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Tuesday, November 23, 2010

Warum macht man das????

Das frage ich mich ehrlich. Was bezweckt man damit, eine Person, mit der man seit 5 Jahren keinen Kontakt hat, alle 2 Monate anzurufen, und zu sagen "Ich wollte mal sehen, wie es dir geht". Was soll denn das? Wir kennen uns seit wir 10 sind. Warum so formell. Warum kann die nicht einfach sagen, dass sie Interesse hat, wieder den Kontakt aufzunehmen. Damit koennte ich eventuell was anfangen. Und warum nicht fragen, warum ich den letzten Anruf nicht erwidert habe? Hallo! Aber man muss ja behutsam sein. Das wird ja immer geraten. Nicht bedraengen, keine Vorwuerfe. Man weiss ja nicht, was bei mir so los ist, und will nicht gleich mit der Tuer ins Haus fallen. Wo man doch weiss, dass das Schicksal ja auch bei mir schon heftig zugeschlagen hat, wo ich doch das behinderte Kind hatte, das ich vor zig Jahren weggegeben habe. Das war zum Schluss noch ihr einziges Thema mit mir, dabei war es fuer mich ueberhaupt kein Thema. Darum habe ich den Kontakt einschlafen lassen. Weil die mich unsagbar genervt hat. Und deren durchtherapiertes Gequatsche sowieso.

Also.... was soll dieses behutsame Gequatsche auf meinem AB auf einmal wieder. Kann die sich nicht natuerlich benehmen. Das ist doch nicht auf deren Mist gewachsen. Das raet man doch Leuten, als "sicheren" Einstieg, wenn man nach langer Zeit mit jemanden Kontakt aufnehmen will. *Redet* die mit Leuten ueber mich??????? Und natuerlich nur ihre Version, behandelt mich schon jahrelang nicht mehr so, wie ich bin, sondern so, wie SIE ist....

Was soll man zu so einer weit offenen Frage sagen? Alles von "danke gut" bis ein ellenlanger Detailbericht der letzten 5 Jahre ist theoretisch alles moeglich. WAS will die hoeren??? Und warum so verflucht..... BEHUTSAM?????? Weiss die ueberhaupt nicht mehr, MIT WEM SIE REDET????? DIE MUESSTE MICH DOCH KENNEN!!!!!!!!!!!!!!!! Aber man kann ja nicht mehr so tun, als waeren wir Kinder. Ich bin ja jetzt auch aelter, und wer weiss, was bei mir alles....

.....Sollen wir jetzt etwa altersgerecht mit einander plaudern? "Schicksale" austauschen? Na klar, so war die ja aus heiterem Himmel schon mit Anfang 30 drauf. Jetzt hat sie wahrscheinlich irgend so ein typisch mittelalterliches Problem, ueber das sie mit mir, als alt bekannte Gleichaltrige "Austausch" sucht. Hoer ma zu: Ich will nix hoeren von alten/gestorbenen Eltern, Brustkrebsgeschichten, Maenner mit Prostataproblemen, und was es in der Rubrik sonst noch alles gibt. Erzaehl das mal lieber deinem Psychiater, meine Liebe. So bin ICH naemlich nicht drauf. Da koennte ich in aller Unschuld sagen "Erzaehl doch mal, was du so treibst im Moment", und ohne Warnung wuerde ein Kotzkuebel Krankheitsgeschichten ueber meinem schoenen Haupt ausgeschuettet. Alles schon erlebt. Nee, so nicht. Nicht mit mir. Da muss doch irgendwas vorgefallen sein bei der, dass die ploetzlich offenbar wieder "Inventur" in ihrem Leben macht, und sich im Zuge dessen auf alte verschollene hsm erinnert. Was auch immer es ist, ich will's nicht hoeren! :-OOO

Mir fehlt gerade das Nudelholzding von den Brigitte Foren.

Nein, die werde ich nicht zurueckrufen. Das kann ja kein Mensch aushalten so was. Vielleicht wenn sie irgendwann sich mal anfaengt, natuerlich zu benehmen. Aber das wird nicht passieren. Das ist ihr schon vor Jahrzehnten austherapiert worden, und wieso sie das auf mich projezieren muss, waere ein Thema fuer einen zweiten Therapeuten. Einen der bei der wieder richtet, was der andere angerichtet hat.

Wie es mir geht.... OB es noch geht, waere meine Gegenfrage.
*kopfschuettelnd ab*

Wednesday, August 25, 2010

Durchtherapiert und hirnamputiert [in den Kommentaren geht es mal wieder um Renate Blaes... ironischerweise passt die Ueberschrift trotzdem noch^^]

Ich merke, dass das Thema meiner verflossenen Schulfreundin noch nicht fuer mich abgeschlossen ist - es beschaeftigt mich seit ich den beruehmten Brief nach so vielen Jahren wiedergefunden habe. Deshalb muss ich jetzt noch was dazu schreiben, damit ich es endlich ad akta legen kann. (War in so einem Koefferchen voller Papiere und Kram, das ich ungeoffnet durch tausend Umzuege geschleppt habe.)

Die Dame hatte sehr viel Therapie gemacht. Das ist eine Schande. Sie hat mir auch mal am Telefon davon erzaehlt. Und dann ist sie von irgendwelchen Tabletten abhaengig geworden, und danach - zusaetzlich zur Therapie - noch zum 12-Schrittler mutiert: Totalschaden. Brauchbarkeit fuer den menschlichen Umgang auf Null reduziert.

Hat sie mir mal am Telefon erzaehlt, dass sich in der Therapie "herausgestellt" habe, dass ihr Vater sie zwischen 5 und 10 Jahren molestiert hatte (in der Zeit war es gerade grosse Mode, solche Sachen "heraustherapiert" zu bekommen, inzwischen hat das ein bisschen nachgelassen, die Menschheit ist skeptischer geworden ueber solche "Erinnerungen" ploetzlich aus dem Nichts.) Also nehmen wir mal an, es stimmte. Und dann kann sie sich nicht mehr an unsere Schulzeit erinnern??? Wir lernten uns doch erst kennen, als wir 10 waren! Da war das doch schon gelaufen mit dem Papa. Warum also die Jahre NACH 10 ausblockieren????? Warum will sie jetzt krampfhaft die Jahre, die ICH teilweise (Anfang 30 war auch toll!) als die besten Jahre meines Lebens betrachte, als traumatisch und ausgeblockt hinstellen?????

Und bei diesem Therapeuten muss es (ist es je anders bei Therapeuten?) darum gegangen sein, ihr "Selbstbewusstsein aufzubauen". Daher dieses ploetzliche komische Verhalten mir gegenueber. In der Schule war ich ihre einzige Freundin (ich hatte auch noch andere). Sie war dick, und so schuechtern, dass sie vor anderen (ausser mir) im wahrsten Sinne des Wortes nicht die Zaehne auseinander bekam. (Das ist sogar meiner Oma aufgefallen. Die hat immer gesagt "Diese S.... die bekommt nicht die Zaehne auseinander." Und meine andere Oma hat mal gefragt, ob die taubstumm sei, weil sie sie noch nie ein Wort hat sprechen hoeren.^^) Es hat sich also irgendwie automatisch ergeben, dass ich der "Anfuehrer" von uns zweien war. Wir machten immer, was ich wollte, und sie war mehr so der Mitlaeufer. Und .... ich machte mich oft ueber ihre Schweigsamkeit, ihr Uebergewicht, ihre komischen Familienumstaende offen lustig. Spaeter auch darueber, dass sie ewige Jungfrau war.^^ (Edit: In den 70er Jahren war es ein grosses Status-Symbol, spaetestens mit 16, 17 entjungfert zu sein. Zumindest an meiner Schule, und auch laut der "BRAVO" ^^)

Nun muss sie diesem Therapeuten erzaehlt haben (oder wahrscheinlicher, ER hat es IHR erzaehlt...:/), dass sie selbst in dieser Beziehung mit mir aus der Schulzeit "untergegangen" sei, evtl. ist auch was von einem "ungesunden Ungleichgewicht" gelabert worden. Dass sie endlich ausleben muesste, wer sie wirklich ist. Da sie aber offenbar keine Ahnung hat, wer sie "wirklich ist", hat sie sich dann - wie Viele in solchen Situationen - das Therapeutische an sich als ihre "Persoenlichkeit" angeeignet. Und ist mir dann einfach mit der neuen durchtherapierten Persoenlichkeit gegenuebergetreten, hat einfach "nicht mehr zugelassen", dass ich sie "in die alte Rolle draenge". Oder irgendso ein Quatsch. Wollte mich sanft dazu zwingen, so auf sie einzugehen, wie sie "jetzt ist".

Bei mir - lebenslang im Rohmaterialzustand geblieben, danke auch - hat das natuerlich nicht gut gesessen. Daher mein komisches Gefuehl ueber die. Heute sehe ich das alles so klar. Aber 1991 hatte ich diesen Durchblick noch nicht. Auch 2005 nicht. Den habe ich erst heute. Ist das jetzt Altersweisheit, oder habe ich nur zu viel Psychogelaber gelesen und gehoert in den letzten paar Jahren? (Ich glaube an letzteres. Von Psychogelaber wird man ja bombardiert, wo man geht und steht heutzutage...) Von daher kann ich mir noch was denken, was der armen Sau wahrscheinlich ueber mich gesagt wurde, als ich anfing, mich von ihr zurueckzuziehen: Dass sie sich jetzt "positiv veraendert" haette, und die Menschen aus dem alten Umfeld (ich) oftmals damit nicht zurechtkommen, die Person so wollen, wie sie VOR der Veraeen.... aeh, HIRNWAESCHE war, die alten Rollen beibehalten will, sich selber nicht veraendern bla bla bla bla bla blaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Also..... im Grunde hat SIE MICH zurueckgewiesen, indem sie diese neue durchtherapierte Persoenlichkeit angenommen hat, und sich geweigert hat, so zu sein, wie ICH sie kannte. Mich einfach so behandelt hat, als waere ich jemand anders, als ich wirklich bin. Und ja - ich nehme es ihr uebel. Wenn ich mal anfange, DAFUER Verstaendnis zu haben, kann ich mich gleich begraben lassen.... :/

Nachtrag an potentielle Troll Kommentatoren: Stimmt. Die Dame ist wahrscheinlich besser dran, so eine "Freundin" wie mich los zu sein. :)

PS. Interessanterweise sind es immer diejenigen, bei denen gar nichts passiert im Leben, die die groessten "Veraenderungen" gehabt haben wollen (will heissen, haben viel Therapie gehabt). Die sass schon bevor ich nach Amerika ging, im gleichen Beamtenjob ("bei der POST, da hab ich mein AUSKOMMEN, meine ABGESICHERTHEIT, meine RENTE"!), wo sie heute immer noch sitzt. Im gleichen Kaff, mit den gleichen Menschen im Umfeld. Will aber aufgrund von so ein bisschen Psychogelaber "veraendert" sein. ICH dagegen habe vom Praktischen her unzaehlige Male mein Leben umgewaelzt... und bin immer noch dieselbe. Komisch, gell?