Wann war das letzte Mal, dass ich an einem Tag zwei Eintraege hier geschrieben habe? Aber ich haenge gerade so schoen gemuetlich vorm PC ab, und DIESER Aufreger schreit nach einem DEUTSCHEN Publikum.
Nun habe ich ja erfolgreich mit Vattern den Kontakt abgebrochen. Hat ueber ein Jahr gedauert, bis er es endlich akzeptiert hat, aber im November habe ich ihm auf seine andauernden Schoenwetter-Kontaktaunahmen ein paar unangenehme Wahrheiten an den Kopf geworfen (zusaetzlich zu denen von einem Jahr ZUVOR), und ihm gesagt, dass mir der Kontakt nicht gut tut. Und dann auf seine Antworttiraden einfach nicht mehr geantwortet.
Und nun laesst der verknoecherte, kriegsgeschaedigte Alte das an MEINEM SOHN aus! Wohl weil er mich nicht mehr kontrollieren kann, und davon abgesehen sowieso eine Schraube locker hat.
Hatte er vor mehreren Wochen meinem Sohn zum Geburtstag ge-emailt, und dass noch "eine Kleinigkeit" fuer ihn "auf die Reise geschickt" worden waere. Sonst hat er ihm immer $100 auf's Konto ueberwiesen, Sohn hatte schon Plaene mit dem Geld gemacht, und sich gefragt, wo es denn diesmal bleibt? Ich habe ihm gesagt, dass er sich keine Hoffnungen machen soll, dass der geizkragige kriegsgeschaedigte Alte jetzt wohl seinen Zwist mit seiner Tochter an seinem Enkel abreagiert. Ich kenne ihn naemlich. Und dass die "Kleinigkeit", die - strategisch passiv-aggressiv verspaetet abgeschickt - wohl sicher eine Schachtel Pralinen oder sonst was Unbrauchbares fuer einen erwachsenen jungen Mann sein wird, Sohn sich also auch da keine Hoffnungen machen soll. Die Mail war uebrigens wie immer auf deutsch (Motto: Deine Mutter kann's dir ja uersetzen), obwohl er englisch kann, aber nicht will. Soll der Bengel doch endlich mal deutsch lernen. Nun ja, diese Haltung kenne ich ja schon seit fast 3 Jahrzehnten, das waere auch keinen Aufreger wert. (Nebenbei habe ich dabei festgestellt, dass es kein richtiges englisches Wort fuer "Kleinigkeit" (im Sinn von Geschenk) gibt, das ist auch wieder so ein urdeutscher, GEIZIGER Ausdruck.)
Dann kam aber wochenlang nichts. Ich habe Sohn gesagt, mach dir keine Hoffnung, von denen ist NULL zu erwarten, und das meine ich nicht nur materiell. Ich kenne das schon zu gut aus meiner Kindheit. Wenn meine Omas nicht gewesen waeren, wenn ich tatsaechlich auf meine "Eltern" angewiesen gewesen waere, haette ich wohl eine sehr armselige Kindheit gehabt, emotional wie materiell. Aber meine Omas haben immer alles abgefedert. Wie sehr meine "Eltern" nichts taugen, fiel mir erst mit 38 wie Schuppen von den Augen, als meine zweite Oma gestorben ist.Und mein Sohn hat natuerlich zunehmend gemerkt, dass er an seinen "Grosseltern" dort drueben keine Familie hat. Die haben viel zu viel Angst, dass sie mal zu etwas "herangezogen" werden koennten, um eine gescheite Familie zu sein.
Nun steckte gestern abend ein Zettel vom Briefboten in der Tuer, dass ein eingeschriebener Brief an Sohn gekommen ist. Er also heute zur Post gelatscht, um den abzuholen. Ich und mein muetterlicher Schutzinstinkt noch mal: Erwarte nichts. Erwarte NICHTS. (Die 100 Dollar, auf die er sich von seinem Opa gefreut hatte, habe ich ihm mittlerweile selber gegeben, um die Aktion des alten Arschloch's auszugleichen.)
Dannnnn ruft Sohn mich von unterwegs an: Du wirst es nicht glauben, es ist eine Karte und ........ 20 Euro. Euro. Nicht mal umgetauscht. Und 20. Zwanzig. 20 Euro. Euro. Nicht Dollar. Ich: Ja, kann das stimmen?? Hast du auch richtig geguckt? Doch Geld, und dann aber nur 20 Euro? Nicht mal in $ umgetauscht? Und bar, per Brief? Ich glaube, ich bin im falschen Film. Das ist doch eine Beleidigung. Es waere weniger Beleidigung gewesen, gar nichts zu schicken. Oder ein Paket mit irgendwelchem Krimskrams. Aber einem erwachsenen jungen Mann so einen Betrag, und dann noch in einer fremden Waehrung=unbrauchbar als GEBURTSTAGSGESCHENK? Und dann noch Wochen spaeter? DAS....ist selbst fuer Vattern unterste Schublade, und von dem bin ich schon so einiges gewoehnt.
Ich habe dann Sohn gesagt, er soll sehen, ob er es nicht wenigstens bei der Bank umgetauscht kriegt, falls die ihn nicht auslachen wegen so eines laecherlicn Betrags. Aber da es spaet am Samstag Nachmittag war, hatte die Bank schon zu.
Ich hab dann als er heimkam geguckt, ob er sich nicht vielleicht doch verguckt hat. Vielleicht waren es ja zwei hundert. Nein, auf dem komischen hellblauen Wisch (kenne mich nicht wirklich mit Euros aus) steht tatsaechlich 20. Zwei Null. 20.
Ich wuensche mir sehr, dass Vattern in Zukunft seine geizkragigen Unverschaemtheiten sein laesst, und in seinem grossen leeren Haus nebst (leerer, denn er traut keinem) Einliegerwohnung, verschimmelt. Und seine Frau, die den Scheiss mitmacht, das mit sich machen laesst aus Angst, obwohl sie selbst eher grosszuegiger Natur ist, noch dazu.
Als ich den hellblauen Wisch sah, musste ich erst mal herzlich lachen. Und habe dann Sohn gesagt, das muss man am besten mit Humor nehmen. Denn Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Menno.
Ich bin (lachend) sprachlos. Ueber die besten Witze lacht man lautlos, nicht schallend.
PS. Ich fragte mich schon als Kind: Warum haben andere in meinem Alter normale Eltern? Die haben doch auch den Krieg mitgemacht, sind aber nicht SO geworden...
Schreibtischheldin speit Feuer. Jetzt mit Regenmotiv. Denn das Leben ist ein Traenenmeer. Mein Lebensmotto: ALSO DEN GANZEN TAG AM SCHREIBTISCH SITZEN, DAS KOENNTE ICH NICHT. DAFUER BIN ICH EIN VIEL ZU SENSIBLES, KREATIVES PFLAENZCHEN. DA WUERDE ICH EINGEHEN.
Showing posts with label Familie. Show all posts
Showing posts with label Familie. Show all posts
Saturday, March 9, 2013
Tuesday, January 3, 2012
Irgendwann reicht's. Heute ist Irgendwann.
Mit meiner Verwandtschaft dort drueben habe ich jetzt endgueltig abgeschlossen. Der heutige Sadismus meiner sogenannten Mutter, der nur mal wieder ihren unterschwelligen Hass gegen mich zum Vorschein gebracht hat, war der letzte Tropfen. Was die bei mir anstellen kann... schon immer, nur war es heute besonders krass. Fast 2 Wochen hatte ich kaum an die MS gedacht. Und wenn doch, dann nur um mich zu wundern, dass ich sie im Moment so gaaar nicht fuehle. Habe manchmal vergessen, dass ich sie habe. Bin auch in der Zeit nicht ans Telefon als Muttern angerufen hat, sicher besteht da gaaaar kein Zusammenhang, ha. Hat sie mich heute im Buero angerufen und ich bin drangegangen.....
Im Laufe des Nachmittags habe ich mich immer schlechter gefuehlt MS technisch. Meine linke Seite vollkommen unbalanciert bis ich heute abend kaum geradeaus laufen konnte (jetzt geht es wieder) weil es mich immer nach links gezogen hat. Als ich nach Hause kam, habe ich als allererstes mich an den Computer gesetzt (weil mein Gleichgewicht immer schlimmer wurde, ich mich irgendwie ganz "wattig" fuehlte, und all das mit der frischen Erinnerung von Mutterns Erguessen heute morgen...). Dann habe ich mich an den Computer gesetzt und in Google eingegeben "Can you die from MS". Muss das sein, dass man in so einem Zustand ist? Nein. Darum bin ich mit meiner Verwandtschaft, die virtuos darin ist, dass ich mich von jetzt auf gleich vollkommen miserabel fuehle, endgueltig durch. Mit Vattern ja eh schon, obwohl der wieder um Weihnachten herum so getan hat, als ob nix gewesen waere, voll selbstgerecht ueberzeugt, dass das alles nur eine Laune von mir gewesen war, und er mir das schon ausgeredet haette (geflissentlich uebersehend, dass ICH mich mit Ankuendigung bewusst aus dem Gezanke gezogen habe). Dieses mich-nicht-ernst nehmen hat mich sowas von wuetend gemacht. Mit Vattern bin ich also seit Oktober Mitte fertig, mit Muttern seit heute. Einmal langt's.
PS. Was ich an MS und ob man daran sterben kann gefunden habe ist natuerlich alles Zeugs, das ich schon vor Monaten recherchiert habe, und auch vom Arzt usw. schon laengst weiss. Grundsaetzlich stirbt man nicht an MS, schon gar nicht an der remit-relapse (deutsch?????) Version, die ich habe. Vernuenftige Gruende gibt es nicht fuer Mutterns Gequatsche. Aber gefuehlsmaessig hat sie mich trotzdem vollkommen aus dem Gleichgewicht gebracht. Auf saemtliche Arten. Zumindest hat mir das Ganze mal wieder bestaetigt, wie sehr STRESS meine Symptome ankurbelt. Ansonsten sage ich nur noch, wer solche "Eltern" hat, braucht keine Feinde mehr. Ansonsten sind mir die Herrschaften kein weiteres Wort mehr wert.
Im Laufe des Nachmittags habe ich mich immer schlechter gefuehlt MS technisch. Meine linke Seite vollkommen unbalanciert bis ich heute abend kaum geradeaus laufen konnte (jetzt geht es wieder) weil es mich immer nach links gezogen hat. Als ich nach Hause kam, habe ich als allererstes mich an den Computer gesetzt (weil mein Gleichgewicht immer schlimmer wurde, ich mich irgendwie ganz "wattig" fuehlte, und all das mit der frischen Erinnerung von Mutterns Erguessen heute morgen...). Dann habe ich mich an den Computer gesetzt und in Google eingegeben "Can you die from MS". Muss das sein, dass man in so einem Zustand ist? Nein. Darum bin ich mit meiner Verwandtschaft, die virtuos darin ist, dass ich mich von jetzt auf gleich vollkommen miserabel fuehle, endgueltig durch. Mit Vattern ja eh schon, obwohl der wieder um Weihnachten herum so getan hat, als ob nix gewesen waere, voll selbstgerecht ueberzeugt, dass das alles nur eine Laune von mir gewesen war, und er mir das schon ausgeredet haette (geflissentlich uebersehend, dass ICH mich mit Ankuendigung bewusst aus dem Gezanke gezogen habe). Dieses mich-nicht-ernst nehmen hat mich sowas von wuetend gemacht. Mit Vattern bin ich also seit Oktober Mitte fertig, mit Muttern seit heute. Einmal langt's.
PS. Was ich an MS und ob man daran sterben kann gefunden habe ist natuerlich alles Zeugs, das ich schon vor Monaten recherchiert habe, und auch vom Arzt usw. schon laengst weiss. Grundsaetzlich stirbt man nicht an MS, schon gar nicht an der remit-relapse (deutsch?????) Version, die ich habe. Vernuenftige Gruende gibt es nicht fuer Mutterns Gequatsche. Aber gefuehlsmaessig hat sie mich trotzdem vollkommen aus dem Gleichgewicht gebracht. Auf saemtliche Arten. Zumindest hat mir das Ganze mal wieder bestaetigt, wie sehr STRESS meine Symptome ankurbelt. Ansonsten sage ich nur noch, wer solche "Eltern" hat, braucht keine Feinde mehr. Ansonsten sind mir die Herrschaften kein weiteres Wort mehr wert.
Vom Urologen um die Ecke gebracht, Happy New Year'S, und andere Alltagstragoedien
Bis Mittag 8 (acht) "Happy New Year'S" von Frau Zipperlein.
Vor zehn ein Anruf von Muttern, der ein Rundumschlag gegen mich war indem sie sich allerdings mit EINER Sache ueberschlagen hat: Laut einer angeheirateten Tante (eine wohlbekannte Giftschlange der gefaehrlichsten Art, die ihr Gift unter dem Deckmantel der "Anteilnahme" herumtraegt - Muttern hat sie frueher deswegen gehasst, aber heute kriecht sie ihr seit Jahren in den Arsch) ist der Ex Mann ihrer adoptierten Tochter (echt - das KANN man gar nicht erfinden) an MS gestorben. Der haette aber schon ganz schlimm "getorkelt" und waere zum Schluss im Rollstuhl gesessen. Allerdings noch "nicht so alt". An seinem Todestag waere er vorher "noch beim Urologen gewesen", und dann zu Hause auf einmal gestorben. Details habe ich keine erfragt und auch nicht bekommen ausser "was DER (Urologe) da wohl mit dem armen Mann GETRIEBEN hat!" (O-Ton von Muttern). (Armer Mann???!!! Hae? Das letzte Mal wo der erwaehnt wurde, war er ein Polygamist, ein "Heiratsschwindler", Schlaeger, und Saeufer. Die drehen sich's, wie's ihnen gerade passt. Das nur nebenbei.) Meinen Einwurf, dass der doch sicher an was ganz anderem gestorben waere und halt zufaellig nebenher auch noch MS hatte, hat sie ignoriert und einfach weitergebabbelt. War ihr wohl zu positiv, und in Positivem will sie mich nicht auch noch bestaetigen das waere ja noch schoener.... :/ :(((
Die anderen Details des heutigen Telefonats mit Muttern erspar ich mir. Albtraeume soll man nicht freiwillig noch mal durchleben. Allerdings ist jetzt jeder Zweifel beseitigt, dass ich mit BEIDEN Seiten meiner Familie (also auch Mutter, nicht nur Vattern) den Kontakt abbrechen muss - aus reinem Selbstschutz.
Dabei sagen meine ganzen bisherigen Infos, dass man an MS nicht sterben kann. Nun habe ich Angst. Danke Muttern. Danke Giftschlange Helga. Danke Muttern, dass du Giftschlange Helga's Gemeinheiten glaubst und ernstnimmst und mir unter die Nase reibst. Danke.
Im Moment haette ich nix dagegen, wenn dieses Jahr die Apokalypse stattfindet. Viel ertraeglicher, als wenn ich alleine gehen muss. Wenn gleich die ganze Welt mit weg geht, dann ist die Vorstellung nicht so schlimm. Da ist wenigstens keiner da, der einem posthumously die Menschenwuerde raubt mit schleimigem "Mitleid", wenn man sich nicht mehr wehren kann. Weg mit der ganzen Welt. Wenn ich gehe, gehen besser alle mit. Kein grosser Verlust. Wie sagt Kirsten Dunst in "Melancholia": "The earth is evil. No one is going to miss it." Recht hat sie ... "Justine" soll zwar schwer depressiv sein. Dann bin ich es wohl auch, denn diesem Statement gebe ich aus voller Brust (oder wie all die bloeden dt. ausdruecke heisssen) Recht. Whatever. Der naechste Urologe kommt bestimmt. Vielleicht reicht auch ein intensiver Blick der Giftspritze Helga um einen umzulegen. Und dann den Urologen beschuldigen, schon klar. Ich schreibe jetzt Quatsch, was solls.
Das sind meine Gedanken zum neuen Jahr am 3. Januar. Sogar heute morgen ging es mir noch gut genug, dass ich einem Bettler Geld gegeben habe mit dem Vorsatz, dieses Jahr ein besserer Mensch zu sein. Dann ist Frau Z. in ihren Happy New Year'S Schreikrampf ausgebrochen. Und Muttern hat angerufen.
Nun bin ich wieder bedient.
:/
Vor zehn ein Anruf von Muttern, der ein Rundumschlag gegen mich war indem sie sich allerdings mit EINER Sache ueberschlagen hat: Laut einer angeheirateten Tante (eine wohlbekannte Giftschlange der gefaehrlichsten Art, die ihr Gift unter dem Deckmantel der "Anteilnahme" herumtraegt - Muttern hat sie frueher deswegen gehasst, aber heute kriecht sie ihr seit Jahren in den Arsch) ist der Ex Mann ihrer adoptierten Tochter (echt - das KANN man gar nicht erfinden) an MS gestorben. Der haette aber schon ganz schlimm "getorkelt" und waere zum Schluss im Rollstuhl gesessen. Allerdings noch "nicht so alt". An seinem Todestag waere er vorher "noch beim Urologen gewesen", und dann zu Hause auf einmal gestorben. Details habe ich keine erfragt und auch nicht bekommen ausser "was DER (Urologe) da wohl mit dem armen Mann GETRIEBEN hat!" (O-Ton von Muttern). (Armer Mann???!!! Hae? Das letzte Mal wo der erwaehnt wurde, war er ein Polygamist, ein "Heiratsschwindler", Schlaeger, und Saeufer. Die drehen sich's, wie's ihnen gerade passt. Das nur nebenbei.) Meinen Einwurf, dass der doch sicher an was ganz anderem gestorben waere und halt zufaellig nebenher auch noch MS hatte, hat sie ignoriert und einfach weitergebabbelt. War ihr wohl zu positiv, und in Positivem will sie mich nicht auch noch bestaetigen das waere ja noch schoener.... :/ :(((
Die anderen Details des heutigen Telefonats mit Muttern erspar ich mir. Albtraeume soll man nicht freiwillig noch mal durchleben. Allerdings ist jetzt jeder Zweifel beseitigt, dass ich mit BEIDEN Seiten meiner Familie (also auch Mutter, nicht nur Vattern) den Kontakt abbrechen muss - aus reinem Selbstschutz.
Dabei sagen meine ganzen bisherigen Infos, dass man an MS nicht sterben kann. Nun habe ich Angst. Danke Muttern. Danke Giftschlange Helga. Danke Muttern, dass du Giftschlange Helga's Gemeinheiten glaubst und ernstnimmst und mir unter die Nase reibst. Danke.
Im Moment haette ich nix dagegen, wenn dieses Jahr die Apokalypse stattfindet. Viel ertraeglicher, als wenn ich alleine gehen muss. Wenn gleich die ganze Welt mit weg geht, dann ist die Vorstellung nicht so schlimm. Da ist wenigstens keiner da, der einem posthumously die Menschenwuerde raubt mit schleimigem "Mitleid", wenn man sich nicht mehr wehren kann. Weg mit der ganzen Welt. Wenn ich gehe, gehen besser alle mit. Kein grosser Verlust. Wie sagt Kirsten Dunst in "Melancholia": "The earth is evil. No one is going to miss it." Recht hat sie ... "Justine" soll zwar schwer depressiv sein. Dann bin ich es wohl auch, denn diesem Statement gebe ich aus voller Brust (oder wie all die bloeden dt. ausdruecke heisssen) Recht. Whatever. Der naechste Urologe kommt bestimmt. Vielleicht reicht auch ein intensiver Blick der Giftspritze Helga um einen umzulegen. Und dann den Urologen beschuldigen, schon klar. Ich schreibe jetzt Quatsch, was solls.
Das sind meine Gedanken zum neuen Jahr am 3. Januar. Sogar heute morgen ging es mir noch gut genug, dass ich einem Bettler Geld gegeben habe mit dem Vorsatz, dieses Jahr ein besserer Mensch zu sein. Dann ist Frau Z. in ihren Happy New Year'S Schreikrampf ausgebrochen. Und Muttern hat angerufen.
Nun bin ich wieder bedient.
:/
Saturday, October 29, 2011
In other news: Das letzte Wort
Vor ueber einer Woche beschloss ich, dieses hier als Geschenk zu nehmen, das mir den Kontaktabbruch erleichtert. Wir praesentieren hier, als ein hsm-Exklusiv (Menno von diesen hagelt es ja heute geradezu^^):
DER EINZIGE MENSCH, FUER DEN DER KRIEG EIN URLAUB WAR:
"Hallo Susanne,
schön, dass Du Dich mal richtig ausgekotzt hast. Da war für mich nichts Neues dabei. Alles bekannt. Du bist eine richtige Amerikanerin geworden. Ich habe noch keinen amerikanischen Film gesehen, der nicht auf psychischen Problemen der Frauen aufgebaut gewesen wäre. Alle kotzen sich immer aus und erzählen von ihrer schlimmen Jugend. Soweit sogut. Ich bin Dir nicht böse deswegen, ich habe Verständnis [.....]
Du kannst nur so einen Scheiß schreiben, weil Du nur die halbe Wahrheit kennst. Die andere Hälfte wissen nur [Muttern] und ich. Bei unserer Scheidung haben wir dem Richter irgend etwas vorgemacht, dass er die Scheidung aussprechen musste. Er hat erkannt, dass ich schuldlos geschieden werden musste und das Erziehungsrecht zugesprochen bekam. Mehr nicht zu diesem Thema. [.........] Auch auf die Gefahr hin, dass Du wieder denkst, ich wollte das letzte Wort, muss ich Dir widersprechen: Ich bewundere Dich!! Ich bewundere Dich, wie Du Dich trotz Deiner "schweren Jugend" behauptest und [Sohn] eine gute Mutter bist. Ich verkrafte auch die Unverschämtheit, dass ich einer sei, wie sie im Netz zu finden sind.
Meine Zeit ist mir zu wertvoll, um diese Schreibe auszudehnen, aber kurz noch ein paar Fakten: "
(Luegen ueber Luegen folgen, Anm. der Redaktion)
Dann ueber mehrere Absaetze das hier (verkuerzt - stark verkuerzt - seeeehr stark verkuerzt):
"›š‘ߊ‘›ß»Šß”ž’Œ‹òõ’–‹ß’–�ßòõ–‘Œß»Š‘”š“‹“œ—š‘Ñß»��‹ß—ž�š‘߈–�ߊ’Œ�‘Œ‹ß˜š“š�‹Óßž‘˜š�“–œ—Þß¶œ—ß—ž�šòõ¾“’ ’–ßòõ–’’š�ßš‹ˆžŒß¸š“›ß˜š˜š�š‘Ñß©–š“ß—ž‹‹šß–œ—ß‘–œ—‹Ñß¶œ—߉š�›–š‘‹šß›ž’ž“Œòõš
"
Sohn, der Computerexperte, den ich gefragt habe, ob es irgendeine Moeglichkeit gibt, das zu ent-kodieren, sagte nein, und meinte dann, da hat Vattern wohl vor Wut mit beiden Faeusten auf die Tastatur gehauen. ^^ :-D :-D
Aber irgendwann hat er sich wohl wieder in den Griff bekommen:
"Und jetzt noch etwas über die Unverschämtheit über meine Jugend zu urteilen: Ich hatte die schönste Jugend, die man sich denken kann!!! "Der Alte" war von 1939 (ich fünf) bis 1946 im Krieg bzw. in Gefangenschaft. Ich hatte nur liebe Frauen um mich herum, keinen Vater, nur meine Mutter, Tante [...] und drei Dienstmädchen, die im Laden geholfen haben, geputzt und gewaschen haben. Meine Mutter, der kleine [Onkel] und ich führten im zweiten Stock des riesengroßen Hauses ein komfortables Leben. Die Damen haben mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Und der Krieg, unter dem ich nach Deiner irrigen Auffassung leide, war mit scheißegal. Ich wusste gar nicht, worum es ging. Bei Fliegeralarm traf ich nachts im Bunker meine Freunde, und wir haben Karten gespielt. Was die zerstörte Stadt bedeutete war mir eigentlich egal. Wir haben in den Trümmern gespielt mit Steinen Latten und Balken. Toll!!
Im Sommer war ich wochenlang bei unseren Verwanden in [...] oder [...], in den Ställen, auf den Feldern und Wiesen. Glaubst Du, ich hätte mich hin- und hergeschoben gefühlt? Da war Sommer und es hieß ab mit Dir aufs Land zu Tanten und Onkels. Nachts alleine in einem Gänsefederbett, das mich beinahe erdrückte. Wunderbar und immer wieder gefreut auf den nächsten Tag. Von [...] auf nach [...] oder [...], ohne Mamachen und der Papa im Krieg. Ich habe nie darunter gelitten, mich immer wohlgefühlt. Wenn ich heute nach [...] oder [...] komme begleiten mich die schönsten Erinnerungen, auch an meine wunderschöne Zeit in der [...]straße. Als das Haus zerstört war (übrigens von den Engländern, die nurTagesangriffe flogen, die Amis nachts) fuhren wir einenTag später nach Pfrungen ganz nahe beim Bodensee. Dort lebten wir über ein halbes Jahr. Wunderbar, Bauernhof, Hühner, Kühe, Pferde und alles, was dazugehört. Dort sah in meinen Vater zum ersten Mal nachdem er 1939 eingezogen worden war. Guten Tag Papa, wie geht es Dir, Küsschen und Schluss. Ich war nur auf die Frauen fixiert aus der [...]straße und etwas traurig, weil meine Spielsachen kaputt waren. Ich hatte aber so viel Ablenkung und neue Eindrücke, dass ich sie bald vergessen hatte. Zurück [...] wohnten wir kurze Zeit in Miete in der [...]straße, dann kam "der Alte" aus der Gefangenschaft und hat kurz danach das [Haus seiner Eltern, in dem ich aufgewachsen bin Anm. der Redaktion] gekauft (mit Geld von seiner reichen Schwester, der Tante Hermine, Wurstfabrik und Metzgereien). Im [Haus der Grosseltern in dem ich aufgewachsen bin Anm. der Redaktion] gab es in der schlechten Zeit wieder Hühnerhaltung und in der Waschküche sogar Schweine. Eine tolle Zeit. Ich bin nicht kriegs- oder jugendgeschädigt. Ich habe einen ganz nüchternen Beamtenberuf ergriffen und mich hochgearbeitet und dann auf Journalismus (mit 40) umgesattelt und den Lauterer Obs den Schreibtrottel gemacht. Mit Freude und Hingabe.
[..................]
[..................] die Eltern Deiner falschen Freundinnen, mit denen Du verkehrt bist. Nein, Du wolltest immer etwas anderes. Nicht ich wollte Dich anders. Was ist dabei, wenn ich Dich bitte, mir von Deinem Urlaub zu erzählen?
So jetzt ist Schluss. Ich weiß dass Du alles anders siehst, aber das hängt an Dir selbst. Du hattest im [Haus meiner Grosseltern, in dem ich aufgewachsen bin] eine schöne Zeit. Nur hast Du manches nicht verstanden und Du warst zu klein, um Dir Erwachsenenprobleme zu schildern. Was glaubst Du wie viele Kinder zwischen Eltern, Großeltern, Tanten, Nachbarn und Kindertagesstätten pendeln. Wenn sie darunter litten, hätten wir nur Bekloppte auf der Welt. Deine Probleme waren immer selbst produziert. Du wolltest immer mehr als ich, [.....] bieten konnten. Du hast Dir von falschen Freundinnen etwas einreden lassen, was uns im [Haus in dem ich aufgewachsen bin] nicht möglich war. Dein großes Problem war immer Geld, Geld, Geld, durch Terroranrufe an [Oma] und an mich. Etwas "Besonderes" wollt ich nie aus Dir machen. Ich wollte nur, dass Du die Schule fertig machst und einen Beruf erlernst. Das hat Du in Deiner Eigenart als Zwang empfunden, was bei anderen Leuten ganz normal ist. Weitern Einfluss hätte ich nie auf Dich nehmen wollen. Du hat diesen Weg gewählt[.......] Ich bin da eher europäisch-spießig. Durch Deine E-Mail habe ich Dich nicht besser kennen oder verstehen gelernt. Ich weiß, dass Du so bist, wie Du bist. Deine Mail war eine Bestätigung. [..........] Rede über Deine Jugend-Aggressionen mit einem Psychiater. Erzähle ihm aber auch, dass Du einen Hund hattest (den [Oma] füttern musste, nicht Du, Fische, die der "Alte" gefüttert hat) und eine schwarze Katze, die Dein Vater nicht leiden konnte und sie aus dem Haus geschafft hat. Psychoidioten interessieren sich für so etwas. Und nochmals zu der Unverschämtheit, dass es Leute wie mich im Netzt genug gebe: Schau Deine amerikanischen Filme (siehe oben) und beobachte die hektischen Weiber, wie sie ihre Probleme auskotzen und nicht selbst in den Griff bekommen. Sie schieben alle Misserfolge auf eine geschädigte Jugend, verteilen die Schuld an ihren Problemen auf ihr ganzes Umfeld. Ich weiß, dass Du so nicht bist, aber schaue Dir diese Filme einmal unter diesem Gesichtspunkt an.
"
Das kam vor ueber einer Woche. Ich habe nicht mehr darauf geantwortet, obwohl es mir in den Fingern juckte, so manche verdrehte Wahrheit und Luege richtig zu stellen. Mir ging es die ganze Woche nicht gut, die MS muckt auf, wir haben keine Heizung, gestern hatte ich eine grosse Auseinandersetzung mit meinem Vermieter. In anderen Worten, ich habe andere Sorgen. So eine "Familie" brauche ich nicht. Sorry.
PS. Da draussen ist gerade ein orangener Streuwagen voll mit umweltfreundlichem Sand. Jetzt muss auch niemand mehr schlittern und ausrutschen. God bless. :) (Letzteres, UND ein Teil der Ueberschrift jetzt mal ganz frech auf Englisch. Ich bin schliesslich eine richtige Amerikanerin geworden. Waere auch Zeit. Schliesslich habe ich den blauen Reisepass schon seit 1983.)
Ansonsten: Mein Vater spielt offensichtlich immer noch (oder schon wieder) "mit Steinen, Latten und Balken" in den Truemmern. Toll!!
DER EINZIGE MENSCH, FUER DEN DER KRIEG EIN URLAUB WAR:
"Hallo Susanne,
schön, dass Du Dich mal richtig ausgekotzt hast. Da war für mich nichts Neues dabei. Alles bekannt. Du bist eine richtige Amerikanerin geworden. Ich habe noch keinen amerikanischen Film gesehen, der nicht auf psychischen Problemen der Frauen aufgebaut gewesen wäre. Alle kotzen sich immer aus und erzählen von ihrer schlimmen Jugend. Soweit sogut. Ich bin Dir nicht böse deswegen, ich habe Verständnis [.....]
Du kannst nur so einen Scheiß schreiben, weil Du nur die halbe Wahrheit kennst. Die andere Hälfte wissen nur [Muttern] und ich. Bei unserer Scheidung haben wir dem Richter irgend etwas vorgemacht, dass er die Scheidung aussprechen musste. Er hat erkannt, dass ich schuldlos geschieden werden musste und das Erziehungsrecht zugesprochen bekam. Mehr nicht zu diesem Thema. [.........] Auch auf die Gefahr hin, dass Du wieder denkst, ich wollte das letzte Wort, muss ich Dir widersprechen: Ich bewundere Dich!! Ich bewundere Dich, wie Du Dich trotz Deiner "schweren Jugend" behauptest und [Sohn] eine gute Mutter bist. Ich verkrafte auch die Unverschämtheit, dass ich einer sei, wie sie im Netz zu finden sind.
Meine Zeit ist mir zu wertvoll, um diese Schreibe auszudehnen, aber kurz noch ein paar Fakten: "
(Luegen ueber Luegen folgen, Anm. der Redaktion)
Dann ueber mehrere Absaetze das hier (verkuerzt - stark verkuerzt - seeeehr stark verkuerzt):
"›š‘ߊ‘›ß»Šß”ž’Œ‹òõ’–‹ß’–�ßòõ–‘Œß»Š‘”š“‹“œ—š‘Ñß»��‹ß—ž�š‘߈–�ߊ’Œ�‘Œ‹ß˜š“š�‹Óßž‘˜š�“–œ—Þß¶œ—ß—ž�šòõ¾“’ ’–ßòõ–’’š�ßš‹ˆžŒß¸š“›ß˜š˜š�š‘Ñß©–š“ß—ž‹‹šß–œ—ß‘–œ—‹Ñß¶œ—߉š�›–š‘‹šß›ž’ž“Œòõš
"
Sohn, der Computerexperte, den ich gefragt habe, ob es irgendeine Moeglichkeit gibt, das zu ent-kodieren, sagte nein, und meinte dann, da hat Vattern wohl vor Wut mit beiden Faeusten auf die Tastatur gehauen. ^^ :-D :-D
Aber irgendwann hat er sich wohl wieder in den Griff bekommen:
"Und jetzt noch etwas über die Unverschämtheit über meine Jugend zu urteilen: Ich hatte die schönste Jugend, die man sich denken kann!!! "Der Alte" war von 1939 (ich fünf) bis 1946 im Krieg bzw. in Gefangenschaft. Ich hatte nur liebe Frauen um mich herum, keinen Vater, nur meine Mutter, Tante [...] und drei Dienstmädchen, die im Laden geholfen haben, geputzt und gewaschen haben. Meine Mutter, der kleine [Onkel] und ich führten im zweiten Stock des riesengroßen Hauses ein komfortables Leben. Die Damen haben mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Und der Krieg, unter dem ich nach Deiner irrigen Auffassung leide, war mit scheißegal. Ich wusste gar nicht, worum es ging. Bei Fliegeralarm traf ich nachts im Bunker meine Freunde, und wir haben Karten gespielt. Was die zerstörte Stadt bedeutete war mir eigentlich egal. Wir haben in den Trümmern gespielt mit Steinen Latten und Balken. Toll!!
Im Sommer war ich wochenlang bei unseren Verwanden in [...] oder [...], in den Ställen, auf den Feldern und Wiesen. Glaubst Du, ich hätte mich hin- und hergeschoben gefühlt? Da war Sommer und es hieß ab mit Dir aufs Land zu Tanten und Onkels. Nachts alleine in einem Gänsefederbett, das mich beinahe erdrückte. Wunderbar und immer wieder gefreut auf den nächsten Tag. Von [...] auf nach [...] oder [...], ohne Mamachen und der Papa im Krieg. Ich habe nie darunter gelitten, mich immer wohlgefühlt. Wenn ich heute nach [...] oder [...] komme begleiten mich die schönsten Erinnerungen, auch an meine wunderschöne Zeit in der [...]straße. Als das Haus zerstört war (übrigens von den Engländern, die nurTagesangriffe flogen, die Amis nachts) fuhren wir einenTag später nach Pfrungen ganz nahe beim Bodensee. Dort lebten wir über ein halbes Jahr. Wunderbar, Bauernhof, Hühner, Kühe, Pferde und alles, was dazugehört. Dort sah in meinen Vater zum ersten Mal nachdem er 1939 eingezogen worden war. Guten Tag Papa, wie geht es Dir, Küsschen und Schluss. Ich war nur auf die Frauen fixiert aus der [...]straße und etwas traurig, weil meine Spielsachen kaputt waren. Ich hatte aber so viel Ablenkung und neue Eindrücke, dass ich sie bald vergessen hatte. Zurück [...] wohnten wir kurze Zeit in Miete in der [...]straße, dann kam "der Alte" aus der Gefangenschaft und hat kurz danach das [Haus seiner Eltern, in dem ich aufgewachsen bin Anm. der Redaktion] gekauft (mit Geld von seiner reichen Schwester, der Tante Hermine, Wurstfabrik und Metzgereien). Im [Haus der Grosseltern in dem ich aufgewachsen bin Anm. der Redaktion] gab es in der schlechten Zeit wieder Hühnerhaltung und in der Waschküche sogar Schweine. Eine tolle Zeit. Ich bin nicht kriegs- oder jugendgeschädigt. Ich habe einen ganz nüchternen Beamtenberuf ergriffen und mich hochgearbeitet und dann auf Journalismus (mit 40) umgesattelt und den Lauterer Obs den Schreibtrottel gemacht. Mit Freude und Hingabe.
[..................]
[..................] die Eltern Deiner falschen Freundinnen, mit denen Du verkehrt bist. Nein, Du wolltest immer etwas anderes. Nicht ich wollte Dich anders. Was ist dabei, wenn ich Dich bitte, mir von Deinem Urlaub zu erzählen?
So jetzt ist Schluss. Ich weiß dass Du alles anders siehst, aber das hängt an Dir selbst. Du hattest im [Haus meiner Grosseltern, in dem ich aufgewachsen bin] eine schöne Zeit. Nur hast Du manches nicht verstanden und Du warst zu klein, um Dir Erwachsenenprobleme zu schildern. Was glaubst Du wie viele Kinder zwischen Eltern, Großeltern, Tanten, Nachbarn und Kindertagesstätten pendeln. Wenn sie darunter litten, hätten wir nur Bekloppte auf der Welt. Deine Probleme waren immer selbst produziert. Du wolltest immer mehr als ich, [.....] bieten konnten. Du hast Dir von falschen Freundinnen etwas einreden lassen, was uns im [Haus in dem ich aufgewachsen bin] nicht möglich war. Dein großes Problem war immer Geld, Geld, Geld, durch Terroranrufe an [Oma] und an mich. Etwas "Besonderes" wollt ich nie aus Dir machen. Ich wollte nur, dass Du die Schule fertig machst und einen Beruf erlernst. Das hat Du in Deiner Eigenart als Zwang empfunden, was bei anderen Leuten ganz normal ist. Weitern Einfluss hätte ich nie auf Dich nehmen wollen. Du hat diesen Weg gewählt[.......] Ich bin da eher europäisch-spießig. Durch Deine E-Mail habe ich Dich nicht besser kennen oder verstehen gelernt. Ich weiß, dass Du so bist, wie Du bist. Deine Mail war eine Bestätigung. [..........] Rede über Deine Jugend-Aggressionen mit einem Psychiater. Erzähle ihm aber auch, dass Du einen Hund hattest (den [Oma] füttern musste, nicht Du, Fische, die der "Alte" gefüttert hat) und eine schwarze Katze, die Dein Vater nicht leiden konnte und sie aus dem Haus geschafft hat. Psychoidioten interessieren sich für so etwas. Und nochmals zu der Unverschämtheit, dass es Leute wie mich im Netzt genug gebe: Schau Deine amerikanischen Filme (siehe oben) und beobachte die hektischen Weiber, wie sie ihre Probleme auskotzen und nicht selbst in den Griff bekommen. Sie schieben alle Misserfolge auf eine geschädigte Jugend, verteilen die Schuld an ihren Problemen auf ihr ganzes Umfeld. Ich weiß, dass Du so nicht bist, aber schaue Dir diese Filme einmal unter diesem Gesichtspunkt an.
"
Das kam vor ueber einer Woche. Ich habe nicht mehr darauf geantwortet, obwohl es mir in den Fingern juckte, so manche verdrehte Wahrheit und Luege richtig zu stellen. Mir ging es die ganze Woche nicht gut, die MS muckt auf, wir haben keine Heizung, gestern hatte ich eine grosse Auseinandersetzung mit meinem Vermieter. In anderen Worten, ich habe andere Sorgen. So eine "Familie" brauche ich nicht. Sorry.
PS. Da draussen ist gerade ein orangener Streuwagen voll mit umweltfreundlichem Sand. Jetzt muss auch niemand mehr schlittern und ausrutschen. God bless. :) (Letzteres, UND ein Teil der Ueberschrift jetzt mal ganz frech auf Englisch. Ich bin schliesslich eine richtige Amerikanerin geworden. Waere auch Zeit. Schliesslich habe ich den blauen Reisepass schon seit 1983.)
Ansonsten: Mein Vater spielt offensichtlich immer noch (oder schon wieder) "mit Steinen, Latten und Balken" in den Truemmern. Toll!!
Thursday, October 20, 2011
Voll galaktisch: Eine ganz normale Patchwork Familie des 21. Jahrhunderts
Ist jetzt schon ca. eine Woche her, dass ich die unverschaemteste E-Mail meines Lebens bekommen habe. Die Vattern-Saga geht weiter. Hier ein paar Highlights (alles zu kopieren ist zu lang, Menno hab ich den aufgeruettelt^^):
"Ich habe keine Lust auf den alten Kram einzugehen, zumal ich mich nicht mehr an jedes von Dir aufgegriffene Detail erinnern kann. Aber ein paar Dinge muss ich doch richtig stellen. Zunächst aber das Wichtigste:
1.)Ich habe Dich und [Sohn] lieb, und [seine Frau] hat Euch auch lieb. Ich bewundere Dich immer noch, wie Du alles in Deinem Sinn bewältigst."
Anmerkung der Redaktion: Wie kann seine Frau uns "liebhaben", wo sie uns - vor allem meinen Sohn - doch gar nicht kennt??? Wie kann er seinen Enkel liebhaben, wo er sich weigert, "Opa" von ihm genannt zu werden, weil er sich mit 77(!!!!) zu JUNG fuehlt, ein "Opa" zu sein??? Was heisst "an jedes von mir aufgegriffene Detail "erinnern" kann??? Die E-Mail ist doch direkt VOR ihm, wenn er mir darauf mit "Re:" antwortet???
"Selbstverständlich wirst Du erben. Deswegen musst Du Dir keine Sorgen machen. Aber ich bin ein zäher Knochen und das mit dem Erben kann noch lange dauern, weil ich 110 werde."
Ach was.
"Du schreibst, niemand hätte Dich davon abhalten können, nach Amerika zu gehen. Was soll man da machen? Es stimme auch nicht, dass ich lang nicht mit Dir geredet hätte. Weiß der Teufel, was in Dir vorgegangen ist. Ich habe mit Dir geredet, nur nicht mehr auf Dich eingeredet, weil ich keinen Sinn mehr darin sah."
Luege und Luege. Er hat ein Jahr nicht mit mir geredet, und er hat meinen Mann eine "Micky Maus" und einen "Papagei" genannt. Aus keinem anderen Grund, als dass er die Amerikaner hasst.
"Warum schreibt Du von dem "Müll" in unserer Familie? Wir sind eine ganz normale,moderne Patchwork-Familie:"
Ohne Worte.
"Es ist müßig meine Erlebnisse zu schildern. Aber als ich in Frankfurt ankam, habe ich den Boden geküsst wie der Papst in Rom. Auf einer Schiffsreise durch das Mittelmeer in den Nahen Osten war ich nach einem Zyklon auf einem sinkenden Schiff, das es nur noch mit Mühe in den Hafen von Korfu geschafft hat. Seither fahre ich auch kein Schiff mehr."
Drama Queen, oh Gott. :/^^
Als ich ca. 5 oder 6 war, wurde mir erzaehlt, dass ein Flugzeug, in dem Vatter und Mutter (damals noch zusammen) in Urlaub geflogen waeren (natuerlich ohne mich, muss ich das erwaehnen) irgendwann hinterher abgestuerzt war. Seitdem hat sich das kriegsgeschaedigte Baby vorgenommen, nie mehr zu fliegen, und das auch eingehalten. Ich fliege auch nicht gern, aber wenn es wirklich wichtig ist, ueberwinde ich mich. Das geht alles. Wenn man denn will. Warum das Flugzeug auf einmal in ein Schiff umgewandelt wurde, wissen nur die kleinen Maennchen in Vatterns verschrobenem Gehirn.
"Nach dieser Abschweifung zu meinem Verhältnis zu [Onkel]: Dass sich zwei Brüder nicht immer gut verstehen, ist ein klassisches literarisches Thema, ebenso, dass Väter auf die Männer ihrer Töchter eifersüchtig sein können. Du musst mehr klassische Literatur lesen. Dann wirst Du sehen, dass das alles ganz normal ist nicht verklemmt und kein Müll."
Woher will der wissen, was ich lese. Der hat mir auch frueher schon immer meine Buecher miesgemacht, weil sie nicht "literaschisch" genug waren. Ich sollte Hemingway lesen, und nicht "Butzi's Ferien auf dem Bauernhof". Aber wenn die grossen literarischen Schreiber behaupten, dass Vatter "normal" ist, wer kann da noch gross argumentieren... Ich fand und finde es normaler, mit 12 Hanni und Nanni gelesen zu haben.
"Offensichtlich voller Neid macht [Onkel] immer wieder Bemerkungen und fragt mich, wann ich endlich aufhöre zu schreiben, weil er meinen Namen in der Zeitung nicht mehr sehen könne. Solche Leute hält man sich vom Hals. Ob er eine E-Mail-Adresse hat, weiß ich nicht und frage in auch nicht. Ich vermute, er hat keine, weil er über die moderne Datenverarbeitung am Stammtisch immer spitze Bemerkungen macht. Wenn ich herausbekommen sollte, dass er doch eine E-Mail-Adresse hat, schicke ich sie Dir. Wenn Du ihm dann schreibst, bitte kein Wort über das, was wir zwei je besprochen haben. Das ist ganz alleine unsere Privatsache. [Mutter] informiere ich ab und zu über unsere E-Mail-Unterhaltungen. Auch [seine Frau] ist informiert. Aber sonst geht das niemanden etwas an."
Meine mehrmaligen Anmerkungen, dass ich die Verschweigerei und Luegerei nicht mehr mitmache, wie immer ignoriert. Mich muss er ja nicht ernst nehmen. Muss er sich wirklich einreden, dass jemand ihn ... BENEIDET??? Ja. Muss er. Hat er noetig. Immer schon. Nur habe ich es - wie alles andere - erst sehr spaet bemerkt. Asche auf mein Haupt. Der hat Angst vor meinem Onkel. Weil mein Onkel in vielen Sachen recht hat, sie scharf beobachtet hat, und dann seine eigenen Schluesse gezogen hat. Schluesse, die absolut richtig waren. Und Vattern dann angegangen ist.
"Glaubst Du, der (Onkel) hätte mich jemals nach Deiner Adresse gefragt? Irgendwann musst Du einmal eine Bemerkung über ihn gemacht haben, die er mitbekommen hat. Ich glaube seither ist er beleidigt. Hat er Dir jemals zu Deinem Geburtstag gratuliert? Ich habe von meinem Onkel zu jedem Geburtstag 20 Mark bekommen."
Irrtum. Vattern hat hoellische Angst, dass Onkel mir mal die andere (Anti-Vattern) Sicht aufzeigt, und ich den endgueltigen Beweis bekomme, was fuer ein Arschloch Vattern ist.
"Sieh alles nicht so eng, vielleicht etwas mehr galaktisch."
War nicht vor kurzem Vollmond?
"Und einen Wunsch habe ich noch: Gehe bitte nicht auf meine Zeilen ein. Ich will keine Diskussionen über eine ganz normale Patchwork-Familie des 21. Jahrhundert. Bei uns gibt es keinen Müll, der zu entsorgen wäre. Wenn Du glaubst, Müll zu haben, entsorge ihn. Schreibe alles auf einen Zettel und werfe ihn in den Eastriver in den Hudson oder sonst wohin. Schreib mir lieber, was Du machst und wie es Euch geht. Was war, ist uninteressant, was wird ist wichtig."
Den Wunsch, dir das letzte Wort zu lassen, kann ich dir leider nicht erfuellen. Ansonsten: Ohne Worte.
"Ich habe mein Leben so eingerichtet, dass mein Einkommen für mich und [seine Frau] reicht. Ich besitze keine Reichtümer. Statt ein Leben lang Miete zu bezahlen, habe ich mich entschlossen, ein großes Haus zu bauen. Und Du hast Dich für Deinen Lebensweg entschieden. Wenn ich Dir damals, als Du angerufen hattest, 40.000 $ hätte geben können (Dann hörst Du von mir nicht mehr, hast Du gesagt), um ein Haus anzubezahlen, wäre heute unter Garantie auch nichts mehr da davon. Wie wolltest Du in Augusta oder wo das war, ein Haus unterhalten? Ein Fass ohne Boden. Das weiß ich aus eigener Erfahrung."
Miete? Der hat die ganzen Jahre, als ich heranwuchs, UMSONST bei seinen Eltern gewohnt! Meine Klamotten habe ich von den Omas bekommen. Die sind immer mit mir einkaufen gegangen. Meine Oma hat immer gejammert, dass er keinen Pfennig zum Haushalt dazugibt. Er hat sich wie ein kleines Kind durchschleppen lassen. Und mich hat er nach der Scheidung nur bekommen, weil mein Opa Vorsteher des Jugendamtes war, und man daher nicht mit unangenehmen Fragen von irgendwelchen Sozialarbeitern oder so rechnen musste.
Ich habe ihn mal um 30,000 Dollar gebeten, weil ich ein altes Haus kaufen wollte, das ich dann zum groessten Teil vermietet haette. Was weiss der davon, in Augusta, GA ein Haus zu unterhalten??? War er dort schon mal??? Er fliegt ja nicht! Frechheit. Unverschaemte Unterstellungen an meine Person!
"Und da fällt mir noch etwas ein: Ich weiß, dass es Scheidungskinder schwer haben. Das weiß ich von Dir und von [Tochter seiner Frau]. Achte darauf, dass es [Sohn] besser geht."
Wo soll ich es denn gelernt haben? Von wem denn bitte? Die schieben jetzt immer alles, was mich betrifft oder betreffen koennte, auf meinen Sohn ab. Genauso wie es frueher auf die Omas abgeschoben haben. Hauptsache, sie sind aus dem Schneider. Wenn ich sage "Warum habt ihr euch die ganzen Jahre nicht mal nach einer Kontaktaddresse erkundigt fuer den Notfall?" kommt immer "dein Sohn kann das doch alles regeln, er ist ja alt genug." Das kam schon, als er noch keine 13 war. Mir sagen die Leute oft, wie gut ich dran bin, dass ich noch so fitte Eltern in D. habe. Wenn die wuessten! Ich sage lieber von jetzt an, meine Eltern sind tot, dann ist es wahrscheinlicher, dass sich im Notfall jemand kuemmert und nicht denkt "Sie hat ja noch Familie, sollen die doch machen." Nur weil bei anderen staendig hin-und hergeflogen und "Heimaturlaub" gemacht wird, heisst das nicht, dass es bei mir auch so ist. Aber mach das mal der Umwelt klar. Leute gehen von sich aus. Und da ist die Familie eben da, wenn's drauf ankommt.
"Und jetzt noch etwas ganz nebenbei: Bei [Tochter von seiner Frau] habe ich mich durchgesetzt. Sie hat nicht die Begabungen wie Du, sie ist mehr handwerklich veranlagt. Kochen hat ihr Spaß gemacht und ich habe darauf bestanden, dass sie Köchin wird."
Ach was. Die wird sich doch von dir keine Vorschriften hat machen lassen. ICH war immer diejenige, die zum Gymnasium und was weiss ich noch alles gezwungen wurde! Und welche "Begabungen"???????? Hast du mich etwa unterstuetzt, als ich als Kind immer Interesse daran hatte, Geschichtchen zu schreiben??? Mein Talent wahrgenommen? Und gleichzeitig kein Interesse am Abitur hatte??? Nein, du hast mich immer nur weiter gequaelt und gequaelt und gequaelt. Wegen deiner Leute. Weil es dich gut aussehen lassen wuerde, eine "intellektuelle" Tochter zu haben. Jetzt, wo du mich so hinstellen kannst, wie du willst, und mir Umgang mit anderen Familienmitgliedern so gut wie blockierst, damit du immer gut dastehst, ist es dir nicht mehr so wichtig, wie ich wirklich bin. Du hast ja noch nicht mal eine Ahnung, was ich ueberhaupt fuer meinen Lebensunterhalt mache. Willst es nicht sehen.
"Jetzt muss ich doch noch etwas zu dem letzten Satz in Deiner Mail sagen: Du hast es uns nicht leicht gemacht. Du hast es uns sehr schwer gemacht. Du bis nicht nach Amerika gegangen, weil Du es uns leicht machen wolltest. Du bis nach Amerika gegangen, weil Du mit Deinem Mann in Familie machen wolltest, was leider schief gegangen ist. Siehe oben: [Oma] hat Dir nicht "ein paar Mark" geschickt, sondern im Laufe der Jahre 64.000 !!! Mark. Und was hast Du daraus gemacht? Eine Altersvorsorge, eine Lebensversicherung? Das habe ich Dir nie vorgeworfen, nur einmal festgestellt. Und dazu stehe ich heute noch. Keine Vorwürfe. [Onkel] hat nie etwas davon erfahren. Wie kommst Du darauf. Ich habe Dir einmal geschrieben, dass ich ihm nichts davon sage. Was geht es den an, wenn eine Großmutter ihrem Enkel Geld schickt."
Das mit dem "leicht gemacht" absichtlich missverstanden. Und meine Beweggruende auch. Der Wunsch, nach Amerika zu gehen, war zuerst da. Das ist dann darauf hinausgelaufen, dass ich mir einen Ami angelacht habe. "In Familie machen" wollte ich nur ein paar Jahre, danach habe ich mich wieder auf mich selbst besonnen, und deshalb meine Ehe verlassen. Aber es hoert sich vor "den Leuten" so besser an, und wenn man eine Luege lange genug erzaehlt, faengt man irgendwann an, sie selbst zu glauben. Darin ist Vattern (und Muttern auch) ein Experte. Sich was vorzuluegen.
Und Geld? Wieviel Mark waren es denn, einen erwachsenen Mann und sein Kind 13 Jahre lang zu ernaehren? Davon kommt komischerweise nix.
"So, jetzt ist Schluss mit dem Gelaber."
Und nicht ein Moment zu frueh.
____________________________________________________
Gelaehmt und starr bin ich eine Woche auf den Fingern gesessen (soweit ich sie nicht fuer den Kaufrausch gebraucht habe.)
Gestern habe ich ihm zurueckgeschrieben, nur knapp, nicht auf alle Punkte eingehend. Denn ich kann und will das nicht mehr. Bei mir ist der Ofen aus.
Da habe ich manches anders erlebt, bzw. in Erinnerung, bzw. gehoert.
Aber schoen, ich will dir deine Illusionen und deinen Zwang, das letzte Wort zu haben, nicht nehmen. Bedenke aber trotzdem: Nur weil dir jahrzehntelang keiner (frueher [Oma], heute [seine Frau]) jemals widerspricht, heisst nicht automatisch, dass du Recht hast! Die haben bloss Angst vor der Tyrannie deines "den Beleidigten spielens". Die hoechtste Gefahr, als ich klein war, war immer "dann ist [Vattern] wieder beleidigt". Das galt es, um alles in der Welt zu vermeiden.Einmal wollte sich [Oma] in der Kueche das Gas aufdrehen, als du tagelang "beleidigt" warst, wegen irgendwas. Hatte irgendwas mit mir, mit der Schule, zu tun. Da war ich 10.
Aber wie gesagt, warum die alten Kamellen aufwaermen.
Heute bin ich erwachsen, und muss mir das alles nicht mehr antun. Nicht mehr die Fragen von Leuten, warum bei mir alles so anders ist. Nicht die Fragen, warum mein Papa umsonst mit mir bei seinen Eltern wohnt, und meine Oma das ganze Essen, meine ganzen Kleider etc. bezahlt. Ja, das haben meine Freunde damals schon mitbekommen, sogar als wir noch ziemlich klein waren. Ich fuehlte mich immer anders, immer komisch. Wurde staendig hin und hergerissen, mal da hin gebracht, mal zur [Oma2], mal zu [Oma1], was auch immer. Bevor ich so 5 war. Gerade wenn ich anfing, mich irgendwo wohlzufuehlen, wurde ich wieder herausgezerrt. Ich weiss heute noch, wie ich im Treppenhaus geschrien habe, als ich wieder irgendwo rausgezerrt und woanders hingebracht wurde (Fackelstrasse? Neustadt? Heiligenhaeusschen? Egal.)
Ich arbeite heute in meinem Mittelalter so einiges auf, schon laenger. Durch die MS wurde die Reflektion noch mehr in den Vordergrund gerueckt. Das sind keine "alten Sachen". So einfach kann man das nicht abtun, wenn man ich ist, und die Komplexitaeten seines Lebens verstehen will jedenfalls nicht. Was in der Kindheit passiert, wie man da wahrgenommen wird, oder ob man nicht wahrgenommen wird, hat lebenslange Auswirkungen. Auch hat der Krieg auf dich und [Mutter] noch Auswirkungen, ja, auch heute noch, und indirekt auf die darauffolgenden Generationen, auch wenn das alles immer beiseite gewischt wird, genau wie alle meine Einwaende bei Euch. Ich verstehe vielleicht nichts von hoeherer Literatur, oder was du da geschrieben hast, aber ich weiss, dass ueber die (noch heutigen) Folgen der Kriegsgenerationen in Deutschland sogar schon Buecher geschrieben worden sind. Ist also nicht mein alleiniges Problem, und zum Glueck nicht. Haette schon fast an meinem Verstand gezweifelt.
Das mit dem Hin und Hergezerre war auch vor der Scheidung schon so. Ich kann es nicht mehr hoeren, dass alles auf die Scheidung geschoben wird. Das ist nichts als ein Versuch, meine Gefuehle zu ignorieren, und einer sehr abnormalen Familie irgendeinen Beigeschmack von "Normalitaet" zu geben. Scheidung ist ja so normal, wenn wir alles auf die Scheidung schieben, koennen wir so tun, als seien wir auch normal. Auf meine Gefuehle wurde ja noch nie ein Deut geachtet. Ich wollte nicht aufs Gymnasium, was ich wollte, interessierte ueberhaupt keinen. Sogar die Gruende, warum ich nach Amerika bin, wurden verzerrt, wohl erst, damit es sich "vor den Leuten" "normaler" anhoert (sie hat der Liebe wegen.... und es hat leider leider nicht gehalten.... bla bla bla. Aber so geht es ja vielen heute, also im Grunde eine ganz normale Situation des 21. Jahrhunderts.) Sogar heute willst du mir noch sagen, wie ich mich ueber x, y, oder z denke und fuehle, und was meine Motive fuer dies und das angeblich sind/waren. Nie mal Fragen stellen, damit gaebest du ja mal die Kontrolle ab. Diese Gefahr besteht nicht, wenn du immer derjenige mit den Antworten bist. Auch wenn ich nicht gefragt habe.
Du machst Dir immer noch vor, ich sei eine weitgereiste abenteuerlustige Tochter, die ganz toll im Ausland zurechtkommt. (Das andere, was ich neben "Scheidung" als Grund fuer alles nicht mehr hoeren kann, ist die "Bewundereung" ueber irgendeinen Aspekt meines Lebens.) So "interessant" wie du mich wolltest, hast du mich gerne "gemacht". Ich habe keine Talente. Ich habe einen ganz spiessigen Job und ein ganz spiessiges Leben, nur halt zufaellig in NY inzwischen. Und fuer mich ist das gut so. Das bin ich. Das ist meine Persoenlichkeit und passt zu mir. Ich bin ich. Ich bin nicht du. Aber wer ich wirklich bin, wurde mir von Euch (nicht nur dir, auch Marianne und weiss ich noch wer) schon mein Leben lang abgesprochen. Meine Herkunftsfamilie tut mir nicht gut. Nur so oberflaechlichen Kontakt kann ich nicht haben, wo man ueber solche Sachen nicht reden kann. Aber ich bin wohl die einzige, die in den letzten 30 Jahren an innerer Entwicklung und Reflektion Fortschritte gemacht hat.
Du sagst, wenn ich "Muell" habe, soll ich ihn in den Hudson schmeissen. Du willst nur Kontakt im Stil von Reiseberichten und Urlaubserzaehlungen. Diese Sorte Mensch bin ich aber nicht. Sowas gibts zur Fuelle im Netz zu finden von Leuten, zu denen es passt.
Ich kann mich jetzt nicht weiter aufregen, muss auf meine Gesundheit achten, von meiner Seite ist jetzt erst mal eine Weile Funkstille.
Gruss an [....], und auch [....] wenn ihr euch mal wieder seht.
Alles Gute,
--------------------------------------------
Hoffentlich kommt jetzt nichts mehr. Ich will meine Ruhe. Und das letzte Wort will ich auch haben. Der Apfel faellt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm.
PS. Was ich ihm nicht geschrieben habe, aber bei weiteren Erguessen seinerseits durchaus tun werde: Sogar meinem Sohn ist trotz der Sprachbarriere nicht entgangen, wie Vatten mit seiner Frau umspringt. Er sie ruft, als ob sie ein armer Bediensteter waere, ihr nicht erlaubt, Anrufe von ihrem Bruder anzunehmen ("der erzaehlt immer nur von Problemen"), sie schon vor Jahren gezwungen hat, ihren Job aufzugeben ("meine Frau soll nicht arbeiten, da denken die Leute noch, ich koennte mir nicht leisten bla bla bla"). Sie hat Angst, an seinen Computer zu gehen, und darf keinen eigenen haben. Da koennte sie ja etwas tun, was er nicht kontrollieren kann. Und sie macht das alles mit. Hat sich total verbiegen lassen. Warum, weiss der Geier. Wohl, weil sie Angst hat, er koennte "beleidigt" sein, wenn sie nicht spurt. Wenn Vattern beleidigt ist, leidet jeder, der unter seiner Fuchtel steht. Vattern beleidigt ist die groesste Strafe ueberhaupt fuer jeden, der mit Vattern leben muss.
"Ich habe keine Lust auf den alten Kram einzugehen, zumal ich mich nicht mehr an jedes von Dir aufgegriffene Detail erinnern kann. Aber ein paar Dinge muss ich doch richtig stellen. Zunächst aber das Wichtigste:
1.)Ich habe Dich und [Sohn] lieb, und [seine Frau] hat Euch auch lieb. Ich bewundere Dich immer noch, wie Du alles in Deinem Sinn bewältigst."
Anmerkung der Redaktion: Wie kann seine Frau uns "liebhaben", wo sie uns - vor allem meinen Sohn - doch gar nicht kennt??? Wie kann er seinen Enkel liebhaben, wo er sich weigert, "Opa" von ihm genannt zu werden, weil er sich mit 77(!!!!) zu JUNG fuehlt, ein "Opa" zu sein??? Was heisst "an jedes von mir aufgegriffene Detail "erinnern" kann??? Die E-Mail ist doch direkt VOR ihm, wenn er mir darauf mit "Re:" antwortet???
"Selbstverständlich wirst Du erben. Deswegen musst Du Dir keine Sorgen machen. Aber ich bin ein zäher Knochen und das mit dem Erben kann noch lange dauern, weil ich 110 werde."
Ach was.
"Du schreibst, niemand hätte Dich davon abhalten können, nach Amerika zu gehen. Was soll man da machen? Es stimme auch nicht, dass ich lang nicht mit Dir geredet hätte. Weiß der Teufel, was in Dir vorgegangen ist. Ich habe mit Dir geredet, nur nicht mehr auf Dich eingeredet, weil ich keinen Sinn mehr darin sah."
Luege und Luege. Er hat ein Jahr nicht mit mir geredet, und er hat meinen Mann eine "Micky Maus" und einen "Papagei" genannt. Aus keinem anderen Grund, als dass er die Amerikaner hasst.
"Warum schreibt Du von dem "Müll" in unserer Familie? Wir sind eine ganz normale,moderne Patchwork-Familie:"
Ohne Worte.
"Es ist müßig meine Erlebnisse zu schildern. Aber als ich in Frankfurt ankam, habe ich den Boden geküsst wie der Papst in Rom. Auf einer Schiffsreise durch das Mittelmeer in den Nahen Osten war ich nach einem Zyklon auf einem sinkenden Schiff, das es nur noch mit Mühe in den Hafen von Korfu geschafft hat. Seither fahre ich auch kein Schiff mehr."
Drama Queen, oh Gott. :/^^
Als ich ca. 5 oder 6 war, wurde mir erzaehlt, dass ein Flugzeug, in dem Vatter und Mutter (damals noch zusammen) in Urlaub geflogen waeren (natuerlich ohne mich, muss ich das erwaehnen) irgendwann hinterher abgestuerzt war. Seitdem hat sich das kriegsgeschaedigte Baby vorgenommen, nie mehr zu fliegen, und das auch eingehalten. Ich fliege auch nicht gern, aber wenn es wirklich wichtig ist, ueberwinde ich mich. Das geht alles. Wenn man denn will. Warum das Flugzeug auf einmal in ein Schiff umgewandelt wurde, wissen nur die kleinen Maennchen in Vatterns verschrobenem Gehirn.
"Nach dieser Abschweifung zu meinem Verhältnis zu [Onkel]: Dass sich zwei Brüder nicht immer gut verstehen, ist ein klassisches literarisches Thema, ebenso, dass Väter auf die Männer ihrer Töchter eifersüchtig sein können. Du musst mehr klassische Literatur lesen. Dann wirst Du sehen, dass das alles ganz normal ist nicht verklemmt und kein Müll."
Woher will der wissen, was ich lese. Der hat mir auch frueher schon immer meine Buecher miesgemacht, weil sie nicht "literaschisch" genug waren. Ich sollte Hemingway lesen, und nicht "Butzi's Ferien auf dem Bauernhof". Aber wenn die grossen literarischen Schreiber behaupten, dass Vatter "normal" ist, wer kann da noch gross argumentieren... Ich fand und finde es normaler, mit 12 Hanni und Nanni gelesen zu haben.
"Offensichtlich voller Neid macht [Onkel] immer wieder Bemerkungen und fragt mich, wann ich endlich aufhöre zu schreiben, weil er meinen Namen in der Zeitung nicht mehr sehen könne. Solche Leute hält man sich vom Hals. Ob er eine E-Mail-Adresse hat, weiß ich nicht und frage in auch nicht. Ich vermute, er hat keine, weil er über die moderne Datenverarbeitung am Stammtisch immer spitze Bemerkungen macht. Wenn ich herausbekommen sollte, dass er doch eine E-Mail-Adresse hat, schicke ich sie Dir. Wenn Du ihm dann schreibst, bitte kein Wort über das, was wir zwei je besprochen haben. Das ist ganz alleine unsere Privatsache. [Mutter] informiere ich ab und zu über unsere E-Mail-Unterhaltungen. Auch [seine Frau] ist informiert. Aber sonst geht das niemanden etwas an."
Meine mehrmaligen Anmerkungen, dass ich die Verschweigerei und Luegerei nicht mehr mitmache, wie immer ignoriert. Mich muss er ja nicht ernst nehmen. Muss er sich wirklich einreden, dass jemand ihn ... BENEIDET??? Ja. Muss er. Hat er noetig. Immer schon. Nur habe ich es - wie alles andere - erst sehr spaet bemerkt. Asche auf mein Haupt. Der hat Angst vor meinem Onkel. Weil mein Onkel in vielen Sachen recht hat, sie scharf beobachtet hat, und dann seine eigenen Schluesse gezogen hat. Schluesse, die absolut richtig waren. Und Vattern dann angegangen ist.
"Glaubst Du, der (Onkel) hätte mich jemals nach Deiner Adresse gefragt? Irgendwann musst Du einmal eine Bemerkung über ihn gemacht haben, die er mitbekommen hat. Ich glaube seither ist er beleidigt. Hat er Dir jemals zu Deinem Geburtstag gratuliert? Ich habe von meinem Onkel zu jedem Geburtstag 20 Mark bekommen."
Irrtum. Vattern hat hoellische Angst, dass Onkel mir mal die andere (Anti-Vattern) Sicht aufzeigt, und ich den endgueltigen Beweis bekomme, was fuer ein Arschloch Vattern ist.
"Sieh alles nicht so eng, vielleicht etwas mehr galaktisch."
War nicht vor kurzem Vollmond?
"Und einen Wunsch habe ich noch: Gehe bitte nicht auf meine Zeilen ein. Ich will keine Diskussionen über eine ganz normale Patchwork-Familie des 21. Jahrhundert. Bei uns gibt es keinen Müll, der zu entsorgen wäre. Wenn Du glaubst, Müll zu haben, entsorge ihn. Schreibe alles auf einen Zettel und werfe ihn in den Eastriver in den Hudson oder sonst wohin. Schreib mir lieber, was Du machst und wie es Euch geht. Was war, ist uninteressant, was wird ist wichtig."
Den Wunsch, dir das letzte Wort zu lassen, kann ich dir leider nicht erfuellen. Ansonsten: Ohne Worte.
"Ich habe mein Leben so eingerichtet, dass mein Einkommen für mich und [seine Frau] reicht. Ich besitze keine Reichtümer. Statt ein Leben lang Miete zu bezahlen, habe ich mich entschlossen, ein großes Haus zu bauen. Und Du hast Dich für Deinen Lebensweg entschieden. Wenn ich Dir damals, als Du angerufen hattest, 40.000 $ hätte geben können (Dann hörst Du von mir nicht mehr, hast Du gesagt), um ein Haus anzubezahlen, wäre heute unter Garantie auch nichts mehr da davon. Wie wolltest Du in Augusta oder wo das war, ein Haus unterhalten? Ein Fass ohne Boden. Das weiß ich aus eigener Erfahrung."
Miete? Der hat die ganzen Jahre, als ich heranwuchs, UMSONST bei seinen Eltern gewohnt! Meine Klamotten habe ich von den Omas bekommen. Die sind immer mit mir einkaufen gegangen. Meine Oma hat immer gejammert, dass er keinen Pfennig zum Haushalt dazugibt. Er hat sich wie ein kleines Kind durchschleppen lassen. Und mich hat er nach der Scheidung nur bekommen, weil mein Opa Vorsteher des Jugendamtes war, und man daher nicht mit unangenehmen Fragen von irgendwelchen Sozialarbeitern oder so rechnen musste.
Ich habe ihn mal um 30,000 Dollar gebeten, weil ich ein altes Haus kaufen wollte, das ich dann zum groessten Teil vermietet haette. Was weiss der davon, in Augusta, GA ein Haus zu unterhalten??? War er dort schon mal??? Er fliegt ja nicht! Frechheit. Unverschaemte Unterstellungen an meine Person!
"Und da fällt mir noch etwas ein: Ich weiß, dass es Scheidungskinder schwer haben. Das weiß ich von Dir und von [Tochter seiner Frau]. Achte darauf, dass es [Sohn] besser geht."
Wo soll ich es denn gelernt haben? Von wem denn bitte? Die schieben jetzt immer alles, was mich betrifft oder betreffen koennte, auf meinen Sohn ab. Genauso wie es frueher auf die Omas abgeschoben haben. Hauptsache, sie sind aus dem Schneider. Wenn ich sage "Warum habt ihr euch die ganzen Jahre nicht mal nach einer Kontaktaddresse erkundigt fuer den Notfall?" kommt immer "dein Sohn kann das doch alles regeln, er ist ja alt genug." Das kam schon, als er noch keine 13 war. Mir sagen die Leute oft, wie gut ich dran bin, dass ich noch so fitte Eltern in D. habe. Wenn die wuessten! Ich sage lieber von jetzt an, meine Eltern sind tot, dann ist es wahrscheinlicher, dass sich im Notfall jemand kuemmert und nicht denkt "Sie hat ja noch Familie, sollen die doch machen." Nur weil bei anderen staendig hin-und hergeflogen und "Heimaturlaub" gemacht wird, heisst das nicht, dass es bei mir auch so ist. Aber mach das mal der Umwelt klar. Leute gehen von sich aus. Und da ist die Familie eben da, wenn's drauf ankommt.
"Und jetzt noch etwas ganz nebenbei: Bei [Tochter von seiner Frau] habe ich mich durchgesetzt. Sie hat nicht die Begabungen wie Du, sie ist mehr handwerklich veranlagt. Kochen hat ihr Spaß gemacht und ich habe darauf bestanden, dass sie Köchin wird."
Ach was. Die wird sich doch von dir keine Vorschriften hat machen lassen. ICH war immer diejenige, die zum Gymnasium und was weiss ich noch alles gezwungen wurde! Und welche "Begabungen"???????? Hast du mich etwa unterstuetzt, als ich als Kind immer Interesse daran hatte, Geschichtchen zu schreiben??? Mein Talent wahrgenommen? Und gleichzeitig kein Interesse am Abitur hatte??? Nein, du hast mich immer nur weiter gequaelt und gequaelt und gequaelt. Wegen deiner Leute. Weil es dich gut aussehen lassen wuerde, eine "intellektuelle" Tochter zu haben. Jetzt, wo du mich so hinstellen kannst, wie du willst, und mir Umgang mit anderen Familienmitgliedern so gut wie blockierst, damit du immer gut dastehst, ist es dir nicht mehr so wichtig, wie ich wirklich bin. Du hast ja noch nicht mal eine Ahnung, was ich ueberhaupt fuer meinen Lebensunterhalt mache. Willst es nicht sehen.
"Jetzt muss ich doch noch etwas zu dem letzten Satz in Deiner Mail sagen: Du hast es uns nicht leicht gemacht. Du hast es uns sehr schwer gemacht. Du bis nicht nach Amerika gegangen, weil Du es uns leicht machen wolltest. Du bis nach Amerika gegangen, weil Du mit Deinem Mann in Familie machen wolltest, was leider schief gegangen ist. Siehe oben: [Oma] hat Dir nicht "ein paar Mark" geschickt, sondern im Laufe der Jahre 64.000 !!! Mark. Und was hast Du daraus gemacht? Eine Altersvorsorge, eine Lebensversicherung? Das habe ich Dir nie vorgeworfen, nur einmal festgestellt. Und dazu stehe ich heute noch. Keine Vorwürfe. [Onkel] hat nie etwas davon erfahren. Wie kommst Du darauf. Ich habe Dir einmal geschrieben, dass ich ihm nichts davon sage. Was geht es den an, wenn eine Großmutter ihrem Enkel Geld schickt."
Das mit dem "leicht gemacht" absichtlich missverstanden. Und meine Beweggruende auch. Der Wunsch, nach Amerika zu gehen, war zuerst da. Das ist dann darauf hinausgelaufen, dass ich mir einen Ami angelacht habe. "In Familie machen" wollte ich nur ein paar Jahre, danach habe ich mich wieder auf mich selbst besonnen, und deshalb meine Ehe verlassen. Aber es hoert sich vor "den Leuten" so besser an, und wenn man eine Luege lange genug erzaehlt, faengt man irgendwann an, sie selbst zu glauben. Darin ist Vattern (und Muttern auch) ein Experte. Sich was vorzuluegen.
Und Geld? Wieviel Mark waren es denn, einen erwachsenen Mann und sein Kind 13 Jahre lang zu ernaehren? Davon kommt komischerweise nix.
"So, jetzt ist Schluss mit dem Gelaber."
Und nicht ein Moment zu frueh.
____________________________________________________
Gelaehmt und starr bin ich eine Woche auf den Fingern gesessen (soweit ich sie nicht fuer den Kaufrausch gebraucht habe.)
Gestern habe ich ihm zurueckgeschrieben, nur knapp, nicht auf alle Punkte eingehend. Denn ich kann und will das nicht mehr. Bei mir ist der Ofen aus.
Da habe ich manches anders erlebt, bzw. in Erinnerung, bzw. gehoert.
Aber schoen, ich will dir deine Illusionen und deinen Zwang, das letzte Wort zu haben, nicht nehmen. Bedenke aber trotzdem: Nur weil dir jahrzehntelang keiner (frueher [Oma], heute [seine Frau]) jemals widerspricht, heisst nicht automatisch, dass du Recht hast! Die haben bloss Angst vor der Tyrannie deines "den Beleidigten spielens". Die hoechtste Gefahr, als ich klein war, war immer "dann ist [Vattern] wieder beleidigt". Das galt es, um alles in der Welt zu vermeiden.Einmal wollte sich [Oma] in der Kueche das Gas aufdrehen, als du tagelang "beleidigt" warst, wegen irgendwas. Hatte irgendwas mit mir, mit der Schule, zu tun. Da war ich 10.
Aber wie gesagt, warum die alten Kamellen aufwaermen.
Heute bin ich erwachsen, und muss mir das alles nicht mehr antun. Nicht mehr die Fragen von Leuten, warum bei mir alles so anders ist. Nicht die Fragen, warum mein Papa umsonst mit mir bei seinen Eltern wohnt, und meine Oma das ganze Essen, meine ganzen Kleider etc. bezahlt. Ja, das haben meine Freunde damals schon mitbekommen, sogar als wir noch ziemlich klein waren. Ich fuehlte mich immer anders, immer komisch. Wurde staendig hin und hergerissen, mal da hin gebracht, mal zur [Oma2], mal zu [Oma1], was auch immer. Bevor ich so 5 war. Gerade wenn ich anfing, mich irgendwo wohlzufuehlen, wurde ich wieder herausgezerrt. Ich weiss heute noch, wie ich im Treppenhaus geschrien habe, als ich wieder irgendwo rausgezerrt und woanders hingebracht wurde (Fackelstrasse? Neustadt? Heiligenhaeusschen? Egal.)
Ich arbeite heute in meinem Mittelalter so einiges auf, schon laenger. Durch die MS wurde die Reflektion noch mehr in den Vordergrund gerueckt. Das sind keine "alten Sachen". So einfach kann man das nicht abtun, wenn man ich ist, und die Komplexitaeten seines Lebens verstehen will jedenfalls nicht. Was in der Kindheit passiert, wie man da wahrgenommen wird, oder ob man nicht wahrgenommen wird, hat lebenslange Auswirkungen. Auch hat der Krieg auf dich und [Mutter] noch Auswirkungen, ja, auch heute noch, und indirekt auf die darauffolgenden Generationen, auch wenn das alles immer beiseite gewischt wird, genau wie alle meine Einwaende bei Euch. Ich verstehe vielleicht nichts von hoeherer Literatur, oder was du da geschrieben hast, aber ich weiss, dass ueber die (noch heutigen) Folgen der Kriegsgenerationen in Deutschland sogar schon Buecher geschrieben worden sind. Ist also nicht mein alleiniges Problem, und zum Glueck nicht. Haette schon fast an meinem Verstand gezweifelt.
Das mit dem Hin und Hergezerre war auch vor der Scheidung schon so. Ich kann es nicht mehr hoeren, dass alles auf die Scheidung geschoben wird. Das ist nichts als ein Versuch, meine Gefuehle zu ignorieren, und einer sehr abnormalen Familie irgendeinen Beigeschmack von "Normalitaet" zu geben. Scheidung ist ja so normal, wenn wir alles auf die Scheidung schieben, koennen wir so tun, als seien wir auch normal. Auf meine Gefuehle wurde ja noch nie ein Deut geachtet. Ich wollte nicht aufs Gymnasium, was ich wollte, interessierte ueberhaupt keinen. Sogar die Gruende, warum ich nach Amerika bin, wurden verzerrt, wohl erst, damit es sich "vor den Leuten" "normaler" anhoert (sie hat der Liebe wegen.... und es hat leider leider nicht gehalten.... bla bla bla. Aber so geht es ja vielen heute, also im Grunde eine ganz normale Situation des 21. Jahrhunderts.) Sogar heute willst du mir noch sagen, wie ich mich ueber x, y, oder z denke und fuehle, und was meine Motive fuer dies und das angeblich sind/waren. Nie mal Fragen stellen, damit gaebest du ja mal die Kontrolle ab. Diese Gefahr besteht nicht, wenn du immer derjenige mit den Antworten bist. Auch wenn ich nicht gefragt habe.
Du machst Dir immer noch vor, ich sei eine weitgereiste abenteuerlustige Tochter, die ganz toll im Ausland zurechtkommt. (Das andere, was ich neben "Scheidung" als Grund fuer alles nicht mehr hoeren kann, ist die "Bewundereung" ueber irgendeinen Aspekt meines Lebens.) So "interessant" wie du mich wolltest, hast du mich gerne "gemacht". Ich habe keine Talente. Ich habe einen ganz spiessigen Job und ein ganz spiessiges Leben, nur halt zufaellig in NY inzwischen. Und fuer mich ist das gut so. Das bin ich. Das ist meine Persoenlichkeit und passt zu mir. Ich bin ich. Ich bin nicht du. Aber wer ich wirklich bin, wurde mir von Euch (nicht nur dir, auch Marianne und weiss ich noch wer) schon mein Leben lang abgesprochen. Meine Herkunftsfamilie tut mir nicht gut. Nur so oberflaechlichen Kontakt kann ich nicht haben, wo man ueber solche Sachen nicht reden kann. Aber ich bin wohl die einzige, die in den letzten 30 Jahren an innerer Entwicklung und Reflektion Fortschritte gemacht hat.
Du sagst, wenn ich "Muell" habe, soll ich ihn in den Hudson schmeissen. Du willst nur Kontakt im Stil von Reiseberichten und Urlaubserzaehlungen. Diese Sorte Mensch bin ich aber nicht. Sowas gibts zur Fuelle im Netz zu finden von Leuten, zu denen es passt.
Ich kann mich jetzt nicht weiter aufregen, muss auf meine Gesundheit achten, von meiner Seite ist jetzt erst mal eine Weile Funkstille.
Gruss an [....], und auch [....] wenn ihr euch mal wieder seht.
Alles Gute,
--------------------------------------------
Hoffentlich kommt jetzt nichts mehr. Ich will meine Ruhe. Und das letzte Wort will ich auch haben. Der Apfel faellt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm.
PS. Was ich ihm nicht geschrieben habe, aber bei weiteren Erguessen seinerseits durchaus tun werde: Sogar meinem Sohn ist trotz der Sprachbarriere nicht entgangen, wie Vatten mit seiner Frau umspringt. Er sie ruft, als ob sie ein armer Bediensteter waere, ihr nicht erlaubt, Anrufe von ihrem Bruder anzunehmen ("der erzaehlt immer nur von Problemen"), sie schon vor Jahren gezwungen hat, ihren Job aufzugeben ("meine Frau soll nicht arbeiten, da denken die Leute noch, ich koennte mir nicht leisten bla bla bla"). Sie hat Angst, an seinen Computer zu gehen, und darf keinen eigenen haben. Da koennte sie ja etwas tun, was er nicht kontrollieren kann. Und sie macht das alles mit. Hat sich total verbiegen lassen. Warum, weiss der Geier. Wohl, weil sie Angst hat, er koennte "beleidigt" sein, wenn sie nicht spurt. Wenn Vattern beleidigt ist, leidet jeder, der unter seiner Fuchtel steht. Vattern beleidigt ist die groesste Strafe ueberhaupt fuer jeden, der mit Vattern leben muss.
Saturday, October 1, 2011
Achtung Achtung! Extraausgabe! Deutscher Rentner deckt Ursache von MS auf!
Sohn will natuerlich, dass ich ihm die Email uebersetze. Ich sage spaeter. Ich kann gerade nicht. Ich muss mich erst mal wieder abregen.
Ich koennte kotzen bei so viel Kontrollsucht. Nein, im Ernst. Ich bin sprachlos. Im Moment. Lange werde ich es wohl nicht bleiben. Hier Vattern's Erklaerung ueber das, was selbst hochqualifizierte Aerzte nicht feststellen konnten. Wir prasentieren Ihnen, meine Damen und Herren... *trommelwirbel*....
DIE URSACHE VON MS:
Hallo Susanne,
danke, dass Du uns etwas besser informiert hast. Ich habe mich mittlerweile auch mal kundig gemacht über MS. Ergebnis: Wenn die Krankheit mit den richtigen Medikamenten regelmäßig behandelt wird, ist sie beherrschbar und man kann sehr alt werden dabei ohne im Rollstuhl sitzen zu müssen. Im Bekanntenkreis von (seiner Frau) gibt es eine Frau, die seit 15 (!) Jahren MS hat. Sie bekommt regelmäßige Behandlungen mit entsprechenden Medikamenten. Sie sitzt nicht im Rollstuhl, läuft ohne Behinderung, und man merkt ihr nichts an. Die Frau geht mittlerweile auf die 80 zu. Ich finde es gut, dass Du mehrere Ätze aufgesucht hast, um entsprechende Sicherheit zu haben. Was ich nicht vermutet hätte ist, dass man MS außer über Vererbung auch durch Stress psychischen Druck und ständige innere Unruhe über viele Jahre hinweg bekommen kann. Ich vermute, dass das bei Dir eher der Fall ist. Unser Hausarzt sagt, dass diese Art von MS, die über die seelisch/psychische Schiene erworben wird, ehr beherrschbar ist als über die durch Vererbung erworbene Krankheit. Dass ich in meinem nervenaufreibenden Job als Pressereferent, ständig von launischen Politikern umgeben, denen ich zugearbeitet habe, nicht auch MS bekommen habe, liegt offensichtlich daran, dass ich immer verstanden habe, tief zu entspannen mit autogenem Training. Trotzdem bin ich nervlich immer noch sehr angespannt und belastet. Ich muss täglich üben, um einigermaßen ruhig zu bleiben. Ich bin zwar schon mehr als 10 Jahre pensioniert, aber wenn man nervlich geschädigt ist, haftet einem das immer noch an. Auch die Arbeit an dem Buch über zwei Jahre hat mich in meiner Verfassung wieder zurückgeworfen. Schluss jetzt!
Sage mir Bescheid, ob das Buch nun endlich angekommen ist. Ich verstehe das nicht. Das war eine Büchersendung zu verbilligtem Tarif in einem Umschlag, den der Zoll jederzeit hätte öffnen und nachschauen können. Und wenn ein unzuverlässiger Briefträger im Hinblick auf das hohe Gewicht etwas Wertvolles vermutet hat, wird er ja gesehen haben, dass es sich lediglich um ein Buch handelt. Sage also Bescheid. Ich kann Dir dann nochmals ein Buch schicken. Wir werden Dir auch wieder ein Paket zusammenstellen und schicken. Das scheint ja gut zu gehen.
Lass bald wieder etwas von Dir hören, auch von (Sohn). Was macht er derzeit? Hast Du eine Hilfe in ihm?
Ich zitter immer noch. Als Nervenkranke habe ich mir meine Wut ja wohl auch redlich verdient.
:/
Das war uebrigens (nach ueber einer Woche) eine Antwort zu diesem von mir:
"Ich habe es nicht frueher geschrieben, weil ich es selbst erst seit Maerz weiss, und mich erst selbst damit "anfreunden" musste. Ausserdem wusste ich nicht, wie ihr reagieren wuerdet.
Also zweite Meinung habe ich schon laengst (und dritte und vierte). Ich war ja 5 Tage im Krankenhaus und die haben alles gemacht (MRTs, CT Scan, Fluessigkeit am Rueckgrat abgenommen), um Anderes auszuschliessen. Daran waren mehrere Aerzte beteiligt. Ich hatte naemlich eine ganz schlimme Attacke gehabt, nicht nur so ein bisschen Kribbeln. Jetzt habe ich einen regelmaessigen Neurologen und bekomme ja wie gesagt einmal im Monat die Behandlung. Die wird mir am Tropf (sagt man das so - ich kann kein deutsch mehr!) intravenoes eingefloesst einmal im Monat.
Meine Mutter hat angerufen und gesagt, dass sie sich laenger mit dir ueber die Sache unterhalten hat. Das war gut, denn ich wusste nicht, wie ich es der erzaehlen sollte von der MS. Aber irgendwann muesste es doch mal sein. Wie gesagt, ihr koennt auch Helmut Bescheid sagen. MS ist ja nichts wofuer man sich schaemen muss, und daran sterben tut man auch nicht. Und so selten ist das auch nicht - es gibt viele Leute, die mit MS schon jahrzehntelang leben.
Apropos Buch: Das koennt ihr ja nochmal schicken, wenn's nicht mehr kommt. I
..."
Also ich finde das eine bodenlose Frechheit. Nicht nur einem die Welt (falsch) zu erklaren, aber mir dann auch noch Ratschlaege zur Behandlung und zum Krankheitsverlauf zu geben, nachdem ich ihm doch schon genau dasselbe geschrieben habe. Bodenlose Unverschaemtheit. Wie kann man nur so selbstbezogen sein. Sogar Sohn war aufgefallen, als wir drueben waren, dass er immer einem nochmal "erklaert", was man gerade selbst gesagt hat. Ueberhaupt nicht zuhoert. Das heisst, wenn er einen ueberhaupt mal zu Wort kommen laesst. Und ein Experte zu allem und jedem Thema war er ja immer schon. Kann's nicht aushalten wenn er nicht die Kontrolle hat in jedem Umstand. Und der und "ruhig, gelassen"??? Och nee. Wir waren immer ganz fertig nach einem Tag mit dem und seinem aufgeregten, kontrollierendem Gehabe. Ich bin grade sprachlos. Gottseidank fuer Email. Darum gehe ich auch nicht mehr ans Telefon wenn Vattern anruft. Weil ich keine Lust habe, mich verbal erschlagen zu lassen von dem aufgeregten Getue.
PS. Und was ist eigentlich mit der "2. Meinung", die er sich angeblich immer holt??? Wohl nicht noetig diesmal. Es geht ja nicht um ihn. Und der "Hausarzt" auf einem deutschen Kuhdorf (sicher hochqualifizierter MS Spezialist :/) wird ihm wohl irgendwas erzaehlt haben, um ihn loszuwerden. Und instinktiv gespuert haben, dass Vatten in seinem Kontrollzwang keine Ruhe geben wird, bis er nicht ALLES im Leben mit einer "selber schuld" Erklaerung erklaert bekommt. Damit der kleine Junge beruhigt ist, dass ihm niemalsnie etwas Schlimmes passieren kann, weil er ja alles selber in der Hand hat. Arschloch. :/
"Nervenkrank" ist sowieso so eine Bessessenheit von dem. Das hat er auch frueher meiner Mutter immer angehaengt. Das macht er jedesmal, wenn er das Gefuehl hat, den entsprechenden Menschen nicht mehr kontrollieren zu koennen. Bei meinem Onkel macht er das auch. Der ist angeblich auch "nicht richtig im Kopf", weil er Vattern naemlich durchschaut und sich gegen ihn aufstellt. Zu bedrohlich, also Zurechnungsfaehigkeit abprechen. :/ Und jetzt bin ich dran.
Ich koennte kotzen bei so viel Kontrollsucht. Nein, im Ernst. Ich bin sprachlos. Im Moment. Lange werde ich es wohl nicht bleiben. Hier Vattern's Erklaerung ueber das, was selbst hochqualifizierte Aerzte nicht feststellen konnten. Wir prasentieren Ihnen, meine Damen und Herren... *trommelwirbel*....
DIE URSACHE VON MS:
Hallo Susanne,
danke, dass Du uns etwas besser informiert hast. Ich habe mich mittlerweile auch mal kundig gemacht über MS. Ergebnis: Wenn die Krankheit mit den richtigen Medikamenten regelmäßig behandelt wird, ist sie beherrschbar und man kann sehr alt werden dabei ohne im Rollstuhl sitzen zu müssen. Im Bekanntenkreis von (seiner Frau) gibt es eine Frau, die seit 15 (!) Jahren MS hat. Sie bekommt regelmäßige Behandlungen mit entsprechenden Medikamenten. Sie sitzt nicht im Rollstuhl, läuft ohne Behinderung, und man merkt ihr nichts an. Die Frau geht mittlerweile auf die 80 zu. Ich finde es gut, dass Du mehrere Ätze aufgesucht hast, um entsprechende Sicherheit zu haben. Was ich nicht vermutet hätte ist, dass man MS außer über Vererbung auch durch Stress psychischen Druck und ständige innere Unruhe über viele Jahre hinweg bekommen kann. Ich vermute, dass das bei Dir eher der Fall ist. Unser Hausarzt sagt, dass diese Art von MS, die über die seelisch/psychische Schiene erworben wird, ehr beherrschbar ist als über die durch Vererbung erworbene Krankheit. Dass ich in meinem nervenaufreibenden Job als Pressereferent, ständig von launischen Politikern umgeben, denen ich zugearbeitet habe, nicht auch MS bekommen habe, liegt offensichtlich daran, dass ich immer verstanden habe, tief zu entspannen mit autogenem Training. Trotzdem bin ich nervlich immer noch sehr angespannt und belastet. Ich muss täglich üben, um einigermaßen ruhig zu bleiben. Ich bin zwar schon mehr als 10 Jahre pensioniert, aber wenn man nervlich geschädigt ist, haftet einem das immer noch an. Auch die Arbeit an dem Buch über zwei Jahre hat mich in meiner Verfassung wieder zurückgeworfen. Schluss jetzt!
Sage mir Bescheid, ob das Buch nun endlich angekommen ist. Ich verstehe das nicht. Das war eine Büchersendung zu verbilligtem Tarif in einem Umschlag, den der Zoll jederzeit hätte öffnen und nachschauen können. Und wenn ein unzuverlässiger Briefträger im Hinblick auf das hohe Gewicht etwas Wertvolles vermutet hat, wird er ja gesehen haben, dass es sich lediglich um ein Buch handelt. Sage also Bescheid. Ich kann Dir dann nochmals ein Buch schicken. Wir werden Dir auch wieder ein Paket zusammenstellen und schicken. Das scheint ja gut zu gehen.
Lass bald wieder etwas von Dir hören, auch von (Sohn). Was macht er derzeit? Hast Du eine Hilfe in ihm?
Ich zitter immer noch. Als Nervenkranke habe ich mir meine Wut ja wohl auch redlich verdient.
:/
Das war uebrigens (nach ueber einer Woche) eine Antwort zu diesem von mir:
"Ich habe es nicht frueher geschrieben, weil ich es selbst erst seit Maerz weiss, und mich erst selbst damit "anfreunden" musste. Ausserdem wusste ich nicht, wie ihr reagieren wuerdet.
Also zweite Meinung habe ich schon laengst (und dritte und vierte). Ich war ja 5 Tage im Krankenhaus und die haben alles gemacht (MRTs, CT Scan, Fluessigkeit am Rueckgrat abgenommen), um Anderes auszuschliessen. Daran waren mehrere Aerzte beteiligt. Ich hatte naemlich eine ganz schlimme Attacke gehabt, nicht nur so ein bisschen Kribbeln. Jetzt habe ich einen regelmaessigen Neurologen und bekomme ja wie gesagt einmal im Monat die Behandlung. Die wird mir am Tropf (sagt man das so - ich kann kein deutsch mehr!) intravenoes eingefloesst einmal im Monat.
Meine Mutter hat angerufen und gesagt, dass sie sich laenger mit dir ueber die Sache unterhalten hat. Das war gut, denn ich wusste nicht, wie ich es der erzaehlen sollte von der MS. Aber irgendwann muesste es doch mal sein. Wie gesagt, ihr koennt auch Helmut Bescheid sagen. MS ist ja nichts wofuer man sich schaemen muss, und daran sterben tut man auch nicht. Und so selten ist das auch nicht - es gibt viele Leute, die mit MS schon jahrzehntelang leben.
Apropos Buch: Das koennt ihr ja nochmal schicken, wenn's nicht mehr kommt. I
..."
Also ich finde das eine bodenlose Frechheit. Nicht nur einem die Welt (falsch) zu erklaren, aber mir dann auch noch Ratschlaege zur Behandlung und zum Krankheitsverlauf zu geben, nachdem ich ihm doch schon genau dasselbe geschrieben habe. Bodenlose Unverschaemtheit. Wie kann man nur so selbstbezogen sein. Sogar Sohn war aufgefallen, als wir drueben waren, dass er immer einem nochmal "erklaert", was man gerade selbst gesagt hat. Ueberhaupt nicht zuhoert. Das heisst, wenn er einen ueberhaupt mal zu Wort kommen laesst. Und ein Experte zu allem und jedem Thema war er ja immer schon. Kann's nicht aushalten wenn er nicht die Kontrolle hat in jedem Umstand. Und der und "ruhig, gelassen"??? Och nee. Wir waren immer ganz fertig nach einem Tag mit dem und seinem aufgeregten, kontrollierendem Gehabe. Ich bin grade sprachlos. Gottseidank fuer Email. Darum gehe ich auch nicht mehr ans Telefon wenn Vattern anruft. Weil ich keine Lust habe, mich verbal erschlagen zu lassen von dem aufgeregten Getue.
PS. Und was ist eigentlich mit der "2. Meinung", die er sich angeblich immer holt??? Wohl nicht noetig diesmal. Es geht ja nicht um ihn. Und der "Hausarzt" auf einem deutschen Kuhdorf (sicher hochqualifizierter MS Spezialist :/) wird ihm wohl irgendwas erzaehlt haben, um ihn loszuwerden. Und instinktiv gespuert haben, dass Vatten in seinem Kontrollzwang keine Ruhe geben wird, bis er nicht ALLES im Leben mit einer "selber schuld" Erklaerung erklaert bekommt. Damit der kleine Junge beruhigt ist, dass ihm niemalsnie etwas Schlimmes passieren kann, weil er ja alles selber in der Hand hat. Arschloch. :/
"Nervenkrank" ist sowieso so eine Bessessenheit von dem. Das hat er auch frueher meiner Mutter immer angehaengt. Das macht er jedesmal, wenn er das Gefuehl hat, den entsprechenden Menschen nicht mehr kontrollieren zu koennen. Bei meinem Onkel macht er das auch. Der ist angeblich auch "nicht richtig im Kopf", weil er Vattern naemlich durchschaut und sich gegen ihn aufstellt. Zu bedrohlich, also Zurechnungsfaehigkeit abprechen. :/ Und jetzt bin ich dran.
Labels:
Experte,
Familie,
keine Ahnung,
MS,
Unverschaemtheiten gegen mich,
Vattern
Wednesday, September 14, 2011
ACH, hast du dich verdorben!
Es ist ja nicht zu fassen. Normalerweise bin ich kein Verfechter der "es kann jeden treffen" Lebenseinstellung, aber nach diesem Knueller koennte ich fast dazu uebergehen. Auch wenn ich im tiefsten Inneren glaube - ueberzeugt bin - dass jede - jede - Krankheit irgendwie im Koerper vorprogrammiert ist, dann entweder getriggert, oder nicht getriggert wird, und wir die URsachen halt nicht kennen, und darum behaupten, "jeder" waere gleich gefaehrdet, "getroffen" zu werden.
Ich habe monatelang Anrufe und E-Mails von meiner Gesippschaft in D. ignoriert. Weil ich denen nicht sagen kann, dass ich MS habe. Ich wusste ja, was dann kommen wuerde. Aber die eindringlichen Kontaktversuche konnte ich irgendwann nicht mehr ignorieren. Ich kann aber auch nicht einfach irgendsowas daherquatschen: "Ja, der August war ziemlich verregnet, alles beim alten, bla bla bla". Das kann ich nicht. Tut mir leid. Und weiter ignorieren und nicht antworten kann ich auch nicht. Also blieb mir keine Wahl. Ich muss echt sein. Ich bin echt. Schrieb ich auf Vatterns Gemecker ("eine Mail zu schreiben, soviel Zeit muss doch da sein bla bla bla") eine Antwort, in der ich ihm von der MS erzaehlte. Kurz, buendig, sachlich, ehrlich. Quadratisch, praktisch, gut:
"Ach ja. Im vergangenen Maerz wurde ich mit Multpler Sklerose diagnostiziert. Es geht mir aber im Grossen und Ganzen gut. Ich arbeite normal weiter und mache jeden Monat eine Behandlung. Die Behandlung schlaegt gut an und die Symptome (Kribblen, Taubheit, Gleichgewichtsstoerungen) sind so ziemlich unter Kontrolle. Man kann damit viele Jahre ganz normal leben, nicht jeder endet mit Kruecken oder im Rollstuhl. Zum Glueck habe ich eine gute Krankenversicherung, und auf der Arbeit haben sie auch Verstaendnis und haben meine Stunden angepasst. Das mit der MS koennt ihr auch X (meinem Onkel, der mit Vattern staendig auf Kriegsfuss steht, und seit Jahren ueber alles, was mich betrifft, angelogen wird - ich bin Vattern zu peinlich) erzaehlen. Das moechte ich sogar. Ich will nicht mehr, dass Dinge unter den Teppich gekehrt werden. Das halte ich fuer ziemlich ungesund, ehrlich. "
Ich bin stolz auf mich. Die verlogene Wirtschaft meiner Familie mache ich nicht mehr mit. Du willst wissen, wie es mir geht? Gut. Ich SAGE dir, wie es mir geht. Ich plaenkere nix ueber das Wetter, das Erdbeben, den Hurrikan, den 9/11 10. Jahrestag daher. Oder ueber deine bloeden Buecher und deinen bloeden Garten. Ich mache keinen Smalltalk mehr. Entweder du nimmst mich so, wie ich bin, oder wir koennen es ganz bleiben lassen. So. Nachdem ich die Mail abgeschickt hatte, ging ich ein bisschen aufrechter, trotz Gleichgewichtsstoerungen auf der linken Seite wieder, seit gestern.
Ich wollte es denen eigentlich nicht sagen. Denn ich weiss ja, was kommt: "Also von MIR hast du das nicht bla bla bla bis" hin zu "Schicksalsschlag bla bla bla". Unterstuetzung? Null. Interesse? Null.
Zwei Stunden spaeter kommt eine Antwort. Schlimmer als erwartet war die Reaktion. Ein Schluessel-Auszug:
"Ich kann es nicht glauben. Normalerweise ist MS auch erblich bedingt. Niemand in unserer Familie und auch nicht bei X (meine Mutter) hatte jemals MS. Hat Dir Dein Arzt gesagt, wie das kommen kann? Ich...." "Ich habe mit X (Mutter) telefoniert. Die hat gesagt, dass Du sie noch nicht informiert hast. Warum? Sie will Dich in den nächsten Tagen anrufen."
Das deckt unsere "von mir hat sie das nicht" Portion des Programms ab. Die "selber schuld" Einlage war ein unerwarteter Bonus. NEIN, mein Arzt hat mir nicht gesagt, "wie das kommen kann". Es gibt noch keine erforschte Ursache von MS. Und erblich KANN, MUSS sie aber nicht bedingt sein. Manchmal trifft sie einen auch einfach so. Ohne Grund. DU hast nicht immer die Kontrolle, VATTERN. Man kann nicht alles kontrollieren im Leben, so gerne du dir das auch einreden wuerdest.
Und weil's so schoen war, geht's gleich weiter. Hier ist die "was nicht sein darf, kann nicht sein" Portion unserer Morgen-Unterhaltung:
"Wenn ich etwa habe, besuche ich immer einen zweiten Arzt, der dann oft eine ganz andere Diagnose stellt. Besuch einen zweiten Arzt, um sicherzugehen. "
Keine Nachfrage, wie es denn zur Diagnose gekommen ist. Was da genau passiert war. Dass ich 5 Tage im Krankenhaus war durch die Notaufnahme. Dass ich inzwischen schon 3 MRI's machen musste, von mind. 4 verschiedenen Aerzten angesehen, die alle zu dem gleichen Ergebnis kamen. Dass ich selber die Hirnwolken gesehen habe. Dass die mir am Rueckgrat Fluessigkeit abgenommen haben mit einer grossen Nadel um anderes auszuschliessen. Dass man an dem Abend in der Notaufnahme zuerst einen Schlaganfall und einen Hirntumor duch ein CT Scan ausschliessen musste. Dass mein Auge schief stand. Dass ich nicht gerade laufen konnte, und mir ganz uebel war. Dass ich seit Monaten nicht mehr joggen konnte, weil mein linkes Bein immer taub wurde und geschleppt hat. Nein. Danach fragt er nicht. Dass ich 5 Tage am Tropf hing mit Steroids (Kortison???) um mein Auge und mein Gleichgewicht zu richten. All das interessiert ihn nicht. Nur wie frueher: "Du niest? Warum bist du gestern ohne Jacke rausgegangen? ACH, hast du dich verdorben!" Man ist selber schuld. Man hat alles unter Kontrolle. So war's immer schon in dieser kranken Familie. Danke fuer die warmen Erinnerungen. Jetzt bin ich wenigstens erleichtert. Vatter meint, vlt. habe ich gar keine MS. Ohne Fragen zu stellen. Das kann ja nicht sein, die reden alle Quatsch. Er war schon immer der Einzige, der die Antworten hat.
Aber halt! Wir sind noch nicht am Schluss! Bevor er mich unterschwellig einen Narren genannt hat, der einfach zu allem "Ja" sagt (hat er schon als ich Kind war gemacht, komplett mit kuenstlicher Piepsstimme, mich nachaeffend), wollte er doch noch was Freundliches abgeben (da steckte sicher seine Frau dahinter):
"Ich bewundere Deinen Mut und die tapfere Art, wie Du das hinnimmst."
Ja, ich nehme das hin. Auch wenn ich keinen Mut und keine "tapfere Art" habe, aber es bleibt einem ja nix anderes uebrig ne? Soll ich ihm jetzt sagen, ich war eigentlich erleichtert, als ich MS hoerte, weil ich Angst vor einem HIRNTUMOR hatte? Nee. So nah sind wir uns nicht, dass ich solche Sachen erzaehle. Dann lieber Fremden hier im Blog. Wenigstens hat er sich den Ausdruck "Schicksalsschlag" gespart, gegen den ich so allergisch bin. War sicher Zufall und nicht Ruecksicht. Auf dieser Welt gibt es nur Vattern. Andere Menschen haben keine Probleme und keine Gefuehle. Ihm ist mit 10 Jahren eine Bombe aufs Haus gefallen (im OKTOBER, und im JANUAR war der Krieg herum - SOOO KNAPP!!" *schluchtz*), und dafuer bestraft der arme kleine Junge die Menschheit seit fast 7 Jahrzehnten. Tyrannisiert diejenigen, die es zulassen, und ignoriert diejenigen, die sich abgrenzen, weil er bei denen (ich gehoere auch dazu) nicht mehr die Kontrolle hat.
Damit war das Thema MS - und "Tochter" ueberhaupt - abgeschlossen von seiner Seite. Nun mal zum wirklich Wichtigen:
"Du schreibst, dass das Buch noch nicht angekommen ist. Das verstehe ich nicht. Wir haben es per Luftpost geschickt. Vielleicht hat es der Zoll einbehalten. Ich wüsste aber nicht, warum die ein völlig harmloses Buch einbehalten. Das Buch ist ziemlich schwer (1kg). Vielleicht hat ein Briefträger etwas wertvolles vermutet und hat es sich unter den Nagel gerissen."
Tja, da haben wir's, meine Herrschaften. Die Amis sind alles Gauner ("bei UNS wuerde so was nicht passieren!"), inklusive dem Arzt, der deiner Tochter eine Krankheit anhaengt, die sie gar nicht hat. Sie hat sicher nur "ja" gepiepst. DU musst es ja wissen.
So, jetzt kann ich ihm vlt. in zivilem Ton zurueckschreiben. Warte aber lieber ein paar Tage, um auf Nummer Sicher zu gehen.
PS. Ich haette wenigstens erwartet, dass er Details zu der von mir erwaehnten monatlichen Behandlung fragt. Oder darauf eingeht, dass ich das "Verschweigen" innerhalb der Familie nicht mehr gutheisse. Kam aber nix. Mit keiner Silbe. Gut. Wer nicht will, der hat schon. :/
Ich habe monatelang Anrufe und E-Mails von meiner Gesippschaft in D. ignoriert. Weil ich denen nicht sagen kann, dass ich MS habe. Ich wusste ja, was dann kommen wuerde. Aber die eindringlichen Kontaktversuche konnte ich irgendwann nicht mehr ignorieren. Ich kann aber auch nicht einfach irgendsowas daherquatschen: "Ja, der August war ziemlich verregnet, alles beim alten, bla bla bla". Das kann ich nicht. Tut mir leid. Und weiter ignorieren und nicht antworten kann ich auch nicht. Also blieb mir keine Wahl. Ich muss echt sein. Ich bin echt. Schrieb ich auf Vatterns Gemecker ("eine Mail zu schreiben, soviel Zeit muss doch da sein bla bla bla") eine Antwort, in der ich ihm von der MS erzaehlte. Kurz, buendig, sachlich, ehrlich. Quadratisch, praktisch, gut:
"Ach ja. Im vergangenen Maerz wurde ich mit Multpler Sklerose diagnostiziert. Es geht mir aber im Grossen und Ganzen gut. Ich arbeite normal weiter und mache jeden Monat eine Behandlung. Die Behandlung schlaegt gut an und die Symptome (Kribblen, Taubheit, Gleichgewichtsstoerungen) sind so ziemlich unter Kontrolle. Man kann damit viele Jahre ganz normal leben, nicht jeder endet mit Kruecken oder im Rollstuhl. Zum Glueck habe ich eine gute Krankenversicherung, und auf der Arbeit haben sie auch Verstaendnis und haben meine Stunden angepasst. Das mit der MS koennt ihr auch X (meinem Onkel, der mit Vattern staendig auf Kriegsfuss steht, und seit Jahren ueber alles, was mich betrifft, angelogen wird - ich bin Vattern zu peinlich) erzaehlen. Das moechte ich sogar. Ich will nicht mehr, dass Dinge unter den Teppich gekehrt werden. Das halte ich fuer ziemlich ungesund, ehrlich. "
Ich bin stolz auf mich. Die verlogene Wirtschaft meiner Familie mache ich nicht mehr mit. Du willst wissen, wie es mir geht? Gut. Ich SAGE dir, wie es mir geht. Ich plaenkere nix ueber das Wetter, das Erdbeben, den Hurrikan, den 9/11 10. Jahrestag daher. Oder ueber deine bloeden Buecher und deinen bloeden Garten. Ich mache keinen Smalltalk mehr. Entweder du nimmst mich so, wie ich bin, oder wir koennen es ganz bleiben lassen. So. Nachdem ich die Mail abgeschickt hatte, ging ich ein bisschen aufrechter, trotz Gleichgewichtsstoerungen auf der linken Seite wieder, seit gestern.
Ich wollte es denen eigentlich nicht sagen. Denn ich weiss ja, was kommt: "Also von MIR hast du das nicht bla bla bla bis" hin zu "Schicksalsschlag bla bla bla". Unterstuetzung? Null. Interesse? Null.
Zwei Stunden spaeter kommt eine Antwort. Schlimmer als erwartet war die Reaktion. Ein Schluessel-Auszug:
"Ich kann es nicht glauben. Normalerweise ist MS auch erblich bedingt. Niemand in unserer Familie und auch nicht bei X (meine Mutter) hatte jemals MS. Hat Dir Dein Arzt gesagt, wie das kommen kann? Ich...." "Ich habe mit X (Mutter) telefoniert. Die hat gesagt, dass Du sie noch nicht informiert hast. Warum? Sie will Dich in den nächsten Tagen anrufen."
Das deckt unsere "von mir hat sie das nicht" Portion des Programms ab. Die "selber schuld" Einlage war ein unerwarteter Bonus. NEIN, mein Arzt hat mir nicht gesagt, "wie das kommen kann". Es gibt noch keine erforschte Ursache von MS. Und erblich KANN, MUSS sie aber nicht bedingt sein. Manchmal trifft sie einen auch einfach so. Ohne Grund. DU hast nicht immer die Kontrolle, VATTERN. Man kann nicht alles kontrollieren im Leben, so gerne du dir das auch einreden wuerdest.
Und weil's so schoen war, geht's gleich weiter. Hier ist die "was nicht sein darf, kann nicht sein" Portion unserer Morgen-Unterhaltung:
"Wenn ich etwa habe, besuche ich immer einen zweiten Arzt, der dann oft eine ganz andere Diagnose stellt. Besuch einen zweiten Arzt, um sicherzugehen. "
Keine Nachfrage, wie es denn zur Diagnose gekommen ist. Was da genau passiert war. Dass ich 5 Tage im Krankenhaus war durch die Notaufnahme. Dass ich inzwischen schon 3 MRI's machen musste, von mind. 4 verschiedenen Aerzten angesehen, die alle zu dem gleichen Ergebnis kamen. Dass ich selber die Hirnwolken gesehen habe. Dass die mir am Rueckgrat Fluessigkeit abgenommen haben mit einer grossen Nadel um anderes auszuschliessen. Dass man an dem Abend in der Notaufnahme zuerst einen Schlaganfall und einen Hirntumor duch ein CT Scan ausschliessen musste. Dass mein Auge schief stand. Dass ich nicht gerade laufen konnte, und mir ganz uebel war. Dass ich seit Monaten nicht mehr joggen konnte, weil mein linkes Bein immer taub wurde und geschleppt hat. Nein. Danach fragt er nicht. Dass ich 5 Tage am Tropf hing mit Steroids (Kortison???) um mein Auge und mein Gleichgewicht zu richten. All das interessiert ihn nicht. Nur wie frueher: "Du niest? Warum bist du gestern ohne Jacke rausgegangen? ACH, hast du dich verdorben!" Man ist selber schuld. Man hat alles unter Kontrolle. So war's immer schon in dieser kranken Familie. Danke fuer die warmen Erinnerungen. Jetzt bin ich wenigstens erleichtert. Vatter meint, vlt. habe ich gar keine MS. Ohne Fragen zu stellen. Das kann ja nicht sein, die reden alle Quatsch. Er war schon immer der Einzige, der die Antworten hat.
Aber halt! Wir sind noch nicht am Schluss! Bevor er mich unterschwellig einen Narren genannt hat, der einfach zu allem "Ja" sagt (hat er schon als ich Kind war gemacht, komplett mit kuenstlicher Piepsstimme, mich nachaeffend), wollte er doch noch was Freundliches abgeben (da steckte sicher seine Frau dahinter):
"Ich bewundere Deinen Mut und die tapfere Art, wie Du das hinnimmst."
Ja, ich nehme das hin. Auch wenn ich keinen Mut und keine "tapfere Art" habe, aber es bleibt einem ja nix anderes uebrig ne? Soll ich ihm jetzt sagen, ich war eigentlich erleichtert, als ich MS hoerte, weil ich Angst vor einem HIRNTUMOR hatte? Nee. So nah sind wir uns nicht, dass ich solche Sachen erzaehle. Dann lieber Fremden hier im Blog. Wenigstens hat er sich den Ausdruck "Schicksalsschlag" gespart, gegen den ich so allergisch bin. War sicher Zufall und nicht Ruecksicht. Auf dieser Welt gibt es nur Vattern. Andere Menschen haben keine Probleme und keine Gefuehle. Ihm ist mit 10 Jahren eine Bombe aufs Haus gefallen (im OKTOBER, und im JANUAR war der Krieg herum - SOOO KNAPP!!" *schluchtz*), und dafuer bestraft der arme kleine Junge die Menschheit seit fast 7 Jahrzehnten. Tyrannisiert diejenigen, die es zulassen, und ignoriert diejenigen, die sich abgrenzen, weil er bei denen (ich gehoere auch dazu) nicht mehr die Kontrolle hat.
Damit war das Thema MS - und "Tochter" ueberhaupt - abgeschlossen von seiner Seite. Nun mal zum wirklich Wichtigen:
"Du schreibst, dass das Buch noch nicht angekommen ist. Das verstehe ich nicht. Wir haben es per Luftpost geschickt. Vielleicht hat es der Zoll einbehalten. Ich wüsste aber nicht, warum die ein völlig harmloses Buch einbehalten. Das Buch ist ziemlich schwer (1kg). Vielleicht hat ein Briefträger etwas wertvolles vermutet und hat es sich unter den Nagel gerissen."
Tja, da haben wir's, meine Herrschaften. Die Amis sind alles Gauner ("bei UNS wuerde so was nicht passieren!"), inklusive dem Arzt, der deiner Tochter eine Krankheit anhaengt, die sie gar nicht hat. Sie hat sicher nur "ja" gepiepst. DU musst es ja wissen.
So, jetzt kann ich ihm vlt. in zivilem Ton zurueckschreiben. Warte aber lieber ein paar Tage, um auf Nummer Sicher zu gehen.
PS. Ich haette wenigstens erwartet, dass er Details zu der von mir erwaehnten monatlichen Behandlung fragt. Oder darauf eingeht, dass ich das "Verschweigen" innerhalb der Familie nicht mehr gutheisse. Kam aber nix. Mit keiner Silbe. Gut. Wer nicht will, der hat schon. :/
Labels:
ausgekotzt,
egoistisch,
Familie,
Kindheitstraumata,
kriegsgeschaedigt,
MS,
Vattern,
Wut
Monday, March 15, 2010
Niemand kann einen so verletzen, wie die eigenen Kinder
Sohn meint zu mir, wenn ich das Zeitliche segnen wuerde, haette er endlich die grosse Chance, auf eigenen Fuessen zu stehen. Die grosse Chance, NYC fuer immer den Ruecken zu kehren, und sich aus der ganzen Scheisse hier auszuklinken. Nur dadurch, dass ich EXISTIERE, halte ich ihn angeblich in seiner Entfaltung zurueck. Obowhl ich gar nichts tue. Wenn er die $300.000 Lebensversicherung kassieren koennte, na dann koennte er endlich voll selbstaendig werden.
Er sagt, wir waeren nicht in so mancher beschissener Situation, WENN ES NICHT FUER MEINE BESCHISSENEN LEBENSENTSCHEIDUNGEN WAERE. Hauptsaechlich der, uns vor 13 Jahren nach NYC zu verfrachten. Ich sage: aber entfalten kann er sich doch auch so. Obwohl ich noch am Leben bin. Nein, nur wenn er gar keine andere Wahl mehr haette, und vollkommmen auf sich selbxt gestellt waere, koennte er das. Weil er dann gezwungen waere. Und dazu noch einen Buendel Geld haette. Mit dem er irgendwie, irgendwo einen Neustart inszenieren koennte. Und ich soll das bitte nicht persoenlich nehmen, es seien nur die Tatsachen.
Nun spiele ich mit dem Gedanken, morgen die Lebensversicherung zu canceln. Das habe ich ihm auch gesagt. Und er meint dazu, ich waere keine liebende Mutter. Sondern eine boese, rachesuechtige alte Schachtel.
Ich habe ihm mal vor langer Zeit gesagt, dass ich die Versicherung habe, damit er nicht sofort auf der Strasse sitzt, falls mir mal was passieren sollte. Als Notgroschen, sozusagen. Da hielt er sich noch die Ohren zu, und wollte gar nicht an die Moeglichkeit denken, dass ich mal ins Grass beissen koennte. Voll sentimental. Aber ich habe immer wieder darauf bestanden, dass er im Falle eines Falles geschuetzt waere, und nur darauf kaeme es an, und ansonsten lassen wir das Thema jetzt auf seinen Wunsch fallen.
Das haette ich nicht tun sollen, denn nachdem er darueber nachgedacht hat, ist ihm die Tatsache aufgegangen, dass ich tot mehr wert bin, als lebendig. So ist es doch auch, oder? Man kann es nicht abstreiten. Lebend haette ich niemalsnie Zugriff auf so ein Buendel Geld.
Ich war schon immer eogistisch, und kann daher meinem Kind nichts bieten. Er meint, er ist nur realistisch, und es sei nicht wirklich persoenlich gemeint.
Ich sollte ihm eins auswischen, und die Scheiss Versicherung tatsaechlixh canceln nach solchen Sentimenten. Aber ich weiss noch nicht, ob ich das fertigbringen werde.
Ach, ist das Leben nicht schoen? FRUEHLING! Vielleicht sollte ich mal einen zweiten Blog aufmachen, in dem ich nur Bilder von Krokussen veroeffentliche. Mit ein paar meditativen Weisheiten. Ueber Gluecksgefuehle und Fruehlingsgefuehle. Scheint fuer manche Leute zu funzen. Leute, die keine Probleme haben. Was haette ich zu verlieren?
Er sagt, wir waeren nicht in so mancher beschissener Situation, WENN ES NICHT FUER MEINE BESCHISSENEN LEBENSENTSCHEIDUNGEN WAERE. Hauptsaechlich der, uns vor 13 Jahren nach NYC zu verfrachten. Ich sage: aber entfalten kann er sich doch auch so. Obwohl ich noch am Leben bin. Nein, nur wenn er gar keine andere Wahl mehr haette, und vollkommmen auf sich selbxt gestellt waere, koennte er das. Weil er dann gezwungen waere. Und dazu noch einen Buendel Geld haette. Mit dem er irgendwie, irgendwo einen Neustart inszenieren koennte. Und ich soll das bitte nicht persoenlich nehmen, es seien nur die Tatsachen.
Nun spiele ich mit dem Gedanken, morgen die Lebensversicherung zu canceln. Das habe ich ihm auch gesagt. Und er meint dazu, ich waere keine liebende Mutter. Sondern eine boese, rachesuechtige alte Schachtel.
Ich habe ihm mal vor langer Zeit gesagt, dass ich die Versicherung habe, damit er nicht sofort auf der Strasse sitzt, falls mir mal was passieren sollte. Als Notgroschen, sozusagen. Da hielt er sich noch die Ohren zu, und wollte gar nicht an die Moeglichkeit denken, dass ich mal ins Grass beissen koennte. Voll sentimental. Aber ich habe immer wieder darauf bestanden, dass er im Falle eines Falles geschuetzt waere, und nur darauf kaeme es an, und ansonsten lassen wir das Thema jetzt auf seinen Wunsch fallen.
Das haette ich nicht tun sollen, denn nachdem er darueber nachgedacht hat, ist ihm die Tatsache aufgegangen, dass ich tot mehr wert bin, als lebendig. So ist es doch auch, oder? Man kann es nicht abstreiten. Lebend haette ich niemalsnie Zugriff auf so ein Buendel Geld.
Ich war schon immer eogistisch, und kann daher meinem Kind nichts bieten. Er meint, er ist nur realistisch, und es sei nicht wirklich persoenlich gemeint.
Ich sollte ihm eins auswischen, und die Scheiss Versicherung tatsaechlixh canceln nach solchen Sentimenten. Aber ich weiss noch nicht, ob ich das fertigbringen werde.
Ach, ist das Leben nicht schoen? FRUEHLING! Vielleicht sollte ich mal einen zweiten Blog aufmachen, in dem ich nur Bilder von Krokussen veroeffentliche. Mit ein paar meditativen Weisheiten. Ueber Gluecksgefuehle und Fruehlingsgefuehle. Scheint fuer manche Leute zu funzen. Leute, die keine Probleme haben. Was haette ich zu verlieren?
Labels:
Familie,
Schmerz,
was habe ich nur falsch gemacht
Wednesday, December 9, 2009
Feel The Love
Frau Z. und ich haben gerade ein identisches Leiden. Wer haette es gedacht.
Jetzt habe ICH naemlich auch psychosomatische Magenbeschwerden.
Wenigstens weiss ich (im Gegensatz zu Frau Z., dazu geniesst sie sie viel zu sehr), dass meine "Beschwerden" psychosomatischer Natur sind. Und sogar, was fuer mich der Ausloeser war: Ich bin vorhin naemlich nach laaaaaaaaaaaaaaaaaanger Zeit mal wieder ans Telefon gegangen... als Muttern mich anrief.
Und - wie immer, endete der Anruf mit wuesten gegenseitigen Beschimpfungen (die ganz friedlich als unterschwellig-gemeine Sticheleien ihren Anfang hatten), und zwei aufgeknallten Hoerern in zwei verschiedenen Teilen der Welt. Wir sind noch nicht mal dazu gekommen, uns gegenseitig 'frohe Weihnachten' zu wuenschen. Herber Verlust, das... Obwohl - in gewisser Weise haben wir uns doch frohe Weihnachten gewuenscht, Muttern und ich. Auf unsere ganz urgeigene Art. In unserer Geheimsprache: "Du reduzierst mich auf etwas, was ich nicht bin, damit du mich besser 'erfassen' kannst und weil du dich fuer mich schaemst so wie ich bin, du verknoecherte Alte!" "Man meint, du tickst nicht mehr ganz richtig, fuer dich interessiert sich doch eh kein Mensch, keiner fragt nach dir, vor wem soll ich dich da 'reduzieren'!"
Autsch! Ha-ha. Daraus koennte man eine Tragikommoedie machen. Merry Christmas.
Manche Leute sagen "eine friedliche Adventszeit noch", wir sagen halt s. o. Wenigstens sprechen wir uns die Wahrheit ins Gesicht, nein, wir schmeissen sie uns an den Kopf, bis es uns umhaut.
Im Ernst: Gerade wuensche ich mir mal wieder, dass ich eine normale Familie haette. Aber das wuensche ich mir jetzt schon seit ca. 45 Jahren. Es wird Zeit, das Thema abzuschreiben.
Jetzt habe ICH naemlich auch psychosomatische Magenbeschwerden.
Wenigstens weiss ich (im Gegensatz zu Frau Z., dazu geniesst sie sie viel zu sehr), dass meine "Beschwerden" psychosomatischer Natur sind. Und sogar, was fuer mich der Ausloeser war: Ich bin vorhin naemlich nach laaaaaaaaaaaaaaaaaanger Zeit mal wieder ans Telefon gegangen... als Muttern mich anrief.
Und - wie immer, endete der Anruf mit wuesten gegenseitigen Beschimpfungen (die ganz friedlich als unterschwellig-gemeine Sticheleien ihren Anfang hatten), und zwei aufgeknallten Hoerern in zwei verschiedenen Teilen der Welt. Wir sind noch nicht mal dazu gekommen, uns gegenseitig 'frohe Weihnachten' zu wuenschen. Herber Verlust, das... Obwohl - in gewisser Weise haben wir uns doch frohe Weihnachten gewuenscht, Muttern und ich. Auf unsere ganz urgeigene Art. In unserer Geheimsprache: "Du reduzierst mich auf etwas, was ich nicht bin, damit du mich besser 'erfassen' kannst und weil du dich fuer mich schaemst so wie ich bin, du verknoecherte Alte!" "Man meint, du tickst nicht mehr ganz richtig, fuer dich interessiert sich doch eh kein Mensch, keiner fragt nach dir, vor wem soll ich dich da 'reduzieren'!"
Autsch! Ha-ha. Daraus koennte man eine Tragikommoedie machen. Merry Christmas.
Manche Leute sagen "eine friedliche Adventszeit noch", wir sagen halt s. o. Wenigstens sprechen wir uns die Wahrheit ins Gesicht, nein, wir schmeissen sie uns an den Kopf, bis es uns umhaut.
Im Ernst: Gerade wuensche ich mir mal wieder, dass ich eine normale Familie haette. Aber das wuensche ich mir jetzt schon seit ca. 45 Jahren. Es wird Zeit, das Thema abzuschreiben.
Subscribe to:
Posts (Atom)