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Monday, January 3, 2011

Werde ich das schaffen?

Jetzt kommt der Test. Wie oft wird Frau Z. heute "Happy New YearS" bruellen? Wie oft kann man es korrekt (Happy New Year, ohne "s") zuruecksagen, ohne dass sie den Hinweis bekommt? Alle Jahre wieder. Wie aufgedreht wird sie heute sein von vielen Tagen in ihrem komischen Zweitjob, beinflusst von dem Gehabe dort, das wirklich unertraeglich sein muss? Wie viele Ausdruecke, die sie dort aufgeschnappt hat, wird sie anwenden - natuerlich falsch? Was wird sonst noch auf mich zukommen, ausser Frau Z.'s Angeberei? Natuerlich mal wieder der Zeitdruck. Zum Jahresanfang gibt es ein paar ganz bestimmte Dinge, die innerhalb von 2 Tagen oder so eingebracht werden muessen. Dazu noch ein gewisses Dings, das immer montags abgearbeitet werden muss.

Es ist auch besonders grausam, dass man wieder ausgerechnet an einem Montag anfaengt, anstatt an irgendeinem anderen Tag, weil die Feiertage auf ein WE gefallen sind. Und damit sofort wieder mit einer vollen Woche konfrontiert ist. Ich wollte mir noch 3 Tage Urlaub nehmen, und erst am Donnerstag anfangen, aber das hat aus bestimmten Gruenden nicht geklappt. Habe selbst entschieden, dass das keine gute Idee waere jetzt. Verbieten kann man mir es natuerlich nicht. Aber trotzdem.

Das sind nur die Highlights. Wenn ich danach heute abend keine Zigaretten kaufe, dann meine ich es ernst mit dem Aufhoeren. Ich wuensche mir viel Kraft.

Sunday, January 2, 2011

Nur nicht zur Neujahrszeit!

Das mit den Zigaretten hab ich jetzt folgendermassen entschieden: Ich habe nicht vollkommen aufgehoert, das ist zu streng, zu schwer, zu undurchfuehrbar. Ich werde mir nur schlicht keine eigenen mehr kaufen. Denn wenn ich ein eigenes Paeckchen habe, dann, und nur dann, laeuft es vollkommen aus dem Ruder. Ich stecke eine nach der anderen an, weil sie da sind. Mal hier und da eine schnorren (was an den meisten Tagen auf o Zigs kommt, kenne z. G. nicht mehr sooooooo viele Raucher), dagegen, das gestatte ich mir. Denn wenn man jedes Mal betteln muss, dann ist da eine Hemmschwelle, die einfach wegfaellt, wenn man die eigenen in der Tasche hat. Dadurch kommt man ohne eigene auf hoechstens vier am Tag. Auch nicht optimal, aber besser als das, was ich vorher veranstaltet habe (fast eine Packung am Tag inzwischen.... :(()

Ich bin jetzt schon ein paar Tage wieder daran, und es funzt ziemlich gut soweit. Es war mir wichtig, mein Aufhoeren noch Ende Dezember irgendwie unterzubringen, denn ich wollte nicht, dass es sich wie ein Neujahrsvorsatz anfuehlt.

Aber selbst wenn es am 1. Jan. gewesen waere, waere das purer Zufall gewesen, denn innerlich bin ich schon lange soweit, aufhoeren zu wollen, das Datum hat ueberhaupt nichts damit zu tun. Und um das nicht jedes Mal erklaeren zu muessen in der Zukunft (WENN ich dranbleibe, toi toi toi), wurde es halt der 30. Dezember. Durch eine veraenderte Routine erleichtert, solche Phasen muss man ausnutzen fuer Veraenderungen. Denn Veraenderungen sind dann viel leichter, als im Alltag. Und wenn der Alltag dann wieder da ist, hat man die neue Verhaltensform schon intus. In meinem Fall heisst das, der Saftladen wird nicht so ohne Weiteres wieder Schmacht bei mir ausloesn koennen, weil Nichtrauchen schon zur Normalitaet geworden ist. Der ist naemlich der groesste Trigger, der Saftladen. Immer wieder.

30. Dezember also, und mit weniger Strenge. (Wenn ich weiss, ich darf auch mal eine rauchen, ohne mich gleich als Vollversager zu fuehlen, dann will ich die "Eine" pradoxerweise gar nicht mehr so sehr.) Neujahrsvorsaetze halte ich fuer bloed. Die klappen nie. Wenn man fuer eine Veraenderung bereit ist, kommt das von innen, und das kann zu jeder Zeit passieren. Mit dem Datum auf dem Kalender hat das gar nichts zu tun. Ausserdem ist mir das zu klischeehaft und zu brav. Neujahrsvorsaetze habe ich noch nie gemacht, ich finde sie zum Kotzen. Ich muss nur an die ganzen Dickmadams im Fitness Center denken, die die ersten Wochen im Jan. die ganzen guten Geraete beschlagnahmen, so dass die "Richtigen" nur mit Muehe drankommen. Und dann bis Mitte Februar (und nur ein paar Hartnaeckige halten ueberhaupt SO lange durch) nach und nach verschwinden. Letztes Jahr habe ich pers. ziemlich auf der faulen Haut gelegen fitness-technisch, aber meiner Figur hat es nicht geschadet. Gute Gene bla bla bla. Und wenn ich wieder anfange (weil's gesund ist, nicht weil ich es von der Figur her noetig haette), dann wird das aus einem inneren Drang kommen. Das kapieren die ganzen Schweinchen, Planschkuehe, und Wasserbueffel leider nicht. Deshalb geben sie auch immer wieder so schnell auf. Weil sie es eigentlich gar nicht wollen, sondern nur dem Klischee "ab dem neuen Jahr muss mehr Fitness sein" folgen. Das ist dann natuerlich von vorn herein zum Scheitern vorprogrammiert.

Ich habe den inneren Drang, meine Energie zurueckzubekommen, und endlich mit dem Qualmen aufzuhoeren (bzw. es auf fast Null zu reduzieren). Ich MUSS das irgendwie tun. Im Fruehjahr 2010 hatte ich einen Versuch, der 3 Wochen anhielt, und dann noch mehrere danach durch den Rest des Jahres. Und um die Weihnachtszeit qualmte ich immer noch. Ein weiteres Jahr, das ich haette gesund leben koennen, es aber nicht getan habe. Ich bin zu alt, so ungesund zu leben, und habe zu grosse Angst vor Krebs, Herzleiden, und Co.

Nein, mit neuem Jahr hat es nichts zu tun, dass ich aufhoeren muss. Der Zeitpunkt ist nur Zufall. Wenn ich mehr Energie habe vom Nichtrauchen, werde ich auch Fitness wieder ernster nehmen. Damit eilt es aber nicht so sehr. Und im Moment ist das Fitness Center wie gesagt von den Schweinchen mit den Neujahrsvorsaetzen ueberlaufen. Erst mal abwarten, bis die weg sind. Mit denen will ich naemlich nicht in einen Topf geworfen werden. Perfekte Ausrede, die Fitness bis Februar rauszuschieben. Oder Maerz.

Tuesday, August 24, 2010

"Absichtliches Ignorieren" - nicht nur in Kiel

Eine Person aus Kiel ist gerade von einen Google Link, in dem es um "Absichtliches Ignorieren" geht, hierhergekommen. Da wollte sie sich wohl Inspiration holen, wie man so was wie mich am besten handhabt. Tja. Und wie lange hat DAS angehalten...

Die gaengige Meinung ist ja, dass man mich am besten "absichtlich ignoriert", auflaufen laesst, dann hoere ich schon auf (alte Schachteln auszulachen, oder was auch immer mein Verbrechen des Tages ist). Das funktioniert aber nur dann, liebe Kielerin, wenn man nicht unmittelbar nach der Recherche sofort hierherkommt, sondern auch standhaft bleibt. Das grenzt ja schon an Sucht: "Ich komme aus Kiel, und ich bin hsm-suechtig". "Willkommen im Club. Wir kommen zwar nicht alle auch aus Kiel, aber wir sind ebenfalls hsm-suechtig. Du hast also viiiiiiiiiiiiel Gesellschaft!"

Und was gibt es da ueberhaupt zu recherchieren. Wenn ich jemanden ignorieren will, dann tue ich das einfach. Da brauche ich keine Gebrauchsanleitung. Warum sind es immer diejenigen, die so sehr preidigen, dass man mich doch einfach ignorieren soll, die dann einfach nicht wegbleiben koennen?

Auf jeden Fall wird sich offenbar gerade ueber mich geaergert. Nicht nur in Kiel. Damit ist fuer mich der Tag schon gerettet. Ich habe es mal wieder geschafft, den Huehnerstall zu aergern. Ich grinse von einem Ohr zum anderen. Jetzt kann kommen heute, was will, ich bin bei Laune. ^^

PS. Ein paar Herrschaften, die regelmaessig hier herumgeistern, aber an mir und meinen Gedanken nicht das geringste Interesse haben, gehoeren blockiert. Mas sehen, was technisch machbar ist...

Saturday, July 3, 2010

Danke, NYC! :)

Also, wie gesagt, es wird einem immer unmoeglicher gemacht, in NYC Raucher zu sein. Und im Grunde kommt mir das entgegen. Ich brauche den Schubs von aussen. Alleine schaffe ich es nicht. Ich schaffe es nicht, Suechte mit meditativer Einstellung und Selbsthilfegruppen abzulegen. Das einzige, was wirkt, ist, die Quelle zuzudrehen. Einfach kein Zugriff mehr. Das wird irgendwann passieren mit Zigaretten hier. Die werden vollkommen verboten werden. Gut so. Das macht es leicht. So suechtig, dass ich versuchen wuerde, dann auf andere Weise dranzukommen (Schwarzmaerkte ausfindig machen, mich ausserhalb der City eindecken, usw. usf.) bin ich nicht. Das waere mir zu viel Aufwand. So war es auch mit meiner Ritalinsucht. Irgendwann war es mir zu viel. Ich habe dem Doc meines Sohnes (der da immerhin schon 15 war, und ohnehin schon jahrelang ohne das Zeug auskommen war, weil ich es selber gefressen habe) eines Tages gesagt, er braucht das Ritalin jetzt nicht mehr, wir kommen nicht mehr. Und habe dem Dreck keine Traene nachgeweint. Wenn man weiss, man kommt nicht dran, treten die Gelueste gar nicht erst ein. So wird es auch mit den Zigaretten gehen, obwohl man IM MOMENT noch drankommt, wenn auch nur mit Muehe.

Bleibt das Problem "Hateinbisschenzugenommenstehtihrabergut". Mal rational werden jetzt: Zu wirklichem UEBERGEWICHT habe ich keine Veranlagung. Zu dem, was landlaeufig unter "Normalgewicht" laeuft^^ (in Wirklichkeit aber eben trotzdem ziemlich fett ist), ebenfalls nicht. Das wird nie passieren. Ich glaube nicht, dass ich jemanls sehr viel mehr wiegen werde, als im Moment. Die wenigen Pfunde vom Mai werde ich auch ohne Zigs loswerden. Ich hatte ja schon mal 3 Jahre lang aufgehoert (2004-2007), und hatte in der Zeit sogar abgenommen. Weil man ist gesuender, und einfach mehr aktiv. Die paar Anfangspfunde werden also im Gesamtbild wieder verschwinden.

So. Zigaretten so teuer, dass ich sie mir nur mit Muehe oder gar nicht auf die Dauer leisten kann. Nach 13 einhalb Jahren von Knuffen, Tritten, Demuetigungen, und Pruegel aller Art in dieser Stadt kann ich zum ersten Mal in IRGEND einem Zusammenhang sagen: "DANKE, NYC. Du hast es mir gerade leicht gemacht."

Monday, May 17, 2010

"Da ist er ja, mein kleiner Freund"





Jetzt stelle ich die Bluemchen doch noch rein, aber immer noch nicht, um ein verarschendes "Bluemchenpost" zu verfassen, sondern um mich ganz ernsthaft daran zu erinnern, wie schoen das WE war.

Jetzt habe ich es - so halbwegs - durch 2 Nichtraucher Wochen geschafft, wenn man mal den Donnerstag nicht zaehlt. Warum passiert es immer, dass ich ein paar Tage, nachdem die Arbeitswoche angefangen hat, zunehmend seelisch zermuerbt bin? Und was kann ich tun, das zu verhindern? DAS ist jetzt die grosse Baustelle. In der ersten Woche war es irgendwie einfacher, auch wenn die Stressoren objektiv gesehen groesser waren. Habe ich mir da einfach mehr Muehe gegeben? Bin ich durch den Erfolg der ersten Woche so groessenwahnsinnig geworden, dass ich bei der zweiten nicht mehr richtig auf der Hut war?

Ansonsten bin ich wieder fest im Sattel, aber dar ich noch nicht wirklich Arbeitstage ertragen musste seit meinem Rueckfall am Donnerstag, weiss ich noch nicht, wie "fest" das wirklich ist.

Gestern abend hatte ich zum allerersten Mal ueberhaupt keinen Schmacht. Auf einmal war es spaet abends, die "Schmachtzeit" schon laengst vorbei, und mir wurde auf einmal bewusst, dass diese vollkommen sang-und klanglos voruebergezogen war. Natuerlich war Sonntag, und die Routine war anders. Ich komme mir langsam wie ein totaler Loser vor, dass ich nicht mehr von dem Stress im Saftladen Abstand nehmen kann. Immer wieder hinlatschen muss, jeden Tag, wo ich doch WEISS, dass es mir nicht guttut. Anstatt einfach mal ein Weilchen Abstand zu nehmen. Oder auf Teilzeit umzusatteln. Finanziell ginge es im Notfall, muesste mich halt ein bischen einengen, keine grosse Sache. Auf 4 Tage umsteigen, oder auf 9-4 anstatt 9-5. Die eine Stunde wuerde einen Riesen Unterschied machen, denn diese letzte Stunde am Tag hat es in sich, die ist kaum zu ertragen. Ich weiss nicht, ob die Firma das erlauben wuerde, und wenn es abgelehnt wird, stehe ich hinterher nur wie ein Trottel da, und habe mich blossgestellt, und alle zukuenftigen "Gefallen" schon im Voraus fuer mich versaut. Und wie sollte ich das begruenden? "Ich kann den Laden nicht mehr ertragen". Ja, das ginge runter wie Butter. :/ Irgendwie ist das Leben einfacher, wenn man kleine Kinder hat. Die kann man als Ausrede fuer ALLES benutzen. Ach, waren das noch schoene Zeiten....

Jetzt habe ich mir eine Strategie ueberlegt, mit dem abendlichen Alltagsschmacht umzugehen. Ich werde ihn einfach als normalen Bestandteil des Tages akzeptieren, ja ich werde ihn ERWARTEN, und mir dann denken "da ist er ja, mein kleiner Freund". Abstand nehmen, und ihn so behandeln, als sei er ein "Jemand anders", separat von mir. Ja, ich weiss. Lebensratgeber-Denke. Kotz. Fuer viele Menschen die Norm, aber so gar nicht ich. Aber es geht darum, mein Leben zu retten. Einen NAMEN werde ich dem Schmacht nicht geben. Da hoert es bei mir irgendwie auf. Auch wenn mir sogar der Gedanke schon mal fluechtig gekommen ist. :-O

Dem Schmacht muss man beikommen, egal wie. Damit ich noch weiterhin das Leben geniessen kann mit all den schoenen Bluemchen und den tausend anderen kleinen Dingen, die mir gestern im Laufe des Tages aufgefallen und eingefallen sind, nachdem ich das "Positiv" Posting da unten verfasst habe, und mir nur "grosse" Dinge eingefallen sind.

Saturday, May 15, 2010

Spuren hinterlassen...

... hat meine Raucherorgie von vor zwei Abenden, gekuppelt mit dem fehlenden Schlaf am Tag davor (ich sage nur "verfluchte Rotzgoere da oben") natuerlich trotzdem. Zumindest auf meinem Gesicht. Bin mir nicht ganz sicher, ob ich mich gerade wirklich an die Oeffentlichkeit trauen soll, oder lieber zu Hause einigeln, wo mich wenigstens niemand sieht. Bis Montag werde ich dann doch sicher wieder wie ein Mensch aussehen?? Aber es ist gerade so ein wunderschoener Tag. Die Sonne strahlt, und es ist wieder waermer geworden, nachdem die ganze Woche Novemberwetter war (was sicher AUCH zu meinem Rueckfall beigetragen hat...).

Gerade sehe ich sehr, sehr haesslich aus. Wie eine "etwas muede", "leicht erschoepfte" Endvierzigerin. Das mag fuer manche Leute (typischerweise Neider, die selber haesslich sind, und daher auch sonst niemandem ein bischen Schoenheit goennen) "erlaubt" und sogar "in Ordnung" sein, aber fuer mich ist es desastroes. Ich habe da ganz andere Standarde. Ich vergleiche mich naemlich mit dem, was FUER MICH normales Aussehen ist, und nicht mit dem, was irgendwelche alten Schachteln fuer aktzeptabel und gut halten. Mein inneres Wohlbefinden haengt ausserdem sehr davon ab, wie gut ich gerade aussehe.

Ich will's mal wagen mit dem Rausgehen, aber in der Naehe bleiben, damit ich im Notfall schnell zu Hause bin... Und Sonnenbrille auch drinnen aufbehalten, obwohl die Problemzone ja eigentlich meine UNTERE Gesichtshaelfte ist, und diese durch versteckte Augen nur noch extra betont wird. Nee, ich glaube, das wird heute nichts. Scheiss auf die Sonne. Scheiss aufs Shopping, sheiss auf die Natur. So kann ich mich nicht sehen lassen. Punkt. Werde dann mal den DVD Player anwerfen...

Der 12. - mit einem Tag Verschiebung

Also das Desaster von vorgestern Abend uebersehe ich mal, und zaehle gestern offiziell als meinen 12. Nichtrauchertag. Ich werde den Teufel tun, wieder von vorne anzufangen ("1 Tag, 2 Tage bla bla bla"), und mir das schon Erreichte NICHT anzurechnen. So machen es zwar die Zwoelfschrittler, aber zu denen gehoere ich ja zum Glueck nicht. Deren Methoden sind mir z. g. T. zu strange und verlogen. Da kann einer jahrelang - jahrzehntelang - "clean" gewesen sein (von welcher Sucht auch immer, gibt ja Gruppen fuer alles, auch wenn die urspruenglich speziell fuer Saeufer gegruendet wurden), hat EINEN Abrutscher, und faengt dann brav wie ein armer Suender wieder von vorne an: "Ich habe EINEN Tag clean." So ein Quatsch. Dein KOERPER rechnet dir doch die gesund gelebte lange Zeit an, auch wenn du es nicht tust! So eine Heuchelei, nein, das kann ich nicht ab.

Also zurueck zu meiner eigenen Nichtraucher-Saga: Wenn ich ganz und voll ehrlich sein will, okay, ich hatte gestern abend EINE Zigarette. Eine einzige. Die zaehle ich aber nicht. Warum? Weil es erst spaet abends war, und dadurch getriggert, dass jemand in meiner Gegenwart geraucht hat (ich hatte ueberhaupt nicht an Ziggis gedacht). Und ich mir daraufhin eine erbettelt habe. Gelueste nach weiteren wurden dadurch nicht ausgeloest. Und die gefaehrlichste Zeit am Fruehabend hatte ich ja schon durchgestanden. Dieser Fruehabendschmacht zieht immer ziemlich schnell vorbei, wenn man ihm keine Beachtung schenkt, und sich ablkenkt. Kurze Zeit danach denke ich dann ueberhaupt nicht mehr an Zigaretten (es sei denn ich werde in Versuchung gefuehrt, aber eine Wiederholung ist unwahrscheinlich, weil ich mich generell nur mit Nichtrauchern umgebe, vor allem jetzt.) Also die kritische Tageszeit ueberstanden - DAS ist es, was wirklich zaehlt. Und das habe ich ja geschafft.

Also Fazit: 12 Nichtraucher-Tage - mit einem Tag (Donnerstag) Verschiebung.

Und weiter geht's.

Friday, May 14, 2010

Der Morgen danach

Natuerlich habe ich heute morgen einen Zigarettenkater. Schrecklicher Geschmack im Mund, Hals zu, woozy (deutsch???) im Kopf, graugesichtig, haengende Augenlider, das volle Programm. Gelenke tun weh, weil gestern kein Sport. Nebenbei war ich so sehr mit meiner Misere beschaeftigt, dass ich nicht darauf geachtet habe, was hier los ist, denn seit gestern (?) tummeln sich die Trolle. Habe jetzt gerade keine Zeit, mich darum zu kuemmern. Es kotzt mich an, dass ich heute NOCH MAL in den Saftladen muss. Seit die Dinge so sind, wie sie sind, ist eine volle 5-Tage-Woche fast nicht mehr zu ertragen. Auch wenn mir der Job zu "guten" Zeiten wie Urlaub vorkam. Jetzt tut er das nicht mehr.

Also zurueck zum Punkt. Schaden habe ich mir eindeutig angerichtet gestern abend. Ich spuere die 11 Zigaretten. Die Ausmasse des Schadens werde ich erst heute abend merken. Ob ich schon wieder im Rauchermodus bin, und die Gelueste kommen. Ein Tagesraucher war ich ja zum Glueck weniger, und ein Morgenraucher schon gar nicht, PFUI TEUFEL. Ich habe noch nie Leute verstanden, die sich morgens als aller erstes eine Zigarette anstecken. Not my scene. Und auch solche kenne ich, die trotzdem irgendwann aufgehoert haben, obwohl sie auf 3 Schachteln am Tag gekommen sind. Wenn die's schaffen, kann ich es auch. Bei mir waren's nie mehr als 10-15, ganz ganz selten eine ganze Schachtel.

Nachtrag: Die Misere kann auch z. T. daran liegen, dass der schoene, kraftgebende FRUEHSOMMER wieder verschwunden ist, und hier schon seit Tagen wieder Novemberwetter herrscht. Ich bin da sehr empfindlich. So was schlaegt sich sofort auf meine Seele.

Thursday, May 13, 2010

Hoffnungslos optimistisch?

Okay. Nachdem ich jetzt 10 oder 11 Kippen geraucht habe, muss ich zugeben, dass es sooooo toll wirklich nicht war. Und ich mich danach auch insgesamt nicht so beschissen fuehle koerperlich, wie zu erwarten gewesen waere. (Obwohl sich das sicher erst morgen frueh herausstellen wird, am eventuellen Zigarettenkater.) Also irgendwie merke ich schon, dass die 11-taegige Abstinenz eine gute Wirkung auf meinen Koerper hatte, und nicht umsonst war. Und daher ueberlege ich mir jetzt, das Ganze als Rueckfall zu betrachten (was ja wohl bei jedem Entzug/Suchtverhalten nicht soooo vollkommen ungewoehnlich ist, sondern ja leider auch mal dazugehoert...), und sofort wieder in den Sattel zu steigen.

Ob das so einfach geht, wird sich erst morgen zu meiner "gefaehrlichen" Zeit herausstellen. Werde ich insgesamt noch im Modus "Nichtrauchen" sein, oder doch schon wieder nach dem Dreckzeugs "verlangen", als ob es die Abstinenzphase nie gegeben haette? Aber ich habe schon so viel erreicht, und will das nicht ohne Kampf wegwerfen. Sogar die Gedankenumstellung scheint doch ein bischen echt gewesen zu sein. Vielleicht habe ich ja gar nichts unterdrueckt, und die guten Gefuehle waren tatsaechlich echt? Ach, ich weiss auch nicht. Auf jeden Fall habe ich nicht bewusst irgendwelche Methoden angewandt, sondern einfach unnoetigen Stress ausgeblendet, und die dadurch entstandenen positiven Gefuehle habe ich mir doch nicht eingebildet! Die sind mir einfach so zugeflogen, bzw. haben sich an mich herangeschlichen. Nach der urspruenglichen bewussten Entscheidung, mehr positiv zu sein, um nicht den Schmacht zu bekommen, musste ich nicht staendig "ueben", mir irgendwas vorbeten, oder was weiss ich. Das kam dann ganz von selbst. Also ganz so unecht kann es nicht gewesen sein. Die positive Lebensenergie habe ich wie ein Schwamm aufgesaugt, weil meine Seele gerade nach DIESER so sehr gedurstet hat. Also nix mit Pollyanna. Nix mit "mal bewusst die schoenen Dinge bla bla bla". Es ging ganz von selbst ab, ohne mein Zutun.

Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass ich meine negative Seite "unterdrueckt" habe. Vielmehr kam sie heute leider zum Vorschein, von dem Aergerniss mit der Rotzgoere da oben am fruehen Morgen ausgeloest. Schon die letzten zwei Abende gab es einiges, was das Fundament langsam zum Broeckeln brachte. Privates, intimes. Themen, ueber die ich hier noch nie geschrieben habe, und es auch nicht tun werde. Der Punkt ist, ich glaube, ich habe die Ursache zurueckverfolgt, und ich lag falsch in der Annahme, dass ich durch die tagelange "positive Einstellung" etwas unterdrueckt haette. Der Hund lag woanders begraben. Was, tut hier nicht zur Sache. ICH weiss es, und das reicht. Es muss nicht alles oeffentlich breitgetreten werden. Ein Stolperstein, dem ich im Voraus leider nicht genug Beachtung geschenkt hatte, und daher nicht damit umgehen konnte. Weil ich ihn als potentiellen Schmachtausloeser gar nicht ernsthaft in Erwaegung gezogen hatte. War in dieser einen Sache nicht auf der Hut, habe die Anzeichen nicht ernst genommen, und das war ein Fehler.

Es besteht also noch Hoffnung. Ich will's wieder versuchen. Seelisch fuehle ich mich gerade vollkommen elend. Ich bereue die Kippen von heute abend. Aber im Nachhinein fuehlten sie sich wie gesagt gar nicht so saugut an, nix mit Erleichterung und Genuss und solchem Scheiss. Ich haette auch ohne sie auskommen koennen, denn der schlimmste Schmacht zog wie immer schnell vorueber. Aber leider waren sie dann halt da, und deshalb mussten sie auch geraucht werden. Wenn ich mich noch ein ganz kleines bischen laenger zusammengerissen haette, haette ich diesen Ausrutscher vermeiden koennen. Jetzt weiss ich, dass ich sie so sehr gar nicht brauche, dass es mehr mit Gewohnheit als sonst was zu tun hat. Haette auch ohne sie auskommen koennen. Das ist im Grunde eine gute Sache, das zu wissen, denn vielleicht bin ich gar nicht so abhaengig, wie ich denke. Es fuehlte sich fast wie ein Fremdkoerper an, diese Raucherei im Ablauf meines Abends zu haben. Daran sehe ich, dass sicher noch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Bin im Moment wieder optimistisch. Hoffentlich ueberschaetze ich mich da nicht. Es wird sich zeigen.

Vorbei

So, die erste ist geraucht, und jetzt bin ich an der zweiten.

Heute morgen vor der Mittagspause dachte ich noch ... vielleicht... vielleicht wird es doch noch ein guter Tag, und ich werde es nicht tun. Aber der ganze Nachmittag war Scheisse. Besonders zwischen 4 und 5. Wie immer.

Ich will nur wieder ich selbst sein. Nicht dieses Dings, das ich in der letzten Woche geworden bin. Total hirnamputiert. Alle negativen Gedanken gebannt, und mich so sanft und positiv gefuehlt, so.... WOHLWOLLEND, so hoffnungsvoll. Ist vielleicht hier nicht so voll heruebergekommen wie im RL.

Jetzt haben sie es also geschafft. Angefangen mit dieser verfluchten Rotzgoere heute morgen. Ich sah so gut aus. Jung und gesund. Rosig. Voller Plaene mit meiner neu gefundenen Energie. *dritte angesteckt*. Vor ein paar Tagen ist mir etwas aufgefallen. Weil ich mich so wohl fuehlte, bekam ich meine albernen Lachanfaelle immer oefter. So ganz tief aus den Tiefen des Halses heraus. Und auf einmal habe ich gemerkt, DASS ICH KEINEN HUSTENANFALL DAVON BEKAM. Zum ersten mal seit ich-weiss-nicht-wann. Aber der Kosmos wollte es anders. Das Gift nimmt schon Halt. Ich wollte heute abend meine Pflanzen draussen giessen. Jetzt habe ich nicht die Energie. Sollen sie doch verrecken. Wie ich.

Die Nichtraucher postings lasse ich im Moment noch stehen. Das war eine Phase in meinem Leben, die verdient, dokumentiert zu bleiben. Heute waere mein 12. Tag gewesen. 2. Mai als Nichtraucher Datum. Ich dachte, das waere auch ein Ansporn. 5/2/10. Zwei mal fuenf ist zehn. Das hat was. Das ist ein gutes Datum. Alle Notbremsen haben heute nicht gewirkt. Nicht mal der Gedanke, wo ich auf dem Sterbebett mir diese Zeit zurueckwuenschen werde. Scheiss drauf. Scheiss auf alles. Und dann die zunehmende Fresserei. Mittelalterlicher Bauch. Heute abend werde ich nichts fressen. Nur rauchen. Morgen frueh werde ich wenigstens einen flachen Bauch haben. *vierte ansteck* Dieses "Leben" - das kann ja keine Sau aushalten. So long, Hoffnung. Scheiss drauf. Scheiss auf alles.

Nachtrg: Fuenf kettengeraucht. Fuehle mich schwach und schwindlig. Meine Luftroehre brennt. Also alles wieder normal. Heute abend wird es natuerlich auch keinen Sport geben. Mein Normalzustand ist wieder hergestellt. Wie konnte ich mein wahres Ich so lange unterdruecken??? Und ich dachte auch noch, es waere eine echte Gedankenumstellung. Stattdessen habe ich nur unterdrueckt. So gut, dass ich es noch nicht mal selber gemerkt habe, sondern meine eigene Scheisse geglaubt habe. Ich haette es schaffen koennen. Trotzdem. Alles lief gut. Dafuer wird jemand buessen muessen.

Was ist schief gelaufen?

Vor allem muss ich aufhoeren, so schrecklich gelassen und positiv zu sein. Der Hammer ist, ich habe das tatsaechlich so empfunden, meinte es waeren meine wahren Gefuehle (wer denkt, hier sei ich schlimm gewesen, sollte mich mal im RL gesehen haben, Little Miss Sunshine persoenlich). Irgendwie ist das automatisch passiert, ich bin darein abgerutscht irgendwann nachdem ich entschieden hatte "Ich darf mich nicht stressen lassen, muss positiv denken, Dinge an mir abgleiten lassen". Habe vermieden, mich ueber Aergernisse im Detail auszukotzen, und sie dann tatsaechlich zeitweise "vergessen". Ich war ein neuer Mensch, ha! Und all das, nur damit ich keinen Schmacht bekomme von Stress. War es das wirklich wert? Hat es sich gelohnt? Na? Hat es das? Selbstverleugnung als Uebelebensmittel?

WER BIN ICH DENN??????????????????????????????

Und.... das habe ich jetzt davon. Alles wegen einem einzigen Trigger zusammengekracht. Das kommt davon. Wenigstens geht das bei mir immer ziemlich rasant. Andere unterdruecken sich jahrzehntelang, und glauben auch allen Ernstes, das sei ihr wahres Ich. Bei mir hat das wahre Ich wenigstens nach weniger als zwei Wochen rebelliert. Wahrscheinlich kann ich mir das auch leichter erlauben, weil ich nicht so eingezwaengt bin im Leben, dass ich meine, immer brav sein zu muessen, und ich nicht an der Wahnvorstellung leide, GEMOCHT werden zu muessen, und dass das Ziel dahin ist, ein angenehmer Mensch zu sein bis hin zur bitteren Selbstaufgabe.

Wenn ich mal wieder mit dem Rauchen aufhoeren will, muss ich mir eine Methode ohne den Polyanna Dreck einfallen lassen.

Wednesday, May 12, 2010

Versuchung

Gestern Abend kam ich in Versuchung. Einfach so. Ohne besonderen Grund. Allzu wohlbekannte Gedankengaenge geisterten mir durch den Kopf: "Ich WILL jetzt eine Zigarette. Oder auch mehrere. Ich habe volle Lust darauf. Warum verkneife ich mir das." Die beruehmte Logik aller Suechtigen liess auch nicht lange auf sich warten: ICH HABE DOCH JETZT BEWIESEN, DASS ICH ES KANN. VON EINEM EINZIGEN MAL WIRD DIE WELT NICHT UNTERGEHEN! MORGEN HOERE ICH DANN SOFORT WIEDER AUF!" (Schon klar...) Und der Hoehepunkt dieser kranken Gedankengaenge: "WAS SOLL'S. SCHEISS DRAUF. Ich hol mir jetzt welche."

Dann habe ich es nicht gemacht.

Und kurze Zeit spaeter unueberraschenderweise gar nicht mehr an Kippen gedacht.

Was mir geholfen hat: 1.) Man muss ja gleich eine ganze Schachtel kaufen. Wenn man sie doch einzeln kaufen koennte. Zwei oder hoechstens drei haetten vollkommen gelangt. Aber mit einer Schachtel bin ich gleich wieder geliefert. Die werde ich dann naemlich ganz wegmachen. Einfach weil sie da sind. 2.) Ich habe jedem erzaehlt, dass ich mit dem Rauchen aufgehoert habe. Ich habe sogar ausgiebig in meinem Blog darueber geschrieben. WIE peinlich waere es, wie ein armer Suender gestehen zu muessen "Ich habe wieder angefangen"?? Nachdem ich so grosse Worte gemacht habe? *schuettel* 3.) JETZT ist die Zeit, an die ich zurueckdenken werde, die ich mir zurueckwuenschen werde, wenn ich auf meinem Sterbebett liege dank einer Raucher-induzierten toedlichen Krankheit. JETZT habe ich noch die Macht. DANN werde ich nur noch denken "ach, HAETTE ich doch...".

Auf einmal wollte ich sie nicht mehr soooo sehr.

Ja. Sie funktionieren, die Sicherheitsbremsen.

Heute habe ich zehn rauchfreie Tage. Gestern waren es neun, nicht acht wie ich schrieb. Gehoere ich jetzt auch schon zu den "Alten", weil offenbar mehr Zeit vergangen ist, als mir bewusst ist? Nein, natuerlich nicht. Ich habe nur anders gerechnet. Nicht Tage gezaehlt, sondern offenbar nach Wochen gerechnet ("wenn ich es durch diese erste WOCHE schaffe..."). Am Sonntag war's halt eine Woche, und dann noch der Montag dazu. So kam ich auf "acht" Tage. Natuerlich ist es einer mehr, wenn man den vorhergehenden Sonntag mitrechnet. Beknackt. Nein, FLIEGEN tut die Zeit fuer mich nicht. So alt bin ich noch nicht, danke auch. Nur ein bischen rechenschwach, aber das war ich schon immer.

Fuer einige hier bin ich wohl sehr langweilig geworden in letzter Zeit. Aber keine Sorge. Nur weil hsm versucht, einiges zu aendern, um die Sucht in den Griff zu bekommen, ist sie nicht auf einmal "zahm" geworden. Es waere ein Fehler, das anzunehmen. Es kommen weniger Klicks auf meinem Blog, und es kommt immer der gelegentliche Proxy-Server Klick, wo die ganze Info fehlt. (Der hat schon mehrmals nach M. Covi gesucht, also kann es gut sein, dass die es selbst ist, fette Sau...). Auch meine Renate Blaes Verarschungen sind nach wie vor sehr beliebt, ein Dauerrenner. :) Die versprochenen Verarschungen kommen. Garantiert. (Nicht unbedingt auf die zwei erwaehnten "Damen" begrenzt^^). Und die Leute, die denken "ach schon wieder ein langweiliges Nichtraucher Posting, WEN INTERESSIERT DEN DAS, werden irgendwann wuenschen, sie haetten diesen Eintrag bis zum letzten Paragraphen gelesen. :)

Tuesday, May 11, 2010

Hypochonder, gib Ruhe!!!!!!!

Gerade weil es mir eben gut geht, fange ich instinktiv an, mir die Brueste abzutasten (was ich auch in Raucherzeiten schon gemacht habe, aber jetzt bin ich fast besessen.....). Ist da was? Oder ist das IMMER NOCH das kleine MUTTERMAL? Puh. Kein kleiner Knoten. Muttermal. Auf der Haut. Immer noch. Sieht das ein bischen komisch aus? Wenn schon kein Brustkrebs, dann vlt. Hautkrebs gefaellig? Oder beides. Wie heisst es so schoen: Man kann Laeuse UND Floehe haben. Oder eine Macke. So schlimm, dass ich tatsaechlich zu irgendeiner VORSORGE gehen wuerde, ist es noch nicht mit dem Hypochonder. Blue Cross (meine Versicherung) liebt mich sicher. Die koste ich so gut wie nix, aber meine Praemie (der groesste Anteil von der Firma natuerlich) duerfen sie doch jeden Monat kassieren.

PS. Ich frage mich langsam, warum der innere Hypochonder eigentlich immer nur TOEDLICHE Krankheiten im Angebot hat. Mit Kinkerlitzchen gibt der sich wohl nicht ab. Dafuer ist er sich zu gut.

Progress Report in kurzen Halbsaetzen

So,ich weiss nicht, ob das durchgeht, weil unser Network schon wieder am Arsch ist, darum fasse ich mich kurz.

8 Tage. Ueber eine Woche. Raucherhusten vollkommen weg, Geraeusper fast ganz weg. Schlappheit weg. Energie voll da. Puste geht nicht mehr aus. Wohnung riecht frisch und sauber. Klamotten stinken nicht. (Ich wurde tatsaechlich darauf angesprochen zu Raucherzeiten, dass meine Klamotten nach Rauch stinken, so schlimm war es.)

Jetzt wo's ueber eine Woche ist, kann ich schon vergleichen: Wie war's letzte Woche an diesem Tag, in diesem Moment? Und es ist jetzt wirklich schon um vieles einfacher. Schmacht kommt seltener, zieht schneller vorueber. Nicht in eine Routine fallen. Jeden Abend anders gestalten. Sehr wichtig. Die psychologische Assoziation mit Rauchen so weit wie moeglich entfernen. Es war ja zum Glueck "nur" eine psychologische Sucht. Der Akt des Anzuendens, der erste Zug. Das gedankenlose Anstecken immer weiterer nach dieser ersten. Bis der Aschenbecher ueberlaeuft. Alles im Kopf. Alles im Dummschaedel. Nach Nikoton an sich egal wie verlangt mein Koerper zum Glueck gar nicht. Darum ist fuer mich die "Cold turkey" Methode am Besten. Patches oder so wuerden gar nicht funktionieren. Wenn schon aufhoeren, dann richtig. Alles andere: Ich finde, da WILL man gar nicht richtig aufhoeren. Ich will. Darum habe ich mich die allerersten schweren Tage einfach ganz fest zusammengerissen. Letzter Dienstag war ja besonders schlimm.

So, mal sehen ob das abgeht. Habe ich schon mal erwaehnt, dass ich die Laptop Tastatur hasse? Aber mein Comp geht ueberhaupt nicht. Null Netzverbindung.

Sunday, May 9, 2010

Hypochondisches oder Stroh und eine Meise

Okay. Ich hatte mir zwar vorgenommen, dem inneren Hypochonder keine Stimme zu geben, weder im RL (hatte da ein sehr unangenehmes Erlebnis diese Woche), noch im Netz. Aber das hier ist zu witzig:

Seit zwei oder drei Tagen habe ich nichts vom inneren Hypochonder gehoert. Auf einmal wird mir das bewusst. Und ich bin sehr erleichtert darueber. Was wohl ein Fehler war.

Ich bin inzwischen an einem Punkt angelangt, wo ich durch weiteres innerliches Selbstaustricksen dem Buero mit mehr Selbstbewusstsein entgegensehen kann. Ja, manches Buero-politische, was mich sonst alles Grundsaetliche im Leben haette anzweifeln lassen, kommt mir mit der richtigen Einstellung fast witzig vor. Die Macht der Job Politik. Abgemildert. Der groesste Feind meines Nichtraucher-Daseins drauf und dran, gebaendigt zu werden. Uebrigens: Die Sonne scheint, der meiste Sonntag liegt noch vor mir. Nachher habe ich noch was Schoenes vor. Das Leben ist gut.

Ist es das wirklich?

Oder ist es vielmehr ...... VORBEI!?! :-OO

Ein paar Minuten nachdem die aufbauenden Gedanken ihre Wirkung auf meine Seele haben durften, ist er da. Er beisst zu. Wie eine Schlange im Gras liegt er herum, immer auf der Lauer nach dem richtigen Moment, manchmal sich temporaer zurueckhaltend, aber stets zum Angriff geruestet.

Der innere Hypochonder erinnert mich unsanft an die kleine Stelle links hinter meiner linken Augenbraue, wo ich in der vergangenen Woche einen eher milden Stress-Kopfschmerz entwickelt habe, der sich in unregelmaessigen Abstaenden kurz meldet. Auf einmal auch in Momenten, wo ich eigentlich gar nicht gestresst BIN!

:-OOO

Der innere Hypochonder wirft ploetzlich die Frage auf: WAS, wenn das gar kein Stress-Kopfschmerz ist, SONDERN EIN HIRNTUMOR!?!

Ich weisse ihn unsanft in die Schranken, den inneren Hypochonder, indem ich ihn daran erinnere, dass ein Hirntumor an gerade dieser Stelle sich wohl auch irgendwie auf meine Sehkraft im linken Auge auswirken wuerde, also noch andere Symptome haette, als das gelegentliche leichte Zwicken hinter dem Stirnbein. So. Jetzt habe ich es dem aber gegeigt. Aufatmend zuruecklehne. Hoffentlich gibt er jetzt Ruhe. Nichts ist toedlicher fuer einen inneren Hypochonder, als simple Logik, nein?

Aber.... so schnell gibt er nicht auf. Es muss ja gar kein "unabhaengiger" Hirntumor sein, erzaehlt er mir auf einmal. Es koennte ja auch eine Metastase sein. Von irgendeinem Krebs irgendwo anders in meinem Koerper. Ja, das muss es sein. Kein Zweifel.

In dem Moment entschloss ich mich, an den Computer zu gehen, und die Scheisse aufzuschreiben. Damit ich selber merke, wie laecherlich sie ist. Und seit ich schreibe, tut komischerweise gar nichts mehr weh. Hirntumor? Hirnmetastase? Das einzige, was ich im Kopf habe, ist Stroh und eine Meise.

Okayyyyyyy....

Jetzt habe ich eine volle Woche ohne Kippen geschafft. Und zwar eine ALLTAGSWOCHE (im Urlaub oder sonst einer entspannten Situation ist es ja leicht, aufzuhoeren, aber das haelt dann nicht an wenn das wirkliche Leben wieder los geht, deshalb wollte ich gleich ins kalte Wasser springen).

Ich weiss, es wird langsam langweilig, aber ich werde weiterhin meine Erfolge (und eventuelle Abrutscher, nein, die darf es nicht geben!) hier dokumentieren. Das Thema ist mir wichtig, weil alles andere in meinem Leben davon betroffen ist, wie gesund oder ungesund ich lebe. Darum muss es im Moment mein Hauptthema sein. Aus reiner Selbstrettung entwickele ich jetzt Ansaetze, wie ich den ganzen stressigen Kleinscheiss im Buero an mir abgleiten lassen kann. Irgendwann habe ich mich letzte Woche dabei erwischt, dass ich das ganz instinktiv tue jetzt. Wie ein Tier, das von der Evolution programmiert ist, in Deckung zu gehen, wenn es eine Gefahr wittert.

Auch koerperlich merke ich schon einige Unterschiede. Meine Atemwege sind viel freier, wenn auch noch nicht vollkommen befreit. Ich habe wieder Energie, kann meine uebliche Runde joggen ohne zwischendurch aufs Walken abzusteigen (ist leider in den letzten Monaten so schlimm geworden, dass das passiert ist).

Als Nebenwirkung zum Nichtrauchen gibt's auch jetzt so gut wie keinen Alkohol, denn mit Alkohol MUSS ich Kippen haben, also gibt es nur eine Loesung: ganz weg damit (hoechstens mal ein Glas Wein zum Essen, aber das bringe ich nicht mit Rauchen in Verbindung, also ist es okay.) Ich sehe irgendwie gesuender aus (wer denkt, ich luege, muss wissen, dass das Bild da unten vor ca. 4 Wochen entstanden ist^^, auf der Hoehe meiner Kippensucht, also nicht voll aktuell).

Ich bin auch irgendwie selbstbewusster, weil ich weiss, ich habe etwas ganz Schweres geschafft. (Und JA, die erste Alltagswoche ohne Kippen ist so ziemlich der groesste Kraftakt, der mir im Leben untergekommen ist. Bei den vorhergehenden Malen war es irgendwie leichter, u. A. auch weil die Scheisse im Job nicht die heutigen Ausmasse hatte.)

Natuerlich wird es weiterhin Gelueste geben. Aber ich habe jetzt noch eine weitere Anti-Schmacht Waffe zusaetzlich zu den kleinen Tricks, die ich vor einer Woche hatte, und zwar folgende: Ich weiss, ich kann es, denn ich habe es ja gerade erst gemacht.


Edit: Note to self: Wenn mich der Schmacht erwischt, und ueberhaupt immer wieder einfach so, muss ich mir die Eintraege von dieser Woche durchlesen. Wie ich mich ueber Wasser gehalten habe. Es ist wirklich gut, das alles aufzuschreiben. Eine Inspiration als Lektuere fuer die Zukunft. Und es ist gut, dass ich nicht in die Details von Aergernissen gegangen bin, denn mich selbstgerecht daran aufzugeilen, haette unweigerlich zum Rauchen gefuehrt. Rundum gut gemacht! :)

Friday, May 7, 2010

Geschafft??

Okay, Freitage sind zwar notorisch beschissen, ich werde heute nichts zu lachen haben, die menopausalen Schachteln werden dafuer sorgen. Und ohne K. werden sich noch mal ein paar unausgesprochene Strukturen aendern, gewisse andere Leute noch uebergriffiger werden, als sie schon sind. Anzeichen gab es schon diese Woche.

Aber an Freitag Abenden habe ich auch zu Raucherzeiten manchmal nicht geraucht. Weil man dann das WE vor sich hat. Also ist die Gefahr heute etwas verringert. Aber da ist sie noch auf jeden Fall. Gestern waere ich fast schwach geworden. Es ist naemlich ganz besonders uebel, wenn man weiss, morgen muss ich nochmal hin, und uebermorgen, und am naechsten Tag usw. Darum sind Wochentage so schlimm. Und in diesem Sinn zaehlt natuerlich auh Sonntag dazu. Bis Mittag werde ich Bauchschmerzen haben. Ich habe dieser Tage richtiggehende ANGST vor dem Laden, fuehle mich vollkommen allein. Habe jeden Tag Bauchschmerzen, die abends mysterioes verschwinden, ganz vergessen werden, wenn ich mich mit etwas Schoenem ablenke, das ich nicht mit Rauchen in Verbindung bringe. (Und da gibt es sehr viel.... was ich mir da so alles kasteit (Wort???) hatte, weil ich dabei nicht rauchen konnte, wird mir erst jetzt bewusst...)

Unbewusst lenke ich auch meine Gedanken auf Anderes, Schoenes, Positives. Ohne irgendwelche "Methoden" anzuwenden. Vergesse den Scheiss Job manchmal ganz am Abend. Ich habe ja privat keine "Verpflichtungen", muss nirgendwo hin "hetzen", kann machen, was ich will. Im Grunde habe ich es doch recht gut.

Schreibe hier in letzter Zeit weniger, weil ich nicht auf den Details des Stresses dwell (???????) will. Das tut mir nicht gut. Heute fuehle ich mich wieder, als ob ich gestern abend geraucht haette. Wie verkatert. Gestern war auch wirklich schlimm. Im Job. Danach nicht. Habe es geschafft, eine Stunde frueher rauzukommen.

Habe jetzt eine ganze Alltagswoche geschafft (Freitag - s.o.). Das war das Ziel fuer den Anfang. Ob es jetzt etwas leichter wird? Ich finde, wenn ich diese Woche konnte, kann ich alles. Mal von irgend etwas ganz Schlimmem abgesehen. DANN waere es aus. Dann kasteie ich mich nicht. Aber so normale Alltagsscheisse scheint doch machbar zu sein. Wenn auch mit Haengen und Wuergen.

Scheisss Laptop. Hasse die Tastatur. Anderer Comp. ist wieder am Arsch. Na ja, wollte mich ja eh kurz fassen.

Nachtrag: Ach ja. Was privaten Stress angeht, der ist viel leichter in den Griff zu bekommen, als Job-Stress. Kontakte (natuerlich nur mit Nichtrauchern!!) wieder aufleben zu lassen, ist ja gut und schoen. Aber ich muss aufpassen, wem ich vom inneren Hypochonder erzaehle. Ich dachte, es waere sicher, solange ich mich allgemein fasse. Also eher "ich bilde mir ein Zipperlein nach dem anderen ein" anstatt konkret zu werden. Aber selbst das ist nicht sicher. Da kann durchaus sowas kommen (selbst von Personen, die auf jede andere Art vollkommen in Ordnung und vertauenswuerdig sind!) wie "Bist du dir da SICHER, dass das alles nur EINGEBILDERT ist!?! In UNSEREM ALTER und gerade wenn man eine Lebensumstellung bla bla bla sollte man doch sowieso regelmaessig bla bla bla"

Diese Person hat das nicht zum ersten Mal gemacht, ich habe ihr immer wieder noch mal eine Chance gegeben, aber seit zwei Tagen oder so gehoert sie PERMANENT nicht mehr zu meinem Bekanntenkreis. Stress kann ich mir selber machen. Ich brauche Leute, die mich aufbauen, oder gar keine. Sonst sage ich dazu jetzt nichts mehr, Hildegard.

Nachtrag nochmal: Das Benutzerbild mit Zigarette werde ich wohl auch bald austauschen muessen, weil es meinem momentanen Ziel nicht besonders foerderlich ist. Aber erst muss ich mal einen geeigneten Ersatz finden. Irgendwas Sportliches oder so wieder...

Thursday, May 6, 2010

Achterbahn

Ich muss sagen, ich habe mir wirklich eine ideale Woche ausgesucht, um die Kippen in die Wueste zu schicken. Ich bekomme das volle Spektrum - UND ZWAR DAS VOLLE SPEKTRUM - von Stress und Scheisse. Nicht nur im Job, sondern jetzt auch noch privat. Dinge, auf die ich hier nicht wirklich eingehen moechte. Aber der Punkt ist: Es ist GUT, dass es so eine Woche geworden ist. Sofort ins eiskalte Wasser, jawohl. Denn wenn ich SO EINE Woche ueberstehen kann, ohne zu den Kippen zu greifen, dann habe ich meinen Freischwimmer, dann werde ich alles danach ohne Kippen ueberstehen koennen. Zumindest wird es im Vergleich relativ einfach sein, es zu ueberstehen. Die Frage ist aber: WERDE ich diese Woche ueberstehen? Noch zwei endlose Tage breiten sich vor mir wie eine Wueste aus, und ich komme mir ausgeliefert vor, was da noch alles kommen kann. Da heute schon uebel angefangen hat, kann es sein, dass ich bis heute abend vom Glauben abfalle. Vier Tage. Immerhin. Meine Lungen merken den Unterschied. Ich werde es verhindern, falls es sich machen laesst. Kommt darauf an, wie heute sich weiterhin entwickelt (grosse Hoffnung habe ich da ehrlich gesagt nicht).

Wednesday, May 5, 2010

Weiter geht's

Meine Atemwege fuehlen sich freier an, ich habe heute morgen eine ganz neue Energie, und ich habe meinen ersten grossen Schmacht erfolgreich ueberstanden.

Nun wird es Zeit, ein bischen an der Grundhaltung zu feilen, damit es beim naechsten Schmacht nicht gar so wackelig und grenzwertig wird. Nie vergessen:

1. E. und G. verhalten sich so, wie es fuer sie normal ist.

2. E. muss intrigieren, weil sie keine wirkliche Macht hat, und ich ihr seit ca. 6 Jahren aus verschiedenen Gruenden ein rotes Tuch bin.

3. Dadurch dass heute K.'s letzter Tag ist, und diese vieles abgefedert hat, und dadurch, dass die Rang-und Machtstrukturen eher fliessend und uneindeutig sind, werden unsichere Menschen wie E. ein offenes Tuerchen sehen, und es von jetzt an immer staerker versuchen.

4. Es gibt auch noch andere Leute auf der Abteilung, die genau die selben Sachen wie ich ueber E. und G. schon lange merken, und mir privat ihr Leid geklagt haben, auch wenn sie sich oeffentlich nicht zu outen trauen (und etwas weiter weg sitzen, die Gluecklichen, es ist nur die physikalische Naehe, die mich zum Fokuspunkt macht, weitere Kreise zu ziehen traut sich weder G. und schon gar nicht E., auch nicht mit Leuten, die auf meiner Stufe stehen, aber halt weiter weg sitzen).

5. Ich muss ein ruhiges, inneres Selbstbewusstsein entwickeln, was mich weniger anfaellig fuer Intrigen und Machtspielchen wie die gestrigen macht. Das Schlimmste, was ich tun kann ist, Leute wie E. merken zu lassen, dass sie got to me (deutsch???)

6. Ich muss immer daran denken, dass Loser wie E. und ihre angebetete G. es nicht wert sind, dass ich mein Leben aufs Spiel setze.

7. Jemand wie ich ist ein gefundenes Fressen fuer solche Leute. Ich habe halt so eine unterschwellige Ausstrahlung, und die bekommen einen Orgasmus, wenn sie Situationen kreieren koennen, wo sie etwas gefuehlte Macht ueber mich ausueben koennen.

8. Offiziell haben E. und auch G. keine Autoritaet ueber mich, und wissen das auch.

9. Solche Situationen wird es immer wieder geben. Die Abteilung ist nicht mehr das, was sie mal war, und ich muss davon ausgehen, dass sie das nie mehr sein wird.

10. Ich muss meine Erwartungen aendern. Kreaturen verhalten sich nun mal artgerecht. Zu erwarten, dass E. sich nach meinen Vorstellungen verhaelt, ist genauso, wie zu erwarten, dass meine Katze ploetzlich fliegen lernt.

11. Ich muss immer daran denken, dass das Problem nicht bei mir liegt. Dass ein guter Grund besteht, warum E. mir Gift geben koennte. Und dass die Befriedigung, die sie durch ihre schleimigen Intrigen momentaer bekommt, nicht anhalten wird, sie immer noch dieselbe armselige, miserable Sau sein wird, die mich schon seit Jahren um so manches beneidet, und keinem nichts goennt. (Wer hat letztens zu einer erfolgreichen Person aus einer anderen Abteilung gesagt: "DUUU da oben! Und WIIIIIIIR da unten! Du musst HERUNTERSTEIGEN, und HERUNTER ZU UNS kommen!" Wer nur? Ach ja, E.!! Und dabei ganz verkrampft und gezwungen gekichert, damit man denken soll, sie macht Spass. Das sagt eigentlich alles, was man ueber E. wissen muss. So eine Person wird nicht DULDEN, dass jemand, der rangmaessig eher niedergestellt ist (ich) eine mittelstandsmaessige Grundhaltung an den Tag legt. DIE wird MIR zeigen, wo der Hammer haengt, damit SIE sich besser fuehlt! Und jedes Fitzelchen Macht, die sie nicht hat, dazu engagieren, dreckige Intrigen zu starten!)

12. Ich muss es wirklich ernst meinen diesmal, sonst haette ich mir GESTERN ABEND Zigaretten en masse reingezogen, erinnerte mich aber trotzdem noch daran, dass ich mal in der Zukunft zurueckblicken werde, und wuenschen werde, ich haette es nicht getan. (Atmen zu wollen wird sich so anfuehlen, als ob einem eine Tonne Backsteine auf der Brust liegen, oder man unter Wasser ist. DARAN immer denken!!)

13. Es ist ein weiterer wundervoller Fruehsommertag, und ich merke das sogar. Weil ich keine leere Seele habe.

14. Eine leicht abgewandelte Form eines abgedroschenen Spruches: Herr, gib mir das Selbstbewusstein, Mitleid mit gewissen Leuten zu haben, und die Grosszuegigkeit, ihnen das gelegentliche Sahnehauebchen zu lassen, ohne mir dadurch beraubt vorzukommen.

15. Bete mir Punkt 14 immer wieder vor, wenn noetig den ganzen Tag lang.

Tuesday, May 4, 2010

Im Moment ist es ganz schlimm

Ganz schlimm. Nach diesem Tag heute schmachte ich voll. Und halte immer noch an mir. Warum eigentlich? Wenn's heute nicht passiert, wird es morgen passieren, oder uebermorgen. Was ich wirklich lernen muss, ist, Scheisse an mir abgleiten zu lassen. Dahin zu kommen, dass sie mich nicht mehr beruehren kann. Darauf beruhen auch 12-Schritt Programme, von denen es ja heute fuer fast alles eine gibt: Es geht nicht darum, staerker als die Sucht zu werden, denn das ist unschaffbar. Es geht darum zu lernen, mit dem Leben umzugehen. Gelassen werden, demuetig werden, sich in andere hineinzuversetzen, ueber Stress drueberstehen. Dann gleiten die Gelueste von selber weg. Je mehr man sich selbstgerecht aufregt, je mehr Stolz man hat, umso mehr gewinnt die Sucht, weil man immer wieder eine Ausrede findet, ihr nachzugeben. Spirituell soll man werden, und den Stolz ablegen. Nur so soll man angeblich einer Sucht beikommen koennen. Wenn das stimmt, dann kann ich mir genausogut jetzt gleich eine Schachtel Ziggis holen, denn dann habe ich KEINE Chance.

Nachtrag/Edit: Ich denke, es gehoert ein ganz besonderes SELBSTBEWUSSTSEIN dazu, seinen Stolz wegzustecken, und die Haltung "ICH BIN NICHTS BESONDERES" einzunehmen. Mit dieser Haltung durchs Leben zu gehen, soll einen weniger anfaellig fuer Suechte machen (und noch einen ganzen Haufen anderer Laster und Unannehmlichkeiten - mal vom Rauchen abgesehen, kann es auch krank machen, staendig wegen irgendwelcher Scheisse unter Stress zu stehen, anstatt sie an sich abgleiten zu lassen). Und dieses Selbstbewusstsein kann man lernen. Das Selbstbewusstsein, demuetig zu sein. Klingt paradox, macht aber irgendwie Sinn. Ich habe so was aehnliches schon mal irgendwann in Gruppen mitgemacht (mehr als einmal), und es gespuert: Die innere Ruhe, der Fokus weg von "nur ich weiss, wo der Hammer haengt", und als Resultat bekam ich mehr Ausgeglichenheit, weniger Erregtheit, und ultimativ weniger Suchtgelueste. Ob ich das aber wirklich wieder fuer mich will, da bin ich mir nicht so sicher. Denn irgendwie passt eine solche Persoenlichkeitsamputation doch gar nicht zu mir, und darum hat sie ja auch auf die Dauer nie angehalten. Dann kam immer irgendwann das Rebell in mir durch, und ich war noch schlimmer als zuvor. Es ist jetzt ca. eine Stunde nachdem ich den urspruenglichen Eintrag hier geschrieben habe. Dem Schmacht habe ich (noch) nicht nachgegeben. Denn - verflucht noch mal - ich will es endlich mal laenger als zwei Tage schaffen. Und wer weiss, morgen wird vielleicht wieder ein besserer Tag werden. Wenn ich jetzt noch heute abend vom Glauben abfalle, und morgen ein besserer Tag wird, werde ich mir dann morgen nicht ganz besonders in den Arsch treten, dass ich dem Entzug nicht eine laengere Chance gegeben habe? Wenn morgen wieder Scheisse wird, dann kann ich mir DANN immer noch eine Packung Ziggis holen, und mich vergiften. DIESE Moeglichkeit besteht naemlich immer, die laueft mir nicht weg.