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Friday, July 16, 2010

WAS findet sie an mir??? :-O

Zierlich, durchtrainiert, klein, schlank, 44. Schulterlange natuerliche Locken. Eigentumswohnung im Greenwich Village. Fotografin von Beruf.

Meine neue Liebe.

Na ja, was ICH an IHR finde, ist wohl offensichtlich. ;)

Aber was findet sie an mir?

Wir hatten schon heisse Debatten, dass ich angeblich nicht "wirklich lesbisch" bin, weil ich diese Seite von mir erst mit Mitte 40 entdeckt habe. Waehrend sie es schon lebenslang ist. Na ja, zumindest seit dem Teenager-Alter ;)

Das ist der eine Punkt, der ein bisschen betruebt. Nur ein bisschen, denn sie gibt mir eine Chance.

Ich finde mich schlabberig, alt, und haesslich, und sie findet mich trotz meiner begrenzten Erfahrung "hot". Um 10 treffen wir uns. Erst gehen wir essen, und dann.......

;)

Meine neue Liebe.

Ob ich das am Leben erhalten kann?

Ich wuensche es mir so sehr.

Wir kennen uns erst seit etwa 6 Wochen, und sind seit 2 Wochen ..... ein Paar?????

Nie bin ich mir mehr sexy vorgekommen. Noch nicht mal, als ich Anfang 20 verheiratet war. Mit einem Mann.... :-OOO

PS. Das gehoert EIGENTLICH nicht zu den Dingen, ueber die ich normalerweise HIER schreibe. Also nicht wundern, falls es wieder verschwindet...Dies war jetzt mal wieder die echte hsm - kurz aus dem Buddha-Modus ausgetreten. Bin ja schon wieder dort. Ommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm.....

Monday, June 21, 2010

Der laengste Tag des Jahres

Gerade - von draussen (widerwillig) reinkommend - aufgefallen: Es ist halb neun, und immer noch hell.

Ich liebe, LIEBE, LIIIIIIIIIIIIEBE den Sommer!

Sogar wenn's dunkel ist, ist's schoen im Sommer. Zumindest, solange man im Freien ist.

So, das musste jetzt mal raus. Im Winter kann ich ja auch ueber die Dunkelheit meckern... Wenn man nur im November noch vom Juni zehren koennte....

Sunday, March 28, 2010

Vertrauen?

Ich habe fast Angst, es zu denken, und hoffe, dass ich mich nicht versuendige jetzt, indem ich es tatsaechlich schreibe, oder dass ich durch solche Unbescheidenheit ein Unglueck herbeifuehre.

Aber.... ich komme mir fast wieder normal vor. Nein, es wird nicht anhalten, und nein, ich mache mir sicher etwas vor, aber irgendwie glaube ich, dass die Krise zumindest im Moment vorbei ist. Nachdem ich heute morgen die Company mit klopfendem Herzen gegoogelt habe (deren voller Name wurde erst durch die Info wo wir jetzt die Miete hinschicken bekannt, lief ja alles nur ueber die Anwaelte), erkannte ich ein paar Sachen ueber die, die sie jetzt eigentlich nicht als soooooo bedrohlich erscheinen lassen. Und auch Einiges, was erklaeren wuerde, warum sie sich angeblich auf Bedingungen einlassen wuerden, wo (zumindest erst mal ein paar Jahre lang) kein Profit fuer sie drin waere. Will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, um die Privatsphaere aller Beteiligten zu wahren. (Wenn ich den Namen der Management Company nennen wuerde, waere es fuer einen gewitzten Menschen eventuell moeglich, dadurch eventuell ueber zig Umwege noch andere Dinge "herauszufinden". (Sooo viele Haeuser haben die naemlich gar nicht.) Dass so was geht, weiss ich aus Erfahrung. Meine zahlreichen Verarschungsopfer sollen ja inzwischen angeblich eine Supportgruppe gegruendet haben, habe ich mir sagen lassen^^.)

Also obwohl ich gestern noch ziemlich zerschlagen und vergruebelt war, keinen Bock auf nichts hatte, scheint sich die Wolke ueber Nacht irgendwie geliftet zu haben. Ich bin mit anderen Dingen beschaeftigt, grueble nicht mehr, und ertappe mich sogar dabei, dass ich mich auf den Fruehsommer freue, und zwar uneingeschraenkt, ohne den fuerchterlichen Hintergedanken "wer weiss, wo ich bis dahin bin, was bis dahin ist... bla bla bla".

Kann es wirklich sein, dass ich seelisch zur Ruhe komme? Dass mein groesstes Problem wieder die alten Schachteln im Job sind, und ich ohne Existenzaengste mein Leben leben darf? Mal wieder lachen und albern sein darf? Leichtigkeit empfinden darf?

Kann das wirklich sein?

Oder bin ich groessenwahnsinnig geworden weil mein verwoehntes Selbst offenbar mal wieder mit dem Schrecken davongekommen ist, und DAS grosse Unglueck (wie auch immer es geartet sein mag) lauert gerade um die Ecke?

Ich warte schon auf den Tag, den Moment, wo ich einen Eintrag mit dem Titel "zu frueh gefreut" verfasse...

Wednesday, January 27, 2010

Gedanken zum Mittwoch

Seit gestern abend geht mein Computer wieder. Gott, ich liiiiiebe dieses Keyboard! :)

Seit Samstag Morgen habe ich keinen Eintrag mehr geschrieben, und jetzt ist Mittwoch? So lange habe ich bis jetzt nur zweimal "Pause" gemacht - als ich nicht mehr in den Blog kam im Sommer damals, und waehrend der Weihnachts"ferien", wo ich so mit "Leben" beschaeftigt war, dass ich gar keine besondere Lust hatte, vorm Computer abzuhaengen.

Obwohl ich wieder Internet an meinem Computer bekomme, fehlt mir im Moment die Kreativitaet, irgend etwas Sinnvolles zu schreiben, und sei es nur Gemecker ueber Frau Z. Und da gaebe es genug, ich koennte eigenen Frau-Zipperlein Blog einrichten, im Ernst. Ihre Sprachverschandungen allein, ihre "Lebensweisheiten", ihre Arztgeschichten, und neuerdings ihr Hund - eine endlose Quelle von Stoff^^. Und auf der weniger witzigen Seite - ihre Arschkriechereien im Job, die dann natuerlich auch von mir erwartet werden, die ich aber nicht zu liefern bereit bin, weil sie mir die Seele abdruecken. Ja, darueber koennte ich viel schreiben. Wenn ich es in meinem ueblichen humorig-schnodderig- ironischen Ton taete, wuerde es moeglicherweise sogar meine Stimmung aufhellen.

Ich fuehle mich aber dieser Tage nicht sonderlich inspiriert. Die Winter-Depression und die Job Misere haben im Moment irgend etwas in mir abgetoetet. Ich hoffe, dass das nur temporaer ist. Es ist noch nie vorgekommen, dass ich selbst zum Meckern keine Lust habe.

Ja, der Fruehling kommt. Aber neuerdings habe ich eine ganz neue Macke. Mir ist naemlich in letzter Zeit zunehmend aufgefallen, dass im Fruehling immer Leute entweder sterben, oder mit etwas Schrecklichem diagnostiziert werden. Das sind so viele Faelle, das ist schon auffallend. Warum immer im Fruehling? Gerade wenn das Leben wieder zurueckkommt von der Winterstarre? Eine Zeit, die eigentlich Hoffnung versprechen sollte, nein? Aber es ist keine Garantie. Nur weil man es durch den Winter schafft, hat man keine Garantie, dass die Energie, das Leben wieder kommt. Vielleicht wird man im Fruehling sterben. Oder die toedliche Krankheit wird endlich festgestellt werden. Vielleicht passiert irgend etwas, wo man zum Arzt muss wegen einer Sache, und das Todesurteil kommt dann so ganz beilaeufig, wie nebenbei: "Sie, das da sollten sie mal abchecken lassen". Verdient haette ich es ja. Ich misshandle meinen Koerper seit Jahrzehnten. Mal mehr, mal weniger. Ja, ich haette es verdient.

Ja, das sind meine Fantasien dieser Tage. Als ob meine depressive Stimmung noch einen neuen Komponenten braeuchte. Aber da ist er. Und er wird auch nicht weggehen. Warum sterben(bzw. werden als krank diagnostiziert) ausgerechnet im Fruehling so viele Leute? Wird es mir auch so gehen? Warum jammere ich ueber Scheiss, und freue mich nicht einfach darueber, am Leben zu sein? Warum glaube ich nicht meinen eigenen Beteuerungen, dass ich im Grunde nur eine undankbare, depressive alte Schachtel bin, die auf hohem Niveau jammert, und der wie einem ungezogenen Kind mal ordentlich der Hintern versohlt gehoert? Warum denke ich neuerdings immer: "Was ist, wenn meine Aengste vor Krankheit mal wahr werden?"?

Gestern habe ich spontan eine Spende nach Haiti gemacht, und danach ging es mir ein bischen besser. Mal an andere denken. Vielleicht ist das das ganze Geheimnis? Apropos Haiti - das waere doch fuer Renate der ideale Empfaenger fuer das "gewisse" Geld gewesen, oder? Wenn sie noch ein paar Tage gewartet haette. Aber das kann man ja nicht kommen sehen, ne?

Thursday, January 21, 2010

Wenn's so weit ist, erloese mich!

Ich habe immer angenommen, dass ein langes Leben ganz selbstverstaendlich etwas ist, was angestrebt werden soll. Aber so langsam bekomme ich Zweifel. So langsam wuensche ich mir, dass mich der liebe Gott erloest BEVOR bei mir die ersten Alterszipperlein eintreten, wann auch immer das ist. Vielleicht bekomme ich solche ja auch nie, ich habe ja gute Gene, und damit waere das Thema sowieso erledigt. Aber ich weiss, dass ich es nicht gelassen hinnehmen werden koenne, ploetzlich irgendwelchen Einschraenkungen gegenueberzustehen. Sagen wir mal, sich nicht mehr so bewegen zu koennen wie normal. Ein besseres Beispiel faellt mir im Moment nicht ein.

Mit Einschraenkungen kann ich nicht umgehen. Wenn etwas ploetzlich nicht mehr so flutscht, wie ich es gewoehnt bin, bekomme ich einen Wutanfall. Im Grunde finde ich das gut. Das zeugt davon, dass mein inneres Kind immer noch auch mein aeusseres Kind ist, und dass ich von der hochgelobten "Gelassenheit" weitest entfernt bin. Ich will was ich will und wie ich es will, und zwar JETZT!

Nein, mit dieser Einstellung wuerde ich keine gute mittelalterliche/alte Person hergeben! Und das ist auch gut so. Leute, die in Wuerde und Gelassenheit alles hinnehmen ("ich kann XY in meinem Alter halt nicht mehr so", und das von Leuten, die nicht etwa 90 sind, sondern IN MEINEM ALTER!)) sind mir suspekt. Kennen die keinen Frust ueber ploetzliche Ausbremsung? Oder ist der Frust nur so tief verborgen, dass sie selber nicht mehr wissen, dass sie diese Option ueberhaupt haben? Erst mal wuerde ich irgendwelche Zipperlein so lange es geht fuer mich behalten, sie nicht an die grosse Glocke haengen, sondern sie uebertuenschen.

Als meinem Opa gesagt wurde, dass er nicht mehr so essen kann, wie er will (scharf, gewuerzt, deftig), legte er sich innerhalb einer Woche hin und starb. Die Ankuendigung, dass er nicht mehr als vollwertiger Mensch mit Menschenwuerde leben koennte - damit kam er nicht zurecht. Mitte 60 und nur noch Gesundheitsfrass fuer die naechsten 30 Jahre???? Damit verlor er den Willen, zu leben. Denn er hatte seinen Stolz.

Und ich habe auch meinen Stolz. Ich weiss, dass uns nicht mehr aufgebuerdet wird im Leben, als wir ertragen koennen. Mein Opa haette mit seinem Stolz ein eingeschraenktes Leben nicht ertragen koennen. Darum wurde er von dieser Menschenunwuerdigkeit erloest. Und ich habe seine Gene. Ich bin genauso. Wenn bei mir mal irgendwann etwas nicht mehr so geht, wie es soll, dann weg mit mir, und hoffentlich sanft, denn ich bin ein Feigling, und privat im Bett oder so (wie mein Opa), denn oeffentliches Sterben ist ebenfalls nicht menschenwuerdig, der ultimative Kontrollverlust.

Wednesday, January 13, 2010

Kotz

Ich hasse den Januar, ich hasse die Saukaelte, ich hasse die unterschwellige Giftatmosphaere und neue Bevormundung beim Job. Ich hasse, dass die halbe Arbeitswoche noch vor mir ist, und ich hasse, dass ich so denken muss, wo mir doch die Zeit wertvoll ist, und ich sie mir nicht herumwuenschen sollte. Ich hasse, dass ich im Moment nicht aus dieser Situation herauskomme. Oder vielleicht nie mehr. Ich hasse, dass alles, was im Leben kotzig ist, im Winter schlimmer wird als sonst. Ich hasse die Wetterlage hier: Nichts als eisiger Wind, aber keinen Schnee, Saukaelte ohne Belohnung.

Ich hasse die Vermummung, die total verunstaltet, und ein Sauaufwand ist jedesmal wenn man raus will/muss. Man kann sich nur plump bewegen, und mit Handschuhen geht die Feinmotorik floeten. Geld aus der Tasche kramen? Oder die Fahrkarte? Eine Risenaktion. Ich hasse es, wenn ich mir gegen den eisigen Wind die Muetze tiefer ins Gesicht ziehe, und mir dabei das IPod-Kabel aus den Ohren zerre, weil ich durch die Handschuhe kein Gefuehl fuer das duenne Kabel habe. Und ploetzlich die Musik weg ist.

Ich hasse im Moment alles. Ich hasse, dass andere Leute das alles nicht sooooo schlimm finden ("geht doch jedem so..... bla bla blaaaaaaaaaaaaaaaa"). Da komme ich mir immer so alleine vor. Wie gerade auf dem Buero sowieso. Ich koennte VERSUCHEN, zu erklaeren, dass die selbe Sache, die von einem mit einem Schulterzucken hingenommen wird, den anderen am Boden zerstoert, dass WIR NICHT "ALLE GLEICH" SIND, und die Umstaende nicht "fuer alle gelten", sondern an den Einzelnen angepasst werden muessten (beim Wetter geht das nicht, aber bei vielem anderem im Leben wo man mit diesem Spruch abgespeist wird). Ich koennte es, aber ich wuerde auf leere Blicke stossen.

Nein, mich kotzt im Moment alles an. Wenigstens bin ich diesen Winter ncoh nicht fett geworden (noch genau das gleiche Gewicht wie im Oktober), und auch die Raucherei ist stark reduziert. Ansonsten fuehle ich mich im Moment wenig inspiriert, habe auch weniger Lust, hier zu schreiben.

Aber die naechsten Verarschungen werden kommen. So sicher, wie das Amen in der Kirche.^^ Ich weiss ja, was mein Publikum will. Schneefotos vom Central Park wurden kaum mit dem Arsch angesehen. Aber Verarschungseintraege von vor 2, 3 Monaten werden immer noch gezielt gesucht unter allen moeglichen Stichwort Kombinationen. Dass man freundliches Geplauder will, wird an anderen Stellen vorgegeben, erzwungen, dabei weiss man doch, was die Herrschaften wirklich interessiert. Ist ja auch nix Schlimmes dran, wenn sie es nur zugeben wuerden. So bald es spannend wird, erzwungen das Thema wechseln, und dann so tun, als ob man DAS - das Oberflaechliche - WIRLICH hoeren will. Aber dann hintenrum.... Ist doch ueberall das selbe.

Wie gesagt, ich habe im Moment keine Lust, zu schreiben. Ausserdem sollen die letzten zwei Eintraege gerne noch ein bischen weit oben stehen bleiben. Die sind naemlich wichtig.:)

Saturday, January 9, 2010

Was hab ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht???

Mir geht eine Sache von gestern nicht aus dem Kopf. Vielleicht tut sie das endlich, wenn ich sie hier aufschreibe.

Mir wurde schon frueh im Leben klar, dass ich nicht "gesellschaftstuechtig" bin. Schon als Kind passierte es mir oft, dass auf etwas was ich tat/sagte, was mir vollkommen normal/neutral vorkam, heftigst reagiert wurde. Nach dem ersten Schreck zog ich mich verletzt zurueck. Irgendwann ging ich dazu ueber, absichtlich die Leute zu schockieren. Machte mir einen Spass daraus. Das habe ich bis heute beibehalten. Allerdings kommt es auch manchmal noch vor, dass ich irgendetwas aeussere, auf das eine uebertrieben heftige Reaktion kommt, und ich wieder/noch genauso verbluefft bin, wie das kleine Kind von vor 40+ Jahren. Und mich verletzt und schockiert frage: "Was habe ich denn GETAN?!?" Gestern ist das mal wieder passiert.

Kollegin G. brachte gestern einen Kaesekuchen aufs Buero. Auf den wurde sich von den Schachteln gestuerzt, als haetten sie monatelang nichts mehr zu essen bekommen. (Es war kurz *nach* der Mittagspause...). Ich schaute dem Treiben fasziniert zu. Selber nahm ich keinen, denn ich mag Kaesekuchen nicht. Schlicht und ergreifend. Auch wenn ich es taete - ich war noch vom Mittagessen satt.

Innerhalb von ein paar Minuten war die Kuchenplatte zu mind. dreiviertel leer. Es lagen noch so zwei einsame Stueckchen Kuchen darauf herum. Und Kruemel. Viele Kruemel. Ploetzlich fiel mir ein, dass Kollegin G. letztens ja schon mal Naschereien mitgebracht hatte. Naemlich vor ca. einem Monat eine Riesenplatte mit getrockneten Fruechten. Bunt gemischt und mundgerecht geschnitten. Die Fruechte gingen damals sehr zaeh - der Teller wurde 3 Tage lang immer wieder herausgeholt, und dann war immer noch was uebrig, was dann letztenendes im Muell landete. Die alten Schachteln guckten sich die getrockneten Fruechte kurz und voller Argwohn an, und gingen dann uninteressiert weiter. Ich stellte zu der Zeit wiederholt fest: "Wenn da jetzt ein Teller mit Schokoladenkram stehen wuerde, waere der innerhalb von ein paar Minuten verschwunden." Sogar der Chef liess im Vorbeigehen eine aehnliche Bemerkung fallen, und ich sagte: "Ganz genau. Sag ich doch schon die ganze Zeit.", oder so was in der Richtung.

Nun bemerkte ich gestern:

"Der Kaesekuchen verschwindet auf jeden Fall schneller, als die getrockneten Fruechte, die G. letzten Monat hingestellt hatte!"

Eine harmlose, neutrale Beobachtung, aus meiner Sicht. Die jedem, der Augen im Kopf hat, wohl genauso aufgefallen sein muesste...

Dennoch faehrt, nein SCHNAUZT mich Kollegin K. aus heiterem Himmel vor versammelter Mannschaft an: "DIESE BEMERKUNG WAR JETZT ABER VOLLKOMMEN UNANGEBRACHT!!"


Ich so geguckt: :-OOOO

Und so gucke ich immer noch. Was war falsches an dem, was ich gesagt habe? Auf einmal war ich wieder die Fuenfjaehrige, die vor Schreck fast zu heulen anfaengt, weil sie ploetzlich aus heiterem Himmel zurechtgewiesen wird fuer etwas, was sie in aller Unschuld gesagt hat. K. elaborierte: "DU hast ja damals gar keine von den Fruechten genommen!" Erstens stimmt das nicht, und zweitens machte es als Argument im Zusammenhang so gar keinen Sinn.

Ich stammelte nur noch: "Die beiden Sachen wurden ja von ein und derselben Person gebracht (Kollegin G.). Es ist ja nicht so, als ob ich eine Person gegen eine andere negativ verglichen haette...." .

Aber K. hatte schon das Interesse an mir verloren. War abgewandt und redete betont freundlich mit einer weiteren Kollegin. Wie im Kindergarten. Auf eine Antwort auf meine Verwirrung ist nicht mehr zu hoffen. Ich muss bedenken, dass es immer so ist bei denen: Es wird nicht miteinander geredet. Nur ueber oberflaechliche Dinge, Krankheiten, und Leute (hinter deren Ruecken). Wirklich miteinander geredet und Dinge ausdiskutiert wird nicht. Das wird alles sofort abgewuergt, um nach einer Zeit so zu tun, als sei nichts gewesen. Missverstaendnisse offen klaeren - dazu sind die einfach nicht in der Lage. Mit solchen Leuten bin ich den ganzen Tag zusammen. Seelische Krueppel. Darum geht es mir manchmal so schlecht.

Und mir laesst das Ganze keine Ruhe. Ich weiss nicht, was daran so falsch war, froehlich zu bemerken, dass der Kaesekuchen auf jeden Fall schneller verschwindet als ihrerzeit die getrockneten Fruechte. War doch auch so. DARF MAN DAS NICHT SAGEN!?!

Ich gruebele, und bin drauf und dran, mir damit das WE zu versauen. Vielleicht hat meine Bemerkung angeeckt, weil sie implizierte, dass das alle verfressene, fette Saeue sind? Die sich auf Kuchen geradezu STUERZEN, aber Gesundes eher liegenlassen? Touche! Ja, das muss es wohl sein. Wunden Punkt getroffen. Aber wo es stimmt??? Und jemanden WOERTLICH und GEZIELT als verfressene alte Sau bezeichnen, habe ich ja nicht getan. Nur allgemein beobachtet, dass der Kuchen ruckzuck verschwindet, und die Fruechte tagelang herumstanden.

Das beschriebene Essverhalten IST doch auch typisch fuer diesen Verein! Ich brauche nur ans Weihnachtslunch zu denken: Die meisten alten menopausalen Schachteln haben drei (!) gebutterte Broetchen verdrueckt, BEVOR die Vorspeise kam (und den Arugula-Salat und die leckere franzoesische Pilzsuppe natuerlich stehen lassen nach kurzer, argwoehnischer Begutachtung... um sich dann wie die Tiere auf den Hauptgang zu stuerzen). Da waere ICH soooooooo satt gewesen! Ich habe noch kein halbes Broetchen gegessen, und ohne Butter, weil ich mir den Appetit nicht verderben wollte. Nun ja, die Tatsache, dass ich schlank bin, und die alle FETT sind, kommt nicht von ungefaehr. Ich hatte natuerlich nichts gesagt (ausser "da waere bei mir Appetit weg..."), aber meine Blicke muessen wohl Baende gesprochen haben....

Kann es sein, dass Kollegin K. in ihrem Spatzenhirn mal wieder diese Implikation meinerseits reininterpretiert hatte, dass das alles verfressene fette Schachteln sind? (Was ja auch stimmt!) Ein typischer Fall von lang aufgestauten Aggressionen, die ihr eigenartiges Ventil gefundne hatten? Kann es sein, dass sie eben allgemein auf meine Arroganz reagiert hat, und meine Bemerkung nur ein Trigger war?? Ich weiss es nicht. Aber je mehr ich darueber nachdenke, umso wahrscheinlicher kommt mir das vor. Offenbar habe ich mit einer Bemerkung, die mir vollkommen neutral vorkam, mal wieder bei jemandem etwas ausgeloest. Mit 50 wie mit 5. Ich hoere es gerade wieder durch die Jahrzehnte.... 'Na, na, NA!! So was SAGT man doch nicht!" Und bin genauso verwirrt und verletzt wie damals. Und stelle mir die selbe Frage:

Was habe ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht???

Natuerlich aergere ich die Schachteln manchmal mit Absicht, aber das war hier eindeutig nicht der Fall. Ich hatte nur laut gedacht, eine schlichte Tatsache festgestellt: Der Kaeskuchen ist beliebter als die getrockneten Fruechte.

Da fand ich Frau Z.s Bemerkung viel unangebrachter: In wichtitem Ton: "Ich nehme ein Stueck fuer Kollegin L. mit, aber nur ein kleines, DENN L. IST DIABETIKER!" Geschmacklos, anderer Leute Krankheitskram in der Oeffentlichkeit breitzutreten, nur damit man sich selber als informierten Insider darstellen kann. Aber leider typisch fuer Frau Z. DAS hielt ICH fuer unangebracht! Aber sie bekam natuerlich keine Anschiss dafuer...

Der ganze Vorfall trifft mich besonders hart, weil ich mir diese Woche bewusst Muehe gemacht habe, mit denen auszukommen, und von ihnen gemocht zu werden. Was gar nicht so einfach ist, wenn man gleichzeitig auch noch sich selber treu bleiben will... Alles fuer die Katz? Auf jeden Fall ist mir im Moment die Lust aufs Vertraeglich-sein mit denen vergangen.

Sunday, December 6, 2009

Ein Hohn

So, jetzt ist die Sonne weg. Dunkel wird es noch nicht (gsd), dafuer ist es ja auch noch zu frueh, aber schattig ist es auf jeden Fall schon hier in meiner erdegeschossigen "Schlucht".

Ich habe noch einen zaghaften Versuch gemacht, das Zimmer hier IRGENDWIE wenigstens ansatzweise in den Griff zu bekommen. Trotz allem. Haette es mir sparen koennen. Holte mir eine Muelltuete. Hievte zwei Stapel Buecher, welche die Tueren zu einem kleinen Schrank versperrten, auf den Boden. Oeffnete den Schrank, Muelltuete bereit. Warf einen Blick auf die Regale, und sank vor Ueberwaeltigung fast in die Knie. Ich warf die Muelltuete beiseite, und das war's auch schon. Die Tuer habe ich mir noch nicht mal die Muehe gemacht, wieder zuzumachen. Die haengt jetzt offen da, die Papierstapel da drinnen sind wie ein Hohn. Ist mir scheissegal. Das Zimmer ist eh vertruemmert, was kommt's da noch auf eine Kleinigkeit mehr oder weniger an.

Mit dieser "Umraeumungsaktion" habe ich mir das ganze WE verdorben. Gestern die Arbeit an sich, was ja nicht schlimm gewesen waere, haette ich sie wenigstens zu Ende gebracht, und jetzt etwas dafuer vorzuzeigen. Das war EIGENTLICH der Sinn der Sache. Stattdessen habe ich jetzt nichts als einen angefangen Job, der, in totalen Sauhaufen ausgeartet, heute liegen geblieben ist. Und mich dann heute in eine volle depressive "Laehmung" gestuerzt hat.

Ich hatte eigentlich einen Hintergedanken bei diesem Projekt: Ein Projekt (von dem ich hinterher noch nachhaltend was habe) zu starten und zu Ende zu bringen. Wuerde mir Auftrieb, ein Gefuehl von Kontrolle, und Selbstbewusstsein geben in dieser dunkeln Jahreszeit (Dinge, die sich dann erfahrungsgemaess auch auf andere Lebensbereiche ausbreiten wuerden).

Ja, es ist gescheitert, und hat damit genau das Gegenteil verursacht. Ich bin gescheitert, ich bin ein Versager.

Wenn es dunkel wird, kann ich gerade noch die Energie aufbringen, vorm Computer abzuhaengen, und das Web zu surfen. Es ist kein Zufall, dass ich z. B. in letzter Zeit hier immer oefter abends schreibe. Was mir im Sommer nicht in den Sinn kaeme. Dann habe ich naemlich Besseres zu tun in meiner Freizeit.

Ach Scheiss drauf. Scheiss auf alles.

Nachtrag: Ich moechte darum bitten, dass zu diesem Post mal ausnahmsweise keine duemmlichen Trollkommentare kommen. Normalerweise nehme ich die kaum wahr, sind mir sowas von egal. Aber im Moment geht es mir so beschissen, dass das echt der Gipfel der Geschmacklosigkeit waere. Danke. Edit: Troll scheint Alkoholiker zu sein. Das wuerde einiges erklaeren...

Nachtrag 2: Okeeeee, Sohn hat morgen frei, und hat sich angeboten, mal eigenhaendig das Groebste in Angriff zu nehmen wenn ich auf der Arbeit bin und ihn nicht nerven kann^^. Er behauptet, er kann bestimmte (grosse) Moebel umraeumen auch mit dem Saustall auf dem Boden (anheben). Er weiss, wie es aussehen soll, und hat sich ja schon mehrmals in anderen Zimmern (Wohnzimmer, sein Zimmer, Kueche, Flur) mit Talent fuer so was bewiesen. Was er anruehren darf und was nicht von meinem persoenlichen Kruschter weiss er ebenfalls. Ich glaube, es wird mir hinterher leichter fallen, den ganzen nervenden, seelenabtoenden Kleinkram in Angriff zu nehmen. Auch wenn es wie gesagt bis zum naechsten WE warten muss. Das waere dann das zweite WE, das ich mir fuer den Scheiss freihalten muss, aber es wird leichter sein, wenn das Zimmer schon grundsaetzlich etwas besser organisiert ist. Fazit: Es besteht Hoffnung, dass ich den Saftladen irgendwann, irgendwie doch noch in den Griff bekomme. Etwas - wenigstens teilweise - auf andere abwaelzen wirkt wie immer Wunder. :)

Friday, December 4, 2009

Oregano und Mond

Morgen Abend soll es kalt werden. Richtig kalt. Gefriertemperaturen. Moeglicherweise Schnee und Schneeregen. Also musste es jetzt endlich sein: Der Moment, wo ich meine Kraeuter vom Fire-Escape (deutsch??) vor dem Kuechenfenster entfernen und in die Wohnung bringen muss.

Schon geschehen.

Oregano (zwei Sorten - italienisch und griechisch). Pfefferminz. Petersilie. Basilikum.

Alle stehen jetzt in einer Reihe auf der Fensterbank in meinem Schlaf/Spiel-Zimmer (vorne raus, gutes Licht).

Da ich manchmal dem Wetterbericht folge, wusste ich im Voraus, dass es heute abend endlgueltig so weit sein muesse, falls ich die Pflanzen vor dem sicheren Gefriertod retten wollte. (Die wunderschoene, gedeihende, und fruechtetragende Tomatenpflanze hat schon vor ein oder zwei Monaten das Zeitliche gesegnet, rest in peace, DANKE, Eichhoernchen.)

Mir war ein paarmal sehr wehmuetig zu Mute heute. Denn auch wenn der Sommer - und auch der Herbst - endgueltig vorbei sind, war es bis jetzt noch nicht wirklich kalt. BIS jetzt. Darum konnte ich mir noch einreden, dass der Winter NOCH nicht endgueltig auf uns zukommt.

Nun schaue ich gerade, waehrend ich das schreibe, ueber die Kraeuter hinweg aus dem Fenster. Da drueben leuchten die Lichterketten des Weihnachtsbaumstandes (etwas kitschig, aber wenigstens kein LED, Gottseidank.) Weihnachtsbaeume? Ja. Der Winter ist da. Machen wir uns doch mal nix vor.

Irgendwie passt das nicht zusammen: Sommer-Kraeuter und Weihnachtsbaum-Verkauf. Dabei hatten wir noch Glueck, denn ich hatte eigentlich damit gerechnet, die Kraeuter so Ende September in die Wohnung verlagern zu muessen. Die zweimonatige Schonfrist ist ja gut und schoen, aber..... ICH HASSE DEN WINTER!!!!!! Wenn es wenigstens mal gescheiten Schnee geben wuerde. Das wuerde Vieles entschaedigen. Aber gescheiten Schnee - richtig guten Schnee - gab es hier seit ca. 2003 nicht mehr: Im Central Park auf einem Muelleimerdeckel die Huegel heruntersausen. Ja. Das waren noch Zeiten. Obwohl ich damals aufgrund von Fettleibigkeit manchmal eingesunken bin, hat es Spass gemacht. Ob wir solchen Schnee mal wieder sehen? Dieses Jahr vielleicht? Es ist noch frueh im Winter. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Im Grunde bin ich ein Sommer-Mensch. Ich sehe eine sonnenbestrahlte Blumenwiese auf meinem Desktop, und eine unwillkuerliche Entspannung tritt ein. Ich merke, wie meine angespannten Muskeln ploetzlich schlapp gehen. Auf gute Art. Von dem Anblick des Bildes allein.

Vor ca. 2 Wochen hatte ich einen Traum, wo auf einmal zwischen kahlen Baeumen eine Sommersonne hell hindurchschien. Dann war es ploetzlich der Mond. Trotzdem hell strahlend. Mitten am Tag. Ich: Davon muss ich jetzt ein Bild machen. Ganz schnell. Bevor es zu spaet ist. In dem Traum hatte ich ploetzlich ein Gluecksgefuehl, das ich nicht beschreiben kann. Ich wusste ohne einen Zweifel: DAS ist es. Das helle Licht. Das ist alles, was ich brauche, und dann ist alles gut. Ich platzte fast aus den Naehten vor lauter Gluecksgefuehl. Aber der leuchtende Tagesmond sank rapide ab. Naeherte sich hinter dem kahlen Baum der Erde. Ich wollte unbedingt noch ein Bild von ihm machen, bevor er auf dem Boden hinter dem kahlen Baum landete. Das war mir ungeheuer wichtig.

Ich schaffte es noch rechtzeitig, mit der Kamera den Mond einzufangen. Aber auf einmel tanzte dieser leuchtende Tagesmond direkt vor meiner Kamera herum. Und als ich mir die Bilder dann anschaute, war es nichts als ein .... GOLFBALL (???)

Ich fragte mich, ob das ein typisch mittelalterlicher Traum ist. So nach dem Schema Licht einfangen, bevor es zu spaet ist. Aber aehnliche Traeume hatte ich auch mit 15. Was soll's. Das Gehirn ist ein komischer Zeitgenosse.

PS. Das hier ist die Art von Eintrag, die ich vielleicht wieder verschwinden lasse. Weil zu persoenlich-gefuehlig. Also nicht wundern, wenn er ploetzlich weg ist.

Edit II: 5/12... Nee, bleibt stehen. Wenn ich nicht auch mal zarte Gefuehlchen durchblicken lassen kann, dann fuehre ich meiner Meinung nach keinen authentischen Blog. Krampf-Blogs gibt's naemlich genug da draussen. Viel zu viele...