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Sunday, May 23, 2010

"Du bist doch nicht das, was ich gedacht habe"

Es soll wohl nicht als grosse Ueberraschung kommen, dass mir schon oft Leute begegnet sind, die anfangs von mir fasziniert sind, dann aber zunehmend abgetoernt werden, je mehr sie von mir blicken. Die dann irgendwann merken "Ui, die ist ja GANZ ANDERS, als ihr erster Eindruck, mir der will ich doch nichts zu tun haben!"

Ja, ich bin schwierig. Ja, ich bin kompliziert. Ja, ich bin frech und respektlos und manchmal taktlos (oft mit Absicht, aber sicher gelegentlich auch unbeabsichtigt, weil ich es eben einfach nicht besser weiss, tut mir leid). Aber eines bin ich nicht. Und zwar bloed. Wenn man mir NICHT sagt "Ups, du bist doch nicht so mein Fall", dies aber durch passive oder andere Verhaltensweisen laut und klar herueberbringt, dann tut man mir keinen Gefallen. Wenn man denkt "das kann ich der doch nicht ins Gesicht sagen, DENN ES WUERDE SIE VERLETZEN", dann ist man ein Feigling und hat nichts von mir begriffen.

Mir sind schon Menschen begegnet, die den Mut hatten, zu sagen "Du bist doch nicht das, was ich gedacht habe, lassen wir's lieber bleiben". Schoen, auch das tut weh, aber nur kurz, und wenigstens weiss ich, woran ich bin. Dann gibt es noch die, die mich anfangs mit Faszination behandelt haben, dann aber nur auf Smalltalk umschalten, weil sie irgendwann faelschlicherweise den Eindruck bekamen, ich sei nicht so offen, nicht so interessiert, wollte lieber meine Ruhe. Und gerade DAS sind die faszinierenden Menschen, aber sie lassen mich dann nicht mehr rein, schlagen die Tuer zu. Haben meine natuerliche Zurueckhaltung vollkommen fehlinterpretiert. Ich brauche manchmal ein bischen laenger, bis ich anlaufe. Ich sage manchmal das Falsche. Dann hab wenigstens den Mut, mit mir offen darueber zu diskutieren, was dir nicht an mir passt. Gib mir die Gelegenheit, MEINE Seite darzulegen! Leider bin ich fuer die meisten Menschen dann doch nicht wichtig genug, dass sie Lebensenergie darauf verschwenden wollen, mit mir herumzustreiten.

Ich werde hier nicht ins Detail gehen, worum es geht. Die Leute kennt doch niemand, und es tut nicht zur Sache.

Thursday, February 4, 2010

Lebensumstellung

Ich schaue aus dem Fenster, und da draussen sind schon Jogger und Radfahrer. Um 7 Uhr morgens. An einem Werktag. Sport machend vor der Arbeit. Und was tue ich? Ich haenge vorm Computer ab. Und habe deswegen ein schlechtes Gewissen.

Sport im Freien ist toll, und hier in dieser Nachbarschaft gibt es viele Moeglichkeiten. Wir haben mehrere Parks in der Naehe, inkl. den Central Park 5 Minuten weg. Aber Sport im Freien mache ich nur an Wochenenden (auch bei klirrender Kaelte, immerhin), an freien Tagen, wenn das Wetter schoen ist, nach der Arbeit zur hellen Jahreszeit aber nur wenn es nicht zu heiss ist, bla bla bla. An Wochentagen bin ich zur totalen faulen Socke mutiert, obwohl mich im Grunde doch nichts davon abhalten wuerde, vor der Arbeit eine Runde zu rennen. Jetzt, wo es morgens schon einigermassen hell ist. Aber irgendwie habe ich da eine Sperre. Warum? Keine Ahnung.

Mit dem Fettwerden muss ich nicht mehr soooo aufpassen, seit sich das alles wieder voll eingependelt hat, strebt mein Koerper ja wie von selbst die fuer mich normale Figur an. Aber darum geht es mir auch nicht. Mir geht es um die Gesundheit. Wenn ich mich vor der Arbeit bewegen wuerde, haette ich ein ganz anderes Lebensgefuehl. Und im Fitness am Abend war ich auch schon eine Weile nicht mehr.

So weit habe ich diesen Winter nicht zugenommen. Aber er dauert noch mind. zwei Monate (bis Ende Maerz, in diesen Gefilden), und ich habe festgestellt, dass ich von der Seite im Spiegel einen ganz kleinen Bauch bekomme. Einen dieser typisch mittelalterlichen Baeuche, ohne Gewichtszunahme auf der Waage. Muss ich jetzt etwa doch wegen der komischen mittelalterlichen "Umverteilung" aufpassen, obwohl die ja hauptsaechlich in den Wechseljahren passiert, und ich diese ja schon lange (fruehzeitig) hinter mich gebracht habe. Und zwar ohne zuviel permanenten Schaden anzurichten.

Auf jeden Fall geht mittelalterliche Figur gar nicht. Ich rede hier nicht von "fett". Fett geht ja noch (fuer jemand anderen, nicht mich), wenn es mit einer jungen Figur verbunden, also gleichmaessig verteilt ist. Aber diese komische mittelalterliche Form geht ueberhaupt nicht. Und die kann man leider auch bekommen, ohne fett zu werden. Ich kann meinen tollen BMI von 20 haben, und koennte theoretisch trotzdem eine mittelalterliche Silhouette aufweisen. Und dem muss entgegen gesteuert werden, das ist fuer mich naemlich unakzeptabel.

Das hat jetzt nichts mit Gesundheit zu tun, sondern mit Eitelkeit. Und ob das mit dem kleine Baeuchlein, oder Umverteilung, oder was weiss ich "normal" ist, ist mir scheissegal, auch wenn die Welt einem das weismachen will. Ich will nicht normal sein. Ich kann es mir nicht leisten, normal zu sein. Denn ich lebe in NYC. Und wer hier nicht auf irgendeine Weise aus der Masse herausragt, geht unter. Besondere Talente, mit denen ich mir nebenbei einen Namen machen koennte, habe ich nicht. Aber ich bekomme immer wieder ueberraschte Aufmerksamkeit, wenn die Leute mein Alter erfahren. Selbst in dieser Stadt, wo es viele tolle Mittelalterliche gibt. Bzw. bekomme ich Hassblicke von den alten Schachteln im Buero. Das brauche ich. Das ist meine Droge. (Na ja, eine davon. Meine anderen Drogen sind Zigaretten und Internet^^.)

Seit zwei Tagen habe ich nicht geraucht, und spuere eine leicht erhoehte koerperliche Energie. Jetzt muss ich das Fitness wieder regelmaessig in meinen Tagesablauf fliessen lassen. Auch wenn es bedeutet, ich gewoehne mir an, vor der Arbeit etwas zu tun. In 4 Wochen oder so geht schon die Sommerzeit los, dann ist es zwar morgens wieder dunkler. Aber dafuer werde ich dann wieder abends nach Feierabend joggen gehen koennen. (Wenn ich nur von den Scheiss Zigaretten die Finger lassen kann.) Auch wenn das bedeutet, ich verbringe weniger Zeit vor dem Computer, und mehr Zeit in der Natur. Gesundheit ist hoechste Prioritaet, aber auch Verhinderung "mittelalterlicher" Form steht bei mir ganz weit oben. Und ich weiss aus Erfahrug, dass das bei mir ganz leicht ist. Worauf warte ich also?

Saturday, January 30, 2010

Echt war ich schon immer!

In letzter Zeit kommt hier von meinen Lesern sehr viel positives Feedback darueber, dass ich auf einmel so menschlich, so echt sei, usw. usf. Auffallend viel. Ich freue mich immer ueber nette Kommentare, und hoffe, dass sie nie aufhoeren. Aber ein bischen wundern tut es mich schon, dass meine treue Leserschaft offenbar erst jetzt hinter meine "menschliche", "echte" (oder was auch immer) Seite zu kommen scheint. Denn... Leute... ICH WAR DOCH SCHON IMMER ECHT!

Damit meine ich natuerlich nur meine Langzeitleser, von denen diese "Echt"-Lobeslieder ja z.g.T. kommen. Die Neuen (viele komischwerweise gerade durch meine Veraeppelungen irgendwie eingeschleppt) "kannten" mich ja vorher nicht, und koennen es daher nicht wissen. Aber wer mich schon laenger kennt, erinnere sich doch bitte mal an meine ganzen Erguesse bei Disy und auch an anderen Stellen, aber hauptsaechlich bei Disy. Schon zu jenen Zeiten hat meine Menschlichkeit, meine Verletzlichkeit, sich immer wieder eingeschlichen zwischen Veraeppelungen und Hardcore-Vertretungen meiner "komischen" Ansichten. Ich kann gar nicht anders. Diese menschliche Seite ist doch nix Neues. Ich koennte nie oberflaechlich schreiben. So wie manche Leute, deren "Blogs" sich so anhoeren, als wuerden sie eine Urlaubspostkarte an die Oma schreiben: Immer schoen harmlos, oberflaechlich und unverfaenglich. Nur nicht durchblitzen lassen, wie es einem wirklich geht.

Natuerlich habe auch ich Themen in meinem Leben, die fuer den Blog absolut tabu sind. Aber WENN ich ueber meine persoenlichen Gefuehlchen oder Erfahrungen schreibe, dann tue ich es hundertprozentig echt, oder eben gar nicht. Und wenn ich es gar nicht taete, koennte ich auch genausogut dicht machen. Was ich von "Krampfblogs"^^ halte, habe ich ja schon oefter angesprochen. Ja, ich habe meine hartnaeckigen Ansichten. Ja, ich mache mich gerne ueber gewisse Leute, Dinge, und Konzepte lustig. Aber dazwischen schreibe ich immer wieder viele selbstanalytische (u. Aeh.) Eintraege, die mich so nackt da stehen lassen wie der "Naked Cowboy" im Times Square. Halt, noch nackter, denn der hat wenigstens noch seine Unterhose an.^^

Irgendwie kann ich gar nicht anders, und wenn ich gerade bei mieser Stimmung bin, muss ich das schriftlich zum Ausdruck bringen. Meine Stimmungen sind ueberschwenglich, und ich kann sie schlecht unterdruecken. Dabei faellt es mir leichter, ueber negative Dinge zu schreiben, als ueber positive. Ein Grund ist, dass ich positiven Stimmungen nie so ganz traue. Ich wuerde mich nie trauen, schriftlich (oder auch muendlich) in die Welt hinauszuposaunen: "Heute fuehle ich mich sooooooo gut, ich bin soooo gluecklich, bla bla bla." Irgendwie bin ich da aberblaeubig, und denke, damit bettelt man geradezu darum, dass etwas Schlimmes passiert. Dieses "dem Frieden nicht trauen" ist bei mir eine weit zurueckgehende Sache, lange Geschichte, irgendwann werde ich vielleicht mal darueber schreiben. (Nein, ich habe keine "Schicksalsschlaege" oder so was erlebt, ist alles viel subtiler warum ich Positivem nicht traue. Und ich glaube, ich habe es bis zu seiner Quelle zurueckanalysiert...) Ich freue mich lieber im Stillen, bin still gluecklich, denn ich will das Schicksal nicht herausfordern. Und ungluecklich bin ich lieber oeffentlich, denn damit hat man weniger zu verlieren (von der Gefahr, sich oeffentlich zum Affen zu machen, mal abgesehen...). Und diese Oeffentlichkeit meiner negativen Gefuehle ist es wohl, was mich fuer manche Leute "menschlich" macht. Nun gut. Stimmt ja auch irgendwie.

Vor vielen Jahren habe ich mal was gelesen (weiss nicht mehr, wo), was die Dichterin Sylvia Plath angeblich in einem Tagebuch oder sonstwo geschrieben haette: Dass sie jetzt sicher sei, ihre Depression endgueltig los zu sein, dass es ihr so gut ginge wie noch nie, bla bla bla". Na, und wie es mit der ausgegangen ist, ist ja bekannt. Ich dachte damals, als ich das gelesen habe: Du bloede Kuh. Warum hast du das an die grosse Glocke gehaengt? Ausserdem war das sicher nur ein Hormonschub, ich kenne diese hormonbedingten Stimmungsschwankungen, z. B. in den Zeiten, wo ich noch PMS bekam, konnte ich akkurat voraussagen, wie ich mich an welchem Tag fuehlen wuerde. Aber mir war schon immer klar, dass ein momentanes Gefuehl (gut oder schlecht) nicht auf alle Ewigkeiten jetzt so bleibt. Deshalb behalte ich gute Gefuehle fuer mich. Denn ich weiss, dass sie vergaentlich sind: Das naechste Aergerniss, der naechste Frust, die naechste Gruebelattacke, lauert schon um die naechste Ecke, und wenn ich dann wieder am Boden bin, kaeme ich mir doppelt laecherlich vor, wenn ich kurz vorher noch oeffentlich ueberschwaengliche Gluecksgefuehle kundgetan haette.

Ich weiss jetzt nicht, ob ich halbwegs verstaendlich herueberbringe, was ich damit sagen will. Aber egal. Der Punkt ist, das Menschliche habe ich schon immer durchblitzen lassen. Vielleicht haben sich Leute ja damals nicht die Muehe gemacht, das zu merken, weil sie zu sehr damit beschaeftigt waren, mich zu hassen, und sich nur fuer Erguesse meinerseits interessierten, die ihnen das bestaetigten.

Uebrigens: Seit mehreren Tagen bekomme ich keine Trollkommentare mehr. Die waren zeitweise taeglich, manchmal mehrmals. Ich hoffe, dass das so bleibt, denn ich wuerde gerne wieder diese bloede Freischalt-Funktion abstellen. Aber der Punkt ist, zeitgleich kamen zum ersten Mal und ploetzlich freundliche Kommentare von Personen, die eigentlich mein Erz-Feind gewesen sind. Hmmmm. Kann Zufall sein. Ich weiss es nicht.

Ich weiss nicht hunderprozentig, wer hinter dem Troll steckt(e). Aber ich nehme das Thema Troll mal zum Anlass, um Folgendes loszuwerden: Wenn jemand Kritik an mir ausueben will, dann ist diese genauso willkommen wie nette Kommentare. Dass ich vor heissen Diskussionen nicht zurueckschrecke, duerfte meinen Langzeitlesern von verschiedenen Stellen wohl bekannt sein.^^ Aber wer anonym und inhaltslos das Rumpelstilzchen macht, ohne konkrete Kritik zu aeussern, ist meiner Meinung nach ein Feigling und ein Troll.

So, das ist jetzt wieder ein langer Labereintrag geworden. Mit einem Gedanken angefangen, und dann vom Hunderste ins Tausendste. Aber das ist ja nicht untypisch fuer meine Erguese.^^

Monday, January 4, 2010

Vorfreude...

Ich versuche, mich seelisch auf das vorzubereiten, was heute im menopausalen Mausoleum ablaufen koennte. Wirklich koennen tut man das ja nie, denn die Scheisse schlaegt dann doch wieder aus der einen Richtung ein, an die ich nicht gedacht habe, und ich tappe voll hinein.

Erst mal rechne ich damit, dass Frau Z. 1. viiiiiiiiel zu spaet kommt, ohne dass ein Mensch sie dafuer kritisiert, und 2. WENN sie kommt....*trommelwirbel* mal wieder mit einem neuen Zipperlein antanzt. Die Aufmerksamkeit wird sie brauchen, wie immer nach einer laengeren Pause. Und jeder wird Verstaendnis fuer sie haben, und mich dafuer umso haerter drannehmen ("oh, Frau Z. ist noch nicht da/nicht an ihrem Schreibtisch? HIER, hsm, MACH DU MAL!" Dann wird die entsprechende Sache auf einmal MEIN Problem, und wenn irgendwas nicht so laeuft, wie sich jemand das vorgestellt hat, werde ICH verantwortlich gehalten!)

Mir gruselt vor diesem miserablen Haufen. Von wegen glueckliche Frauen (und auch noch mit liebender Familie im Ruecken), wie jemand kommentiert hat. Das ist der miserabelste Haufen alte Schachteln - Misere durch das geballte Zusammengequetschtsein intensiviert - der jemals der Menschheit untergekommen ist. Aber ich schweife ab.

Da kann ich bei noch so guter Laune ins Buero kommen, nach ein paar Stunden bin ich fertig. Da kann ich die besten Absichten haben, wie man denen Honig um den Bart schmiert, die Selbstunterdrueckung drueckt mir trotzdem die Luft ab. Und die Tatsache, dass Frau Z. sich alles erlauben kann, jeder Mitleid mit der hat, weil sie so alleine im Leben ist, und dann auch noch dauernd irgendwelche Zipperlein hat, waehrend ICH wegen jedem Scheiss.... IMMUN. Ja, das ist das Wort, das ich suche. Frau Z. ist immun. Ja, es gibt Leute, denen man anmerkt, dass sie sie durchschauen. Die sagen aber nichts. Die schweben ganz cool drueber. Scheint ihrem Selbst keinen Schaden zuzufuegen, da die Klappe zu halten. WIE MACHEN DIE DAS???????

Sicher gibt es auch coole Leute, aber die sind wie immer nicht wirklich Teil meines Alltags, sondern nur am Rand. Es ist nicht moeglich, mit "meinen" alten Schachteln einen echten Bezug herzustellen. Ich bin ueber die Situation hinausgewachsen, basta. Daran kann ich nichts aendern. Will ich auch gar nicht. Sich selber kleinhalten, damit man von der Gruppe akzeptiert wird..... das praktizieren DIE. Das ist DEREN Ding! Aus dem Grund wachsen sie auch als Menschen nicht, und koennen irgendwann eine Dekade nicht mehr von der anderen unterscheiden, weil immer alles gleich bleibt, inklusive sie selbst - im Kopf. Das ist nicht meine Welt.

Mensch, ist das jetzt alles wirr. Aber wirr sind im Moment meine Gedanken. Mir schiessen tauseend Dinge durch den Kopf, auf welche Art ich heute wieder fertig gemacht werden koennte. Es liegt wirklich an denen. Nicht an mir. Mit anderen Leuten habe ich solche Probleme ja auch nicht. Aber im Job muss man sich leider zusammenreissen und gute Miene zum boesen Spiel machen. Ich hatte die besten Absichten, wie ich mit denen auskomme, ohne mein Selbstbewusstein zu verletzen, aber es geht nicht. Sicher kann ich die Klappe halten und schoen vertraeglich tun. Dann werden die aber denken, sie haetten mich kleingekriegt. Dass ich irgendwelche Methoden bewusst anwende, das sind sie zu bloed zu durchschauen.

Ach, ich will nicht. Ich will nicht, ich will nicht. Ich koennte heulen. Mir geht es so gut, wenn ich von da weg bin. Ich will nicht. Es ist doch gegen alles, was von der Natur vorgesehen ist, sich wissentlich in eine Situation zu begeben, von der man WEISS, dass sie einem nicht guttut. Der Instinkt ist, davon wegzurennen. Aber ich bin jetzt genauso wie alle Bravweiber der Welt. Nur bin ich mir dessen mehr bewusst, und nur ist es erst seit knapp einem Jahr so. Einziger Unterschied. Es gibt Leute, die leben ihr ganzes Leben in Situationen, die sie sich schoenreden, die sie aber in Wirklichkeit gar nicht abkoennen, aber sie sehen keinen Ausweg, darum tun sie so, als sei das alles freiwillig.

Und dann werden sie krank. Von wegen es kann jeden treffen, so ein Quatsch. Krankheiten sind vorprogrammiert. Nur weil man die Anzeichen lange vorher nicht sieht, denkt man sie treffen aus heiterem Himmel. Ich kann's nicht mehr hoeren. Gestern abend habe ich wieder eine halbe Schachtel geraucht. Die Tage, wo ich weg vom Buero war, waren's mal 2 Zigs am Tag, mal 3, mal gar keine. Wenn ich krank werde, weiss ich, wo's herkommt. Ich werde selber schuld sein, weil ich mit gewissen Situationen weder umgehen, noch vor ihnen fluechten kann.

PS. Oh Gott, gar nicht dran gedacht: Am WE wird sie wohl wieder in dem anderen Laden gearbeitet haben, und sich das Gehabe dort angeeignet haben. Ich hoere schon die schrille, kuenstliche Lache, nein ich kann nicht mehr. Moege mich der liebe Gott befreien...

Wednesday, December 30, 2009

Sooooo egal

Dieses Jahr habe ich ueberhaupt keine Gedanken zum Jahreswechsel. Null. Nix.

Noch nie war ein Jahr so banal wie 2009. Und ein bevorstehender Jahreswechsel mir deshalb so egal.

Wenn und falls bei mir irgendwelche Veraenderungen/Selbstverbesserungen eintreten, dann sind sie nicht von einem Datum im Kalender ausgeloest. Sondern kommen von irgendwo aus dem tiefsten Innern heraus. Wo sie wahrscheinlich schon eine ganze Weile brueten.

Das kann zu jeder Zeit passieren. So war das bei mir schon immer. Und das ist auch gut so. So soll es auch bleiben.

Nachtrag: Ach ja... einen positiven Gedanken zu 2009 habe ich doch (auch wenn ich diesen im Grunde fuer ein Armutszeugnis halte): Dadurch, dass NICHTS passiert ist, ist natuerlich auch NICHTS WIRKLICH SCHLIMMES passiert: All die verschiedenen Desaster, vor denen ich mich immer fuerchte... sind nicht eingetreten dieses Jahr (na ja, es sind ja auch noch eineinhalb Tage uebrig, bis das Jahr wirklich vorbei ist, deshalb spreche ich hoffentlich nicht voreilig...). Alles ist noch da. All die Dinge, die ich immer Angst habe, weggenommen zu bekommen... sind noch da. Nichts... ist passiert: Was also durchaus auch positiv gesehen werden kann. Und wenn mans mal so sieht, kann man nur hoffen, dass 2010 so gut wird, wie 2009.

Kommt da noch einer mit. Egal. Ich weiss ja, was ich meine.

Monday, December 21, 2009

Schweigen ist Gold

Guten Abend, Leute.
Mir wurde gerade mal wieder bewusst, dass ich jeden - wirklich jeden - Tag etwas in meinen Blog schreibe. Das liegt daran, dass mir jeden Tag etwas auf der Seele brennt, und dass das Aufschreiben ein fuer mich extrem wichtiger "Blitzableiter" ist. Man erwartet meine Postings offenbar, denn es wird extrem oft auf meinen Blog geklickt. Von manchen meiner treuen Fans aus aller Welt jede Stunde oder so. Weil sie sehen wollen, ob wieder ein neues Posting da ist, nehme ich an. Es gibt wohl tatsaechlich viele, die sich dafuer interessieren, was ich zu sagen habe. (Natuerlich NEBEN den Herrschaften, die sich nur dafuer interessieren, ob ich gerade mal wieder was "Anstoessiges" von mir gegeben habe, und nur nach bestimmten entsprechenden Eintraegen fahnden. Die sind ein anderes Kapitel, hier schon mehrmals angesprochen.) Ich habe ein treues Gefolge, und das freut mich. Ganz ehrich. Ohne Ironie.

Deshalb fuehle ich mich schon fast verpflichtet, anzukuendigen, wenn es auch mal Tage gibt, an denen ich hier absolut nichts zu sagen habe. Heute ist so ein Tag. Ja, es gibt Sachen, die mir auf der Seele brennen, aber nicht alles gehoert auf meinen Blog. Vieles mache ich dann an anderen Stellen ab. Und heute ist so ein Tag. Deshalb wird es heute ausser diesem inhaltsfreien Eintrag nichts von mir geben (ausser einem extrem durchgeknallten Eintrag, den ich heute morgen auf dem Buero im hoechsten Frust geschrieben - und wieder geloescht - habe. Aber den hat zum Glueck kaum jemand gesehen.)

Sagen wir nur: Die Abteilungs-Politik hat mich heute wieder extrem geschafft. Und morgen wird sie mich noch mehr schaffen, denn morgen wird Frau Z. 60, UND wir haben das jaehrliche Abteilungs-Lunch. Und am Heiligen Abend muss ich noch einen halben Tag aufs Buero (freiwillig, monatelanges Drama mit Frau Z., alleine darueber koennte ich Baende - BAENDE - schreiben. Sagen wir nur, es geht seit April. Jawohl. APRIL.)

Ueber all das koennte ich mich jetzt seitenweise auslassen.... oder es einfach gut sein lassen, und schweigen.

Ich entscheide mich fuers Schweigen.

Darum wird es heute nichts geben, ausser diesem Eintrag, der wortreich ankuendigt, dass es heute nichts geben wird.

Saturday, December 19, 2009

Die Braven gewinnen doch nicht?

Ich weiss es nicht im Moment. Die letzten zwei Tage sah es trotz ungeheurem Stress im Job (alle Jahre wieder, z. G. ist es nicht immer so) etwas besser fuer meine Seele aus. (Ich schreibe das gleich am Anfang fuer gewisse Herrschaften hier, um ihnen zu signalisieren, dass sie an dieser Stelle gerne zu lesen aufhoeren koennen. Bin ich nicht nett?^^)

An Muttern habe ich ueberhaupt nicht mehr gedacht (ich weiss, dass sie der Ausloeser fuer mein Tief war, und Frau Z. hat's dann noch zementiert). Es ist wohl wirklich was dran, dass man Dinge aufschreiben soll, und sie einen dann loslassen. Die unterschwelligen Feindseligikeiten von Muttern sind ja schon seit ein paar Jahren ein Problem. Weil sie mich nie kontrollieren konnte, und selber nie einen Sprung in was Neues gewagt hat im Leben, versucht sie heute eben, mich kleinzuhalten, indem sie staendig impliziert, dass das Leben geschafft haette, was SIE nicht geschafft hat: Mich klein und brav zu kriegen. Im Grunde kann sie einem leid tun. Je aelter sie wird, umso verbitterter wird sie. Und ich bin wohl die Person, die ihr am naechsten steht in ihrem einsamen Leben. Durch meine Existenz allein loese ich alles Moegliche in ihr aus. Sie fuehlt sich bedroht, und muss die Gefahr kleinhalten, um sich selber zu schuetzen. (Ich sehe das alles im Moment so klar, wie noch nie. Ich glaube, ich habe endlich des Pudel's Kern entdeckt. :))

Arme Sau. Lass fahren da hin. Nicht mein Problem.

Auch Frau Z. habe ich gestern matt gestellt. War ziemlich leicht, weil sie so berechenbar ist. Manchmal ist es leicht. Denn man weiss schon im Voraus, was fuer Sprueche kommen werden im Zusammenhang mit bestimmten Situationen. Und kann die Antwort, die einem beim letzten Mal leider zu spaet eingefallen ist, jetzt parat halten. Und diebisch darauf lauern, dass der Spruch kommt^^. Frau Z. waere nicht Frau Z., wenn der gewisse Spruch dann nicht tatsaechlich gekommen waere. Und ich waere nicht ich, wenn ich dann nicht mein mit feiner Ironie geschwaengertes Kontra gebracht haette^^. Frau Z. war es vom Inhalt her zu hoch, das merkte man, das wusste ich auf vorher. Das war ja auch der Sinn der Sache. Aber irgendwie hat sie gespuert, dass ich sie gerade ausgelacht und ruhig gestellt habe. Sie rutschte ein bischen auf ihrem Stuhl hin und her, raeusperte sich kurz, und..... DANN WAR RUHE. Fuer den ganzen Rest des Tages. Nicht nur hat sie zu diesem Thema kein Wort mehr gesagt, sondern auch zu keinem anderen Reizthema. Das wollte sie wohl nicht riskieren. Weil selbst sie auf irgendeiner Ebene spuert, dass sie mir intellektuell nicht gewachsen ist. Es ist im Grunde so leicht, mit ihr umzugehen. Warum lasse ich mich so oft seelisch unterbuttern von ihrer Scheisse??? Ja, wir haben uns sogar fuer den Rest des Tages ganz gut verstanden. :-O Das kommt manchmal vor. Haelt zwar nie an, aber es ist schoen, mal einen Tag sans unterschwelligen Stress erleben zu duerfen. Ohne dass ich staendig innerlich angespannt bin, weil ich nicht weiss, was als naechstes auf mich zukommt. Und am Abend fix und fertig bin.

Im Moment ist mein Selbstbewusstsein also wieder etwas aufgebaut. Meine freche wahre Identitaet hat gerade wieder die Oberhand. Wahrscheinlich wird's naechste Woche wieder zerstoert werden. Es sind immerhin dreieinhalb Arbeitstage. Grosses Potential. Aber daran will ich jetzt nicht denken. Der Punkt ist, ich kann doch - IMMER NOCH - die Braven ruhigstellen. Bzw. - wie in Muttern's Fall - sie mir am Arsch vorbeiziehen lassen. Die koennen mit mir nix anfangen, ich bin eine geheimnisvolle Groesse. Das ist der Filter, durch den ich ihr Dummgelaber sehen muss, und gut ist.

Wednesday, December 16, 2009

mein leben

heute hat die person mich mal wieder an meine grenzen getrieben. so an die grenzen getrieben wie heute hat sie mich schon lange nicht mehr. je aufgedrehter und manischer und aufmerksamkeit-heischender sie wird, umso mehr sinke ich wie ein schweigsames, deprimiertes haeufchen elend in mich zusammen. ich versuche irgendwann gar nicht mehr, noch bemerkt zu werden. sie hat ja die buehne. sie luegt. die lache wird immer schriller. die unterschwelligen luegen immer unverschaemter.

irgendwann fange ich an, alles zu hinterfragen. warum bin ich hier? warum bin ich in der situation und kann mich nur begrenzt und temporaer zurueckziehen. warum muss ich mich bloed stellen, warum lasse ich mich von der ueberrollen. heute morgen hat es schon ganz frueh angefangen. ich war noch nicht mal richtig durch die tuer. heute abend gegen 5 war ich so weit, dass ich mich von der welt verabschieden wollte. denn was hat es denn fuer einen sinn, wenn das das leben ist. das ist doch kein leben. das ist nicht MEIN leben.

heute habe ich eine mail von meinem vater bekommen: er schreibt an seinem neuen buch (lokalinteresse), er hat den kopf voll kreativer ideen, er fuehlt sich wie 18. er muss jetzt aufhoeren mit der mail, denn es ist ihm gerade wieder eine idee fuer sein schreibprojekt gekommen, und er will sie aufschreiben, bevor er sie vergisst.

das ist, wer ich wirklich bin. DA komme ich her. das sind meine gene und meine praegung. ich komme von kreativ und intelligent, und gebildet, und nicht-alt-werdend im kopf oder sonstwo. aber das kann ich nicht mehr ausleben. ich muss mich von fantasielosen, humorlosen alten finanz-schachteln verbiegen lassen. mir seit 10 jahren die selben sprueche anhoeren in genau dem selben wortlaut. persoenliche entwicklung von denen null und ich bin auf unterschwellige art gezwungen, mich dieser atmosphaere anzupassen. persoenlichkeit und kreative gedanken nicht nur nicht gefragt. sondern aktiv unterdrueckt. unterschwellig, durch das verhalten derer. oh, es steht keiner auf der kanzel und predigt "du darfst nicht du selber sein, du musst dich kleinhalten", aber durch das gruppenverhalten kommt diese message jeden tag herueber. komme ich da jemals wieder raus. kann ich einen neuanfang starten. oder ist es jetzt schon viel zu spaet. welche serie von entscheidungen ueber die jahre und jahrzehnte hin haben mich in diese falle laufen lassen.

ja, ich fuehle mich gerade ziemlich verzweifelt. auch solche sachen darf ich mal schreiben. hier in meinem blog. ich bin so kompliziert, so vielfaeltig. wenn ich diese dunkle seite nicht haette, koennte ich die kreativen albernheiten gar nicht zustande bringen. denn ich bin ein beobachter der gesellschaft. und das ist im grunde eine ziemlich deprimierende art, zu sein. humor hilft manchmal drueber weg. aber nicht im job. dort wird er nicht verstanden.

ich bin nur froh, dass ich die kommentarfunktion abgestellt habe. vor ein paar tagen haette ich sie beinahe wieder eingestellt. nicht weise. hab's dann ja auch bleiben lassen. gut so.

ich werde hier nicht das label "frau zipperlein" dranschreiben. denn die ist nur der ausloeser. es geht um mich. mich und mein leben.

Monday, December 14, 2009

Zigeuner-Syndrom

Mir ist gerade in irgendeinem Zusammenhang mal wieder etwas eingefallen, was ich noch nie wirklich verstehen konnte, und worauf ich hoffentlich irgendwann in meinem Leben noch mal eine Antwort finden werde: WAS sind das fuer Leute, die mal ein paar Jahre hier, ein paar Jahre dort verweilen, und - und das ist der springende Punkt - es von vornherein so geplant haben? Also an einen Ort oder in einen Job oder in eine Wohnung kommen und wissen "da bin ich jetzt zwei Jahre, und danach mache ich 3 Jahre XYZ, bla bla bla".

Gerade NY ist voll von solchen Leuten. Leute, die nur ein paar Jahre hier sind, und das von vornherein wissen. Die halten sich wohl alle fuer aufgeschlossene Weltenbummler, aber sind in Wirklichkeit natuerlich genau das Gegenteil: Alles fuer Jahre im Voraus geplant, schon wissend, was sie in zwei Jahren machen werden. Und als Sahnehaeubchen sich immer das Hintertuerchen "Heimat" (wo auch immer die ist) offenhalten. Oftmals werden diese "Zigeuner" noch von der Heimat aus beschuetzt, werden nie wirklich Buerger des Ortes, an dem sie "mal beruflich ein paar Jahre bla bla blaaaaaaaaaaaaaaaaa", nie wirklich Teil der lokalen Kultur. Denn sie wissen ja, dass sie in ein paar kurzen Jaehrchen schon wieder "in der Heimat", oder ganz woanders, sein werden. Gibt es etwas Spiessigeres, als solche Berechnung, solche Verplanung fuer Jahre im Voraus? Kaum.

Ja, ich selbst bin auch schon viel umgezogen. Aber mit einem gravierenden Unterschied zu oben beschriebenen Zeitgenossen:

Jeder neue Ort, jeder Neuanfang sollte fuer mich das permanente Angekommensein darstellen.

Mit jeden Neuanfang hatte ich das Gefuehl: "So, das ist es jetzt. Jetzt bin ich angekommen. An diesem Ort/in diesem Job/bei diesem Wasweissich will ich bis an mein Lebensende bleiben. In dieser Situation koennte und kann ich ohne Weiteres alt werden. Endlich habe ich ES gefunden. Das grosse ES, nach dem ich unbewusst schon mein Leben lang gesucht habe."

Dass ich dann irgendwann aus der entsprechenden Situatiion herauswuchs, und doch wieder was Neues anfing, ist in Ordnung. Denn es war nicht kalkuliert. Es war schlicht der natuerliche Lauf meiner persoenlichen inneren Entwicklung: Kommende Umbrueche sind fuer mich nie absehbar, denn woher soll ich heute wissen, wie ich mich in zwei, oder 5, oder 10 Jahren fuehlen werde???

Ich verlasse nach X Jahren eine Situation, weil ich auf einmal eine gewisse innere Unruhe verspuere, gelangweilt bin, einfach mal etwas anderes will. Das kann man aber im Voraus nicht kommen sehen. Spontaner Umbruch ist nicht mit geplantem "Umbruch" zu vergleichen. Der geplante Umbruch ist ueberhaupt kein Umbruch in diesem Sinne. Er MUSS ja stattfinden, weil man sich eben nur fuer X Jahre fuer die Situation verpflichtet hat, und entsprechend geplant hat. Wie man sich innerlich fuehlt, ob man fuers Weiterziehen ueberhaupt bereit ist, das ist zur Nebensache geworden.

Tja, Leute. Wo bleibt bei so einer Lebensfuehrung das Spontane, das Echte? Man koennte die entsprechenden Jahre genausogut im Haeuschen im Gruenen in Castrop-Rauxel zubringen. Das waere nicht *mehr* berechenbar und spiessig...

"Zigeuener-Syndrom" ist hier eigentlich keine faire Bezeichnung. Denn soviel ich weiss, planen Zigeuner nicht im Voraus, wie lange sie an einem Ort bleiben, sondern ziehen spontan weiter, wenn sie den inneren Drang verspueren. Diese verplanten Spiesser, die "mal ein paar Jahre im Ausland verbringen", also mit Zigeunern zu vergleichen, ist nicht gerecht den Zigeunern gegenueber.

(PS. Mir ist vollkommen klar, dass "Zigeuner" heute kein politisch korrektes Wort mehr ist. Aber ich bin der deutschen Sprache nicht mehr maechtig genug, um die neue Bezeichnung zu wissen (hab sie mal gelesen, aber wieder vergessen, ich glaube, es sind sogar zwei verschiedene). Und ich benutze das Wort, um hier einen Punkt zu illustrieren. Im Uebrigen ist im Englischen das Wort "gypsy" vollkommen unanstoessig.)

PPS. Ich verspuere zur Zeit selber wieder diese innere Unruhe, diesen Drang, einen Umbruch zu starten, einen Neuanfang. Weiss aber leider noch nicht, welche Form er annehmen soll, und in welchem Ausmass. Das ist fuer mich recht ungewoehnlich. Denn bei meinen bisherigen Umbruechen war ich immer ZUERST in die Idee der neuen Situation verrannt, und DANN so als Nachgedanke kam mir die Idee, selber in die Situation einzusteigen. Ganz spontan. Diesmal weiss ich nicht, was ich will. Nur so viel: Wenn ich die Antwort finde, musss es permanent und auf Lebenszeit sein. Zumindest bis ich wieder unruhig werde.

Thursday, December 10, 2009

Das Licht am Ende des Tunnels

Tja, Leute. Diese unendlich lange Woche neigt sich gnaedigerweise langsam ihrem wohlverdienten Ende zu. In zwei Tagen werde ich in der beneidenswerten Lage sein, hier weiterhin zu entruempeln - BEI TAGESLICHT! (Will heissen, falls Frau Z. es nicht fertigbringt, mich morgen im letzten Moment noch umzubringen. Sohn sagt immer, wegen der bekaeme ich noch mal einen Hirnschlag, und *wer* oder *was* garantiert mir, dass morgen nicht DER Tag sein wird??)

Bin schon voll zappeliger, aufgeregter Vorfreude (nicht auf den Hirnschlag). Denn wenn ich erst mal anfange, dann werde ich nicht mehr zu stoppen sein. Jetzt weiss ich ja so ungefaehr, wo alles hin soll, es bleibt nur noch uebrig, ES TATSAECHLICH ZU TUN.

Wenn ich alles geschafft habe, werde ich vielleicht als Sahnehaeubchen sogar den Staubsauger bemuehen. Den habe ich bei der Aktion vom vergangenen Wochenende wiedergefunden, und er sah ein bischen traurig aus. Wer wuerde das nicht, wenn er seit Mai (an dieser Stelle darf ich hervorheben, dass jetzt DEZEMBER ist!) nicht mehr beachtet wurde!

Alle sind beleidigt wegen meiner Sauereien. Die Katze. Die schlank-figurigen Vintage-Klamotten. Der Guertel, den ich, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, noch nicht mal um die Taille schliessen konnte, der mir aber jetzt locker von den Hueften haengt. Und nicht zuletzt...der Staubsauger. Ich hoffe nur, dass ich noch weiss, wie man das Ding bedient. Und ich hoffe, dass ich noch eine Tuete fuer das Geraet in der Kueche finden werde. Und zwar in dem Schraenkchen unter dem uebervollen Spuelstein. (Kueche - ganz andere Baustelle, im Fruehjahr aber bestimmt, versprochen. Denn man kann zu jeder Jahreszeit ausmisten. Nicht nur zur Weihnachtszeit: Buch gefunden, Heinrich Boell, Oberstufe Stammkurs Deutsch, Fraeulein Drumm. Man will sich ja nicht uebernehmen.)

Ich werde hier wohl noch so einiges wegschmeissen muessen. Das faellt mir immer sehr schwer. Denn ich bin sentimental. Man koennte es ja doch nochmal brauchen. Leider habe ich so gewisse Messie-Tendenzen (wer daran zweifelt, merke, wie lange ich gebraucht habe, endlich diesen Blog zu ent-trollen). Man KOENNTE es ja schliesslich nochmal brauchen, und - HIER WUERDE MEINE KRIEGSGESCHAEDIGTE MUTTER SICH ZU WORTE MELDEN - das HAT DOCH ALLES MAL *GELD* GEKOSTET! Nein. Nicht wirklich. Die alten Schulzeugnisse von meinem Sohn waren gratis. Das einzige, was sie mich gekostet haben, waren Nerven. Ditto fuer die Weihnachts-und Geburtstagskarten der Gesippschaft in Deutschland. Und die Bilder von der Wohnung meiner alten Schulfreundin, die mir anno 2002 in einem fetten Umschlag zugekommen sind. Die Freundin, die inzwischen dermassen therapiert ist, dass ich den Kontakt schon vor 5 Jahren habe einschlafen lassen, weil man sich nicht mehr normal mit ihr unterhalten konnte. Diese unpersoenlichen Bilder haben mich auch Nerven gekostet. Aber sowas von. Aber Hauptsache POSITIVE LEBENSEINSTELLUNG, ne? Wenn auch noch so erzwungen. Ein besserer Mensch koennte sich fuer sie freuen. Ich -- eher nicht.^^

Das meiste von all dem ist am letzten WE sowieso schon rausgeflogen. Hat sich inzwischen neben meinen uralten Stromrechnungen und den Ueberresten des World Trade Centers im staedtischen Muell-Depot in Staten Island gemuetlich eingenistet.

Was ist jetzt noch da, was ich behalten werde? Schuhe. Buecher. Ein Schlafsack. Bilder und Schriftstuecke, die mir tatsaechlich was bedeuten. Lange vergessene Bettwaesche. Taschen. Ein Globus (ja, wirklich). Wird das alles am Samstag hausfrauengerecht weggeraeumt werden? Stay tuned.^^

Zu eng geworden

Ich brauche mal wieder einen Neuanfang. Dringendst. Aus dem meisten in meinem jetztigen Leben bin ich "herausgewachsen". Das ist an sich schon schlimm genug, aber diese innere Weiterentwicklung muss ich permanent unterdruecken, weil die Situationen, in denen ich lebe, nicht mitgewachsen ist. Es ist ein Gefuehl, als muesse man sich permanent in ein zu klein gewordenes Kleidungsstueck zwaengen, und wenigstens nach aussen hin so tun, als passe es noch, weil man sich ansonsten nur Nachteile schafft.

Ja, ich bin schon seit ein paar Jahren mit meinem momentanen Leben unzufrieden, und jetzt kann ich endlich in Worte fassen, was zwickt (im wahrsten Sinne des Wortes). DAS hat mir gefehlt. Es war immer nur eine vage Unzufriedenheit.

Bisher in meinem Leben, wenn ich dieses Gefuehl bekam, habe ich immer alles hingeschmissen und mir etwas Passenderes gesucht. Mit 18, mit 24, mit 33, mit 37. Nur seit ich nach NY gekommen bin, scheine ich irgendwie festzuhaengen. Ich bin so weit, ich brauche was Neues. Ich habe das Gefuehl, dass mich mein jetztiges Leben auf alle Arten "kleinhaelt", und es Leute gibt, die das auch noch mit Wonne geniessen weristdiedenndiedenktsiewaerewasbesseresblablabla.... Es ist diese unausgesprochene schadenfrohe Haltung von "ja, sogar du musst dich anpassen, geschieht dir recht, wir freuen uns". DAS begegnet mir auf die verschiedenste (meist sehr subtile) Weise gar nicht so selten in letzter Zeit. Die Welt denkt, sie hat mich im Griff. Die werden sich noch mal wundern. Das ist naemlich genau der Ansporn, den ich brauche.

Aus bestimmten Gruenden muss ich aber noch zwei Jahre warten, bis ich was Grundlegendes veraendern kann. Aus ganz banalen, rein praktischen Gruenden. Das ist vielleicht auch besser so. Das gibt mir Zeit, darueber nachzudenken, WAS ich ueberhaupt will, und dafuer zu planen. Ausserdem ist 52 eine schoen krumme Zahl. Ich will keine dieser klischeehaften Schachteln sein, die mit 50 "einen Neuanfang" machen, "weil sie jetzt endlich mal Zeit blaaaaaaaaaaaaaaa". Das ist bei mir ja nicht der Fall, das Alter hat ueberhaupt nichts damit zu tun, ist purer Zufall, aber die Leute sind einfach gestrickt, und so wuerde es interpretiert werden. Man wird ja immer auf das reduziert, womit Gretchen Spatzenhirn etwas anfangen kann. Kein Mensch hat den Mut, zu sagen "diese Person verstehe ich nicht", und es dabei zu belassen. Nein, es muss etwas Greifbares erfunden werden dann. Muttern ist darin der Weltmeister. Aber in meinem taeglichen Umfeld passiert das auch immer mehr. Ein sicheres Zeichen, dass ich eine neue Situation brauche.

Friday, December 4, 2009

Oregano und Mond

Morgen Abend soll es kalt werden. Richtig kalt. Gefriertemperaturen. Moeglicherweise Schnee und Schneeregen. Also musste es jetzt endlich sein: Der Moment, wo ich meine Kraeuter vom Fire-Escape (deutsch??) vor dem Kuechenfenster entfernen und in die Wohnung bringen muss.

Schon geschehen.

Oregano (zwei Sorten - italienisch und griechisch). Pfefferminz. Petersilie. Basilikum.

Alle stehen jetzt in einer Reihe auf der Fensterbank in meinem Schlaf/Spiel-Zimmer (vorne raus, gutes Licht).

Da ich manchmal dem Wetterbericht folge, wusste ich im Voraus, dass es heute abend endlgueltig so weit sein muesse, falls ich die Pflanzen vor dem sicheren Gefriertod retten wollte. (Die wunderschoene, gedeihende, und fruechtetragende Tomatenpflanze hat schon vor ein oder zwei Monaten das Zeitliche gesegnet, rest in peace, DANKE, Eichhoernchen.)

Mir war ein paarmal sehr wehmuetig zu Mute heute. Denn auch wenn der Sommer - und auch der Herbst - endgueltig vorbei sind, war es bis jetzt noch nicht wirklich kalt. BIS jetzt. Darum konnte ich mir noch einreden, dass der Winter NOCH nicht endgueltig auf uns zukommt.

Nun schaue ich gerade, waehrend ich das schreibe, ueber die Kraeuter hinweg aus dem Fenster. Da drueben leuchten die Lichterketten des Weihnachtsbaumstandes (etwas kitschig, aber wenigstens kein LED, Gottseidank.) Weihnachtsbaeume? Ja. Der Winter ist da. Machen wir uns doch mal nix vor.

Irgendwie passt das nicht zusammen: Sommer-Kraeuter und Weihnachtsbaum-Verkauf. Dabei hatten wir noch Glueck, denn ich hatte eigentlich damit gerechnet, die Kraeuter so Ende September in die Wohnung verlagern zu muessen. Die zweimonatige Schonfrist ist ja gut und schoen, aber..... ICH HASSE DEN WINTER!!!!!! Wenn es wenigstens mal gescheiten Schnee geben wuerde. Das wuerde Vieles entschaedigen. Aber gescheiten Schnee - richtig guten Schnee - gab es hier seit ca. 2003 nicht mehr: Im Central Park auf einem Muelleimerdeckel die Huegel heruntersausen. Ja. Das waren noch Zeiten. Obwohl ich damals aufgrund von Fettleibigkeit manchmal eingesunken bin, hat es Spass gemacht. Ob wir solchen Schnee mal wieder sehen? Dieses Jahr vielleicht? Es ist noch frueh im Winter. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Im Grunde bin ich ein Sommer-Mensch. Ich sehe eine sonnenbestrahlte Blumenwiese auf meinem Desktop, und eine unwillkuerliche Entspannung tritt ein. Ich merke, wie meine angespannten Muskeln ploetzlich schlapp gehen. Auf gute Art. Von dem Anblick des Bildes allein.

Vor ca. 2 Wochen hatte ich einen Traum, wo auf einmal zwischen kahlen Baeumen eine Sommersonne hell hindurchschien. Dann war es ploetzlich der Mond. Trotzdem hell strahlend. Mitten am Tag. Ich: Davon muss ich jetzt ein Bild machen. Ganz schnell. Bevor es zu spaet ist. In dem Traum hatte ich ploetzlich ein Gluecksgefuehl, das ich nicht beschreiben kann. Ich wusste ohne einen Zweifel: DAS ist es. Das helle Licht. Das ist alles, was ich brauche, und dann ist alles gut. Ich platzte fast aus den Naehten vor lauter Gluecksgefuehl. Aber der leuchtende Tagesmond sank rapide ab. Naeherte sich hinter dem kahlen Baum der Erde. Ich wollte unbedingt noch ein Bild von ihm machen, bevor er auf dem Boden hinter dem kahlen Baum landete. Das war mir ungeheuer wichtig.

Ich schaffte es noch rechtzeitig, mit der Kamera den Mond einzufangen. Aber auf einmel tanzte dieser leuchtende Tagesmond direkt vor meiner Kamera herum. Und als ich mir die Bilder dann anschaute, war es nichts als ein .... GOLFBALL (???)

Ich fragte mich, ob das ein typisch mittelalterlicher Traum ist. So nach dem Schema Licht einfangen, bevor es zu spaet ist. Aber aehnliche Traeume hatte ich auch mit 15. Was soll's. Das Gehirn ist ein komischer Zeitgenosse.

PS. Das hier ist die Art von Eintrag, die ich vielleicht wieder verschwinden lasse. Weil zu persoenlich-gefuehlig. Also nicht wundern, wenn er ploetzlich weg ist.

Edit II: 5/12... Nee, bleibt stehen. Wenn ich nicht auch mal zarte Gefuehlchen durchblicken lassen kann, dann fuehre ich meiner Meinung nach keinen authentischen Blog. Krampf-Blogs gibt's naemlich genug da draussen. Viel zu viele...

An das Gute im Menschen glauben

Das tue ich wohl instinktiv, jedenfalls wenn der entsprechende Mensch ein vollkommen Fremder ist. Ich also keine Vorgeschichte mit demjenigen habe, welche mein Urteil irgendwie beinflussen koennte.

Nur so kann ich mir erklaeren, dass ich gestern so dummtrottelig mit der Bank-Tusse mitgegangen bin. Je mehr Zeit vergeht, umso mehr denke ich darueber nach. Und je mehr ich darueber nachdenke, umso mehr aergere ich mich. So ist das immer bei mir. Schnelles Reagieren gehoert nicht zu meinen vielen Talenten. Langsames Kochen schon.

Ich hatte zuerst tatsaechlich einen Bruchteil einer Sekunde geglaubt, ich wuerde an deren Kundenservice Schreibtisch schneller abgefertigt werden, und dass deren Absichten astrein seien. Auch wenn ich total aus allen Wolken gefallen bin ueber so viel "Zuvorkommend-sein". Trotzdem habe ich noch an das Gute in der Absicht der Dame geglaubt. Nicht kommen sehen, dass sie mich unter falschem Vorwand in ein stilles Eckchen gelockt hat, um mich als potentieller Krimineller ins Visier zu nehmen. (Hallo! WIE viele Jahrzehnte kenne ich diese Welt denn jetzt schon?? Ich habe wohl irgendwann mal zu viele GUTE Erfahrungen mit den Menschen gemacht, welche nachhaltend mein Urteilsvermoegen beinflussen...).

Ich koennte mir jetzt hintenrein treten. Ich haette naemlich 'nein, danke, ich bin ja gleich dran' sagen koennen, und die haette mich zu nichts zwingen koennen. Vielleicht weiterhin um mich herumkreisen, und ein verdaechtiges Auge auf mich haben, aber zwingen nicht.

Ich bin ein Trottel in manchen Situationen.

Nun habe ich mich gestern abend mit Freunden am Telefon unterhalten. Einer war der Meinung, die haetten moeglicherweise eine Scheck-Betruegerin im Visier, deren Aussehen meinem irgendwie aehnlich ist. Und dass die bloede Fragerei und Warterei am Schreibtisch der Dame dazu gedient hat, mich so lange wie moeglich *aufzuhalten*, waehrend die im Hintergrund ihre Auskuenfte ueber mich einholen bis sie feststellen, dass sie sich wohl doch die Falsche geschnappt haben.

Ich traue Meinungen von Freunden und guten Bekannten mit so was, auch wenn ich irgendwann - naemlich wenn ich wieder klar denken kann - bestimmt von selber auf den gleichen Schluss gekommen waere. Irgendwas muss ich ja glauben. Und was der gesagt hat, klingt plausibel.
Dann meinte der noch, dass das mit der Scheck-Betruegerin wahrscheinlicher ist, als dass sie mich fuer eine potentielle Bankraeuberin gehalten haetten. Das hatte ich mir allerdings auch schon gedacht. Es mag vielleicht nicht politisch korrekt sein, aber es ist Tatsache: Wie viele mittelalterliche weisse Frauen rauben eine Bank. Das sind doch meistens junge dunkelhaeutige Maenner. Das ist die Tatsache. Ob sie nun mundet oder nicht.

Die Banken passen natuerlich auf. Vor einiger Zeit stand mal in der NY Times, dass bestimmte Branchen in NYC *staendig* geraubt werden. Das ist dermassen an der Tagesordnung, dass ueber einzelne Faelle gar nicht mehr in den Medien berichtet wird. Irgendwie kann ich mir das schwer vorstellen, denn das wuerde man doch mitbekommen?? Oder vielleicht bin ich naiv, und das laeuft im RL etwas subtiler ab, als im TV: Ohne Pistole, Skimaske, und anschliessende dramatische Jagd die Strasse entlang. Was auch immer, mir ist das so was von egal. Nicht mein Problem.

Was mich wieder zum Punkt zurueckbringt: Ich haette mit der Dame nicht kooperieren muessen. Als mir vollkommen klar wurde, dass ich der irgendwie verdaechtig war, wollte ich nicht sagen "never mind, ich gehe jetzt wieder an die Schlange zurueck, das hier dauert mir naemlich zu lang." Das haette doch irgendwie nach Flucht ausgesehen, so als ob ich was zu verbergen haette, und dann haette sie sich vielleicht erst recht auf mix fixiert? Keine Ahnung. Ich weiss nur, dass ich jetzt vollkommen sauer bin, und zwar auf mich. Darueber, dass ich das Ganze naiv-gutglaeubig ueberhaupt erst mitgemacht habe. Geht's noch. Ich koennte mir in den Hintern treten. Wenn die irgendwelche Betrueger oder was weiss ich im Visier haben, DAS GEHT MICH NAEMLICH EINEN SCHEISSDRECK AN!!!! ICH sollte dafuer nicht buessen muessen, denn es ist nicht mein Problem.

Und wie clever die vorgegangen ist! Hat sich nach aussen vollkommen korrekt verhalten. Beschweren wuerde also nichts bringen, ausserdem waere mir das zu viel Aufwand. Ein Aufwand, bei dem letztendes doch nichts herauskommen wuerde. Die saudumme Anmache war naemlich viel zu subtil. Gar nicht so dumm, die Dame. Dumm war nur ich. Dass ich mich gutglaeubig darauf eingelassen habe in dem Glauben, die will mich schneller abfertigen, und mich dann eine Ewigkeit habe aufhalten lassen. Denn *schaem* an diesem Punkt war ich tatsaechlich ein bischen eingeschuechtert und beschaemt. Fast so, als waere ich wirklich "schuldig", an was auch immer.

Ich muss haerter, zynischer, misstrauischer werden. Lernen, erst mal von schlechten Absichten auszugehen, wenn ein Fremder ohne Grund ploetzlich auf mich zugeht. Bestenfalls wurde ich fuer die Zwecke der Bank (Betrueger einfangen) ausgenutzt. Die koennen meinetwegen den ganzen Tag Kriminelle fangen (da sie offensichtlich nichts Besseres zu tun haben), ABER DOCH NICHT AUF MEINE KOSTEN!!!!

Fazit: Ich muss misstrauischer werden. Ich denke immer, ich bin ZU misstrauisch und zynisch, aber offenbar bin ich es nicht genug.

Edit: Dann gibt's natuerlich noch die Bravweiber-Ansicht: "Es ist schon gut, dass aufgepasst wird. Wenn ich mir nichts zu schulden habe kommen lassen, kann mich das ja nicht kratzen. Denn wenn die Banken von Betruegern geplagt werden, bezahlen wir letztenendes alle dafuer. Da gebe ich mich schon mal fuer diesen guten Zweck her. Gerne." Ja, es gibt Leute, die sooooo brav sind, dass sie so denken. Dazu kann ich nur sagen: KOTZ!!!!!!

Nochmal Edit: Mensch, mit der ganzen Bankingsprache auf deutsch bin ich ernsthaft an meine Grenzen gestossen. Was fuer ein Geholper. Erstmal, mit "Scheck-Betruegerin" meine ich eine, die Schecks faelscht, oder gestohlene Schecks einbezahlen will. Oder irgend so was.

Thursday, December 3, 2009

Kriminelle Ausstrahlung II

Edit: Bild entfernt
Wehe dem, der sich so an die Oeffentlichkeit wagt! Noch dazu zur "Nicht-Stosseit", wenn es einigen Angestellten in oeffentlichen Betrieben wohl langweilig ist. Und sie eventuell eine Medienstory zu viel gehoert haben, worin ein Lieschen Mueller eigenhaendig und zivilcouragig ein kriminelles Element entlarvt...

Kriminelle Ausstrahlung?

Heute morgen bin ich kurz runter mit dem Aufzug, um bei der Bank an der Ecke eine Einzahlung zu machen. Bis Mittagspause wollte ich nicht warten wie die ganzen Bravweiber, denn da geht die ganze MP drauf, und morgens ist es nicht voll, geht also schnell.

Es kommt nicht oft vor, dass ich eine manuelle Einzahlung auf mein Konto mache, denn mein Gehalt u. Aeh. wird automatisch direkt aufs Konto ueberwiesen. Heute hatte ich aber ausnahmsweise einen Fall von Papier Scheck, den ich selber aufs Konto einzahlen musste. Kommt selten vor.

Ich renne also an die Ecke, und stelle mich am Ende der kurzen (4-5 Leute) Schlange an. Da mein Buerohaus gerade nebenan ist, habe ich weder Mantel an, noch Tasche dabei. Da wir keine Kleiderknigge haben (eine der wenigen Freiheiten, deren wir in den letzten paar Jahren noch nicht beraubt wurden), habe ich laessige Grunge-Jeans an, und ein Schlabber T-Shirt ueber langaermeligem Pulli. Ich bin bekannterweise sehr duenn, und sehe sehr "un-mittelalterlich" aus. Das Outfit hat diesen Effekt vielleicht noch betont.

Nun geht eine der Bank-Damen in Kostuem und Stoeckelschuhen an der Schlange auf und ab, guckt zu mir hin, geht weiter auf und ab, in immer kurzeren Abstaenden. Bis sie sich vollkommen auf MICH eingeschlossen hat, und nur noch an mir auf und ab geht. Ich - von Natur ungeduldig - trete von einem Fuss auf den anderen, obwohl die Schlange relativ schnell vorwaerts geht. Ich will nicht zu lange vom Buero wegbleiben. Obwohl sich sicher keiner was dabei denken wuerde - sooooo genau werden wir jetzt trotz allem (noch) nicht kontrolliert hier. Aber ich hatte viel Arbeit auf dem Schreibtisch.

Also fassen wir mal zusammen: Schlampige Kleidung, relativ jung (dem Aussehen nach), nervoes wirkend (war aber nur in Eile, weil ungeduldig, so kann's aber interpretiert werden). Auf jeden Fall muss ich auf die Bankdame irgendwie verdaechig gewirkt haben. Auf welche Art auch immer. :-OOOO

Sie hoert auf, auf und ab zu gehen, und macht direkt neben mir halt. Ob sie mir helfen koenne? Haeh? Ich stehe doch ganz offensichtilich an der Schlange, und habe irgendwelchen Papierkram in der Hand. Macht diese Tatsache denn nicht offensichtlich, was mein Anliegen ist?

Sie schielt nach dem Papier in meiner Hand: "Sie wollen eine Einzahlung machen? Dann kommen Sie doch mal mit mir an meinen Schreibtisch."

Das ist vollkommen aus der Reihe. Jemanden, den man noch nicht mal kennt, herauspicken um ihm einen menschlichen Gefallen zu tun, gibt es hier in dieser Stadt von "ohne Sonderbehandlung fuer keinen" nicht. Schlicht und ergreifend. Ich bin der aus irgendeinem Grund "verdaechtig" vorgekommen. Als ich dann an ihrem Schreibtisch sass, und wir beide die Scharade aufrechterhielten, dass sie mich nur aus Gefaelligkeit "drangenommen" hatte ("danke, sehr nett von ihnen, aber wirklich, in der Schalterschlange waere ich schneller abgefertig worden..."), sagte sie, auf ihren Bildschirm guckend: "So, jetzt wollen wir mal gucken, ob Ihre Kontoangaben noch stimmen. Addresse so-und-so? Telefon Nummer so-und-so?" Ja, und ja. Das Konto habe ich seit 1997. Geht's noch. Was WILL die nur von mir???????????

Inzwischen hatte sie den Betrag auf dem zu einbezahlenden Scheck gesehen. Was er war, woher und warum, tut hier nicht zur Sache. Sagen wir nur, er muss ziemlich hoch erschienen sein fuer eine Person, die offenbar wie eine Obdachlose herueberkommt. :-OOO Dazu noch eine *nervoese* Obdachlose, die sich dauernd umguckt. Ich habe mich wiederholt-sehnsuechtig nach der Schlange umgedreht, aus der die mich herausgezogen hatte, und festgestellt, dass ich schon laengst wieder auf meinem Weg sein koennte, waere ich an der Schlange geblieben. Soviel sagte ich der Dame auch. Ob es irgendein Problem gaebe, fragte ich absichtlich nicht, denn das haette der Tusse mehr Autoritaet verliehen, als sie verdient hat, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich eh keine ehrliche Antwort bekommen haette. ("Sie machten irgendwie den Eindruck, als wollten sie die Bank rauben. Von ihrem Aussehen und Ihrem Verhalten her. Ausserdem ist das viel zu viel Geld fuer jemand, der so aussieht, wie Sie." Tja, mit sowas koennte sich die Bank ruck-zuck eine Verklagung einhandeln. Darum wird sie dir das auch nicht ins Gesicht sagen.)

Sie ging ein paarmal weg, liess mich ewig da sitzen. Zweifelsohne hat sie hinter meinem Ruecken mich irgendwie ausgecheckt, (deutsch?), um festzustellen, ob ich bspw. eine kriminelle Vorgeschichte habe o. Aeh.

Das ging noch eine Ewigkeit hin und her. Ich wurde immer zappeliger, weil ich einerseits wieder zu meinem Buero zurueckwollte. Aber andererseits instinktiv merkte, dass ich mich noch verdaechtiger machte, wenn ich noch mehr "nervoes" wirkte. (Dabei hatte ich es nur EILIG!!!!! Und bin von Natur aus UNGEDULDIG, HALLO!!!!!!! Nix "nervoes".)

Dann hat die endlich meinen Receipt (deutsch????) geholt, und war dafuer so lange weg, dass ich nicht mehr sitzenbleibn konnte, sondern aufstand, um mich nach ihr umzusehen, was treibt die nur, wo ist sie, hallo?????

Irgendwann stand ich dann wieder auf der Strasse, God bless.

WAS!WAR.DENN..... DAS???????????????????!!!!!!

Sowas ist mir in meinem Leben noch nicht passiert. Ich komme mir dreckig und beschaemt vor. Immer noch. 2 Stunden spaeter. Dabei bin ich vollkommen unschuldig.

Vielleicht war das Ganze vollkommen ohne Hintergedanken. Vielleicht wollte sie nur die Schalter-Angestellten entlasten. Einem Kunden gegenueber zuvorkommend sein? Selber nicht untaetig wirken, falls ihr Chef guckt. Aber irgendwie glaube ich nicht daran. Der war ich aus irgendeinem Grund suspekt. Ich habe ein sehr feines Gefuehl fuer so was.

:-O

Tuesday, December 1, 2009

Besser spaet als nie...

Mir wird aus gegebenem Anlass mal wieder bewusst, wie bloed es von mir war, nicht schon vor mind. 2 Jahren einen eigenen Blog wie diesen hier zu fuehren.

Stattdessen habe ich munter auf Disy weitergeschrieben - immer mehr - und mich dadurch Zensur, Trollerei, und weiss der Teufel was noch allem ausgesetzt.

Am Schlimmsten war die Zensur. Trolle kann man ignorieren, aber Zensur nicht.

In anderen Worten, ich habe die Kontrolle fuer meine Schreibe anderen ueberlassen, welche diese z. T. mit Wonne ausnutzten. Was wiederum dazu fuehrte, dass gewisse Dinge mit der Zeit eskalierten.

Die Herrschaften, die mich auf Biegen und Brechen mundtot machen wollten (Renate Blaes und Heike Schubeck, die Gutmenschen vom Dienst), beschraenkten sich nicht auf Schreibe von mir, welche sich direkt auf *sie* bezog. Was man ja noch haette verstehen koennen, und worauf ich mich sogar temporaer einliess. Irgendwann bot ich ihnen sogar einen Waffenstillstand an nach dem Motto: Ich ziehe Eure Namen nicht mehr ins Laecherliche, und im Gegenzug hoert ihr auf, Dinge von mir zensieren zu wollen, die nichts mit Euch persoenlich zu tun haben.

Aber sie wollten mehr. Sie wollten nicht ruhen, bis mir jegliche Plattform entzogen wird.

Ermutigt durch einen oder zwei Erfolge, erweiterten sie ihren Gutmensch-Radius. Schrieben Disy an, weil ich mich ueber Krankheiten lustig machte, und sonstige heilige Tabuthemen auf die Schippe nahm: Ich waere verletztend, beleidigend, bla bla bla. Obwohl ich mich in diesen Faellen gar nicht auf bestimmte Personen bezogen hatte, sondern mich ganz allgemein ueber gewisse Bravweiber-Themen lustig machte. Alle moeglichen hochheiligen Aspekte des Bravweiberseins in den Dreck zog, um es genau zu nehmen.^^ Man drohte Disy sogar mit rechtlichen Folgen, wenn ich nicht umgehend mundtot gemacht wuerde.

Irgendwann wurden diese Flehungen nach Zensur nicht mehr erhoert von der Disy Redaktion, und der Zivilcourage-Verein fing selber an, die Sache in die Hand zu nehmen: Vergruben meine Eintraege (wenn sie meine Unverschaemtheiten schon nicht zensieren lassen konnten, konnten sie wenigstens dafuer sorgen, dass niemand sie jemals zu Gesicht bekommen wuerde). Sie schrieben unter zig Nicks Trolleintraege. Jeder wusste, wer die Herrschaften waren. Viele standen auf meiner Seite, aber es wurde veranlasst, dass auch deren Kommentare zensiert wurden. Dann war Disy weg (ich werde nie beweisen koennen, ob die selben sauberen Herrschaften damit etwas zu tun hatten oder nicht...).

Ich machte endlich meinen eigenen Blog auf. (Vor einem Jahr hatte ich schon mal kurz einen, hoerte mit dem allerdings wieder auf, und ging aus mir inzwischen unerklaerlichen Gruenden zu Disy zurueck.)

Kurz nachdem ich diesen Blog hier angefangen hatte, steigerten sich die Zensurversuche gegen mich auf den Brigitte.de Blogs. Wo ich es wage, manchmal zu kommentieren, und nicht selten auch kontroverse Diskussionen irgendwie loszutreten.

Der Punkt ist.... ich haette die ganze Zensiererei bei Disy (durch welche so Manches erst losgetreten wurde) vermeiden koennen, haette ich schon damals meine Erguesse stattdessen in einem eigenen Blog abgegeben. Dort kann man mich naemlich nicht zensieren, und gewisse Feindschaften waeren gar nicht erst so eskaliert, bzw. erst entstanden. Denn ich bin ein Mensch, der sich wehrt. Die meisten schleichen irgendwann davon, wenn sie merken, hier oder da bin ich nicht willkommen. Ich komme dann erst richtig in Fahrt. :)

Lange wollte ich keinen Blog. Der Grund war schlicht, dass er abgehackt und zusammenhanglos erscheinen wuerde, weil meine ganzen Hintergrundzusammenhaenge eben an anderen Stellen standen, z.g.T. eben bei Disy. Inzwischen merke ich, dass DAS eigentlich gar kein so grosses Problem gewesen waere. Denn nun fuehre ich diesen Blog hier schon seit ca. 4 Monaten. Und das Abgehackte, Zusammenhanglose, das ich befuerchtet hatte, ist vielleicht am Anfang so, aber mit der Zeit ist das zunehmend weniger ein Problem. Bei "chronischen" Themen fliesst die zum-Verstaendnis-notwendige Hintergrundinfo nach und nach automatisch mit ein. Und ich poste mittlerweile Vieles, wozu Hintergrundinfo ueber meine gesamte Lebensgeschichte gar nicht noetig ist, das Thema trotzdem Sinn macht. (Nicht unbedingt gefaellt, aber Sinn macht, anstatt aus dem Zusammenhang gerissen herueberzukommen.)

Jetzt erkenne ich - besser spaet als nie - wieviel Scheisse ich mir haette ersparen koennen, wenn ich schon vor Jahren meine Erguesse im eigenen Blog abgegeben haette. Dann waeren meine ganzen lustigen Verarschungen bspw. auch noch irgendwo da, in uralten Archiven. Aber solche stelle ich ja mit der Zeit wieder her. Jetzt kann mich ja keiner mehr zensieren. Und auf den Bri Blogs werde ich ebenfalls weiter kommentieren (und dabei nebenbei diesen Blog verlinken). Auch wenn es dort weniger und weniger Interessantes zu kommentieren gibt. Aber wenn ich weniger dort bin, dann aus dem Grund, dass es dort zunehmennd langweiliger zugeht, NICHT weil ich zensiert wuerde. Blockieren kann man mich naemlich auch dort auf die Dauer nicht, was ich wohl ausgiebig genug bewiesen habe.

Und es soll mal einer versuchen, auf einem amerikanischen Blog-Anbieter (naemlich diesem hier - Blogspot), mit einer deutschen Sensibilitaet ueber "Beleidigungen", "Stalker"eien, und Co., meine aus hiesiger Sicht harmlosen Veraeppelungen zensieren zu lassen. Da beisst Ihr naemlich auf Granit.:)

Einfach eigenen Blog einrichten.

Ja.

Das haette ich von vornherein machen sollen.

Thursday, November 26, 2009

Mit jedem Betrachten haesslicher... :(

Ich ueberlege mir gerade, ob ich dieses Bild von mir (Sau, 46) wieder entfernen soll. Da sah ich ja wirklich uebelst aus. Aller-uebelst. Je oefter ich es sehe, umso schlimmer kommt es mir vor. Das ist ja fast noch uebler, als das Bild aus meiner *vollkommenen* Fettsau-Phase von eineinhalb Jahren vorher. WAS hatte ich mir nur dabei gedacht, als ich an dem Morgen gerade DIESE Klamotten ausgesucht hatte???

Nein, SO sah ich in Wirklichkeit nicht aus. Ich habe auch noch andere Bilder aus der Zeit, an denen man deutlich erkennt, dass ich ziemlich schoen war, auch wenn ich noch 10 Pfund mehr wog als heute (weil die Total-Abspeckung eben noch nicht vollkommen gelaufen war). Und die entsprechenden Reaktionen, die ich von der Umwelt bekam (von Neid, ueber "Jugendwahn"-Gejammer, bis hin zu sehr netten Komplimenten war alles vertreten) habe ich mir ja nun auch nicht eingebildet. Diese besseren Bilder werde ich bei Gelegenheit mal reinstellen. Na ja, nicht alle. Aber so eins oder zwei.^^

Auf diesem Bild sah ich so richtig typisch-mittelalterlich aus. So habe ich in Wirklichkeit noch niemals im Leben ausgesehen. Es ist noch nicht mal das Uebergew... (oh, Verzeihung, "NORMALGEWICHT"^^), was mich da so haesslich macht. Es ist dieser insgesamt so MITTELALTERLICHE Look. Wie eine Lehrerin oder so was. So erwachsen und wuerdevoll, so wie eine, die sich wahrscheinlich ganz vernuenftig und altersgerecht mit den Erwachsenen ueber Vorsorgeuntersuchungen und solchen Scheiss unterhalten wuerde, *kotz*, anstatt immer vorneweg zu rennen, auch den Berg rauf im Wald, und mich ueber die lahmarschigen Alten lustig zu machen. Ja, das hat Spass gemacht. :-D Auch wenn man mir diese Art auf *dem* Bild partout nicht ansieht.

Nun ja, ich koennte noch lange ueber den Look, der da herueberkommt, staenkern. Aber mein Punkt ist, ich wuerde es gerne entfernen. Was ich grundsaetzlich nicht gern mache, wenn nicht gerade ein ganz, ganz zwingender Grund besteht (z. B. ich habe in einem momentaeren Frustanflug zu viel Persoenliches preisgegeben, oder etwas geschrieben, was ich eigentlich nicht so meinte, kommt auch mal vor, man ist ja schliesslich nur ein Mensch.) Erstmal muesste ich bei Entfernung des Bildes natuerlich den gesamten Eintrag entfernen, weil er ohne das Bild keinen Sinn mehr macht. Und den finde ich eigentlich recht witztig. Trotz allem. Und den naechsten muesste ich ebenfalls loeschen, weil er sich auch noch auf das selbe Thema bezieht, und dann keinen Sinn mehr machen wuerde.

Ich entferne Dinge nicht gern. Leute, die das machen, sind mir unsympathisch. Leute, die sich verstecken, kann ich nicht ab. Na ja, ein bischen kann ich sie schon ab. Denn sie liefern mir immer mal wieder Stoff fuer Verarschungen und "Aufdeckungen" aller Art.^^ Aber das ist ein anderes Thema. Die Frage ist: Sollte ich so ein Verstecker-Verhalten jetzt selber an den Tag legen, indem ich etwas loesche, was schon zwei oder drei Tage da steht, und zig mal gesehen/angeklickt wurde? Eher nicht, nein.

Ich werde es wohl stehen lassen (irgendwann wird es nicht mehr auf der Vorderseite stehen, zum einen), und demnaechst ein paar *schoene* Bilder von mir aus der Zeit herauskramen (die meisten sind auf Papier, muessen mit dem Handy abfotographiert werden, was die Qualitaet noch zusaetlich schlecht macht). Als Gegenmittel sozusagen. Denn dazu, wie ich DA ausgesehen habe, dazu stehe ich nicht. Das ist jemand anders. So sehe ich nicht aus. (Meine ganzen Fans hier wissen das, denn sie haben meine ganzen aktuellen Bilder von den letzten paar Monaten gesehen. Aber es kann nicht schaden, es trotzdem noch mal zu betonen.)

*Das* ist eine mittelalterliche, "normalfigurige" (pfui!!) alte Schachtel. So habe ich in Wirklichkeit nie im Leben ausgesehen. So haette ich mich naemlich nicht ausser Haus blicken, geschweige denn fotographieren, lassen!

Oder vielleicht ist es auch einfach nur ein grottenschlechtes Bild. Das kommt ebenfalls mal vor. Abhaken. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich jedenfalls was anderes. Vier Jahre aelter jetzt, sehe ich mindestens 10 Jahre juenger aus, als auf *dem* Bild. Wie schon mal irgendwo gesagt: Ich leide nicht an "Aelterwerden", sondern werde immer juenger.^^

Edit/Nachtrag: Ich weiss noch, dass ich zu dieser Zeit immer bewusst versucht habe, NICHT zu laecheln auf Bildern. Ich dachte, "Gegrinse" liesse mich irgendwie aelter erscheinen. Natuerlich hatte ich eine Meise damit, denn wie man auf meinen heutigen Bildern erkennen kann, gibt es nichts Jung-machenderes (ausser einem straffen Koerper, ha-ha), als ein positver Gesichtsausdruck. Wie ein Beknackter grinsen muss man ja gar nicht. Sondern eben schlicht nicht vollkommen verkrampft dastehen. Allerdings liegt es natuerlich auch am Fotographen, wie man auf dem Bild aussieht. Wenn er stundenlang mit der Kamera herumfummelt, bevor er endlich aufs Knoepfchen drueckt, ist man irgendwann endgueltig verkrampft. Dass man wie zum Erschiessen in einer Reihe aufgestellt ist, macht's auch nicht besser. Da geht natuerlich jegliche "Natuerlichkeit" floeten. Das war Muttern's Seite der Familie. Nun denn.

Vattern hat ein paar ganz tolle Bilder von mir gemacht. Am besten geworden sind die, wo er mich ohne mein Wissen getroffen hat, und ich mich daher natuerlich verhalte. Leider hat er sie dann hinterher retouchiert, damit ich "nicht so blass aussehe" ^^ Ja, Leute, diesen Komplex hat er nie abgelegt. Ich haette mich nicht gewundert, wenn er mich auch wieder vor die Hoehensonne haette setzen wollen^^. Aber ich glaube, selbst bei Vattern ist irgendwann angekommen, was man inzwischen ueber Hautkrebs-Vermeidung weiss...

Tuesday, November 24, 2009

Werde ich das raffen?

Gerade dachte ich mir: So jetzt ist kurz vor Mitternacht. Muss jetzt bald die Leiter hinaufklettern, ins Bettchen. Dann gucke ich auf die Uhr, und es ist gerade mal halb neun. Ja, wie denn jetzt????? Wie kann es nur SO FRUEH SEIN, und trotzdem schon STUNDENLANG DUNKEL SEIN??? Geht das?

So.

Ich werde mir jetzt erst mal eine Pizza bestellen...

Wenn das jetzt monatelang so weiter geht (und das wird es, denn die Natur ist gnadenlos), kann ich mich ja auf was gefasst machen. HALLO, "Normalgewicht"!

PS. NEIN, das darf nicht passieren! Vor zwei Jahren bin ich im Winter aus genau diesem Grund (Dunkelheit) fett geworden. Gut, nicht so fett, wie in meiner "richtigen" Fettsau-Phase. Dafuer habe ich einfach die Gene nicht. Das war hormonbedingt. Aber immerhin habe ich im Fruehjahr 2008 150 am. Pfund gewogen. War schnell wieder weg, aber trotzdem. Das Handy liegt neben mir. Rufe ich den Pizzadienst jetzt WIRKLICH an, obwohl ich um die Folgen weiss!?!

Ich schaffe es. Ich bin stark. Ich sehe mir das Bild an, das ich heute im Buero von mir gemacht habe. Menno, ich sehe GUT aus. Will ich das WIRKLICH aufs Spiel setzen?

Monday, November 23, 2009

Ein weiterer Grund, den Winter zu hassen

Wenn man Schlabberkamotten traegt, ist man "ungesund duenn". Wenn man figurbetonende Klamotten traegt, ist man "fett". Irgendwie ist es im Sommer - mit weniger Klamotten - viel einfacher sich so zu zeigen, wie man ist. Dann kommen komischerweise keine duemmlichen Bemerkungen. Egal in welche Richtung.

Sunday, November 22, 2009

Keine Dumpfbacke

Wie schaffen es andere Leute nur, dass sie gar nicht zu merken scheinen wenn es immer stockdunkel ist? Die machen einfach mit ihrem Leben weiter, als waere nichts. Aber das sind halt alles Dumpfbacken. Abgestumpfte Trottel, die schon ihr Leben lang dermassen fremdbestimmt sind (und ich mache mir Gedanken, ICH waere fremdbestimmt, nur weil meine Arbeitszeit bis 5 Uhr dauert - HA! ... geht's noch), dass sie ausser ihren "VERPFLICHTUNGEN" gar nichts mehr wahrnehmen. So entfernt von jeglichem inneren Instinkt, jeglichem URGEFUEHL, dass sie vollkommen verloren waeren wenn sie ploetzlich dazu verdonnert wuerden, auf ihr inneres Selbst zu hoeren und nicht nach aussen zu gucken zur Bestaetigung wegen jedem Scheiss.

Solche Leute sind natuerlich auch nicht mehr mit der Natur verbunden, werden nicht von ihr beinflusst. Egal auf welche Art. Denen gehen saemtliche Jahreszeiten am Arsch vorbei, ausser wenn die Medien sie mal wieder daran erinnern, dass jetzt gerade Feiertag X oder Y feste gefeiert werden muss. Dann heisst ploetzlich "ach, es ist ja schon wieder X Monat, WO IST NUR DIE ZEIT HIN!" Und merken nicht, dass sie nur saudumme Schafe sind, die sich von Kapitalismus manipulieren lassen, der sie absichtlich bloed und merkbefreit haelt.

Ja. Solche Leute merken nichts mehr. Die merken nicht, ob es hell oder dunkel oder Tag oder Nacht oder April oder November ist. Oder 2002 oder 2009. ("Ach ja, diese Sache da mal vor 2 Jahren..." wenn's in Wirklichkeit 7 Jahre her sind.)

In diesem Sinne sollte ich mich vielleicht gluecklich schaetzen, dass mir die Dunkelheit zu schaffen macht. Dass es mir im Winter keine Freude macht, abends "Spass" zu haben, oder was Konstruktives zu tun, und gar nicht zu merken, dass es draussen dunkel ist. Weil mein Leben doch SO VOLL IST, hurra und hallelujah, DASS ICH DAS GAR NICHT MERKE! Man hat ja so viel um die Ohren, da faellt einem GAR NICHT WEITER AUF wie's draussen aussieht *rennrennrenn* *arschkriecharschkriecharschkriech*. Und irgendwann mal ins Grab steige, und mich wundere, wo die Zeit hin ist.

Nein, das brauche ich nicht wirklich. So wuerde ich nie und nimmer sein wollen.

Mir gefallen die positiven Aspekte davon, keine massengerechte Dumpfbacke zu sein, also warum nicht wohl oder uebel halt auch die negativen Aspekte akzeptieren?

Ich bin nicht von der Gesellschaft verdorben. Ich bin noch naturverbunden. Das ist doch im Grunde eine gute Sache. Lebe voll bewusst. Es gibt schon einen Grund dafuer, warum viele Tierarten Winterschalf halten. Ich wuerde auch gern Winterschlaf halten. Ich wurde halt nie voll sozialisiert fuer die Gesellschaft, schaute schon immer mehr oder weniger mit einem kritischen Auge von aussen zu. Und um diese Jahreszeit ist es halt "mehr". Gut. Schoen. Lieber leide ich mal ein paar Monate, als dass ich so werde, wie "die".

PS. Jetzt ist es endlich vollkommen hell geworden, und ich kann das wunderschoene Morgenlicht und die damit einhergehende RUHE in vollen Zuegen geniessen. Waehrend die Dumpfbacken der Welt noch ihren Samstagabend-Rausch ausschlafen, und das Tageslicht verpassen. Aber denen macht es nichts aus, den Tag zu versaeumen. Denn ihre Planung fuer das, was dann noch vom Tag uebrigbleibt, ist in keinster Weise von natuerlichem Licht abhaengig. Menno, manchmal sind Idioten doch zu beneiden, oder?