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Wednesday, January 12, 2011

Eine Prise Nostalgie...



... brauche ich gerade. Habe ich gerade bitterst noetig.

Ich habe da frueher nach "Kommt ein Woelkchen angeflogen" immer verstanden: "...STEHT DARAUF EIN SCHACHT". Macht keinen Sinn, aber mein unschuldiges Kinderhirn meinte wohl, dass "Schacht" so was wie Schachtel oder Kasten bedeudet, und sich auf den Fernseher, der auf der Wolke steht, bezieht.

"Schwebt dabei ganz sacht" heisst es angeblich in Wirklichkeit. Danke, Google. Nun denn. Ehrlich gesagt hoert es sich auch heute noch fuer mich nach "steht darauf [bzw. dabei] ein Schacht" an.

Die Vorstellung, dass das Maedchen in der Geschichte jetzt wahrscheinlich in den Wechseljahren ist, ist irgendwie gruselig. Aber ich waere nicht ich, wenn mir solche Gedanken nicht kommen wuerden.

Auf Wiedersehn, und schlaft recht schoen. ^^

Wednesday, July 7, 2010

Achtung Dackel!


http://www.brigitte.de/gesellschaft/tiere/dackel-1063539/

Dackel sollen wieder "in" sein? Ich wusste gar nicht, dass die jemals "out" waren. Bin wohl schon zu lange aus D. weg. Zu meiner Zeit waren die naemlich noch ziemlich verbreitet.

Ich perosenlich bekam mit 14 einen Rauhaardackel. Der starb im stattlichen Alter von 16 Jahren, also als ich schon jahrelang in Amerika war. Im Gegenzug fuer den Dackel musste ich "nur" meine Katze hergeben, weil sie den Nachbarn von nebenan (" 's Herr Lange" -- O-Ton meiner Oma) angeblich immer an die Salatpflanzen in deren Garten geschissen hat.

Unsere Nachbarin von schraeg gegenueber, Frau Bolz, hatte auch einen Dackel. Einen rostbraunen Langhaardackel. Diese Nachbarin hat sich 1978 in der Eingangshalle ihres stattlichen Hauses erhaengt. (Ich hoere heute noch meine Oma: "... und mit einer NECKERMANN SCHNUR!") Ich glaube nicht, dass der Dackel was damit zu tun hatte. Eher die Tatsache, dass mein idyllisches Eckchen der Welt ein regelrechter Brennpunkt fuer Hausfrauensuizid war. Desperate housewives mal anders.

^^

Nachtrag: Selten hat mich brigitte.de als Lektuere dermassen aufgeheitert. Danke, brigitte.de! :)

Alexandra - Mein Freund der Baum

Um das Thema abzuschliessen....




Absolut traurig. An den Sommer von 1969 kann ich mich noch gut erinnern. Da war manches los, ausser dem Tod von Alexandra (auf einem Bahngleis im Auto mit ihrer Mutter, wenn ich das richtig in Erinnerung habe).

Da war die Mondlandung. Ich wurde spaet abends aus dem Bett geholt, und mit einer gelben Decke auf einen Sessel im Wohnzimmer gesetzt. "Houston, Houston, HOUSTON" Sonst verstand ich nix.

Und Frau Kempf ein paar Haeuser weiter hat den Kopf in den Ofen gesteckt (Sylvia Plath laesst gruessen). Mein Opa ist ganz aufgeregt rausgerannt, um zu gucken, was es da mit der ganzen Polizei-Aktion auf unserer idyllischen Strasse auf sich hatte. Ich werde nie vergessen, wie er zurueck kam, und dezent zu meiner Oma sagte: "Die Frau Kempf. Ist tot."

Und ich kam bald in die 5. Klasse, die 1. Klasse Gymnasium. UND.... Monika W. kam zu meinem 10. Geburtstag. Ich fragte sie, ob sie im Gymnasium neben mir sitzen wollte. Sie sagte "NEIN! Ich werde neben der Sabine V. sitzen!"

Persona non Grata.

Lebenslang.

Wednesday, March 3, 2010

Wie konnte ich nur...



... so eine wunderschoene Umgebung verlassen???

Das ist die Strasse, wo ich grossgeworden bin. Mein Haus (es ist immer noch da, nur wohnen da jetzt Fremde drin) ist auf der linken Seite, um die Biegung. Hier nicht zu sehen. Die Laternen sahen damals schon genauso aus, und die Haeuser auch. Das Haus meiner liebsten Kindheitsfreundin ist rechts, gleich nach der Biegung. Die sind jetzt auch alle weg. Sie und ihre drei Geschwister. Grossgeworden, verheiratet, weggezogen. Haus umgebaut, wie ich vor 4einhalb Jahren feststellen durfte. Kein Mensch mehr da. Wohl auch Fremde drin. Was sind wir immer zueinander hingerannt, meine Freundin und ich, einfach so. Zum Spielen.

Diese Strasse bin ich immer auf dem Weg zu und von der Grundschule entlanggesaust. Auf dem Heimweg den Berg hinunter, huiii!

"Vergesse nie die Heimat, wo deine Wiege stand. Du findest in der Ferne kein zweites Heimatland" hat mir in der zweiten Klasse (1967) eine ins Poesie-Album geschrieben. Die muss wohl Zukunftsvisionen gehabt haben im zarten Alter von 8 Jahren.

Heute ueberlege ich mir manchmal, ob ich nicht lieber haette drueben bleiben sollen. So schoene, idyllische Strassen gibt es hier nicht. Und wenn es noch so spiessig aussehen mag. Ich erkenne hier nicht spiessig, sondern nur Geborgenheit.

Ja, ich bereue jetzt manche Entscheidungen. Ich kann Edith Piaf nicht mehr hoeren, muss sie wohl demnaechst von meinem IPod verbannen. Denn... Oui, je regrette beoucoup.