mal wieder oeffentlich abgekanzelt werde, und mir von einer Person in meine Arbeit hineinreden lassen muss, die sich wirklich nicht damit auskennt, aber so tun muss, als ob - auf meine Kosten? Der Tag ist gelaufen. Da kann der bezahlte Urlaub noch so grosszuegig sein, das Gehalt noch so toll im Vergleich zur selben Arbeit in anderen Firmen. Der Tag ist gelaufen. Basta.
Jetzt werde ich 10 Tage hier wegkommen. Ich werde aufleben. Ich werde bei guter Laune sein. Vielleicht nicht sofort, es wird sich aber nach ein paar Tagen so einpendeln. Und gerade, wenn ich mich rundum anfange, wie ein Mensch zu fuehlen, wird die Verschnaufpause vorbei sein. Mir wird es schon tagelang vorher davor grauen. Ich werde jammern, ungluecklich sein, alles in mir wird sich dagegen straeuben. Und dann.... werde ich wieder hierherkommen. Denn mir ist dieses Jahr zum allerersten Mal etwas bewusst geworden: Ich muss arbeiten, fuer's Geld. Mir bleibt nichts anderes uebrig. Wenn der grosse Burnout kommt, kann ich nicht eben mal mir ein paar Monate frei nehmen, auf was anderes umsatteln, oder ganz aufhoeren. Noch nicht mal 6 Wochen in Kur fahren (Winke an Deutschland und sein Sozialsystem, ueber das trotzdem immer gejammert wird.)
Mag sein, dass das schon immer so gewesen ist, dass ich wegen Geld sowieso arbeiten "muesste". Aber es war sekundaer. Die Frage hat sich nie gestellt. Denn - ich habe schon immer freiwillig und gerne gearbeitet. Aus Erfuellung. Um mich als ganzer Mensch zu fuehlen. Dass ich es vielleicht sowieso tun "muesste", um zu leben, die Frage hat sich also nie gestellt. Weil ich es ja wollte, und zwar unabhaengig davon, ob ich "muss" oder nicht. Jetzt komme ich mir zum ersten Mal vor wie ein Loser. Mir wird zum ersten Mal bewusst, dass sich das "ich will arbeiten, weil es mir Spass macht" auch mal aendern kann. Und ich dann trotzdem weitermachen muss. Wegen des Geldes. Und so Sprueche wie "so geht es doch viiiiiiiiiiielen" machen es nicht besser. Sondern schlimmer. Aber ich erwarte nicht, dass das jemand versteht. Mit 50 fange ich langsam an, mich von der Hoffnung zu verabschieden, dass mich noch je im Leben jemand VOLL UND GANZ verstehen wird. Nicht nur mal hier und da ein Teilchen von mir, sondern das ganze Paket. Dafuer ist meine Lebensgeschichte zu fragmentiert. Aber das ist ein anderes Thema.
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